Frage von morgenlaender, 211

Warum haben die Deutschen durch die Geschichte hindurch die besseren Beziehungen zu den Moslems, im Vergleich zu den anderen Europäern?

Haben sie die wahre Größe des Islams besser als die anderen erkannt?

Antwort
von berkersheim, 52

Das hängt mit der deutschen Geschichte zusammen. Bis 1870 waren die Deutschen erst mal mit sich selbst und ihrer Vielländerei beschäftigt. Es gab keinen einheitlichen Staat und im Gegensatz zu Portugal, Spanien, Frankreich und England hatte Deutschland keine Kolonien, in denen sie mit dem Islam aneinander geraten konnten. Erst mit Ausrufung des Deutschen Kaiserreichs nach 1871 und der Bismarkchen Machtpolitik entstand überhaupt erst eine nennenswerte deutsche Flotte. Bei Wikipedia gibt es eine Weltkarte, auf der man sieht, dass es nur vereinzelt verstreute deutsche Kolonien gab. Aber die hellblau Verbündeten Gebiete sind interessant.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche\_Kolonien\_und\_Schutzgebiete#/media/File...

Das ist vor allem das Osmanische Reich - wohlgemerkt als Verbündete. Auch im 1. Weltkrieg - als Engländer und Franzosen ihre nordafrikanischen Kolonien unter Zerschlagung des osmanischen Reiches eroberten, war das Deutsche Reich Verbündeter des osmanischen Reichs. Auch der türkische Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk hatte gute politisch-ökonomische Beziehungen zum Deutschen Reich, wobei die unterschiedliche Religion keine Rolle spielte. Jeder übte seine Religion in seinem Land aus und man respektierte sich gegenseitig.

Nach dem ersten und erst recht nach dem zweiten Weltkrieg hatten England wie Frankreich viel Zuwanderung von moslemischen Staatsbürgern aus ihren Kolonien oder ehemaligen Kolonien und dadurch erste Spannungen in ihren Ländern (Frankreich vor allem durch den Algerienkrieg), die es bis 1980 in Deutschland nicht gab. Bis heute gibt es wohl auch keine Probleme mit Menschen islamischer Religionen (Sunniten, Schiiten, Aleviten und andere) aus den gebildeten Oberschichten. Die sind z.B. bei den Salafisten mit ihrem Steinzeit-Islam als "angepasste Moslem" und Verräter des "alten Glaubens" angesehen. Probleme gibt es mit sog. "bildungsfernen Schichten", aus denen die meisten Schulabbrecher kommen. Ich sehe das eher als ein soziales Problem als ein Glaubensproblem. Allerdings werben Salafisten und IS wie al Quaida in diesen Schichten bei Jugendlichen mit großer Perspektivlosigkeit am erfolgreichsten, sodass über diese Schiene soziale und religiöse Probleme verknüpft werden.

Expertenantwort
von ArnoldBentheim, Community-Experte für Geschichte & Politik, 47

An sich hatten "die Deutschen" in der Vergangenheit keine besseren oder schlechteren Beziehungen zur islamischen Welt als andere europäische Länder. Das änderte sich nach dem WK II nur insofern, als Deutschland keine militärischen Interessen mehr in der muslimischen Welt verfolgen konnte und allein als Handelspartner oder Entwicklungshelfer eine Rolle spielte, sodass sich die Abneigung vieler Muslime besonders auf (westlichen) Siegermächte konzentrierte und auf den von ihnen unterstützten Staat Israel.

Welche "wahre Größe des Islams"? Größe können nur Menschen zeigen, wie z. B. gegenwärtig die Bundesrepublik, die zahllose muslimische Flüchtlinge, die von ihren Glaubensgenossen entweder verfolgt und massakriert oder gnadenlos ihrem Elend überlassen werden, aufnimmt, ihnen Existenz und Perspektiven gibt! Das sollte ein Grund für die muslimische Welt sein, Deutschland und Europa, in dem Deutschland großen Einfluss hat, in Zukunft mit mehr Vertrauen und menschlichem Respekt zu begegnen, als es die langfristige geschichtliche Erfahrung der Muslime mit der sog. westlichen Welt vielleicht angezeigt sein lässt!

