Frage von psvitabesitzer, 523

Warum glaubt man an einen Gott und betet diesen an, wenn man nie eine Gegenleistung bekommt?

Ja, schon wieder ein Atheist der unangenehme Fragen stellt!

Warum glaubt ihr an Gott, wenn ihr nie von ihm dafür was bekommt? Es gibt nichts was ein Gott zurückgibt, was wirklich nur von einem Gott kommen kann!

Es könnte jetzt wieder ein paar geben, die zum Beispiel sagen "Mein Gott gibt mir Hoffnung!".

Da frage ich mich allerdings wieso jemand glaubt das müsse von Gott kommen, und nicht einfach aus der Einbildung. Stellt eine gläubige Person den nie eine einzige Sekunde in Frage ob das ein fremdes Wesen oder die eigene Einredungskunst ist? Oder ist es ganz anders und auch 'Gläubige' denken dass das nur ihr Unterbewusstsein ist und nennen das eben Gott?

An die von euch, die denken Gott sei ein gedankenlesendes Wesen, welches mit euch redet: Kommt euch nie in den Sinn, dass ihr euch einfach selbst einredet, was euer Gott sagt? Ein Mensch bildet sich ständig irgendetwas ein.

Einen imaginären Freund eines Kindergartenkindes würde niemand Gott nennen, dass ist dann wieder Einbildung des Kindes weil es vielleicht einsam ist. Wieso denken Menschen von einem Punkt auf den anderen so rational und logisch und dann in der Religion ist plötzlich das Hirn raus und alles ist möglich? Wenn ihr an einen Gott glaubt wieso dann nicht auch gleich an Geister? Jedes Kind bildet sich doch auch mal ein in der Nacht einen Geist oder ein Monster gesehen zu haben, wieso erfindet denn niemand zu sowas eine Religion sondern nennt es Einbildung? Wo ist der Unterschied?

Ich stoppe mich hier schon einmal selbst, ich merke wieder, dass ich zu aggressiv werde. Ich komme mit (IN MEINEN AUGEN) so unlogischen Dingen nicht gut klar. Ich würde mich trotzdem über Antworten freuen, damit ich vielleicht eure Gedankengänge besser nachvollziehen kann. Gute Nacht an alle Leser!

Antwort
von Undsonstso, 213

Ja, schon wieder ein Atheist der unangenehme Fragen stellt!

Nö, unangenehm ist die Frage nicht.... Sie ist eher bezeichnend für Atheisten, die gläubigen Menschen ihren Glauben i-wie nicht gönnen können.

Ich bin unreligös, ungetauft und ignostisch denkend. Ich habe Verständnis für gläubige Menschen und ebenso auch für Atheisten....Was ich nicht verstehe, ist, dass man Gläubige als unlogisch agierende Menschen mit Hirngespinsten abtut....

Fakt ist, die (Nicht-)Existenz von Gott kann nicht bewiesen werden und darum sollte es jedem frei stehen, zu glauben, was er möchte, ohne dass seine Person ( inkl. Intelligenz, log. Denken, Psyche usw.) gewertet wird.

Kommentar von earnest ,

DH.

Fakt ist meiner Ansicht nach auch, dass sich hier ein Fragesteller sehr wichtig nimmt.

Kommentar von Zicke52 ,

@Undsonstso: es geht ja nicht darum, jemandem den Glauben zu verbieten oder nicht zu gönnen (was soll das? ich möchte gar nicht glauben!), sondern zu verstehen, wie Menschen felsenfest an etwas völlig Unwahrscheinliches und Unbewiesenes glauben können. Sie tun es ja in anderen Bereichen auch nicht. Also ich kann den FS schon verstehen, mir geht's genauso.

Und zu "Fakt ist, die Nichtexistenz von Gott kann nicht bewiesen werden" - natürlich nicht. Aber das trifft absolut auf jede, ganz egal wie unsinnige, Behauptung zu, wenn ich erkläre, der Gegenstand meiner Behauptung sei unsichtbar und für menschliche Sinne nicht erfassbar. Aber ergibt sich daraus, dass die Richtigkeit meiner Behauptung genauso wahrscheinlich ist wie ihre Unrichtigkeit?

Wenn ein dreijähriges Kind behauptet, in seinem Schrank lebe ein unsichtbarer Dinosaurier, kann ich nicht beweisen, dass das nicht stimmt. Ich halte es trotzdem für völlig unwahr (und denke nicht "könnte ja sein, da ich das Gegenteil nicht beweisen kann"), aber ich werde das Kind nicht vor den Kopf stossen. Ich weiss, in dem Alter kann man Wirklichkeit und Phantasie noch nicht auseinanderhalten. Ich werde im Schrank nachgucken, den Dinosaurier streicheln und dem Kind sagen, es sei ein ganz liebes Tier, das niemandem was zuleide tue. Wenn das Kind mit 8 Jahren noch immer an diese Geschichte glaubt, mache ich mir aber Sorgen um.seinen Reifeprozess. Und wenn es mit 20 Jahren...ja, dann hätte ich ein echtes Problem.

Ich glaube, das ist der Gedankengang des FS: Wie kommt es, dass Erwachsene...Die Frage drängt sich einem halt auf. Leider habe ich darauf keine Antwort.

Antwort
von VanyVeggie, 120

Hallo, 

ich sehe das ähnlich wie du. Kann dir die Frage also nur aus Sicht meiner Schwiegermutter beantwortet, hatten mal eine ähnliche Diskussion:

Vor paar Jahren ist der Vater und der Bruder meines Freundes verstorben. Damals war sie zwar katholisch, aber nicht 100%ig gläubig. Erst nach dem schweren Verlust wurde sie so extrem christlich. Vorletztes Jahr hatte mein Freund dann einen schweren Autounfall, den er überlebt hat. 

