Frage von Lebensform, 114

Warum haben die Menschen in warmen Regionen eine dunkle Hautfarbe und nicht in Kalten?

Schwarze Haut absorbiert die Lichtenergie sehr stark und heizt sich dem entsprechend stark auf , aber es ist ja schon warm in den Regionen. Hingegen haben die Menschen in kalten Regionen helle Haut welche das Licht reflektiert und sehr viel weniger aufgeheizt wird. Aber warum ist das so ? In Kalten Regionen wär eine schwarze Haut viel sinnvoller.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Darkmalvet, Community-Experte für Anatomie, Biologie, Genetik, ..., 54

Hallo Lebensform

Der Grund dafür ist, dass der Farbstoff der Haut, das Eumelanin vor der UV Strahlung schützt und der Schutz vor der UV Strahlung war was dieses Merkmal betrifft evolutionär wichtiger als der Schutz vor Überhitzung, denn um den Körper zu kühlen gibt es ja noch Schwitzen.

In kälteren Regionen war die Produktion von Vitamin D, welche Sonneneinstrahlung benötigt wichtiger als den Körper zu wärmen, immerhin sind Menschen in der Lage sich Behausungen zu bauen und Kleidung herzustellen, somit hat eine dunke Haut in kälteren Regionen keinen Selektionsvorteil, wohl aber Selektionsnachteile.

LG

Darkmalvet


Kommentar von Darkmalvet ,

Danke für den Stern :-)

Expertenantwort
von DiegoderAeltere, Community-Experte für Biologie & Evolution, 48

Bei den Menschen, die ja ursprünglich vom afrikanischen Kontinent stammen, entstand schwarze Haut, nachdem das Fell zurückgegangen ist, zum Schutz gegen die UV-Strahlung der Sonne. Diese wirkt indirekt erbgutverändernd, was durch die Pigmente in der Haut drastisch abgemildert werden kann. Die aufgeheizte Haut ist für den menschlichen Organismus mit all seinen Mechanismen zur Temperaturregulation nicht im geringsten ein Problem. Der Überlebensvorteil durch dunkle Haut ist also klar ersichtlich.

In den Gebieten, in die die Menschen mehrere Millionen Jahre später auswanderten, war die Sonneneinstrahlung wesentlich geringer, und die Menschen passten sich sich an die geänderten Bedingungen an. Die Vorteile einer ganz dunklen Haut bestanden nicht mehr, und möglicherweise kamen sogar einige Nachteile hinzu (z.B. was die sonennlichtabhängige Produktion von Vitamin D angeht).

Antwort
von voayager, 5

Gesteigerte Lichteinstrahlung führt zu einer vermehrten Melaninbildung, (Hyperpigmentierung) sowie Verdickung der Hornschicht, also einer Lichtschwiele. 

Antwort
von Nordseefan, 30

Nein, wäre sie nicht, die dunkle Haut schützt sie vor der Sonne, wer dunkele Haut hat bekommt nicht so leicht einen Sonnenbrand.

Antwort
von OnkelSchorsch, 52

Homo Sapiens ist ursprünglich dunkel, auch in Europa. Die Ausbidung der hellen Haut ist eine sehr junge Entwicklung.

Die gängige Theorie dazu:

"Als wahrscheinlichste Ursache für die starke Veränderung in der
Pigmentierung sehen die Forscher die Besiedlung des Nordens durch die
Europäer an: "Die naheliegendste Erklärung ist die Anpassung an die
verminderte Sonneneinstrahlung im Norden", erklärt Mark Thomas vom
University College in London. "Die meisten Menschen generieren Vitamin D
über die Haut infolge von UV-Exposition. In den nördlichen Breiten wäre
das mit dunkler Haut aber weniger effizient gewesen. Da die Menschen
hier auch weniger Vitamin D mit der Nahrung aufnahmen, war hellere Haut
die vielleicht beste Option.""

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17324-2014-03-12.html

Es gibt aber auch andere Ansichten: http://www.welt.de/wissenschaft/article4384356/Wie-die-Europaeer-zu-ihrer-weisse...

Eine weitere Hypothese schließt auch nicht aus, dass die helle Hautfarbe eventuell über Vermischung mit Homo Neanderthalensis in den Genpool unserer Vorfahren gelangen konnte, aber das ist noch eher spekulativ.

Antwort
von szoszk, 39

Die Hautfarbe wird durch die Pigmentkonzentration in der Haut bestimmt. Je mehr es von diesen Pigmenten gibt, desto weniger empfindlich wird die haut für UV-Strahlung, es kann aber auch weniger Vitamin-D produziert werden für die gleiche menge an Licht, als bei weniger Pigment. Weil die Sonne in Warmen Regionen mehr scheint ist das nicht so schlimm. Wo es aber weniger Sonne gibt, ist auch die Sonnenbrandgefahr geringer, es ist aber auch schwieriger Vitamin-D zu produzieren.

Zusammenfassend: Mehr Pigment = weniger Sonnebrand, weniger Vitamin-D für gleiche menge an Sonnenlicht

Weniger Pigment = einfacher Sonnenbrand, mehr Vitamin-D für gleiche Menge Sonnenlicht

Antwort
von lp640, 35

Ich weiß es nicht, würde aber mal behaupten, dass eine dunkle Haut vor Sonneneinstrahlung besser schützt und die Menschen deshalb in Äquatornähe eben recht dunkelhäutig sind. Hellhäutige Menschen bekommen ja auch schnell einen Sonnenbrand.

Antwort
von Ursusmaritimus, 24

Es geht um den Schutz vor UV Strahlung (dunkel pigmentiert)

und die Bildung von Vitamin D (Rachitis) durch Sonnenlicht (helle Hautfarbe)

Wärme spielt weniger eine Rolle.......

Antwort
von schattenrose96, 33

Durch die Reflexion und das Schutzschild aus Melanin ist das Gewebe darunter besser geschützt vor derr Sonne. Desto dunkler, desto größerer Schutz, da die Hitze und die Wellen eben abprallen und reflektiert werden.

Ebenso mit den Augen: Helle (blaue) Augen sind lichtempfindlicher, da weniger schützende Farbpigmente da sind.

Ich hoffe das ist grob richtig zusammen gefasst.

Antwort
von JayBeeEff, 22

Das hat damit zu tun, dass die Dunkleren Hautpigmente resistenter gegen UV-Strahlung sind. Deshalb wird man auch in der Sonne braun. Je brauner man ist desto geringer ist die Gefahr eines Sonnenbrands

Antwort
von Jersinia, 18

Dunkle Haut schützt vor Sonnenbrand.

Wenn die Menschen im Norden auch dunkle Haut hätten, könnten sie nicht genug Vitamin D bilden

Antwort
von MondscheinStern, 28

In warmen Gebieten werden eben Menschen gebruzelt, in kalten nur gekühlt :) 

Antwort
von 1900minga, 12

Als Schutz vor den UV-Strahlen

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community