Warum glaubt man in diesem Zeitalter noch an Götter etc?

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13 Antworten

Hallo SunshineRike,

es gibt in unserem Zeitalter viele Faktoren, die es einem Menschen nicht gerade leicht machen, an Gott zu glauben. Leider haben auch gerade die Religionen selbst mit dazu beigetragen, dass sich viele von dem Glauben an einen Gott abgewendet haben, da sie ihn auf eine Weise darstellen, die es Menschen sehr erschwert, an ihn zu glauben.

Dennoch glauben noch immer viele, wie Du ja schreibst, an Götter. Warum? Dr. C. G. Jung beschreibt in dem Buch Gegenwart und Zukunft das Bedürfnis nach Anbetung als „eine dem Menschen eigentümliche instinktive Haltung, deren Manifestationen sich durch die ganze Geistesgeschichte hindurch verfolgen lassen“. Das Buch "Is God the Only Reality?" beschreibt die Ursache für den Glauben an einen Gott wie folgt: „Das religiöse Verlangen nach Sinn . . . ist die gemeinsame Erfahrung jeder Kultur und jeden Zeitalters seit dem Hervortreten der Menschheit.

Wie diese beiden Zitate belegen, ist das Bedürfnis nach Religion tief in der menschlichen Seele verankert. Das heißt nun aber nicht, dass Menschen, die an Gott glauben, lediglich einem inneren Trieb folgen. Auch schließt der Glaube nicht das vernünftige und logische Denken aus.

Du sagst, dass Du nur an das glauben kannst, was Du sehen kannst. Gott kannst Du nicht sehen, also glaubst Du nicht an ihn. Wenn Du diese Formel auch auf Dinge in unserer materiellen Welt beziehst, dann merkst Du, dass sie Dich nicht wirklich weiterbringt. Es gibt nämlich viele Dinge (beispielsweise die Schwerkraft, den Magnetismus oder Schallwellen), die wir zwar nicht buchstäblich mit unseren Augen sehen, bei denen wir jedoch gewisse Auswirkungen beobachten und spüren können. Ähnlich ist es auch mit Gott. Wir sehen ihn zwar ebenfalls nicht mit unseren Augen, dennoch können wir die Auswirkungen seiner Macht, genauer gesagt, seiner schöpferischen Macht, mehr als deutlich erkennen.

Pierre-Paul Grassé, Mitglied der Französischen Akademie der Wissenschaften sagte: „Die Ordnung in der Natur ist weder eine Erfindung des menschlichen Geistes noch eine Erfindung scharfsinniger Kapazitäten. . . . Eine bestehende Ordnung setzt die Existenz einer organisierenden Intelligenz voraus. Diese Intelligenz kann keine andere als diejenige Gottes sein“ (Pierre-Paul Grassé, zitiert von Christian Chabanis, Dieu existe? Oui, Paris, 1979, S. 94).

Der Physiker John Polkinghorne, ehemals tätig an der Universität Cambridge, bemerkte: „Wenn einem bewusst wird, wie unglaublich genau die Naturgesetze abgestimmt sein müssen, um das sichtbare Universum überhaupt zu ermöglichen, kommt man unweigerlich auf den Gedanken, dass das Universum nicht einfach zufällig ins Dasein kam, sondern ein Zweck dahinter steckt.“ (Erwachet, 22.06.2004, Seite 5).

Viele Wissenschaftler haben sich in einem ähnlichen Sinne geäußert. Sie können ihren Glauben an Gott nicht nur mit ihrem wissenschaftlichen Denken vereinbaren, sondern sind teilweise erst durch ihre Forschungen zu der Überzeugung gelangt, dass es eine intelligente Macht geben muss, die alles ins Dasein gebracht hat. Der Wissenschaftler Wolf-Ekkehard Lönnig, langjährig am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung tätig, brachte seinen Standpunkt wie folgt zum Ausdruck: "Durch meine empirischen Forschungen in der Genetik sowie durch Studien biologischer Themen wie Physiologie und Morphologie komme ich mit der enormen, oft unfassbaren Komplexität der Lebewesen unmittelbar in Berührung. Meine einschlägigen Studien haben mich in der Überzeugung bestärkt, dass Lebewesen — selbst die einfachsten — einen intelligenten Ursprung haben müssen" (Erwachet, September 2006, Seite 21).

Ob man nun an Gott glaubt oder nicht, hat also weder etwas mit reiner Tradition noch mit zeitgemäßem wissenschaftlichem Denken zu tun. Es geht viel mehr darum: Wie bewerte ich das Beobachtbare für mich ganz persönlich und welche Schlussfolgerungen ziehe ich daraus? Den einen führt das in diese, einen anderen in jene Richtung. Die Gedanken sind frei!