MfG

Arnold

Antwort
von Dahika, 75

Nein. Wenn überhaupt offener mit dem Islam umgegangen wird - im Sinne von pol.Korrektheit - dann liegt das vielleicht an den Holocausterfahrungen. Vielleicht - ich bezweifel es allerdings - haben viele Deutsche erkannt, dass sie Vorurteilen "Fremden" gegenüber vorsichtig sein sollten.

Das Erkennen der "Größe des Islam" hat damit nichts zu tun. Was ist "groß" am Islam? Der ist nicht größer als das Christentum, das Judentum, der Buddhismus oder der Atheismus.
Ich habe nichts gegen Muslime und hätte auch nichts gegen eine Moschee in meiner Straße. Aber das liegt nicht daran, dass ich die Größe im Islam entdeckt hätte. Eher gar nicht.

Antwort
von Evileul, 203

Sie waren oft verbündete z.b des Osmanisches Reich´s usw. Dabei ging es weniger um Religion man hatte gemeinsame Feinde.

Antwort
von Hegemon, 158

Ich weiß nicht, was "die wahre Größe des Islam" sein soll. Ich kann auch nicht erkennen, daß "die Deutschen" den Islam so "toll gefunden" haben sollen.

"Mohammed war nicht fromm, sondern nur ein Betrüger, der sich der Religion bediente, um sein Reich und seine Herrschaft zu begründen." (Friedrich II., Preußen)

"Sein [Mohammeds] Koran, dies sonderbare Gemisch von Dichtkunst, Beredsamkeit, Unwissenheit, Klugheit und Anmaßung, ist ein Spiegel seiner Seele, der seine Gaben und Mängel, seine Neigungen und Fehler, den Selbstbetrug und die Notbehelfe, mit denen er sich und andere täuschte, klarer als irgendein anderer Koran [Rezitation] eines Propheten zeigt." (Johann Gottfried Herder)

"Man betrachte z.B. den Koran: dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfniß zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus. Viel mag durch die Uebersetzungen verloren gehen; aber ich habe keinen einzigen werthvollen Gedanken darin entdecken können." (Arthur Schopenhauer)

"Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist 'harby', d.h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen." (Karl Marx)

Die militärische Zusammenarbeit zwischen deutschem Kaiserreich und dem Osmanischen Reich hatte geostrategische Gründe. Unter den Nazis gab es allerdings durchaus Bewunderer des Islam:

"Hätte bei Poitiers nicht Karl Martell gesiegt: Haben wir schon die jüdische Welt auf uns genommen - das Christentum ist so etwas Fades -, so hätten wir viel eher noch den Mohammedanismus übernommen, diese Lehre der Belohnung des Heldentums: Der Kämpfer allein hat den siebenten Himmel! Die Germanen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Christentum sind wir davon abgehalten worden." (Adolf Hitler)

"Ich muss sagen, ich habe gegen den Islam gar nichts, denn er erzieht mir in dieser bosniakischen SS-Division namens Handschar seine Menschen und verspricht ihnen den Himmel, wenn sie gekämpft haben und im Kampf gefallen sind. Eine für Soldaten praktische und sympathische Religion!" (Heinrich Himmler)

Kommentar von Hegemon ,

Auch das Anwerbeabkommen von 1961 hatte geostrategische Gründe. Es war der Preis, den die Bundesrepublik für das türkische Engagement in der NATO zahlte:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/integration/gastarbeiter-die-kuns...

Helmut Schmnidt bezeichnete diese Entscheidung 2004 als Fehler:

„Mit einer demokratischen Gesellschaft ist das Konzept von Multikulti schwer vereinbar. Vielleicht auf ganz lange Sicht. Aber wenn man fragt, wo denn multikulturelle Gesellschaften bislang funktioniert haben, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, daß sie nur dort friedlich funktionieren, wo es einen starken Obrigkeitsstaat gibt. Insofern war es ein Fehler, daß wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten.“

Antwort
von Klaraaha, 49

Schon der alte Fritz soll gesagt haben, dass er nichts gegen Muslime und Heiden in seinem Land hat, solange sie ehrliche Leute sind. Im 1. und im 2. Weltkrieg waren die Deutschen mit den Türken verbündet. Mit der "wahren Größe des Islams" hatte das nichts zu tun. Die Türken hätten auch Anhänger des großen wahren Manitu oder des großen Spaghettimonsters, sein können. Das waren rein politische Gründe. Religion und Politik waren da schon lange getrennt.

