Frage von Gipsywolf, 111

Warum gönnen viele Menschen aus reichen Ländern wie Deutschland oder Österreich keinem Flüchtling etwas?

Finde diesen Neid auf die Armen der Ärmsten einfach nur ekelhaft ! Wir haben Geschäfte vollgestopft mit Lebensmittel und Kleidung bis oben hin, wo kein Mensch alles aufessen oder anziehen kann.

Antwort
von lesterb42, 8

Es kommen in 2015 rd. 1. Mio Flüchtlinge. Leider hat sich meine positive Einstellung zu diesen Leuten etwas eingetrübt. Bei 1 Mio Leuten können das nicht alles gute und ehrliche Menschen sein. Der aktuell extremste Fall ist die Vergewaltigung einer jungen Frau durch 8 Männer. Von soetwas habe ich bislang nur im Fernsehen erfahren, dass diese Fälle in Indien vorkommen. Die Leute aus den Kriegsgebieten sind zum Teil wohl sehr verroht. Die positive Stimmung wird durch solche Vorfälle auch bei vielen anderen kippen und zu gewalttätigen Gegenreaktionen führen. Wir sollten diese Gefahren nicht unterschätzen.

Antwort
von Dryadravisher, 51

Weil zum einen der Staat Geld, Ressourcen und produktive Arbeit künstlich verknappt und zum anderen mit Gewalt Geld von den Bürgern eintreibt und das Geld dann verteilt. Dadurch gibt es Verteilungskämpfe um die staatlichen Zuwendungen. Und da ist sich eben jeder selbst der Nächste und bildet oftmals Gruppen, um die Forderungen durchzusetzen.

Eine freie Gesellschaft, mit minimalen Steuern, einer freien Wirtschaft und freiem Geldsystem würde sich über die Zuwanderung von Arbeitskräften freuen, da dadurch die Produktivität und der Wohlstand steigen würden.

Kommentar von kayo1548 ,

"Weil zum einen der Staat Geld, Ressourcen und produktive Arbeit künstlich verknappt"

wie sieht diese künstliche Verknappung aus?

Sicher gibt es einige Bereiche (wie z.b. Schulen) bei denen man vllt mehr investieren könnte.

Aber ansonsten liegen viele Bereiche ja gar nicht in staatlichen Händen

"Dadurch gibt es Verteilungskämpfe um die staatlichen Zuwendungen"

Oder es gibt Konkurrenzkämpfe bei den Konsumenten - das es so ist, ist völlig menschlich und wird sich auch nie änndern, d.h. Konkurrenz wird es immer geben

"Eine freie Gesellschaft,"

was ist eine freie Gesellschaft?

" mit minimalen Steuern,"

wie soll das funktionieren?

Für gewisse staatliche Dinge muss ja Geld da sein um beispielsweise Infrastrukturen aufrecht zu erhalten

"einer freien Wirtschaft und freiem Geldsystem"

Wie soll das aussehen?

"würde sich über die Zuwanderung von Arbeitskräften freuen, da dadurch die Produktivität und der Wohlstand steigen würden"

auch hier hat man aber das Problem, dass man einerseits qualifizierte Kräfte braucht und es andererseits aber trotzdem nur begrenzte Arbeitsplätze gibt, d.h. das Problem ist da noch genauso da.

Kommentar von Dryadravisher ,
wie sieht diese künstliche Verknappung aus?

Indem der Staat die Geldmenge und den Preis für Geld kontrolliert. Das Gleiche hat der Staat in der Sowjetunion gemacht. Nur auf die gesamte Wirtschaft bezogen. Die Folge war allgemeiner Mangel. Momentan kontrolliert Venezuela die Preise für Lebensmittel. Kurz darauf gab es kaum noch etwas zu essen.

Oder es gibt Konkurrenzkämpfe bei den Konsumenten - das es so ist, ist völlig menschlich und wird sich auch nie änndern, d.h. Konkurrenz wird es immer geben

Konkurrenz ist ja nicht schlecht. Das treibt die Menschen dazu, besser zu werden. Problematisch wird es, wenn man die Konkurrenz mit Gewalt ausschalten will. Z.B. mit staatlicher Gewalt
 und Gesetzen. Das wirkt dann destruktiv und zielt nur darauf ab, die Konkurrenz nach unten zu bringen, nicht die Konkurrenz zu überholen. Bei freiem Wettbewerb steigt das allgemeine Niveau.

was ist eine freie Gesellschaft?