LG Philipp

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Kommentar von Adlerauge4
17.11.2015, 18:41

Philipp, es berührt mich sehr, wie liebevoll du dir mit den widerspenstigen Jugendlichen so große Mühe machst. Vielleicht ist doch einmal einer mit einem guten Herzen darunter, der erkennt, wieviel wahre Weisheit und reife Überlegungen hinter deiner Antwort stecken. Das wünsche ich dir von Herzen. 

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Kommentar von WotansAuge
18.11.2015, 00:59

Es gibt nämlich viele Dinge (beispielsweise die Schwerkraft, den Magnetismus oder Schallwellen), die wir zwar nicht buchstäblich mit unseren Augen sehen, bei denen wir jedoch gewisse Auswirkungen beobachten und spüren können. Ähnlich ist es auch mit Gott. Wir sehen ihn zwar ebenfalls nicht mit unseren Augen, dennoch können wir die Auswirkungen seiner Macht,

Dann würde dieser Gott ebenso wie Schwerkraft, Magnetismus u.s.w. durch die Physik beschrieben.

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Kommentar von WotansAuge
18.11.2015, 01:03

"Die Ordnung in der Natur ist weder eine Erfindung des menschlichen Geistes noch eine Erfindung scharfsinniger Kapazitäten. . . . Eine bestehende Ordnung setzt die Existenz einer organisierenden Intelligenz voraus. Diese Intelligenz kann keine andere als diejenige Gottes sein“

Ein Kristall ist in einem Zustand einer sehr hohen Ordnung, sogar einer Fernordnung, und doch bildet er sich von selbst z.B. durch die Verdunstung einer Lösung. Dazu bedarf es keiner Intelligenz, die die Teile des Kristalls an ihre richtige Position rückt.

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Kommentar von WotansAuge
18.11.2015, 01:07

„Wenn einem bewusst wird, wie unglaublich genau die Naturgesetze abgestimmt sein müssen, um das sichtbare Universum überhaupt zu ermöglichen, 

https://de.wikipedia.org/wiki/Feinabstimmung_der_Naturkonstanten

>Es wird vielfach bestritten, dass eine Feinabstimmung überhaupt existiert. Gibt es diese nicht, dann gäbe es folgerichtig auch keinen Erklärungsbedarf. Sofern es sie gibt, ist unklar, inwieweit diese überhaupt beweisbar wäre.[10] Die Überlegungen für mögliche Universen konzentrieren sich weitestgehend darauf, wie die Natur beschaffen sein muss, um die Voraussetzungen für kohlenstoffbasiertes Leben – so wie es sich in unserem Planetensystem entwickeln konnte − zu generieren (Kohlenstoffchauvinismus).

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Viele Menschen brauchen auch als Erwachsene noch das Gefühl einer schützenden Hand oder zumindest die Hoffnung auf eine nachweltliche Gerechtigkeit und einen übergeordneten Sinn auch für das Leid, das so gut wie jeder im Leben erdulden muss. Auch macht den meisten Menschen die Vorstellung Angst, einmal nicht mehr zu sein, da ist die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod sehr beruhigend.

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Warum glauben Menschen, dass sie alles berechnen können?

Wo steht geschrieben, dass Gott im Himmel hockt?

Warum sollten Menschen nicht an Gott glauben?

Das beantwortet vermutlich nicht deine Frage; doch sehr Persönliches ist für mich besser bei Familie/Freunden aufgehoben.

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Es gibt Menschen, die von ihrer Begegnung mit Jesus berichten. Du kannst dir die Viedeos auf youtube ansehen unter dem Kanal "Mensch Gott". Auch sind Menschen gesund geworden, obwohl es dafür keine wissenschaftliche Erklärung gibt.

Außerdem stehen in der Bibel erfüllte Prophezeihungen und ich habe Sachen erlebt, die mich glauben lassen.

Viele Jünger von Jesus sind verfolgt und getötet worden, sie hatten kein Interesse, sich die Religion ausudenken. Das sind einiger Meiner Gründe, warum ich Christ bin.

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Kommentar von Adlerauge4
17.11.2015, 18:50

comhb3mpqy - du nennst gute Gründe! Welches Interesse hätte zum Beispiel Saulus von Tarsus, ein hoch gebildeter Schriftgelehrter aus der "Upper-Class" gehabt haben sollen, seine privilegierte Stellung aufzugeben und sich fortan an als ein verfolgter Christ den Jüngern Jesu anzuschließen? 