Das sah sie als Wunder Gottes an und drückt es jeden, der nicht glaubt meinen Freund aber mag ziemlich rein - wir sollen dankbar sein. Ich sehe es einfach als großes Glück. Aber wehe das sagt man ihr, dann wird sie schon relativ agro, obwohl sie eine echt Liebe ist. Ich glaube sie sucht einfach einen Grund, warum ihr Mann und einer ihrer Söhne schon so früh gehen mussten. Durch so einen Verlust hat sie Angst um weitere Verluste und sucht sich nach etwas, was ihre Liebsten schützen kann. Das ist das, was Gott ihr gibt. 

Man sollte einfach jedem das Seine lassen. Ich denke jeder hat einen Grund, warum er glaubt und warum nicht. Umgekehrt stellt sich so manch ein Gläubiger vielleicht, warum wir das nicht als Wunder Gottes ansehen sondern als Glück. Da könnten beide Parteien ewig hin und her diskutieren. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von Zicke52 ,

@VanyVeggie: Aber wenn deine SchwIegermuttet so überzeugt davon ist, dass dein Freund überlebt hat, weil Gott es so wollte - dann müsste sie doch auch davon überzeugt sein, dass ihr Mann und ihr Sohn gestorben sind, weil Gott es so wollte?

Und dafür ist sie ihm kein kleines bisschen boese?

Kommentar von VanyVeggie ,

Sie hat ja damals nicht richtig an ihn geglaubt. Ich denke, dass sie die Tatsache das mein Freund damals überlebt hat mit ihrer neuen Einstellung in Verbindung bringt. 

Sicher sagen kann ich es nicht. So ein Thema kann ich da nicht ansprechen... :/

Antwort
von DieReminiszenz, 253

Du stellst nicht die richtigen Fragen, denke ich. Es gibt einfach Leute, denen das reine Aneinanderreihen von Zufällen nicht reicht, die es tröstet, sich an ein großes Gedächtnis wenden zu können, das einem, je nach Glauben, Gnade bietet, oder auch nur ein offenes Ohr darstellt. Dass du das mit "mit sich selbst reden" gleichsetzt ist gar nicht so falsch, allerdings hilft es dabei ungemein, sich an jemand anderen zu wenden. Ist einfach so.

Die wenigsten glauben daran, dass sie wirklich persönlich irgendwelche Mitteilungen von einem Gott erhalten. Viel mehr ist er ein stummer Ansprechpartner, der einem Trost in Stunden der Not bieten kann. Dass das unbedingt Gott ist und dass daran gewisse Rituale gebunden sind ist einzig Sache von Tradition. Besonders in unserer westlichen Welt nimmt die Wichtigkeit von Religion in der Öffentlichkeit immer weiter ab.
Dennoch gibt es viele menschen, die an ein "höheres Ding" glauben, das entweder die Evolution gesteuert hat, oder alternativ etwa das leben selbst geschaffen hat. Das sind sehr anthropozentrische Ansichten, da der Mensch von diesen leuten meist als Krone der Schöpfung angesehen wird. Nun ja, wer´s brauchst soll´s haben, wir haben ja Religionsfreiheit.

Es ist folglich einfach Sache von a) tradition und b) menschlicher Veranlagung, dass man sich bestimmte Dinge lieber so vorstellt, dass es einen Gott gibt, der Dinge steuert und den man um Gnade bitten kann. Die Alternative ist nämlich in erster Näherung, dass wir einfach nur so vor uns hin leben und kein höheres Ziel haben. Das ist mittlerweile sehr viel akzeptierter (Naturwissenschaften und so), als damals.

Antwort
von Panazee, 79

Du denkst vielleicht, dass du da oben in deinem Kopf eine "Maschine" besitzt, die die Realität exakt abbildet, aber in Wirklichkeit hast du da oben eine "Maschine", die eine subjektive Interpretation einer Umwelt erschafft, die so gar nicht existiert.

Lass eine 3 minütige Szene ablaufen und diese von 1.000 Leuten beobachten. Nach 3 - 4 Tagen befragst du diese Menschen zu dieser Szene und du wirst keine zwei Darstellungen finden, die exakt gleich sind. Trotzdem wird jeder der 1.000 Menschen überzeugt sein, dass seine Interpretation der Realität die "richtige" ist und alle anderen sich täuschen.

Die Realität, die wir wahrnehmen, ist immer eine Mischung aus eingehenden Nervenimpulsen aus unseren Sensoren und der Aufbereitung derselben in unserem Gehirn, wo unserer Erfahrungen und daraus resultierende Erwartungen hineingemischt werden, um das zu erzeugen was wir dann Realität nennen.

Ich kann mich aber täuschen. ;-)

Ich bin aber ein Anhänger dieser Theorie des (radikalen) Kontruktivismus.

So und jetzt zu deiner Frage. Leider war das Vorhergehende notwendig um meine Antwort verständlich zu machen.

Jeder hat also aufgrund seiner Erfahrungen bestimmte Erwartungen. Wenn man nun etwas erlebt, was die Erwartungen erfüllt, dann wird das die Realitätswahrnehmung der Person beeinflussen. Es wird sie in eine bestimmte Richtung verstärken. Hört man von Geburt an immer wieder, dass Gott zu einem spricht und führt dann Selbstgespräche, dann ist das eine erfüllte Erwartungshaltung. Das wird dann als Stimme Gottes interpretiert, weil man ja schon die Erwartung hat, dass man irgendwann die Stimme Gottes hören wird.

