Frage von babu120708, 59

Warum greift mein Hund den anderen Hund an?

Hallo. Ich habe mir vor kurzem eine 1 jährige Hundedame geholt, ein am. Bully. Allein ist sie sehr lieb und auch jeder Besuch wird freudig begrüßt. Jetzt wollte ich dass sie den Hund meiner Schwester kennen lernt. Er ist ein bisschen älter und um einiges größer als sie. Erst hat er sie abgebrummt, sie hat weiter mit dem schwanz gewedelt und sich klein gemacht. Beim Spaziergang haben sie sich nicht wirklich beachtet. Danach waren wir bei meiner Schwester zuhause, und auf einmal ist meine auf ihren Hund zu gerannt, ohne zu brummen oder sonst was und rast auf ihn zu und wollt ihm ins Gesicht schnappen. Er hat sich erschreckt und weg gedreht aber sie hat weiter drauf gehalten bis ich sie weg gezogen habe. Das hat dann nicht aufgehört. Ohne Vorwarnung! Und in seinem Zuhause. Was könnte das sein? Ich mache mir etwas Sorgen, dabei wäre mir sehr wichtig gewesen dass sie sich vertragen aber so kann man sie ja nicht aus den Augen lassen. Geschweige denn mit anderen Hunden von Freunden die kleiner sind zusammen lassen. Da hab ich grad ein bisschen Angst dass sie doch zu packt. Ich würde so gerne verstehen warum sie das getan hat, damit ich daran arbeiten kann dass es besser wird. Ich hoffe mir kann jemand helfen... Vielen dank!

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 39

Das läßt sich aus der Ferne schwer beurteilen, da wir ja die Situation nicht gesehen haben. Es wird mit Sicherheit einen Auslöser gegeben haben.

Das können verschiedene Dinge sein. Sie könnte irgend eine "Beute" verteidigt haben, die in ihrer Nähe lag - Spielzeug, Futter, Knabberzeug, aber auch irgend ein kleines Ästchen oder sonstwas, das sie sich grad als "ihres" auserkoren hat.

Es könnte auch um den Futternapf gegangen sein, um Liegeplätze, um die Nähe zu Dir oder zu Deiner Tasche, Deinem Rucksack o. ä.

"Aus den Augen lassen" kannst Du die beiden auf keinen Fall. Wenn sie in der Wohnung sind, müßt Ihr immer aufpassen und genau beobachten, um kritische Situationen vorhersehen und vermeiden zu können.

Wie gehen die beiden denn jetzt - also nach dem Vorfall - miteinander um?

Kommentar von babu120708 ,

Ich bin dann gegangen weil es schon ein recht langer tag war. Wir treffen uns nochmal zum spazieren die tage und hoffen dass sie sich wenn sie sich erst mal nur draußen sehen anfreunden.. Es stand nichts rum, es war nichts in der nähe. Sie lag entspannt auf dem Boden und er kam nur durch die Tür rein da ist sie schon auf ihn zu gestürmt. Oder sie standen nur nebeneinander und sie fährt auf einmal rum. Sie ist von privat, aber wurde nicht sonderlich gut behandelt dort.. Gassi gehen und Spielsachen waren neue Erlebnisse für sie

Kommentar von Berni74 ,

Alleine das Reinkommen kann schon ein Auslöser gewesen sein. Es gibt sehr territoriale Hunde, die müssen nur ein paar Minuten in einem Zimmer sein, und dann gehört es quasi ihnen.

Wenn er neben ihr stand, kann es sein, daß es ihr schlichtweg zu nah war.

Ich an Eurer Stelle würde die Nähe zwischen den beiden (die sie in der Wohnung ja zwangsläufig haben) erstmal etwas vermeiden und die sie nächsten Wochen und Monate ausschließlich draußen auf neutralem Territorium zusammen lassen. Wenn Ihr Glück habt, gewöhnen sie sich gut aneinander und werden einander vertrauter, dann kann man auch irgendwann mal wieder etwas mehr Nähe zulassen. Aber das braucht viel Zeit und geht nicht von heute auf morgen.

Außerdem hast Du die Maus ja noch gar nicht lange, sie muß also überhaupt erstmal "ankommen", lernen, Dir zu vertrauen und sehen, "wo ihr Platz ist".

Kommentar von babu120708 ,

Ok danke. Da bleibt nix anderes übrig als dran zu arbeiten und zu hoffen. Meine andere Schwester hat eine französische bulldogge, ein Mädchen auch 1 Jahr alt und total die süße. Vor dem treffen habe ich nach dem Erlebnis ganz schön Herz klopfen... 

Kommentar von Berni74 ,

Das würde mir aber auch so gehen. Könnt Ihr damit nicht noch bissl warten?