Antwort
von Suboptimierer, 148

Ich kann mir vorstellen, dass der hohe Anteil an Atheisten dafür verantwortlich ist. Einem Atheist (zumindest die, die ich meine) ist der Glaube unwichtig.

Hinzu kommt unsere Vergangenheit. Nach dem Dritten Reich gab es so eine "Das darf nie mehr passieren"-Einstellung, vorne vor in der Politik, die dafür sorgte, dass wir besonders offen bezüglich anderer Kulturen wurden und uns deutlich von den Deutschen früher abgrenzen wollten.

Das ist aber alles nur eine Vermutung.

Wenn ich mich aber umschaue, scheint das immer verschwommener zu werden. Das Volk fängt wieder an, stolz auf sich zu sein und sich für etwas Besonderes zu halten. 
Mehr Angst als vor dem Terrorismus habe ich davor, dass der ganze Mist von früher sich wiederholt.

Kommentar von sarahj ,

inwiefern bitte sind Atheisten dafür verantwortlich?

Teilst Du die Menschen in Christen und nicht-Christen ein, und legst sie danach in eine von 2 Schubladen?

Kommentar von Suboptimierer ,

Es geht hier nicht um Christen, sondern um Moslems und ihre Akzeptanz in Deutschland. Wie kommst du auf Christen?

Kommentar von sarahj ,

Na ja, einerseits, weil i.A. die Atheisten mit Muslimen noch mehr Probleme haben als die Christen. Ich erinnere an die Diskussionen um Blasphemiegesetze (und die Aussagen von Christen in Foren wie diesem), in dem viele Christen und die Muslime ins gleiche Horn bliesen.

Andererseits, weil außer den Atheisten und den Muslimen, der Rest der Deutschen vornehmlich Christen sind (die paar Hindus, Buddhisten, Animisten etc. kann man quasi an der Hand abzählen).

Also wenn es um das Verhaltnis der Deutschen zum Islam geht, und Du eine Verantwortung der Atheisten in Erwägung ziehst, bleiben als Rest nur die Christen. Im Zusammenhang mit den besseren Beziehungen zum Islam, muss man daraus schließen, daß Du meinst: Atheisten sind die Islamversteher (haben gutes Verhältnis), im Gegensatz zu die Christen (die ja dann kein so gutes Verhältnis haben).

Ergo die Frage nach den 2 Gruppen: Atheisten+Muslime vs. Christen. Klingt hoffentlich logisch?

Kommentar von Suboptimierer ,

Ach das meinst du.

Hmm, ich dachte, dass Christen sich eher glaubenstechnisch mit Moslems in die Haare kriegen können als Atheisten, da Atheisten nicht mal die Diskussion um den Glauben interessiert - wohlgemerkt die Atheisten die ich meine. Man kann sich natürlich als Atheist für das Thema Glaube interessieren.

Aber damit der Effekt eintreten konnte, dass wir als Christen, Moslems und Atheisten recht friedlich zusammen leben können, ist allgemeine Toleranz erforderlich gewesen, das ist richtig.

Kommentar von Suboptimierer ,

Man kann sich auch als Atheist am Glauben anderer stören. Aber als Atheist ist der Islam keine direkte Konkurrenz zum Nichtglauben. Das ist so wie kein Fußballfan zu sein keine Konkurrenz ist zu einem Bayernfan, als wenn man die Polarität zwischen Bayernfan und Dortmundfan vergleicht. So meine ich das.

Kommentar von sarahj ,

ich denke nicht, daß sich Atheisten i.A. nicht für Glauben interessieren - im Gegenteil.