Wenn eine Erwartung erfüllt wird, dann werden viele Menschen das nicht mehr groß hinterfragen. Aus der Erwartung wird eine Erfahrung und diese Erfahrung wird dann zur Realtität erklärt und weckt wiederum selbst neue Erwartungen.

Kommentar von Panazee ,

P.S.:

Diese Schleifen aus Erfahrungen -> Erwartungen -> erfüllten Erwartungen -> Erfahrungen -> Erwartungen -> usw. nennt dann jeder für sich sein Weltbild.

Antwort
von XxN0NamexX, 35

Hallo c:

Ich beziehe mich jetzt mal nur auf ein Detail deiner Frage. Nämlich auf die "Selbstgespräche".

Ein Beispiel: Wenn ich meinem Stofftier etwas erzähle, dann führe ich theoretisch auch Selbstgespräche. Ich stelle mir dabei vor, mein Stofftier hört und versteht mich. Nach einem solchen Gespräch mit meinem Stofftier geht es mir viel besser, im Vergleich zu einem Selbstgespräch.

Jetzt stellen wir uns mein Stofftier als eine Art Gottheit vor, die für dich da ist, dir zuhört und dich versteht. Du hast das Gefühl, immer jemanden bei dir zu haben und fühlst dich verstanden und geborgen.

Und genauso, wie ich in ungewohnter Umgebung (Klassenfahrt zb)  immer mein Stofftier bei mir habe, mich damit stärker und ein bisschen mit zuhause verbunden fühle, so ist es für gläubige Menschen wahrscheinlich auch. Ihr Gott, den sie anbeten, der sie versteht und sie unterstützt, ist in ihrem Herzen immer bei ihnen und auch sie fühlen sich stärker!

*Ich bin ungläubig und bei allen Angaben dazu, wie Gläubige zu Gott stehen oder als was sie Gott ansehen, handelt es sich um Vermutungen und Vorstellungskraft!*

Antwort
von RudolfFischer, 73

Gott braucht keine Anbetung und keine "Leistung". Dem Unendlichen kann das Endliche nichts hinzufügen.

Meine "Anbetung" ist wie das Lächeln eines Kindes zu seinen Eltern hin: Es bedeutet Dankbarkeit und Zufriedenheit, und sie freuen sich darüber, sind davon aber nicht abhängig und können aber durchaus ohne diese Reaktion leben.

Alles, was ich bin, habe ich von Gott erhalten. Jeder Tag, jede Erfahrung (auch eine negative) ist ein Geschenk, durch das ich mich weiterentwickele. Ich habe die innere Gewissheit, dass ich ein unsterbliches Wesen bin, das sich vorübergehend hier in den beschränkten 3 Dimensionen des Materiellen aufhält. Mehr brauche ich nicht, um hier zu leben und zu lieben.

Antwort
von JTKirk2000, 76

Sorry, aber ich habe von Bekannten immer wieder gehört und auch selbst bereits mehrfach erlebt, dass erbetene Hilfe immer wieder erfahren wurde. Egal wie unwahrscheinlich etwas war, ist des trotzdem nach Gebeten immer wieder entsprechend den Bitten eingetreten. Ebenso habe ich auch mehrfach Antworten direkt in gebeten oder kurze Zeit darauf durch inspirierte Mitmenschen erhalten, die mir genau die Antwort oder Erkenntnis gaben, nach der ich gesucht hatte.

Ich kann also Deiner Aussage in der Frage, dass man nie eine Gegenleistung bekommen hätte, absolut nicht zustimmen.

Wenn es darum geht, dass es so viel Leid in der Welt gibt, sollte man immer erst zusehen, was man selbst tun kann, und erst dann im Gebet um Hilfe bitten, beispielsweise um selbst noch besser helfen zu können, oder das Gott beispielsweise durch Inspiration den Teil macht, den man selbst nicht tun kann.

Andererseits, auch wieder in Bezug auf das Leid in der Welt, gibt es für all jene, die im irdischen Dasein leiden große Verheißungen in Bezug auf ein ewiges Dasein, für diejenigen jedoch, die im irdischen Dasein Unheil über andere bringen, sieht es in Bezug auf ein ewiges Dasein ganz anders aus. Und wenn es darum geht, ob Gott gerecht ist oder nicht, ist es nur dann fair, darüber nachzudenken, wenn man in dieser Betrachtung die Möglichkeit eines ewigen Daseins ebenso sehr einräumt und in die Betrachtung mit einbezieht, wie die Existenz dieses Gottes an sich - das eine ist nicht ohne das andere und kann daher nicht vom anderen separat zutreffend betrachtet werden.

Wenn es kein ewiges Leben gibt, so gibt es auch keinen Gott und man kann dann diesem nicht existierenden Gott auch nichts vorwerfen. Gibt es aber einen Gott, so gibt es auch ein ewiges Dasein und jeder wird spätestens im ewigen Dasein das erhalten, was den eigenen Werken und dem eigenen Charakter entspricht, einschließlich Wiedergutmachung für eventuell erlittenes Unrecht.

Antwort
von Dovahkiin11, 68

Mir reicht der morgendliche Blick in den Spiegel, um die Gegenleistung zu erkennen. Ich glaube nicht daran, dass die Coexistenz allein Seins bis zu diesem Tag das Werk reinen Zufalls ist. Und durch diesen grundsätzlichen Wechsel der Perspektive erkenne ich auch die vielen weiteren Details in der Welt als Geschenk an. Die bessere Frage ist, was ich dafür getan habe. Von der Gegenleistung durch Gott selbst mal ganz ausgehen, gibt mir auch der Glaube, was mir keine Party, keine Villa und kein Bunjeejumping auf der Welt geben könnte. Das ist kein physikalisches Objekt, sondern ein unersetzliches, positives Gefühl. Das und die Überzeugung, dass nicht alles mit dem ewigen Tod und Verderben endet, bekomme ich ohne jede Gegenleistung. Das ist meine persönliche Einschätzung.

