Warum haben die biologischen Väter von Kindern auch dann ein Umgangsrecht, wenn sie keinen Unterhalt zahlen und nur negativ in das Leben des Kindes einwirken?

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5 Antworten

Es ist unabhängig voneinander. Nur weil ein Vater nicht zahlen kann, kann er trotzdem eine wichtige Rolle im Leben des Kindes spielen. Außerdem drückt das Umgangsrecht in erster Linie das Recht des Kindes auf Umgang mit dem Vater aus. Und warum sollte das Kind noch zusätzlich mit Kontaktverbot bestraft werden, wenn der Vater nicht die finanziellen Mittel hat.
Der Kontakt zum Vater ist in der Regel wichtig für die Entwicklung des Kindes (auch wenn die Mutter das vielleicht aus ihrer persönlichen Verletztheit anders sieht)...

Wenn der Vater allerdings negativ auf das Kind einwirkt, sodass es dem Kindeswohl geschadet, ist ein Umgang zu unterbinden oder einzuschränken. Eine Mutter ist aber nicht in der Lage und Position dies zu beurteilen und zu entscheiden. Das Familiengericht würde bei einer tatsächlichen Kindeswohlgefährdung eingreifen.

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Wenn der Kindesvater zu Unterhalt verpflichtet ist, diesen aber nicht zahlt, gibt es Möglichkeiten, den Unterhalt über das Familiengericht einzuklagen. Hier springt "Vater-Staat" ein und legt den Unterhalt vor. Wie "Vater-Staat" sich den Unterhalt vom Kindesvater zurück holt, kann Dir vorerst 'mal egal sein (in der Regel durch Lohnpfändung).

Wenn der Kindesvater nicht zu Unterhalt verpflichtet ist (weil selber nur Hartz-IV-Empfänger oder keinerlei Einkünfte), geht das ganze auch über das Familiengericht. Auch hier springt "Vater-Staat" ein und übernimmt - sofern Dein Einkommen ebenfalls gering genug für einen berechtigten Anspruch ist - den Unterhalt. Darüber hinaus kannst Du für fast jede größere Ausgabe im Zusammenhang mit Deinem Kind (Wohnung, Kleidung, Schule, Haushalt usw.) entsprechende Zuschüsse beantragen.

Wenn der Kindesvater "...nur negativ in das Leben des Kindes..." einwirkt, kannst Du ihm den Umgang mit dem Kind verwehren. Vorausgesetzt der "negative Umgang" ist nachweislich und juristisch anerkannt (das setzt aber ein entsprechendes Verfahren vor dem Familiengericht voraus, mit dem Ergebnis eines rechtskräftigen Urteils!), werden dem Kindesvater entsprechende Auflagen erlegt, wonach er sich z.Bsp. dem Kind nicht mehr auf Sichtweite nähern darf.

Bis dahin ist es aber ein langer streitbarer Weg vor Gericht, was weder für Dich, noch für das Kind von Vorteil sein dürfte. Eine Einigung unter "normal denkenden erwachsenen Menschen", die sich ja auch irgend wann einmal geliebt und für dieses Kind entschieden haben, ist allen Gerichtsverfahren vorzuziehen! Im Blickfeld sollte immer das Wohl des Kindes stehen und nicht die Pflege des eigenen Ego's.

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auch dann haben die väter natürlich ein umagngsrecht und das recht auf das gemeinsame sorgerecht. wie acuh die biologische mutter. in deutschland haben da zum glück beide die gleichen rechte.

das negativ einmischen ist da meist ansichtssache. viele "mütter" sehen es schon als negativ wenn der kindesvater da eine eigenen meinung zu etwas hat

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Nicht nur der Vater hat Umgangsrecht, auch das Kind hat das Recht, Umgang mit beiden Elternteilen zu haben und seine Wurzeln zu kennen!

Nichts ist für ein Kind schlimmer, als seine Wurzeln nicht zu kennen (egal, ob diese positiv oder negativ sind) und hier seiner Phantasie freien Lauf zu lassen!

Umgangsrecht und Unterhaltsrecht sind zwei Paar Schuhe, Blick ins BGB hilft.

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Kommentar von blumenkanne
27.01.2016, 19:16

da hast du sowas von recht. auch die wurzeln die negativ behaftet sind wurzeln, die man kennenlernen sollte. egal was die positiven wurzeln davon halten. hab ich dies jahr selbst erlebt und meine fast erwachsenen kids haben sich einen überblick verschafft und ihr urteil gebildet darüber.

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ein vater hat immer umgangsrecht, weil er einfach der vater des kindes ist. dabei ist es völlig unerheblich ob er unterhalt zahlt oder nicht. beides hat überhaupt nichts damit zu tun. warum sollte der kv negativ sein für das kind. in der regel ist er gut für das kind, weil er die mutter ausbalanciert.

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