Einerseits wurden viele in ein christl. Elternhaus hineingeboren, und sind von der abendl. christlichen Kultur, den Werten usw. beeinflußt bzw. geprägt. Viele durchlaufen einen ziemlich intensiven Denkprozess mit Informieren, Abwägen und Prüfen bis am Ende ein Atheismus herauskommt. Viele sind durchaus besser informiert, als so mancher sich bekennende Christ, und manche waren vorher intensiv gläubig.

Andererseits kann man sich ja durch das Bekenntnis zum nicht-Glauben nicht von der Beeinflussung und der Unterdrückung durch die Religionen frei machen. Es gibt einige Gesetze (und ich muss sie hier nicht nochmal aufzählen) und Strömungen (Blasphemie), die Atheisten sehr direkt betreffen, und eigentlich gegen das Grundgesetz (insbes. Würde des Menschen) verstossen.

Drittens sind die Atheisten durch Muslime noch weitaus mehr gefährdet als die Christen. Nach islam. Gebot, Tradition, Geschichte und (auch zeitgemässem) Rechtsverständnis hoher "Geistlicher" können sich Christen immer noch als Menschen 2. Klasse in einer Art Knechtschaft ihr Leben erkaufen. Bei Atheisten gibt es aber in Buch und in der Realität kein Pardon.
Insofern müssen sich Atheisten mit dieser Thematik tatsächlich noch viel intensiver befassen. Wenn es nämlich am Ende zu einer Art Schulterschluß zw. Christen und Muslimen kommt, sind wir (Atheisten, und übrigens auch Hindus und Buddhisten) die Dummen. Von christlicher Seite kam und kommt da auch nicht viel Unterstützung und Nächstenliebe.

Zuletzt: ein Atheist stört sich nicht am Glauben der Anderen; sie ist ihm eigentlich egal.

Er will nur damit in Ruhe gelassen werden - nicht im Sinne von "nichts davon hören", sondern im Sinne von: "nicht deren Moralvorstellungen, Gesetze etc. aufoktroyiert bekommen".
Daher sind sie i.A. auch wenig sichtbar, solange man sie in Ruhe lässt. Daher auch (vielleicht) die subjektiv gesteigerte Wahrnehmung von Atheismus insbesondere die letzten 20 Jahre. Dann früher war es tatsächlich liberaler (die Jungen unter euch können sich natürlich nicht vorstellen, wie es in den 70er und 80er Jahren war), und daher melden sich jetzt vermehrt Atheisten wie Dawkins, Harris, Hitchens, Dannett (sehr guter Mann!) usw.

Kommentar von Suboptimierer ,

Ich kann zwar immer noch keine Grundaussage in deinen Texten erkennen (was willst du eigentlich im Kern bezogen auf die Frage sagen?), aber das klingt nicht all zu unplausibel, was du schreibst.

Kommentar von sarahj ,

wir sind eigentlich durch.

Ich wollte wissen, warum Du denkst, Atheisten seien verantwortlich. Und Du hast geantwortet: weil sie sich weniger mit dem Thema beschäftigen bzw. interressieren als Christen.

Der Meinung bin ich nicht (und gab mir echt Mühe, das zu begründen ;-D). Das ist alles.

Welche Grundaussage erwartest Du noch?

Kommentar von Suboptimierer ,

Ich dachte du wolltest auf etwas hinaus. Aber wenn du nur meine Einschätzung entkräften wolltest, dass Atheismus multireligiöse Zugänge ermöglicht, dann hast du mich zum Nachdenken gebracht. 

Mehr kann ich dir im Moment nicht bieten.

Kommentar von sarahj ,

fair enough.