Es ist grundsätzlich nicht negativ, wenn du etwas nicht verstehst. Es ist im Sinne aller, wenn du dich mit verschiedenen Perspektiven auseinandersetzt. Auch in der Philosophie, die u.a. atheistische und religiöse Lebenswege behandelt. Aber du solltest vermeiden, mit Aggression, Hass, Abneigung oder dergleichen an eine Thematik heranzugehen. Damit lässt man eine Diskussion schon im Voraus scheitern, und man kommt auch nicht weiter. 

Antwort
von Misrach, 76

Ich bilde mir nicht ein das es g'tt  gibt. ich glaube einfach an g'tt. das ich daran glaube hießt ja das ich irgendjemanden beweisen muss das es ihn gibt. ich habe es für mich bereits beweißen dass es ihn gibt. Und selbstverständlich  gibt er mir etwas zurück. Klar, bin ich kein Milionär, klar bin ich nicht Allwissend, aber dafür bekomme ich andere Dinge zurück. ich bin mit den glauben zu g'tt aufgewachen, habe gewisse Werte moralisch wie ethisch einfach darauch übermittelt bekommen, die ich ohne den glauben so nie gehabt hätte.

Ich habe gewisse kriesen in meinem leben überstanden wo g'tt auch bei mir war. ich habe einige krasse Tieflschläge im leben gehabt, einer davon war als ich mit 4 jahren das erstmal an leukämie erkrankt bin. Dan ist deine kindkeit erstmal nicht so knorke. gibt ja besseres im leben eines Kindes als ständig ins Krankenhaus zu müssen, nachts nicht schlafen können... da barucht ein Kind 24 Stunden am tag unterstützung und liebe. Aber dei Eltern könnne nict 24 stunden bei einem sein. da habe ich dan auch durch g'tt zuneigung bekommen. ich weiß auch noch bis heute, dass ich gespürt habe, dass jemand bei mir war. kann natürlcih auch einbildung sein, aber mir hat der glaube auch letzendlich geholfen wieder gesund zu werden. Selbstverständlich ist das auch  den Ärtzen zuverschulden, aber die machen auch nur physischen Teil. Und so eine Krankheit macht dich nicht nur physisch sondern auch psyschisch. Und ich bin der meinung das die medizin sei sie noch so gut, einen Menschen nur heilen kann wenn er das psyschsich will bzw datz bereit ist.

Das ist nur eine sache von vielen wo g'tt mir persönlich etwas zurück gibt. Natürlich braucht man ihn nicht. Natürlich kann man drauf verzicheten und andere Wege gehen. Aber ich möchte es nicht und kann es auch nicht.

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 100

Ich bin Buddhist und als solcher zwar religiös, glaube allerdings nicht an einen allmächtigen Schöpfergott, eine ewige Seele, das Konzept von Sünden. oder ihre Bestrafung.

Meiner Meinung nach ist es irrelevant, ob das Gefühl von Trost, Kraft, Frieden, oder Hoffnung, das man womöglich beim Gebet empfindet, ein Produkt unserer Psyche, oder einer höheren Macht ist.

Aus meiner Sicht existiert der Mensch nämlich nicht für die Religion, sondern die Religion existiert für den Menschen. Wenn sie etwa Möglichkeiten zur Bewältigung von Ängsten bietet, dann erfüllt sie einen Zweck.

Ob diese Religion nun über einen einzelnen, allmächtigen Gott oder mehrere Götter verfügt, vielleicht sogar ohne Gottesbild auskommt, ist daher für mich zweitrangig. Entscheidend ist, ob sie den Menschen emotional hilft.

Was die Menschen aus diesen Lehren dann tatsächlich machen, etwa wofür wir sie als Legitimation heranziehen, ist eine andere Frage.

Sonstiges

Ich glaube, viele Menschen wünschen sich einfach eine logische Welt, in der alles geordnet und nach einer gewissen Ordnung abläuft. Diese Vorstellung gibt ihnen ein Gefühl von Sicherheit.

Durch dieses Sicherheitsbedürfnis entstehen Verschwörungstheorien, die eine komplexe Welt möglichst einfach erklären sollen, der Glaube an ein höheres Wesen, oder fanatischer Rationalismus, der nichts akzeptiert, was er nicht versteht.

Meiner Meinung nach ist diese Welt aber eben nicht wirklich vollständig mit diesem kategorischen Denken und absoluten Aussagen zu erfassen.

  • "Es gibt eine Entität im Hintergrund, die alles kontrolliert"
  • Entweder Himmel - oder Hölle"
  • "Entweder beweisbar - oder nichtexistent"

Ich glaube, es ist das Irrationale, das Paradoxe, das, was wir als sinnlos, unverständlich, unlogisch, oder chaotisch ansehen, dass eine Antwort geben könnte - wenn wir denn in der Lage wären, die richtige Frage zu stellen.

Antwort
von carn112004, 38

1. Manche Dinge tut man, weil sie richtig sind und nicht wegen Gegenleistungen

z.b. einen verletzten am Straßenrand auflesen und versorgen bzw. Notarzt anrufen

z.b. das feuchtfröhliche Gegröle bei einer Sauftour kurzzeitig einstellen, wenn ein Trauerzug vorbeikommt

z.b. Schweigeminuten einhalten

Wenn es also einen Gott gibt und es ist richtig, wenn man zu diesen betet, dann macht man das einfach, auch ohne Gegenleistung.