Kommentar von babu120708 ,

Haben uns getroffen allerdings nur zum Gassi gehen. Da haben sie getobt wie verrückt. Dass wir sie drin zusammen lassen, damit warten wir noch ein bisschen.

Kommentar von Berni74 ,

Würde ich auch tun. Wiederholt solche Situationen draußen so oft wie möglich, damit sie sich wirklich vertraut werden. Das dauert eine ganze Weile.

Antwort
von chipi92, 32

Zuerst einmal wo haben Sie sich den Hund denn geholt? Es kommt nicht selten vor, dass Hunde, die aus dem Tierheim kommen irgendwelche Traumas haben. Besonders die Vergangenheit Ihres Hundes muss Ihnen bewusst sein, wenn sie sich einen Hund anschaffen, der bereits 1 Jahr alt ist.

Sie könnte schlechte Erfahrungen gemacht haben mit Hunden in Ihrer Vergangenheit oder sie könnte allgemein nicht so gut mit Hunden auskommen. Es könnte auch sein, dass sie sich dem anderen Hund überlegen fühlen möchte. Weibchen haben normalerweise weniger diese Machtspielchen wie sie Männchen haben unter Hunden- Daher ist mit Weibchen, die auf andere Hunde losgehen auch nicht zu spaßen. Erziehungsmethoden gegen Hunde, die andere Hunde angreifen gibt es keine mit Erfolgsgarantie. Aber hier wäre mal ein Ansatz: http://partner-hund.de/info-rat/erziehungs-verhaltensprobleme/aggression-gegenue...

Antwort
von Jessii1606, 13

Ich denke es kann hier keiner genau beurteilen, was für ein "Problem" deine Hündin hatte. Es können wirklich viele Fakten eine Rolle spielen.

Du weist z.B. auch nicht, was in ihrer Vergangenheit war, auch wenn dir die Vorbesitzer viel erzählt haben, aber die reden meist nur vom Guten und verschweigen Dinge, die dich vom Kauf abbringen könnten, so etwas hatte ich leider auch schon einmal.

Ich würde dir empfehlen zu einem Hundetrainer zu gehen, dich von diesem mal beraten lassen, es gibt viele Hundetrainer die führen Erstgespräche, damit sie schon mal ein bisschen Ahnung haben um was es geht und schauen sich dann erst deinen Hund an, finde ich eine super Möglichkeit.
Die Hundetrainer bieten ja auch an, zu dir nach Hause zu kommen, oder eben dann zu deiner Schwester, damit sie einen Eindruck bekommen, von dem was du erzählst und dir dann auch helfen können. Am Besten funktioniert dies eben in Verbindung mit deiner Schwester und ihrem Hund.

Antwort
von Sternfunzel, 13

Der  Bulli  akzeptiert den Hund Deiner  Schwester nicht .  Bei Euch muss die Rangordnung hergestellt werden.  Ihr nehmt  den Hund an die Leine im Haus, und bringt ihn auf seinen Platz, der ist da wo Du bestimmst. Er soll da  nicht aufstehen , bevor ihr das erlaubt .  Der Mensch ist der Rudelführer  er bestimmt , nicht der Hund der Schwester, und nicht der Bulli. 

. Der Bulli  sollte im Haus an die  Leine  genommen  werden und  wirklich beigebracht  kriegen , dass er den älteren Hund in Ruhe zu lassen hat , auch wenn er erst  ein Jahr alt ist .  Ihr müsst neu lernen, es sind zwei Hunde  jetzt , beide  müssen sich den Menschen unterordnen und gehorsam sein, wenn sie  sich nicht  beißen sollen. Dazu könnt ihr üben, Sitz , Platz ,  komm hier !  Füttern  würde ich  beide zunächst  nur aus  der Hand. Laß sie Dich anschauen , bevor Du etwas vom Futter abgibst . Welcher Hund zuerst gefüttert wird ist  immer der , der sich besser  benimmt. Der andere lernt von ihm . Der sich  nicht  benimmt , darf sich hinten anstellen.  Die Hunde müssen merken ::: wenn wir uns in die Wolle  kriegen:::: kommt das  Frauchen und dann gibt es Gewitter oder eher schon ein Orkan. Ihr zwei Schwestern  müsst wirklich da sehr  bestimmt sein von innen.  Wir haben vor sieben Monaten auch einen Bulli zu uns genommen ,  und da  musste  gleich  für Ordnung gesorgt werden. Bei uns  wird sich  nicht gebissen , sonst  gibts Ärger  mit Frauchen . Und das richtig.   Das läuft sehr gut bei uns. Die Hunde liegen beieinander zwei Rüden unkastriert und da wird sich nicht gefetzt.  Hier gibts nur eine die was zu melden hat und das bin ich :-)


LG Dir

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