Frage von seifenblase222, 100

Warum hab ich keine Freunde - Wie kann ich das ändern?

Ich w, 25 Jahre habe keine wirklichen Freunde. Eigentlich bin ich immer allein und wenn ich es mal schaffe, mich mit Leuten zu verabreden, verläuft es eh wieder im Sand.

Ich bin relativ kommunikativ und kann mich mit vielen Leuten gut unterhalten und finde auch schnell Gesprächsthemen. Für mehr reicht es aber nie.

Zurzeit arbeite ich mehrmals die Woche als Kellnerin, hab auch nette Kollegen, aber niermanden, wo man denkt oder merkt, da möchte man auch privat mal was machen. An sich bin ich noch Studentin und schreibe gerade meine Masterarbeit.

Außerdem geh ich einmal die Woche zu einem Sportkurs. Die Leute sind nett, aber meist schon in ihren Gruppen unterwegs.

Ich habe Tandem-Partner, mit denen ich mich regelmäßig zum Sprachaustausch treffe, aber es sind keine Freunde.

Insgesamt gesehen, hab ich so 2 Freundinnen, die ich mehr oder weniger regelmäßig sehe. Die Betonung liegt auf weniger. vllt einmal alle 2 Wochen, wenn ünerhaupt, die andere sehe ich ein wenig öfter.

Und so an sich: ich mache auch Aktivitäten alleine, wie ins Kino oder Theater gehen, Sport etc. Ich wohne in einer WG, aber meine Mitbewohnerin ist selten da. Wenn sie aber da ist verstehen wir uns gut, direkt Freunde sind wir aber nicht.

Geschwister hab ich keine. Mit meinen Eltern versteh ich mich ganz gut, aber wir wohnen nicht in derselben Stadt und sehen uns selten. Freunde von früher hab ich keine.

Mittlerweile ist es so, dass mich diese Einsamkeit auffrisst und ich es teilweise nicht mehr aushalte. Sie macht mich innerlich kaputt, hält mich nachts wach und raubt mir meine Lebensenergie.

Wie kann ich es schaffen da rauszukommen?

Antwort
von innerbloom, 31

Genau diese Befürchtung hatte ich auch, als ich vor der Entscheidung stand, wegen meines Studiums weit weg von der Heimat zu ziehen. Da ich im Gegensatz zu dir ein eher introvertierter, schweigsamer Mensch bin, hatte ich Angst auf Leute zuzugehen, hatte Angst am Ende eben alleine dazustehen während alle anderen ihre Grüppchen bilden. 

Aber letztendlich lief alles ganz anders, wir waren schließlich alle Erstis - und größtenteils auch Zugezogene - und somit fing auch bei jedem ein neuer Lebensabschnitt an. Allen waren offen, haben sich angestrengt, neue Leute kennenzulernen und auch mich als ruhigere Person mit offenen Armen aufgenommen. Ich denke, es ist wichtig gerade am Anfang zu nichts Nein zu sagen, sich überall mit einzuklinken und seine Ängste zu überwinden.

Vielleicht würde es dir ja helfen, irgendetwas Neues zu beginnen. Such dir einen neuen Sportkurs oder melde dich für Hochschulsport an, wo du vielleicht ein paar Erstsemester im Master findest, die eben noch keine geschlossenen, exklusiven Gruppen haben. Engagiere dich in irgendwelchen Organisationen oder im Ausschuss deines Studiengangs. Ich würde sogar so weit gehen und dir empfehlen, eine neue WG zu suchen. In meiner ersten WG in der neuen Stadt habe ich mich auch nicht wohl gefühlt, auch wenn wir uns alle super verstanden haben, habe ich festgestellt, dass Zweck-WGs eben nichts für mich sind und habe mir eine gesucht, mit Menschen, die die WG eben auch als Möglichkeit sahen, neue Freundschaften zu schließen.

Antwort
von BigBen38, 28

Das klingt, als hättest Du n strammes Programm.

Studium

Job

Sport

Hobby

Ab und zu Deine beiden Freundinnen...

...und Kino, Konzert & Kneipe...

Sicher, Dir fehlen FREUNDE ?

oder doch eher DER EINE FREUND ?

wenige Freunde, dafür die Richtigen, die da sind wenns drauf ankommt - und ansonsten Bekannte ...ist doch genau richtig.

Dir fehlt also nur jmd mit dem Du gemeinsam ( statt allein) ins Kino kannst...

Freundinnen aber haben ihrerseits oft Partner - und reservieren ihm seine Zeit...