Eine Gesellschaft, die nicht durch unnötige Gesetze und Vorschriften gegängelt wird. Man sollte tun dürfen, was man will, solange man andere nicht einschränkt.

wie soll das funktionieren?

Für gewisse staatliche Dinge muss ja Geld da sein um beispielsweise Infrastrukturen aufrecht zu erhalten

Das kann der freie Markt besser und billiger. Strom und Internet wird ja auch vom Markt bereitgestellt. Das geht auch bei Straßen und allem anderen.

Wie soll das aussehen?

Kein gesetzliches Zahlungsmittel, keine Kontrolle der Banken und der Währung. Kannst ja mal nach free banking googeln.

auch hier hat man aber das Problem, dass man einerseits qualifizierte Kräfte braucht und es andererseits aber trotzdem nur begrenzte Arbeitsplätze gibt, d.h. das Problem ist da noch genauso da.

Eine freie Marktwirtschaft tendiert zu Vollbeschäftigung. Mangel (auch einen Mangel an Arbeitsplätzen) gibt es nur unter staatlicher Kontrolle.

Antwort
von TeeTier, 83

Raffgier und fehlende Empathie?

Viele merken leider nicht, dass sie beim "nach unten treten" langfristig nur sich selbst und anderen Schaden.

Ich meine, warum findet keine Demo mit zichtausenden von Menschen gegen Apple statt? An den finanziellen Schaden, den solche großen Firmen in Deutschland und der EU verursachen, kommen die Flüchtlinge vermutlich erst ran, wenn sich ihre Anzahl verhundertfacht hat.

Und jetzt kommentiert gleich wieder der geneigte Pegida-Anhänger: "Watt hat den Apple bitteschön mit den Flüchtlingen zu tun?" :)

Kommentar von hummel3 ,

Ich bin zwar kein Pegida-Anhänger, aber kann es sein, dass du nur so urteilst, weil du selbst "unten" bist und es noch zu nichts gebracht hast?

Jedenfalls scheinst du dir selbst noch nicht über gewisse weltliche, in der Praxis leider nicht abstellbare Realitäten bewusst zu sein. Die Welt, oder besser gesagt die Menschen, werden sich nie ändern und noch nie gab es in der Menschheitsgeschichte ein perfektes und alle glücklich machendes System. Viele wurden schon ausprobiert, aber noch keines hat wirklich für alle zufriedenstellend funktioniert.  

Eine wirkliche Alternative, leider bislang nur als Voraussage, ist in der christlichen Bibel angesagt - das Reich Gottes! - Aber selbst dagegen wehrt sich schon heute die Mehrheit seiner Geschöpfe.

Kommentar von TeeTier ,

Ich bin Chef einer Softwarefirma (guck dir ruhig mal die Expertenthemen oder meine Antworten in meinem Profil an) und ich habe es bisher immer geschafft, meine Steuern zu bezahlen. Das tue ich durchaus bewusst, weil ich weiß, dass dieses Geld der Allgemeinheit, und damit auch meinem persönlichen Bekanntenkreis, zugute kommt.

Vor einer Weile habe ich mal ausgerechnet, wie viel ich sparen könnte, wenn ich mich asozial verhalten würde, indem ich gerade mal den Mindestlohn zahle, billiges Drucker-Papier ohne FSC Zeichen kaufen würde, Steuern mit allen möglichen Tricks vom Finanzamt zurück fordern würde, die Entsorgung auf zwielichtige Anbieter auslagern würde, usw. ... Dabei bin ich auf ca. 60% Einsparungen gekommen. Aber ich tue das nicht, weil ich erstens noch ruhig schlafen will, zweitens noch in den Spiegel sehen können will, und drittens weil Geld nicht alles ist.

Es ist absoluter Schwachsinn, dass man als Firma nicht überleben kann, wenn sich der Chef nicht wie ein Schwein verhält. Man hat zwar deutlich weniger Kohle als die Schmarotzer und Geier übrig, aber immer noch genug um sich und seinen Angestellten einen angemessenen Lebensstil sichern zu können.

Und wer als Chef ohne Bescheißen nicht über die Runden kommt, sollte das Geschäftsmodell seines Unternehmens in Frage stellen.

Und deine Denkweise "die Welt ist sowieso schlecht, also macht es ja nichts, wenn ich mich auch noch schlecht verhalte" ist genau der Grund für die jetzige Situation in der Welt! Leute wie du! Nicht Leute wie ich!