Kommentar von Fred4u2 ,

Ein guter Beitrag, aber Deine Befürchtung teile ich in keinster Weise.  http://www.braunesumpf.de  

Antwort
von ElenaBanana, 160

Deutschland hat eben seine eigene Geschichte in der es eine starke Unterdrückung von Menschen bestimmter Glaubensrichtungen oder ethnischer Herkunft gab. Daher setzt man sich in Deutschland stark damit auseinander und daher gibt es eine Religionsfreiheit. Wenn du also die Erfahrung gemacht hast, dass in Deutschland Menschen gute Beziehungen zu Moslems haben, dann nicht, weil der Islam besser ist als andere Religionen oder gar, weil in ihm eine "Größe" oder Wahrheit schlummert. Sondern, weil Deutschland in der Geschichte viele Fehler gemacht hat und nun versucht wird, daraus zu lernen und daher tolerant gegenüber Menschen zu sein, die anders denken, als man selber.

Es gibt aber auch hier intolerante Menschen, was man ja an Pegida und co. sehen kann und so gibt es auch in anderen Ländern Toleranz und Intoleranz.


Kommentar von casala ,

dazu kommt noch, daß deutschland nicht als kolonialmacht (mangels gelegenheit) in islamischen ländern auftrat.

Kommentar von morgenlaender ,

Mrs. Klug...Ich rede von der Geschichte, und nichts über die Gegenwart!

Kommentar von ElenaBanana ,

Zu deinem Kommentar: "Mrs. Klug..." Ich habe mich bemüht deine Frage vernünftig zu beantworten. Wenn Missverständnisse aufgetreten sind und ich etwas falsch verstanden habe, gibt es keinen Grund so kindisch zu reagieren.

Kommentar von morgenlaender ,

OK...Ausnahmsweise hast Du Recht :-D

Sorry!

Kommentar von Fred4u2 ,

Sie haben nicht Deutschland, sondern die Türkei gerettet: Warum vor fünfzig Jahren die ersten türkischen Gastarbeiter kamen und sie keine Opfer waren. 

Auch das Anwerbeabkommen von 1961 hatte geostrategische Gründe. Es war der Preis, den die Bundesrepublik für das türkische Engagement in der NATO zahlte:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/integration/gastarbeiter-die-kuns...

Helmut Schmnidt bezeichnete diese Entscheidung 2004 als Fehler:

„Mit einer demokratischen Gesellschaft ist das Konzept von Multikulti schwer vereinbar. Vielleicht auf ganz lange Sicht. Aber wenn man fragt, wo denn multikulturelle Gesellschaften bislang funktioniert haben, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, daß sie nur dort friedlich funktionieren, wo es einen starken Obrigkeitsstaat gibt. Insofern war es ein Fehler, daß wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten.“

Kommentar von LolleFee ,

Beitrag von hegemon kopiert?

Kommentar von earnest ,

So ist es. 

Dies ist ein Umgangsstil und ein Niveau, das ich auch hinsichtlich  des Kommentar von Fred4u2 unter meiner Antwort kritisiert habe.

Hier werden andere User von Fred4u2 instrumentalisiert.

Kommentar von Fred4u2 ,

.... aber im Gegensatz zu  earnest hat hegemon sicherlich nichts dagegen, und Helmut Schmidt kann man nun auch nicht mehr fragen.  https://www.youtube.com/watch?v=hOTFC2ah4w4

Kommentar von Hegemon ,

Das ist ein Irrtum. Ich finde das Gebaren reichlich befremdlich. Ich habe nur keine Lust, mich deswegen mit Ihnen auseinanderzusetzen.

Kommentar von Fred4u2 ,

Oh, dann entschuldige ich mich hier öffentlich und in aller Form

https://www.uni-marburg.de/fb05/fachgebiete/sozialethik/personal/nethoefel/text/...

Kommentar von earnest ,

-edit: des Kommentars

Antwort
von latricolore, 106

Wenn ich das hier lese,

Haben sie die wahre Größe des Islams besser als die anderen erkannt?

dann ist die Absicht bereits klar, und es erübrigt sich eigentlich jede Antwort.

Andererseits ist es nett, sogar witzig, mal solch eine eine Einschätzung eines muslimischen Missionars zu lesen.

Kommentar von earnest ,

Tja, an ihren Fragen sollt ihr sie erkennen ...

Kommentar von latricolore ,

;-))

Antwort
von WotansAuge, 28

Auf dem Siedlungsgebiet der Deutschen gab es die ersten Gesetze für Religionsfreiheit. Z.B.

http://www.shia-forum.de/index.php?/topic/60379-friedrich-ii-preussen-uber-musli...

