Warum habe ich manchmal Angst vor der Dunkelheit?

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4 Antworten

Es ist die instinktive Angst vor Gefahren, die wir nicht einschätzen können, weil wir sie nicht sehen. Der Mensch ist ein "Augentier", im allgemeinen ist das der Sinn, der uns am wichtigsten ist. Schmecken, riechen, höhren, Tasten sind dem untergeordnet. Verlierst du das Augenlicht, kann ein anderer Sinn oder eine Kombination die Sehkraft "ersetzen", aber der Mensch ist stark auf visuelle Reize geprägt. Im Gegensatz dazu ist der Hund zum Beispiel ein Nasentier, der Geruchsinn ist für ihn am wichtigsten.

Philosphisch gesagt, die Angst vor der Dunkelheit ist die Angst vor dem Unbekannten.

Versuch doch mal in der Nacht bewusst deine anderen Sinne zu benutzen. Setz dich unter einen Baum oder eine Hauswand. Wenn man was im Rücken hat, fühlt man sich instinktiv auch gleich wohler. Geniese die Nacht, vielleicht die Sterne, höhre auf die Geräusche, das Zirpen der Grillen, Windrauschen in den Bäumen, konzentrier dich mal darauf, was du riechst usw. Informiere dich ruhig mal über nächtliche Tierstimmen, weil bekanntes dir keine Angst machen kann. Rehe zum Beispiel können echt unheimlich schreien, aber wenn du weißt, das das ein kleines Reh gewesen ist, macht dir das sicher keine Angst mehr. Wenn du dich auf deine anderen Sinne konzentrierst merkst du, das du deine Umgebung trotzdem noch wahrnehmen kannst, auch wenn du nichts oder wenig siehst. Schliese auch ruhig deine Augen, dann fällt es leichter, die anderen Sinne in den Vordergrund treten zu lassen. Vielleicht hilft dir das, deine Angst etwas zu verlieren oder sogar das eher negative Gefühl mit Entspannung zu vertauschen. Wenn du so auf deine Umgebung achtest, würdest du auch sofort merken, wenn jemand vorbeikommt. Sich ruhig zu verhalten, verspricht also auch eine gewisse Sicherheit und fühlt sich sicherer.

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Angst ist nur ein Gefühl, dass instinktiv sein kann. Gefahr hingegen ist echt und wirklich besorgniserregend.

Evolutionsbedingt sind wir nachts hellhöriger und um unserer Sicherheit bedacht zwecks Schutz vor nachtaktiven Raubtiere. In deinem Schlafzimmer fühlst du dich sicher weil dich niemand angreifen kann, im offenen Wald hingegen nicht.

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Das ist eine Urangst der Menschen. Früher, als wir Menschen noch kein Feuer kontrollieren konnten, war es die Hölle für uns, nichts sehen zu können. Hinter jeder Ecke lauerten Gefahren, besonders im Dunkeln. Hinzu kommt, dass unsere Forschung damals noch lange nicht so weit war wie heute & wir uns die Dinge eben anders erklären mussten (finstere Mächte, Monster etc.). Auch diese Angst ist in unserem Unterbewusstsein noch verankert (siehe kleine Kinder, die KEINE Handys, Tablets, etc. haben). So wird jeder Zweig, der unter den Hufen eines Rehs zerbricht, zur Gefahr.

Zudem verlassen wir uns größtenteils auf unseren Sehsinn. Im Dunkeln ist dieser ausgeschaltet. Wir sind allen "Gefahren" ausgeliefert.

Du fühlst dich mit einem Freund an deiner Seite sicherer, weil wir eben nur in der Gruppe stark sind. Außerdem sehen 4 Augen auch im Dunkeln noch mehr, als 2. Auch, wenn dieses "mehr" immer noch "fast nichts" ist.

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Wälder sind nachts ja auch etwas unheimlich.
Das haben wir von den Steinzeitmenschen ( und noch weiter entfernt ) übernommen.
Der Wald war voller gefahren...

Vllt noch früher als kleines Kind schlechte Erfahrungen gehabt?

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Kommentar von Hodengesicht
17.07.2016, 18:24

Nein das nicht aber danke

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