Frage von bagdader, 15

Warum haben Deutsche in z.B. Osteuropa ihre Sprache und Kultur zum Teil über Jahrhunderte bewahrt, während deutsche Auswanderer in den USA rasch zu Amis wurden?

In Russland sprachen Deutsche noch bis Stalin deutsch, ebenso die Deutschen in Rumänien oder Serbien, im Sudetenland oder in Polen, oder Landsleute in Brasilien oder in Palästina (Templer).

Nur in den USA unterwarfen sie sich dem Gesetz des Schmelztigels und wurde Gleiche unter Gleichen, wurden zu Amerikanern, zu amerikanischen Patrioten, die in zwei Weltkriegen keine Hemmung kannten gegen ihre ehemaligen Landsleute zu kämpfen.

Lag es möglicherweise an einem Gefühl der Überlegenheit der Deutschen in Osteuropa bzw. anderswo (das sie dort veranlasste ihre Kultur zu bewahren), andererseits an der Einsicht, in den USA nicht mehr viel vermelden zu können (keine Überlegenheit, also Anpassung und Unterordnung) ?

Wer kennt sich aus?

Antwort
von wuerfli, 9

Oh, jeder Amerikaner kann Dir ganz genau sagen, wo seine Wurzeln sind.

Viele sprechen noch ihre "Ursprache" und feiern ihre "Urtraditionen". Viele Traditionen sind von den Amis auch einfach generell adaptiert worden.

Es gibt deutsche, irische, chinesische und sonstwas Enklaven überall in den USA.

Kommentar von bagdader ,

Sorry, aber danach war nicht gefragt. Es ging darum, warum sich z.B. Russlanddeutsche bis zum Schluss als Deutsche fühlten, Deutsche in den USA hingegen sich in erster Linie als US-citizens und erst in zweiter als Deutschstämmige sehen.

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