>Friedrich II von Preußen 1740 in einem Brief:
"Alle Religionen sind gleich und gut, wenn nur die Leute, die sie ausüben, ehrliche Leute sind; und wenn Türken und Heiden kämen und wollten das Land bevölkern, so wollen wir ihnen Moscheen und Kirchen [Tempel] bauen."

Kommentar von WotansAuge ,

Dazu kommt, dass Deutschland einfach nicht so wie Engländer, Franzosen, Belgier, Italiener u.s.w. Macht und Interesse hatte, die islamischen Staaten zu kolonialisieren. Und als die Deutschen dann im ersten Weltkrieg gegen oben genannte europäische Staaten gekämpft hat, da galt für die Muslime: Der Feind meines Feindes ist mein Freund. 

Der Auslöser des ersten Weltkriegs war bekanntlich, dass die serbokroatisch sprechenden Muslime in Bosnien-Herzegowina lieber bei Österreich bleiben wollten, als sich den serbokroatisch sprechenden extrem-Christen in Serbien anzugliedern.

Antwort
von Skinman, 144

Liegt bestimmt an Karl May.

Kommentar von morgenlaender ,

Karl May war so unbedarft, sodass er den Islam übersehen hatte...Gott sei Dank!

Kommentar von Modem1 ,

"Durchs wilde Kurdistan" ..im Buch wurden die "Helden von Moslems bespuckt"

Kommentar von earnest ,

Dieser Kommentar ist leider unbedarft, siehe unter anderem: Hadschi Halef Omar. Auch wenn dieser eine Witzfigur war.

Kommentar von voayager ,

grundfalsch, Karl May hat sich ausfürlich, auf seiner Art, mit dem Islam beschäftigt, überflutet z.T. regelrecht seine Leser mit dieser monotheistischen Religion, der er recht viel abgewann. In seiner Beurteilung, die durchaus wertschätzend ist, stellt er diesen Glauben gleich kurz hinter das Christentum, das er noch etwas höher bewertete.

Es braucht wohl nicht zu erwähnen, dass dieser Kolportageschreiber keinerlei Nutzgewinn für seine Leser darstellte, das gilt auch für sein reaktionäres Religionsverständnis, das er stets überhöht dem Publikum aufdrängte bzw. überschwenkte.

Antwort
von sarahj, 14

Darf ich nochmal vorsichtig nachfragen, worin "die wahre Größe des Islams" besteht?

Antwort
von Eselspur, 159

Wie kommst du darauf, dass die Deutschen eine bessere Beziehung zum Islam haben als alle anderen Europäer?

Kommentar von voayager ,

Ja, da deutet er was rein, was einfach nicht stimmt und auch nicht passt.

Antwort
von voayager, 95

Das läßt sich leicht damit erklären, dass Deutschland nie Kolonien im Orient hatte.

Kommentar von Fred4u2 ,

Meinst Du wirklich deshalb "Haben sie die wahre Größe des Islams besser als die anderen erkannt?"  https://www.freitag.de/autoren/deruntote/ein-dritter-und-wahrer-weltkrieg

Kommentar von voayager ,

Sie ( Deutschl.)haben sie nicht besser erkannt, sind aber nicht mit dem Makel des Kolonialismus im Orient belastet.

Es geht auch nicht um irgendeine Größe des Islams, (gibt es nicht) sondern um das Selbstbestimmungsrecht der Völker und ihrer Staaten.

Antwort
von Schnoofy, 115

An welchen Fakten machst Du diese Aussage fest?

Antwort
von 1988Ritter, 119

Die Deutschen haben im Gegensatz zu vielen anderen europäischen und amerikanischen Länder keine Kolonialzeit in Verbindung zum Islam erlebt.

Daraus resultierend haben die Deutschen mangels Berührungspunkten keinerlei Negativerfahrungen machen müssen.