Diese "Tja, da kann man halt nichts machen"-Mentalität stammt von Leuten ohne Antrieb. Man kann immer was machen und dadurch sogar auch etwas schaffen! Und wenn Leute wie du nicht immer Leuten wie mir im Wege stehen würden, dann sähe diese Welt mit Sicherheit wesentlich besser aus!

Und während du dich damit abgefunden hast, dass sich die Menschen niemals ändern werden, ändere ich dann schon mal ein bisschen was.

Steh mir dabei bitte nicht im Wege rum!

PS: Und falls du wirklich denkst, dass sich die Welt nicht ändert, guck dir bitte mal die letzten 200 Jahre an, und überleg dir dann mal, was zukünftig in 200 Jahren sein wird.

Wenn es nach Leuten wie dir ginge, hätten wir heute noch eine Monarchie, und Frauen dürften nicht auf die Uni gehen.

Kommentar von Ruehrstab ,

TeeTier, hast Du denn auch angemessen berücksichtigt, dass er ein Zwar-kein-aber ist ... :)

Kommentar von TeeTier ,

Stimmt, dann hätte ich mir meine Ausführungen auch gleich sparen können. :)

Kommentar von kayo1548 ,

"Aber ich tue das nicht, weil ich erstens noch ruhig schlafen will, zweitens noch in den Spiegel sehen können will, und drittens weil Geld nicht alles ist."

schöne Einstellung wie ich persönlich finde;

natürlich kann ich auch Leute verstehen, die das anders machen, z.b. aus

-> Trotz

-> weil sie sich darüber idenfitizieren (was nachvollziehbar ist, auch wenn man das nicht unbedingt teilen mag)

-> oder vllt auch um tatsächhlich auf einen lebensnotwendigen finanziellen Standard zu kommen.

"Es ist absoluter Schwachsinn, dass man als Firma nicht überleben kann, wenn sich der Chef nicht wie ein Schwein verhält."

hängt zugegebnermaßen auch vom Betrieb ab;

wie "ein Schwein verhalten" dürfte kaum hilfreich sein, aber wenn man beispielsweise in einem harten Wettbewerbsfeld ist oder die Nachfrage sinkt können diese Einsparungen auch notwendig sein um den Betrieb (und damit auch Arbeitsplätze aufrecht zu erhalten)

Was ich damit sagen will: nicht jeder Betrieb kann 60% Einsparungen verschenken, das hat nichtmal unbedingt etwas damit zu tun, dass das Geschäftsmodell schlecht ist.

Gibt natürlich auch Betriebe bei denen das so aussieht, wie du das schilderst - keine Frage.

"die Welt ist sowieso schlecht, also macht es ja nichts, wenn ich mich auch noch schlecht verhalte""

kann ich psychologisch durchaus nachvollziehen; ob einem das im Einzelfall weiter bringt oder zufriedener macht ist sicher ein Thema, das individuell verschieden ist.

Nachvollziehbar ist es natürlich schon und man kann und sollte auch nach den Ursprüngen solcher Denkmuster fragen.

Benachteilung, negative Erfahrungen etc können da zum Beispiel dahinter stecken und da kann man durchaus auch als Instanz ansetzen.

"Diese "Tja, da kann man halt nichts machen"-Mentalität stammt von Leuten ohne Antrieb."

kann im Einzelfall realistisch sein oder halt eine passive Bewältigungsstrrategie, die eben auch auf entsprechend vergangenen Situationen basiert (z.b. auch im Arbeitsumfeld)

Für das Wohlbefinden sind solche Denkmuster meist natürlich nicht so toll.

Aber auch hier kann man im Großen Ganzen und auch im Einzelnen Handlungsspielräume und Ressourcen schaffen um vernünftige Bewätigungsstrategien zu ermöglichen.

Das finde ich also auch ganz wichtig: Zu fragen warum eine Person so denkt wie sie denkt.

Antwort
von Ahornsirup, 111

Das sind alles Leute ohne Verständnis für die Situation.
Zuerst sind die Leute in einer Notlage. Wir MÜSSEN ihnen helfen. Die meisten deutschen würden dieses Recht ebenfalls in Anspruch nehmen , würden solche Verhältnisse ausbrechen.
Des Weiteren sind jegliche Wirtschaftlichen Bedenken nicht angebracht. Vom Geld was ausgegeben wird, kommen ca. 40% DIREKT zum Staat zurück. Außerdem ist der volkswirtschaftliche Nutzen auf Dauer enorm. Viele Fachkräfte reisen zu und es waren immer die Kulturen MIT Zuwanderung, welche sich auf Dauer als die "Gewinner" herauskristallisiert haben.