... und... vlt gibst Du Deinen Bekannten sonst mal ne Chance in den Freundeskreis aufzusteigen ? ;-)

Antwort
von Alsterstern, 21

Ich glaube das Problem bei Dir liegt ganz wo anders. Du willst zu viel auf einmal,und Du denkst zu viel. WANN meinst Du hättest Du noch Zeit für einen 'richtigen' Freund?! Bei dem Programm, was Du hast. Mache erstmal eine Sache fertig. Dann überlege neu wie es weiter gehen kann. Auf Krampf geht das alles schon gar nicht. Ich kann mir auch vorstellen, dass Du durch Deine ganzen negativen Erfahrungen keine positive Ausstrahlung hast. Das merkt ein 'Gegenüber' natürlich. Also, nimm Dir nicht zu viel vor. Beende Deine Masterarbeit und dann kannst Du neu durchstarten.

Antwort
von rolfzuhause, 34

Dein Leben ist einfach zu ausgefüllt, um tiefer gehende Freundschaften zu haben. Eine Freundschaft braucht Zeit und Raum und vermutlich merken deine Bekannten, dass du diese Zeit gar nicht hast. Du solltest mal deutlicher signalisieren, dass du dir "mehr" wünschst, als ein oberflächliches Miteinander. Dazu muss man auf Menschen zugehen. Versuch es doch einfach mal, jemanden anzusprechen und ihn zu fragen, ob er mit dir gemeinsam ins Kino geht.

Ich habe auch nur zwei Freunde. Die habe ich allerdings schon seit dem Kindergarten. Den einen sehe ich nur alle zwei bis drei Monate. Dann machen wir aber auch immer einen richtigen Männerabend. Den anderen sehe ich ein bis zweimal pro Jahr, weil er nicht in meiner Nähe wohnt. Wir laden uns gegenseitig zu Geburtstagen und wichtigen Festen ein. Dann tauschen wir auch alles aus, was uns bis dahin widerfahren ist. Von solchen Tagen zehrt man dann schon eine ganze Weile.


Antwort
von Maprinzessin, 10

Wiso willst du 100 Freunde?

Noch dazu ist das normal das man fast nie Zeit hat oder die man kennt nur alle 2 Wochen bis 1x im Monat sieht

Wer jeden Tag Zeit hat um Freunde zu treffen, hat entweder kein Job, keine Hobby , nimmt den Haushalt nicht ernst oder hat einfach so viel Geld das alle anderes alles für den machen

Ich glaube auch nicht dass das unbedingt an dir liegt, sondern vielleicht an den anderen, wie ich das raushöre bist du imme sehr angarchiert und anscheinend die anderen nicht

Antwort
von Shiftclick, 25

Ich fürchte, das kann man nur beantworten, wenn man dich kennt und erlebt. Vielleicht bist du autarker als andere Menschen, also weniger auf Bestätigung anderer angewiesen als die meisten. Und vielleicht bist du deswegen auch weniger bereit, langweilige Menschen zu ertragen und Zeit dafür zu opfern, ihre Bedürfnisse zu erfüllen.

Antwort
von Isotope1, 11

Wenn deine mitbewohnerin mal weg geht frag ob du mitkommen kannst. Genau so auch beim Sport. Frag die Leute halt mal ob sie bock haben mit dir wo hinzugehen, was zu machen usw. Komm auf sie zu. Wer sagt denn schon nein wenn jemand sagt "Lass mal was trinken gehen" oder "Hast du lust dir den Film .... mit mir anzuschauen. Oder wollen wir morgen zu dem Theater gehen. Dann merken die Leute dass du Interesse für ihr Leben zeigst und sie wollen vielleicht was mit dir machen.

Antwort
von Franz577, 23

Was verstehst du denn unter "Freunden" bzw. was macht für dich eine gute Freundschaft aus?

Wenn du zwei Freundinnen hast, die diese Bezeichnung auch wirklich zurecht tragen, dann ist das doch schon mal nicht schlecht. Freundschaft ist ein großes Wort und wahre Freunde findet man nicht wie Sand am Meer.

Aber um nicht einsam zu sein, reicht es ja auch schon, gute Bekannte zu haben. Kannst du dich denn keiner dieser Gruppen aus dem Sportkurs anschließen bzw. hast du das überhaupt schon mal versucht?

Ansonsten gibt es doch auch viele Stammtische oder Gruppen auf Facebook etc., denen man sich anschließen kann und die aus Leuten mit denselben Interessen bestehen. Such doch mal ein wenig im Internet, was es da in deiner Nähe gibt.

Und wie sieht es aus mit einem Freund bzw. Partner?

Antwort
von SiroOne, 31

Hört sich eher an als bräuchtest du einen richtigen Freund so zum liebhaben also eine richtige Beziehung.

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