Frage von ari1985, 59

Warum haben die Japaner nach Pearl Harbour nicht die US Westküste oder Britisch Indien angegriffen?

Antwort
von voayager, 37

Britisch Indien anzugreifen hätte wenig Sinn gemacht, die Westküste der USA allemal, schon um dort die Öltanklager auszuschalten. Die US-Luftwaffe war aber zu stark, um dies zuzulassen. Dies wäre nur möglich gewesen bei dem Überfall auf Pearl Harbour in einem Aufwasch, danach war es zu spät dafür.

Antwort
von Skinman, 28

Sie wollten bei der ganzen Nummer ja nun ihre Ressourcen sichern, vorrangig die Ölversorgung. Also in Ruhe ihre "Südostasiatische Wohlstandssphäre" erobern, ohne dass sich die USA einmischten, hier insbesondere was wir heute Indonesien nennen bzw. der ganze Malayische Archipel.

De facto hätte man sich wenigstens die Ölreserven auf Hawaii reinziehen beziehungsweise sie zerstören sollen, zudem die U-Boot-Basis und die ganzen Werftanlagen und dergleichen, die sich im weiteren Kriegsverlauf als wesentlich wichtiger erwiesen als alle amerikanischen Schlachtschiffe.

Aber zum einen fanden die Planer das ganze Unternehmen eh schon viel zu riskant und trauten ihrem Glück nicht mal nach der Rückkehr der zweiten Angriffswelle. Sie hatten ja auch die drei US-Träger nicht erwischt und wussten nicht, wo die sich herumtrieben. Enterprise zum Beispiel war am gleichen Abend schon wieder vor Ort in Hawaii, Saratoga war nur anderthalb Tagesmärsche westlich Richtung Midway unterwegs. Die hätten mit etwas Glück der japanischen Angriffsflotte schwere Verluste beibringen können.

Zum anderen hatten die Japaner geplant, dass der Krieg längst entschieden und vorbei sein sollte, bevor die erwähnten Ressourcen auf der Gegenseite so richtig zum Tragen kämen.

Antwort
von Traveller24, 31

Weil andere Ziele erstmal wichtiger waren. Das grösste Problem der Japaner zu diesem Zeitpunkt war die Versorgung mit Rohstoffen und daher haben sich die Eroberungen erstmal auf die Südostasiatischen Rohstoff-Gebiete konzentriert. Zudem war die gesamte Eroberungstrategie der Japaner eher auf die Errichtung eines grossasiatisches Reich ausgerichtet ( Google mal den Begriff "Großostasiatische Wohlstandssphäre" ) als auf die Eroberung der USA. Der Angriff auf Pearl Harbour war keine Vorbereitung auf einen Angriff auf die USA, sondern hatte eher als Ziel, die militärische Macht der USA aus dem Pazifik herauszudrängen um dort die Vorherschaft zu erlangen.

Antwort
von edwardkenway123, 18

naja eigentlich ist das ganz einfach. die japaner hatten einfach nur geplant die pazifik-flotte der us-amerikaner zu zerstören....das ist ihnen auch teilweise gelungen 4 schiffe haben sie vernichtet und ein paar weitere schwer beschädigt....aber ihr angriff hatte zwei schwachpunkte.

1.die japaner haben zwar die schiffe getroffen aber nicht die flotte lahmgelegt warum? naja sie haben nicht noch einen zweiten angriff auf die öltanks auf pearl harbour gestartet damit hätten sie die pazifik-flotte wirklich lahmgelegt.

2.die japaner haben keinen der in der nähe rumschwimmenden flugzeugträger getroffen und luftüberlegenheit war im 2.weltkrieg extrem wichtig.

also das ist der grund, sie wollten nicht noch irgendwelche anderen ziele angreifen.


Antwort
von findesciecle, 19

Bzgl. Britisch-Indien: Wären die Japaner auf Gebietsgewinne aus gewesen hätten, sie Australien und Neuseeland angegriffen, wo es wenig Widerstand gegeben hätte. 

Es ging im Pazifikkrieg den japanischen Strategen nie darum die USA oder dem Empire physisch Gebiete abzunehmen (das geschah dann aber zeitweise taktisch) , sondern beiden die Kontrolle über Südostasien und den Westpazifik aus der Hand zu schlagen und dann neu zu verhandeln. 

Die japanischen Strategen wußten vor Pearl Habor, dass die USA langfristig in einem Krieg nicht zu besiegen sind. Der Plan der Japaner war, der US-Navy im Pazifik einen solchen Schlag zu versetzen, dass Roosevelt unter dem Druck der Kriegsgegner im eigenen Land mit Japan neu verhandelt und ihnen in China freie Hand lässt. Denn auch schon Ende der 30er Jahre befanden sich die USA und Japan über China schon quasi im Krieg. Und die faktische Blockade Japans (Abschnitt von Rohstoffen) durch die US-Navy musste aus Sicht der Japaner gebrochen werden. Genau deshalb hätte es ja keinen Sinn ergeben, die US-Bevölkerung an der Westküste anzugreifen - die Japaner setzten gerade auf die Kriegsunwilligkeit der US-Bürger! 

Dieser Plan der Japaner war mehr schlüssig, als es im Nachhinein erscheint! Wäre die Schlacht um Midway einige Monate später, bei der Spitz auf Knopf stand für die USA, verloren gegangen, wären die USA mit heruntergelassenen Hosen im Westen dagestanden. Roosvelt wäre zurückgetreten, man hätte Japan weit entgegenkommen müssen und auch der Weltkrieg in Europa wäre anders verlaufen.   

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