2. Dass Gott nichts zurückgeben würde, sehen viele Gläubige anders; sie sehen es lediglich nicht als abrufbaren Servie ala "Und bitte morgen 10 Million auf mein Konto, lieber Gott, in Form eines rechtlich nicht rückgängig machbaren Überweisungsfehlers zum Schaden von die Dritte-Welt-ausbeutenden Grossbankern; ich werde auch 9 Millionen davon für Entwicklungshilfe spenden", sondern dass das zurückgeben indirekter ist

3. "Kommt euch nie in den Sinn, dass ihr euch einfach selbst einredet, was euer Gott sagt?"

Vermutlich kommt das jedem in dem Sinn, der vermeint, Gott hätte ihm/ihr was gesagt; aber dann müssten logischerweise alle Botschaften "Gottes" aus dem Menschen selber stammen; erhielte dann aber jemand eine Botschaft "Gottes", die absolut rein gar nicht zu dem passt, was sein Unterbewusstsein/Verstand so üblicherweise produziert, würde die Erklärung nicht mehr greifen können

Um es an einem "literarischen" Beispiel zu erläutern:

Ein gewisser Saulus soll kurz nach Entstehung des Christentums ganz massiv die Verfolgung von Christen betrieben haben hin dazu, dass er einer Steinigung eines Christen (Stephanus) beiwohnte bzw. diese mit beförderte; er soll auf einer Reise eine Erscheinung von Jesus gehabt haben und sich daraufhin zum Christentum bekehrt haben und als Paulus das halbe Mittelmeer bereist haben.

Würde es irgendwie zu einem, der gerade total auf Christenverfolgung getrimmt ist, der sogar dafür quasi getötet hat bzw. töten ließ, dessen soziales Umfeld in wohl darin bestärkt, passen, wenn sein eigener Verstand auf einmal ihm die Botschaft "Gottes" vermittelt, er solle es den Leuten nachtun, deren Steinigung er gerade vor kurzem noch überwacht hat und die er sich eigentlich vorgenommen hat weiter zu verfolgen? Da gibts doch eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

a) ernsthafte Geisteskrankheit, eventuell auch nur vorübergehend (also Halluzinationen etc.)

b) er hat wirklich irgendwie eine Botschaft erhalten, die nicht aus ihm selbst stammt

Denn kein vernünftiger Mensch würde seine ganze Karriere, seine ganze Stellung, seinen ganzen Wohlstand und sein eigenes Leben riskieren, um sich an die Seite derer zu stellen, die man gerade aus vollster Überzeugung noch verfolgt hat; solche Ideen produziert wohl auch nicht ein normales Unterbewusstsein.

Jetzt ist klar, niemand könnte von außen wissen, ob es wirklich einen solchen Umschwung gegeben hat, ob der betreffende nicht doch komplett verrückt ist, ob der Betreffende vielleicht nicht doch schon im Stillen Zweifel hegte und die eben dann nur in Form einer eingebildeten botschaft "Gottes" hervorbrechen, etc., usw.

Aber für den Menschen selber ist es wohl eindeutig, denn er weiß, was er selber denkt, weiß was dazu passt, weiß wenn etwas dazu gar nicht passt. Und somit weiß ein Mensch selber, dem sowas widerfährt, dass es nur obiges a) und b) gibt, entweder ist er komplett gaga oder da gab es wirklich eine Botschaft von außen; und dann glaubt der Mensch oder verwirft es als Einbildung.

Aber von außen ist das zwingend nicht nachvollziehbar.

4. "Wo ist der Unterschied?"

Kein fundamentaler hinsichtlich der persönlichen Wahrnehmung, weshalb es auch Menschen gibt, die aus genau der gleichen Wahrnehmung einer von außen kommende Botschaft von der Existenz von Geistern, Dämonen oder was auch immer überzeugt sind. Einzig sind letztere eher der empirischen Widerlegung zugänglich (sofern man den Geistern o. ä. gewisse konkret messbare Auswirkungen habende Eigenschaft zuspricht), während das bei Gott nicht möglich ist.

Antwort
von mwesterhoff, 42

Hallo  -  nicht leicht, zu beantworten. (Aber der leicht kämpferische Unterton in den Fragen zeigt, wie wichtig diese Fragen sind!)

Also in meinem Beziehungsleben mit Gott gibt´s jede Menge Zweifel. Und auch Phasen der Ignoranz und Gleichgültigkeit meinerseits. In die Beziehung zu Gott schleichen sich halt naturgemäß alle meine bisherigen Beziehungserfahrungen ein. Ich bin ja auch nicht frei von Zweifeln anderen Leuten gegenüber. Z.B.: "Wie meint der das?" - "Bin ich dem wichtig oder tut der nur so ?" - "Erfahre ich hier bei den Leuten die ersehnte Wertschätzung oder eben doch nicht?".

Gott lädt mich ein, mit ihm immer wieder neue Erfahrungen zu suchen. Da lässt er nicht nach. Ich erlebe bei ihm da eine gewisse Feinfühligkeit und einen enorm langen Atem.

Oder doch alles nur pure Einbildung?

Antwort
von sirahHD, 144

Ist so schön wie auf gutefrage auf Fragen, die einen Bezug zu Gott haben, die Atheisten ellenlange Beiträge schreiben.

