Warum haben die Deutschen den Sozialmarktwirtschaft als Wirtschaftsform gewählt, was war der Grund?

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3 Antworten

Haben die Deutschen nicht gewählt.
Im Grundgesetz ist verankert "Deutschland ist ein Sozialstaat" und "Eigentum verpflichtet, es soll zugleich dem Gemeinwohl dienen".
Von Markt steht da kein Wort.

Erster Auftritt, Altkanzler Adenauer (CDU), der hatte die Wahl Kapital oder Arbeit zu belasten. Er entschied sich dafür Arbeit zu belasten.
Nächtster Auftritt Altkanzler Erhardt (CDU), zuvor Wirtschaftsminister unter Adenauer, er prägte den Begriff "soziale Marktwirtschaft".

Letzter Akt Altkanzer Schröder (SPD), er schaffte die soziale Marktwirtschaft mit seiner Agenda 2010 ab, er neoliberalisierte Politik und Wirtschaft.
Neoliberal ist asozial.

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Die kürzestmögliche Antwort: Weil sie ihnen von oben aufgedrückt wurde.

Die Mehrheit der Bevölkerung hatte sich nach dem Krieg vom Kapitalismus abgewandt. (Lies dir mal Reden von CDU-Abgeordneten im Bundestag in den frühen Jahren durch. Wenn du nicht wüsstest, dass das CDU-Abgeordnete waren, würdest du denken, dass da Leute aus dem linken Flügel der Linkspartei gesprochen haben.)

Die Amerikaner, aber natürlich auch die einheimischen Industriellen, hatten aber gar kein Interesse daran, Deutschland als "Brückenkopf gegen den Sozialismus" zu verlieren. Deshalb unterstützten sie Leute, wie Adenauer, die ihrerseits ihre ur-kapitalistischen Interessen durchsetzen wollten. Finanziell. Materiell. Mit Propaganda. Mit allem, was man geben konnte.

Und der verkaufte dann den "Kompromiss zwischen Sozialismus und Kapitalismus", also die "soziale Marktwirtschaft", an die Bevölkerung.

Noch kürzer kann ich nicht. :)

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