Mit freundlichen Grüßen
Ahornsirup

Kommentar von hummel3 ,

Du scheinst mir ein toller Theoretiker zu sein!

Antwort
von voayager, 18

Deine Einschätzung ist undifferenziert, denn du machst grad so, als wenn es in den beiden Ländern allen Menschen gut ginge. Wie kommste denn auf das schmale Brett?

Antwort
von tobit34, 94

Bin genau deiner Meinung. Sie fliehen weil sie sonst getötet werden und hier leben sie in den schlimmsten Situationen. So kann das nicht weitergehen

Kommentar von hummel3 ,

Mein Tipp! - Gehe mit gutem Beispiel voran und nehme selbst jemand bei dir auf. - Nur dann hast du in meinen Augen das Recht an der seitherigen für dich unbefriedigenden Praxis Kritik zu üben.

Kommentar von Ruehrstab ,

Ach, und dieses Recht vergibst du? Bist du dazu durch besonderen Zynismus qualifiziert?

Kommentar von hummel3 ,

Nein, ich vergebe keine Rechte. - Ich empfehle nur seit Urzeiten bewährte Methoden. Mit Zynismus hat das nichts zu tun. Den hast nur du aus meinem Kommentar herausgelesen.

Antwort
von Modem1, 74

Aber die Mehrheit ist nicht so. Es wird ihnen großzügig geholfen was ich so beobachte. Das Negative wird gerne "Ausgeschlachtet" und mit den Zeigefinger auf die bösen Nachbarn gezeigt. Ärgerlich sind Wirtschaftsflüchtlinge welche den wirklichen Flüchtlingen des Krieges, der Verfolgung den Rang abnehmen oder sich als Solche erklären.

Antwort
von Cryschan, 46

Weil viele Menschen, auch in Deutschland, Existenzängste haben, bzw. von Sozialleistungen des Staates abhängig sind. Sie stehen unter einem großen Druck und da ist es nun mal einfacher auf die Ärmsten der Armen rumzuhacken, statt endlich für eine gerechtere Steuer- und Sozialpolitik zu demonstrieren.

Kommentar von lesterb42 ,

Die Sozialleistungen sind doch dafür da, den Leuten die Existenz zu sichern oder etwa nicht ?

Kommentar von Cryschan ,

Das stimmt. Aber im Anbetracht der Lebenshaltungskosten in Städten wie Dresden sind sie verhältnismäßig gering. Klar, niemand muss hungern. Aber gutes Essen/bzw. vollwertige Nahrung usw. ist bei 399 € (HartzIV) oder 500 € Rente im Monat einfach nicht drin.

Antwort
von Ruehrstab, 106

Viele Menschen aus reichen Ländern sind selber gar nicht reich. Diese sind natürlich auf Ängste ansprechbar, es könne ihnen persönlich "irgendwie" schlechter gehen, weil "ihr" Geld für "die" ausgegeben werde ... Daran, diese Ängste zu schüren und mit - oft erfundenen - Beispielen zu "belegen", daran arbeiten derzeit einige Leute, denen einfach Menschen aus anderen Ländern nicht passen. Dies ist auch der Grund, warum hier viele in provokativer Art gestellte Fragen zu diesem Themenkomplex zu Recht wieder verschwinden.

Antwort
von transatlantik93, 83

Nun, viele haben angst das die flüchtlinge sich einfach nehmen was sie krigen können. Was halt nicht in den anstand der De/Au/Ch passt. Natürlich haben die flüchtlinge eine andere art gelernt mit dingen umzugehen. Verstärkt wird das ganze noch durch nachrichten in denen ea widee heisst das letzte nach 3 männer aus den länder.... 

Antwort
von carglassXD, 90

Niemand ist neidisch auf die Flüchtlinge. Viele wollen nur nicht teilen, auch wenn man in einem reichen Land lebt, bekommt man nichts geschenkt und manche Leute besonders die ärmeren aus diesem Land, verstehen nicht, wieso die Flüchtlinge Taschengeld bekommen usw.

Antwort
von Militaerarchiv, 83

Weil bei der riesen Menge auch die reichen Menschen bald Arm sind, und uns hilft kein anderes Land.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community