Ist ja fast wie eine eigene "Religion" ;)

Zu deiner Frage. Solange du den Gegnenbeweis nicht bringen kannst, solltest du nicht aggressiv werden. Es ist halt einfach eine Überzeugung. Beweis mir, dass alles um dich herum ein Zufall ist, angefangen mit dem Urknall und dann hast du mich überzeugt.

Für manche hat Gott einfach das Naturgesetz geschaffen. Was für dich Selbstgespräche sein sollen, ist für andere ein Gespräch.

Vielleicht liegst du ja falsch und du redest dir ein, dass du allein bist, obwohl um dich herum was existiert.

Du siehst, dass es eine Ansichtssache ist und wenn du gegen Religion bist, dann solltest du nicht wie ein Radikaler versuchen, deine Überzeugung anderen aufzudrängen.

Solange die religiösen Menschen dein Leben nicht beeinträchtigen, ist doch alles gut.

Antwort
von muhamedba, 96

Rein von der Logik her hast du bereits verloren. Die alten Griechen haben auch gesagt "das es ewas über uns geben muss, was wir nicht verstehen können". Alles was du siehst ist perfekt, gerade in der Galaxy erkennst du das sofort. Ein paar Grad mehr bzw. weniger und wir könnten nicht leben. So viel Zufall ist wissenschaftlich gesehen 10-20 mal alle 12 Stunden ein 6er im Lotto.

Deine Seele, dein Augenlicht, dein Körper, Sauerstoff, Wasser, die Welt selbst... du hast von Gott bereits sehr viel bekommen nur trägst du zu viel Hochmut im Herzen. Du willst so weit denken können, wie Gott selbst.

Wir können Gott nichts bieten, wie auch? Alles was du siehst hat er erschaffen. Stell dir vor du baust einen Rechner zusammen und dieser kann so weit denken wie du selbst... so stellst du dir das momentan vor.

Kommentar von earnest ,

Tut mir leid, aber einiges an meinem Körper ist leider nicht so ganz perfekt, muhamedba.

Wenn ich mich so im Spiegel anschaue: Da hätte mir Gott hier ein paar Zentimeter mehr und dort ein paar Zentimenter weniger schenken können.

Oder war er es vielleicht gar nicht, der mich unvollkommenes Geschöpf geschaffen hat? Das würde vieles erklären, muhadba - allerdings auch deinem letzen Absatz widersprechen ...

Rein von der Logik hättest du dann mit Pauken und Trompeten verloren.

Kommentar von muhamedba ,

Es kann doch nicht sein, das ein Mensch so wenig verstehen kann. Dir fehlt der Bezug zur Logik! Wenn ich über den Körper spreche, dann spreche ich nicht von der Optik. Es gibt über 7 Mrd. Menschen und niemand hat den selben Fingerabdruck und niemand ist vom optischen gleich, nicht einmal Zwillinge, auch wenn diese sich sehr ähnlich sind. Das du jetzt einen zu kleinen "Peter" hast ist halt so, andere hingegen haben einen zu großen aber es geht um das innere in dir.

Wirklich schade, das es hier keine Sperrfunktion gibt. Ich will nicht einmal mehr deine Beiträge lesen müssen, da du einfach wohl langeweile hast.

Kommentar von earnest ,

Auch wenn du nun schon wieder genervt sein dürftest - wegen des Mangels einer Sperrfunktion und meiner angeblichen Logikmägel: Du solltest a) das genaue Lesen lernen, b) auf voreilige Schlüsse und c) auf Unterstellungen verzichten.

Und d) könntest du, was meine Ausführungen zum nicht perfekten Menschen betrifft, mal "pars pro toto" googeln - und damit auch vom äußeren zum inneren Menschen kommen. Denn auch den hat Allah nicht bei allen Menschen optimal gestaltet.

Mit den paar Zentimetern mehr meinte ich übrigens meine Körpergröße. Wieder ein Beispiel für voreilige Schlüsse ...

;-)

P.S.: Wenn du damit Schwierigkeiten hast, Beiträge zu tolerieren, die nicht nach deiner Mütze sind: Du MUSST hier bei GF weder schreiben noch lesen.

Glücklicherweise gibt es bei GF Meinungsfreiheit - unabhängig davon, ob dir das nun persönlich gefällt oder nicht.

Kommentar von nobytree2 ,

@muhamedba

Die Argumentation des adäquaten Universums ist ein meinen Augen ein sehr wichtiger Punkt, der nur mühsam mit einem tautologischen anthropischen Prinzip, welches Ursache und Wirkung verdreht, angegriffen wird.

Und dann kommst so ein Spruch mit einem "Peter", mit dem Du Dir alles wieder kaputt machst ... (ebenso der Verweis auf die Sperrfunktion oder unterstellte Langeweile, welche sich nach Dialogschwäche anhört).

Was ich auf GF gelernt habe, ist Disziplin (deswegen auch die Zahl nach meinem Namen) und die Notwendigkeit, bestimmte Dinge, die einem schnell einfallen, nach einem Nachdenken, nicht zu sagen oder zu schreiben.

Kommentar von Zicke52 ,

@muhamedba: Vielleicht findet earnest sein "Inneres" ja auch nicht perfekt? Und wenn das Innere bei jedem Menschen perfekt wäre, müssten sie ja Gott nicht ständig um Vergebung bitten, wofür denn?

Aber auch das Aeussere (Materielle) ist nicht perfekt, da gehts doch nicht um die Optik! Natur: Erdbeben, Lawinen, Dürreperioden, Überschwemmungen - perfekt?

Ich finde es auch nicht perfekt, wenn der Löwe die Antilope zerreißt und der Wolf das Reh - aber weder Löwe noch Wolf können was dafür, sie sind zum Töten anderer Tiere verdamnt, um sich zu ernähren -  perfekt?