Alle von dir genannten Gründe treffen zu. Auch ich habe persönlich Dinge erlebt, die meine Überzeugung, daß ein geniales Geistwesen existiert und sich um diejenigen kümmert, die ihn und seine gerechten Grundsätze lieben. 

Und wer sich die Mühe macht und die viele erfülltenProphezeiungen kennenlernt, der muß muß sich schon bewußt ablehnend verhalten, wenn er den Wahrheitsgehalt nicht erkennen will.

DH

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"Für mich existiert jemand, wenn ich diese Person gesehen habe"

Ich hab Dich noch nie gesehen. Also existierst Du nicht. XD

Und ich glaube nicht, daß ich einer real existierenden Person hier geantwortet habe, die eine Antwort auf diese Frage sucht.

Ich hoffe, Dir wird anhand dieses Beispiels klar, wie naiv Deine Denkweise eigentlich ist. Der Himmel des Glaubens ist nicht das kalte Weltall.

Auch in der Wissenschaft gibt es vieles, was Du nicht sehen kannst. Ohne ein technisches Hilfsmittel kannst Du zum Beispiel weder sehen, wie ein Atom beschaffen ist noch wie eine Mutation stattfindet. Und dennoch ist es real.

Die sprachlichen Bilder in der Religion sind nichts weiter als technische Hilfsmittel, um etwas zu sehen (erkennen), was eben nicht so offensichtlich wie ein Baumstamm ist.

warehouse14

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Naja, die Säkularisierung schreitet voran und immer mehr Leute hören auf zu glauben -Ganz aussterben wird Religion aber nie.

Man glaubt, weil man Religion als erstes von Menschen kennenlernt, denen man vertraut (Eltern...). Ein kleines Kind hinterfragt doch nicht einmal, was ihm von Verwandten eingetrichtert wird. Und so geht es von Generation zu Generation weiter. Indoktrination im Kindesalter, so funktioniert das Ganze - Nicht umsonst muss man bei der Ehe schwören, seine Kinder religiös zu erziehen. Würden sie zu spät von Gott lernen, würden sie selbstverständlich nicht an ihn glauben.

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Es kann auch keiner Zeit, Raum oder Bewusstsein "sehen" oder durch Experimente und Instrumente direkt sichtbar machen. Wir können die Wahrheit bzgl. der Götter nur durch gezielte Experimente indirekt herausfinden. Aber kaum einer möchte solche Experimente durchführen, warum weiß ich auch nicht.

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Kommentar von Dummie42
16.11.2015, 22:06

Wir können die Wahrheit bzgl. der Götter nur durch gezielte Experimente indirekt herausfinden.

Nenn mal bitte ein Beispiel für so ein Experiment.

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Entweder ist die jeweilige Person unterbelichtet oder ist nicht wegen des Gottes reliogiös, wie zB wegen der Gemeinschaft

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Kommentar von Lukasx97
16.11.2015, 19:32

Komplett unnötiger Kommentar. 

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Kommentar von androhecker
16.11.2015, 19:34

Nennt sich auf gut deutsch Meinungsfreiheit, wenn du was entgegenzusetzen hast gerne, aber mit einer holen Aussage kommst du nicht weit

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Kommentar von androhecker
16.11.2015, 19:39

Ich kann es auch netter ausdrücken, aber "Life is hard", ist eben so und man muss sich damit abfinden dass es keinen Gott gibt.

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Kommentar von androhecker
18.11.2015, 06:06

Dann denk mal darüber nach wie hoch die wahrscheinlichkeit ist, dass es Gott gibt, stimmt, die kann man gar nicht ausdrücken so niedrig ist die

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Sunshine Rike, wie kämst du dir vor, wenn man z. B. eine schöne Zeichnung, die du angefertigt hast, jemandem anderen zuschriebe oder gar behauptet, sie sei im Laufe der Zeit von selbst entstanden, z. B. weil der Wind das Blatt unter einem Stift hin- und herbewegt hat?

Das wäre dir gegenüber beleidigend und unfair. Und außerdem geradezu unmöglich, lächerlich und dumm, nicht wahr?

Wie muß unser Schöpfer, Gott JHWH empfinden, wenn man seine herrlichen Schöpfungswerke, die man sehen kann, dem blinden Zufall zuschreibt? 

Jeder weiß doch, daß von nichts kommt, schon gar nicht so komplizierte Kreisläufe, wie wir sie in der Natur beobachten.

