Frage von grubenhirn, 117

Warum haben die Inka & Azteken Menschen geopfert aus Angst, obwohl es doch nichts Schlimmeres geben könnte, als auf jene grausame Art zu sterben?

Ergibt das einen Sinn?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andrastor, 80

Natürlich hatte das einen Sinn.

Sie glaubten mit diesen (doch sehr humanen) Opferungen ihre Götter zu beschwichtigen um sie vor Ernteausfällen, Umweltkatastrophen und Krankheiten zu beschützen.

Jemanden das Herz rauszuschneiden hat nicht einmal 10 Sekunden gedauert, an einer Krankheit zu sterben konnte sich über Wochen dahinziehen.

Von daher waren ihre Prioritäten klar gesetzt.

Kommentar von grubenhirn ,

Ich wäre nicht gerne so gestorben, so "human" kommt mir das nicht vor.

Kommentar von Andrastor ,

Klar, ohne die richtige Konditionierung stirbt niemand gerne, aber für die damalige Zeit war das ein sehr schneller und verhältnismäßig schmerzloser Tod.

An Nierenleiden oder schlechten Zähnen zu sterben wäre weitaus langwieriger und schmerzhafter gewesen.

Kommentar von Andrastor ,

danke für das Sternchen :)

Antwort
von voayager, 37

Menschenopfer gab es in zahlreichen Kulturen, das war kein bloßes Phänomen der Azteken und Inkas. Menschenopfer als Beschwichtigung, magischer Abwehr von Unheil in und durch die Natur, da sollte den erzürnten Göttern schon was Großes geboten werden. Man war der ansicht, dass die Götter sich nicht mit bloßen Petitessen abspeisen lassen würden.

Kommentar von grubenhirn ,

Mag ja sein, nur viel Schlimmeres als ein brutaler Tod kann ja nicht passieren, von daher lohnt es sich doch nicht jemanden zu opfern, schließlich muss der ja leiden.

Antwort
von Dahika, 70

Na ja, die die geopfert haben, mussten ja nichts erleiden. Die, die geopfert wurden, hatten es schlecht.

Die Azteken, vermutlich auch die Inkas, opferten ihre Kriegsgefangenen, um für bessere Ernten, besseres Wetter, was weiß ich, zu beten.

Wenn man in der besseren Situation ist, denkt man an das Leiden der anderen, die es nicht so gut haben, eher weniger.

Kommentar von grubenhirn ,

Mir geht es da anders. Ich versuche mich stets in die Lage anderer hineinzuversetzen.

Antwort
von benni12321, 89

Naja schon, Missernten hatten ja oft viel mehr Opfer zur Folge so das es vielleicht so gesehen ein guter Deal mit den Göttern war ^^ Aber natürlich war dieser ganze Ritualkram auch ein Machtsystem in dem wenige Einfluss auf viele ausübten, wie man das halt so kennt.

Antwort
von hypergerd, 38

Diese Frage kann man viel allgemeiner stellen:

Warum hat fast jede Religion Opferkult ?

"Atzteken" hört sich so schön örtlich und zeitlich weit weg an. Aber wie man überall lesen kann

https://de.wikipedia.org/wiki/Opfer_(Religion)

gibt es die fast überall und zu jeder Zeit! (nur die Form ist anders und variiert)

Es liegt in der Natur des Menschen fragen zu stellen. Und wenn man keine Wissenschaft kennt (oder ignoriert), holt man sich Antworten bei einer Religion ...

Und die Religion hat Führer und welche, die sich führen lassen ... und beide haben menschliche Schwächen.

Das alles mit dem Wort "Dummheit" allein zu erklären, wäre zu einfach und zu unwissenschaftlich.

Antwort
von menschenopfer, 67

erstens hat man sich ja nicht freiwilig opfern lassen sondern immer schön brav anere das man das selbst nicht erleiden muss als götlichestrafe oder in form von hunger wegen missernten aber vorallem ist das irgendwem mal eingefallen und danach war es kultur genausogut könntest du fragen warum kanibalen kanibalen sind oder warum im mittelalter gefoltert wurde

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