Der Mensch: Luftröhre ohne Sicherheitverschluss neben der Speiseröhre, das kleinste Korn, das sich "verirrt", kann zum Erstickungstod führen. Blinddarm, der zu nichts taugt, ausser zu einer früher oft und heute noch manchmal tödlichen Erkrankung zu führen. Zähne, Augen, Gelenke, die eine kürzere Lebensdauer oder Funktionstüchtigkeit haben als das durchnittliche Lebensalter des Menschen. Und die Idee, die Geschlechsorgane mit den Ausscheidungsorganen zusammenzulegen, finde ich auch nicht optimal.

Würde ein Autohersteller so ein defektes Modell auf den Markt bringen, wie es Mensch und Tier in ihrer Art sind, müsste er aufgrund massiver Proteste, Prozesse und mangelnder Kunden nachbessern, oder pleitemachen.

Gottes Kunden sind aber immer zufrieden. Weil sie null Ansprüche an ihn stellen. Deshalb ist Gott immer perfekt.

Aber: unter diesen Umständen wäre auch jeder Mensch perfekt. Nämlich, wenn man ihm Perfektion grundsätzlich unterstellt und unter allen Umständen, ganz egal was ihm gelingt oder misslingt, unbeirrbar an dieser Überzeugung festhält.

Kommentar von MrRayman ,

Ich sehe hier ein Logikfehler: Wenn es ein paar Grad wärmer oder kälter gewesen wäre, gäbe es uns nicht. Niemand könnte sich im nachhinein Gedanken machen, wie unwahrscheinlich diese ganze Entwicklung war. 

Um das zu verdeutlichen:

Im Prinzip ist es so, als würdest du ein Sack Reis auf den Boden streuen. Danach macht man ein Foto und sammelt den Reis auf. Nun kann man sich ausrechenen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, den Reis exakt so wie beim ersten mal auszustreuen. Die Wahrscheinlichkeit läuft hierbei gegen 0.

Das erste mal Reis ausstreuen ist kein Wunder, es ist nur eine von unendlichen Möglichkeiten.

Zurück zum Menschen: Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit von intelligenten Leben auf einen Planeten klein sein mag, ist sie existent. Wir wissen nur von unseren eigenen Erfolg. Die "Fehlschläge" von intelligenten Leben können wir nicht wahrnehmen.

Es ist ein bisschen so wie mit diesen Trick Shots Compilation: Wir sehen nur den Treffer, die Anzahl der Versuche nicht.

Und außerdem: Unser Körper ist nicht perfekt, besonders unser Augenlicht nicht. Wirbeltiere haben ein "invertiertes Auge", die Fotorezeptorfortsätze der Zapfen und Stäbchen "falschrum" ausgereichtet. Sie weisen von Licht weg. Der Augenaufbau ist also ungünstig, mit anderen Worten: Es ist eine Fehlkonstruktion.

Dein Gott scheint hin und wieder rumzufuschen.

Ach ja noch etwas: Die Entwicklung in der Informatik ist erstaunlich. Viele Forscher gehe davon aus, dass es in nicht allzu ferner Zukunft K.I.s geben wird, die in vielen Bereichen intelligenter sind als Menschen. Du wirst überrascht sein, was man heute schon mit einen "Deep Learning"-Algorithmus realisieren kann.

Antwort
von DieSchiiten, 79

Genügt das Paradies nicht als Belohnung?

Imam Ali sagte: „Wahrlich, manche Menschen beten Allah an, weil sie begierig nach Seiner Belohnung trachten – dies ist die Anbetung der Händler; und manche Menschen beten Allah an, aus Furcht vor Seiner Bestrafung –dies ist die Anbetung der Sklaven; und eine Gruppe betet Allah an aus Dankbarkeit Ihm gegenüber – dies ist die Anbetung der freien und edlen Menschen“ (Nahdsch-ul-Balagha).

Und außerdem sagte Imam Ali in einem Bittgebet:

(...)Oh Gott mein Gebieter, Wie oft hast Du Hässliches verhüllt,

und wie oft hast Du schweres Unheil vermindert (behoben),

und wie oft hast Du Straucheln abgefangen,

und wie oft hast Du Verpöntes abgewendet,

und wie oft hast Du schönes Lob, dessen ich nicht würdig war, verbreitet (...)

Kommentar von earnest ,

Es würde wohl genügen, wenn es das Paradies gäbe.

Antwort
von hummel3, 110

Wie kommst du dazu zu glauben, man würde "nie eine Gegenleistung für seinen Glauben an Gott erhalten"? Hast du es schon selbst ausprobiert?

Es gibt viele Millionen Menschen auf dieser Erde, welche genau vom Gegenteil überzeugt sind, ohne dass sie dabei nur an eine Belohnung im Jenseits hoffen.

Auf dieser Basis lohnt es sich deshalb auch nicht, mit dir in einen tieferen Dialog einzutreten. Du hast ja bereits deine Meinung "zementiert".     

Antwort
von Suboptimierer, 47

Ich glaube ebenfalls, dass sich da viele selbst belügen. 

Da wird behauptet, dass man Gott verehrt, weil man es für richtig hält und weil man Gott liebt, aber nein, auf keinen Fall, um nach den Tod in den Himmel zu kommen. Würde man sich das eingestehen, würde man sich zugleich eingestehen, sich das Seelenheil erkaufen zu wollen. Also muss man behaupten, man diene Gott, weil man Gott für cool hält und nur deshalb und das Seelenheil folgt "zufällig" daraus.