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Kommentar von SunshineRike
16.11.2015, 19:38

Das klingt ja schon leicht krank.. um es freundlich auszudrücken. ^^
Ich denke, jeder Mensch, der etwas Verstand besitzt, weiß, wie die Erde entstanden ist.. Und das sich irgendwelche Heiopeis damals mit irgendwelchen Pflanzen zugedröhnt haben und sich dann diesen sinnlosen kram ausgedacht haben.. auf den die Menschheit heute noch hört..

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Kommentar von ShmuelRotkraut
16.11.2015, 19:54

Ich verstehe nichts von Evolution, deshalb Jahweh - Ein wahrer Klassiker im Argument-Repertoire des Durchschnittsreligiösen.

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Kommentar von Dummie42
16.11.2015, 22:10

Also das Beispiel ist ja mal hübsch gewählt. Hätte unser Pfarrer solche Argumente gehabt, als ich 12 war, wäre ich vielleicht doch noch mal eine Weile rückfällig geworden...

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Religion, schwieriges Thema :/

Ich sehe schon die ersten minderjährigen Gruppenfeindlichen, die meinen Muslime, Christen usw. gehören verbannt usw. , und sich dann als tollerante Atheisten bezeichnen.

Leider gibt es viele hirnlose Atheistische Angehörige :/ Vermisse die alten tolleranten und freundlichgesinnten :x

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Kommentar von SunshineRike
16.11.2015, 19:28

Naja..Ich verstehe einfach nicht, weshalb man so bescheuert sein kann und an irgendeinen ... im Himmel glaubt.. 

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Kommentar von ShmuelRotkraut
16.11.2015, 19:30

Gewisse Dinge darf man nicht tolerieren. So viel, wie Religion anrichtet, darf nicht geduldet werden.

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Wir haben einen freien Willen ohne Leben nicht wie "Gott es möchte"

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Bist du nicht ein wenig leichtfertig und naiv in deiner Denkweise? Selbstbewußt wie viele unerfahrene jungen Leute von heute trittst du hier auf und äußerst deine kindlichen Überlegungen. Du hast wohl bereits die Weisheit mit Löffeln zu dir genommen? Sei vorsichtig - Es gibt keine Weisheit im Widerstand gegen JHWH, den Gott der Bibel.

"Die Toren sprechen in ihrem Herzen: "Es gibt keinen Gott." Der in den Himmeln (dem geistigen Bereich) sitzt wird lachen, denn er sieht gewiss, daß sein Tag kommen wird. 

So hat er es in seinem Wort, der Bibel, vor langer Zeit niederschreiben lassen. 

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Kommentar von ShmuelRotkraut
16.11.2015, 19:57

Du bringst hier keine Argumente für Gott, sondern die übliche Angstmache (Hölle, Jüngstes Gericht). Auch die Bibel besitzt keine Kredibilität.

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Kommentar von SunshineRike
16.11.2015, 20:07

Woher weißt du, dass es Gott gibt?
Hast du ihn je gesehen?
Und wie kannst du dir so sicher sein, dass Jesus oder wer auch immer, die Bibel erfasst hat?
Ich bin ja der Meinung, dass die Menschen damals einfach zu viele Kakteen gefressen haben, und auf ihrem Trip so einen Blödsinn erfanden. Klingt jedenfalls logischer. :-)
Wie kann Gott gut sein, wenn er einen Menschen in die ,,Hölle'' schickt, nur weil man seinen ,, Befehlen'' nicht nachgeht? 

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Kommentar von WotansAuge
16.11.2015, 23:49

So hat er es in seinem Wort, der Bibel, vor langer Zeit niederschreiben lassen. 

Wenn die Bibel von einem Gott inspirierte Aussage enthielte, dürfte sie nicht so viele Fehler enthalten. Ebensolches gilt für ALLE mir bekannten heiligen Bücher, insbesondere Tora und Koran.  

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Kommentar von Meatwad
17.11.2015, 13:03

Oha. Na zum Glück gibts von deiner Art immer weniger. Da ist Hopfen und Malz verloren.

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Ohne Glauben wäre das Leben sinnlos und leer

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Kommentar von ShmuelRotkraut
16.11.2015, 19:31

Kann ich nicht bestätigen.

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Kommentar von OnlySports123
16.11.2015, 19:32

Wer hat dich gefragt

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Kommentar von SunshineRike
16.11.2015, 19:45

Und weshalb wäre das Leben sinnlos und leer? ^^

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Kommentar von ShmuelRotkraut
16.11.2015, 19:52

Wer mich gefragt hat? Niemand. Wer hat dich eigentlich gefragt?

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