Die Mehrheit der Deutschen ist immer höflich abwartend, und neigt eher dazu alles positiv zu sehen. Hinsichtlich der täglichen Berührungspunkte mit dem Islam scheint dies aber zu bröckeln.

Kommentar von Fred4u2 ,

Wegen der Blondheit und Blauäugigkeit wird die drohende Gefahr leider erst erkannt, wenn es zu spät ist. Auch in Berlin gibt es Ghettobildung, Parallelgesellschaften und Subkulturen.  http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/multikulti-in-... 

Kommentar von earnest ,

Ah ja, der Kopp-Verlag. Und Herr Ulfkotte. Und User Fred4u2 - irgendwie paßt alles sehr gut zusammen.

Kommentar von Fred4u2 ,

Na wer ist denn das überhaupt?  http://www.ulfkotte.de/8.html

Kommentar von earnest ,

Ein abgehalfterter Journalist, der überall, wo er war, herumstänkerte. Einer, der schlecht recherchierte Bücher schreibt (zum Beispiel über gekaufte Journalisten).

Kommentar von Fred4u2 ,

Also ein Nestbeschmutzer, der sein Insiderwissen preis gibt.  http://www.deutschlandfunk.de/als-nestbeschmutzer-beschimpft.761.de.html?dram:ar...

Antwort
von sarahj, 101

Sie waren sich einig in ihrem Hass auf Juden.

Kommentar von earnest ,

Nein, allen Deutschen Judenhass zu unterstellen, ist eine grobe Falschaussage.

Kommentar von LolleFee ,

... aber so lässt sich natürlich Stimmung machen...

Kommentar von sarahj ,

durch Kopf in den Sand stecken aber auch keine Probleme lösen (noch nicht mal erkennen).

Kommentar von sarahj ,

Die Frage war "durch die Geschichte". Nicht aktuell.

Ich habe natürlich nicht "alle Deutschen" im Sinne von jeder einzelnen Personn, sondern im Sinne von "als Gesamtbevölkerung oder Staat" im Sinn.

Ich wollte auch nur einen weiteren Aspekt hinzufügen, der hier noch nicht genannt wurde, muß ja nicht alles wiederholen.

Und, wer schon mal im Nahen Osten darauf angesprochen wurde, daß er die Deutschen mag, weil sie die Juden verfolgt haben, weiß wovon ich rede.

Komisch, diese politische Korrektheit. Sie reicht jetzt offensichtlich auch rückwirkend in die Vergangenheit. Glaubt eigentlich hier jemand, A.H. hätte sie alle persönlich umgebracht, und die Deutschen waren unschuldig? (Österreicher und manche andere übrigens auch maßgebend, nur der Vollständigkeit halber)

Kommentar von earnest ,

Auch "als Gesamtbevölkerung oder Staat" halte ich das für eine grobe Falschaussage.

Auf deine anderen Aussagen möchte ich hier nicht eingehen, weil sie sich nicht auf meinem Kommentar beziehen.

Kommentar von sarahj ,

"halte ich f. Falschaussage"

das ist ja legitim, aber warum?

Ist das nicht ein Aspekt? (nicht vergessen: im historischen Kontext gesehen; und allgemein Beziehung zu Moslems - nicht: "Beziehung zu aktuell hier Lebenden oder aktuell zum Islam")

Kommentar von earnest ,

Noch einmal: Ich halte es für nicht zielführend, solche vereinfachenden Verallgemeinerungen auszusprechen. Deine Behauptung läßt sich nicht für das gesamte deutsche Volk belegen, weder was die Gegenwart, noch was die Vergangenheit betrifft. 

Judenfeindschaft (aber nicht der Haß ALLER auf ALLE Juden) war, geschichtlich gesehen, ein gesamteuropäisches Phänomen.

Das fängt, auf Deutschland bezogen, spätestens mit Martin Luther an und hört (frühestens!) mit Adolf Nazi auf.

Kommentar von sarahj ,

na gut, dann relativieren wir halt mal wieder.

Die Mehrheit der Deutschen.

Zufrieden?

