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Warum haben alte Sprossenfesnter so kleine Scheiben?

gefragt von opnudo am 14.05.2009 um 13:11 Uhr

Konnten die damals keine großen Scheiben herrstellen? Oder waren große Glasscheiben teurer? Oder dienten die Holzstreben als Blendschutz? Oder weil das Fenster dadurch stabiler wird?


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HeymM
beantwortet von HeymM am 14. Mai 2009 13:34
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Die Technik war zu damaliger Zeit noch nicht so ausgereift und recht teuer. Viele einfache Bürger konnten sich größere Scheiben nicht leisten.

"Butzenscheiben" kamen erst im 14. jahrhundert im Gebrauch. Durch schnelle Rotation der Gasblase enstand die Abflachung der "Butze". Damals wurde jede Scheibe noch mit der Hand bzw. Mund hergestellt. Das Verfahren war aufwendig.

Größere Scheiben waren Abteien, Kirchen und Klöstern vorbehalten oder denen, die es sich leisten konnten, wie z.B. Gutsherren.

Aber große Scheiben waren damals eben auch nicht so in "Mode". Man kannte als einfacher Bürger, wenn überhaupt, nur Butzenscheiben.

Kommentar von opnudo am 14. Mai 2009 14:17

Ich meine speziell Fahwerkhäuser. Die haben doch sowieso kleine Fenster. Maximal vielleicht 60 mal 60cm. Die Technik mit Butzscheiben und drehen war ja nur die erste Methode. Danach wurde gegossen und gewaltzt. Aber wenn gewalzt wird, dann muss doch locker ne Scheibe von 60 mal 60cm hergestellt werden können... Warum haben die das dennoch nicht für Fachwerkhäuser angewandt.

Kommentar von F61069d1563c93579d711465a7fac6e6smallLuise am 15. Mai 2009 11:20

Die Fachwerkhäuser waren schon vor dem Walzglas da. ;-)


Kristall08
beantwortet von Kristall08 am 14. Mai 2009 13:13
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Praktisch gedacht, kleine Scheiben lassen sich besser transportieren, sind stabiler und lassen sich einfacher austauschen.

Kommentar von opnudo am 14. Mai 2009 13:21

Es wird wohl nur selten passieren das nur eine Scheibe kaputt geht. Ein Einbrecher und Randalierer wird immer mehr kaputt machen. Ob ein Fenster nun 60 mal 40 ist oder 20 mal 20. Das läßt sich beides gut transportieren. Stablier könnte ich mich vorstellen. Sogenanntes Antikglas hat Blasen und Schlieren. Dementsprechend ist es wenige Haltbar. Windböen drücken auf große Scheiben mehr als an kleine.

Kommentar von Eb2703b37bc8708abed13e9a84599ec7smallKristall08 am 14. Mai 2009 14:01

Mit Randalierern hatten die früher wohl weniger Probleme. ;-)


Sathupradit
beantwortet von Sathupradit am 14. Mai 2009 13:52
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Glas ist auch im kalten Zustand im sogenannten flüssigen Aggregatzustand. Die Herstellung großer Scheiben war damals tatsächlich nicht möglich.

Sieht man bei alten Kirchenfenstern. Diese sind unten dicker (weil das Glas im Laufe der Jahrhunderte nach unten fließt)


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