Kommentar von sarahj ,

noch ein Stichwort zum googeln: Mohanned Amin-al-Husseini

Kommentar von arevo ,

#sarahj

Warum Mohanned Amin al-Husseini und nicht Mohammed Amin al-Husseini ?.

Kommentar von sarahj ,

weil ich auf einem Tablet-PC tippe, m-und-n nebeneinander liegen, nebenher Ferngucke und zu dicke Finger habe ,-(.
(und manchmal auch noch eine Autokorrktur englisch draus macht). Ganz einfach. ;-D

Dann gucke ich den Text nochmal an, denke oje, und die blöde GF Software gibt mir nicht genug Zeit, es zu korrigieren.

Kommentar von Fred4u2 ,

Das erinnert mich so an ein persönliches Erlebnis. Ich war in der TüRkei, hatte ein Glatze. Da fragte mich doch ein Türke wo ich her sei, nachdem er erfuhr das ich aus D kämme, noch ob ich Nazi sei. Ich verneinte natürlich. Später sagte mir ein Freund von diesem ich hätte ja sagen sollen, dann hätte er mich bestimmt zum Essen eingeladen, denn die Nazis seien dort sehr hoch angesehen, weil sie gegen die Juden waren bzw. sind.  http://www.welt.de/debatte/kommentare/article112151074/Judenhass-hat-tuerkischen...

Antwort
von earnest, 106

Haben sie nicht. Sie hatten allerdings mal gute Beziehungen zum Osmanischen Reich. 

Tendenziöse Suggestivfrage, die zudem auf falschen Behauptungen beruht.

Was ist "die wahre Größe des Islams"?

Kommentar von Fred4u2 ,

Was ist "die wahre Größe des Islams"? Davon haben wir doch kürzlich in Paris ein Beispiel gesehen. Eine wahre Heldentat, oder?  http://www.blazingcatfur.ca/wp-content/uploads/2015/04/ISIS-How-to-survive-in-th...

Kommentar von earnest ,

Von einem Kommentar und einem Link auf DIESEM Niveau möchte ich mich ausdrücklich distanzieren.

Tendenziöse Suggestivfragen lehne ich ebenso ab wie tendenziöse Kommentare.


Kommentar von Fred4u2 ,

Du meinst: "Tendenziöse Suggestivfragen lehne ich ebenso ab wie tendenziöse Kommentare.". Das GF-Team teilt nicht diese Ansicht: "Frage wurde bereits gemeldet und nach Prüfung freigegeben"  http://www.focus.de/politik/deutschland/suggestivfragen-und-tendenzioese-bericht...

Kommentar von earnest ,

Ja, ich meine das. 

Und das Verhalten des Supports möchte ich an dieser Stelle nicht kommentieren.

Ciao.

Antwort
von DrGym, 139

Deutschland beziehung zu moslems?? Was ist das für eine frage?

Deutschland beziehung zum osmanischen reich oder deutschland beziehungen mit türkei

Oder.
Deutsche christen mit türkischen moslems

Ich weiss nicht von welchen geschichtlichen ereignissen du erzählst... Aber die "moslems" haben mal dem habsburgerreich den krieg erklärt und dadurch war ja österreich ungarn und deutschland in diesem krieg gegen "moslems" verwickelt....

Kommentar von morgenlaender ,

Ich meinte es nicht, dass sie Gebrüder waren. Allerdings wenn man ins Gesamt mit den Nachbarländern vergleicht, steht Deutschland als das Bessere.

Kommentar von casala ,

das ist durchaus richtig und das ansehen deutschlands mag auch durch die kolonialpolitik der anderen begründet sein.

Kommentar von Ruenbezahl ,

Die Türkenkriege sind sehr lange her. Im Ersten Weltkrieg waren Deutschland, Österreich-Ungarn und die Türkei verbündet. Deutschland hat die Türkei militärisch und wirtschaftlich unterstützt und auch den Völkermord der Türkei an den Kurden ignoriert, teilweise sogar unterstützt. Deutsche Offiziere waren als Militärberater und auch als Kommandeure in der Türkei.

Kommentar von arevo ,

#Ruenbezahl

Ergänzung: Und Völkermord an den Armenier !

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community