Kommentar von Garfield0001 ,

stimmt. WENN es so ist, ist es falsch. mancher heiratet eine reiche Frau weil sie Geld hat. aber es gibt auch Typen, die sie vielleicht einfach und aufrichtig lieben. die zwei Sorten sollte man nie in einem Topf werfen

Kommentar von Suboptimierer ,

Welcher Typ jemand ist, kann ein Außenstehender sowieso nicht beurteilen. 

Derjenige kann sich aber selber auf die Probe stellen. Würde er Gott immer noch lieben, ihm dienen und ihm nacheifern, wenn Gott ihn nach dem Tod nicht zu sich riefe?

Würde er wirklich für Gott seine Kinder töten (In einer Bibelgeschichte hat Gott es zunächst verlangt und nur kurz bevor der eine es getan hätte, hat Gott gesagt, dass er es nicht braucht.)

Antwort
von piobar, 170

Der Glaube an einer höher gestellte Macht oder Übermacht ist genau so alt wie der Mensch selbst. Das Bedürfnis am Glauben ist quasi in der DNA des Menschen verankert sowie die häufigsten Fragen weltweit: Woher komme ich, was ist meine Aufgabe und Sinn, wo werde ich hin gehen.

Für viele Menschen ist der Glaube das ultima Ratio ihrer Empfindung und Situation und somit ein Hoffnungsträger. Viele andere Menschen können behaupten durch Gotteskraft besser oder glücklicher zu leben. Andere Menschen sagen auch, dass sie merken, dass ihnen Gott hilft. Wiederum andere Menschen merken davon nichts...

Es kommt immer darauf an welche Erwartung man an Gott stellt und wie viel Glück man im Leben hat. Es gibt sog. Pechvögel die von Unglück aufgrund ihrer Kultur, Herkunft, Familie und Umständen wo der glauben an Gott sowohl ein Trost als auch nichts beschert - hier ist der Mensch selbst gefragt, welcher Typus er entspricht.

Glauben/ Religion und Verständnis ist nicht dasselbe. Viele Religionen behauten nie, dass Gott oder ihre Figuren (Engel, Dämonen usw.) etwas bringt sondern eher Richter für das Exil ist.

Gott funktioniert nur soweit wie viel Macht du ihm giebst...

Kommentar von Garfield0001 ,

dann hieße es ja, dass das evolutionär entstanden ist. da es existiert, heißt es wiederum dass es gut ist (sonst wär es ja schon lange nicht mehr existent). dann sollte man mal überlegen was sich dir Evolution dabei gedacht hat, diese Fragen und Sehnsüchte in uns zu lassen. vielleicht war es aber auch Gott der diese Fragen in uns gelegt hat, damit die ihn suchen und finden können.

Kommentar von piobar ,

Das ist eine sehr interesante Diskusion! Der Mensch verfügt im Gegensatz von Tieren eine höhere Denkkraft und besitzt eine ausgeprägte Gefühlsebene. Die menschliche Psyche und dessen Krankheiten bleiben seit 1.000 von Jahren, fast, die selben. Jeder von uns hat neben seine soziale Kompetenzen auch sog. Intuitionen. Diese Intuitionen sind nicht weiter wie mathematische Hochrechnungen der Psyche - das nennt sich auch Hoffnung. Wir hoffen im Durchschnitt andauernd und manche Hoffnung ist Größe als die Andere, darum fragt der Mensch nach dem Unerklärlichen.

Letztendlich gibt es für ausschließlich alles eine spezifische Erklärung nur ist der Mensch noch nicht in der Lage diese durch Forschung zu erforschen.

Kommentar von earnest ,

Ich glaube nicht, dass der Glaube in der DNA steckt.

Ich halte den Glauben für ein Produkt der Kultur. Für etwas "Angelerntes" - aus Furcht vor allem Möglichen und als Hoffnung auf alles Mögliche und Unmögliche.

Kommentar von piobar ,

Das ist richtig! Mit einem Beispiel der DNA meine ich nicht, dass es eine gewisse Stelle im DNA Strang gibt, die ein Gottesgen hat. Ich beziehe mich auf die Psychologie des Menschen, dass Emotionen jeglicher Art dem Mensch seit je her bestimmt.

Meine Aussage bezüglich der menschlicher Verankerung ist sinnbildlich gesprochen.

Kommentar von earnest ,

Wenn du damit ausdrücken möchtest, dass dem Menschen die Frage nach dem Sinn seiner Existenz (usw. usw. usw.) quasi in die Wiege gelegt ist, dann sind wir recht nah beieinander.

Kommentar von piobar ,

Genau :-)

Der Beweis dafür sind die Schriftkulturen. Seit den Schriftkulturen können wir recht eindeutig gewisse menschliche Muster erkennen. Glauben an Gott/ Macht, soziale Strukturen, Sprache, Wertvorstellungen, Tod, Folter, Geschlechtsverkehr, Inzest, Anführer, Militär, Naturkatastrophen usw.

Kommentar von Garfield0001 ,

@ piobar ... interessant ist dass du NICHT schreibst "der Mensch verfügt im Gegensatz zu ANDEREN tieren ..." sondern "der Mensch verfügt im Gegensatz von tieren ...". heißt dass das du auch überzeugt bist das der Mensch kein Tier ist? :-) @ earnest ... das mag bei Religionen tatsächlich der Fall sein. der Glaube an Gott geht von einer Beziehung zwischen Gott und den Menschen aus und gründet nicht auf Angst oder Ungewissheit.

Kommentar von piobar ,

Nein, ein blöder Tippfehler bzw. Autokorrektur vom Smartphone aus.

Kommentar von earnest ,

Tut er das nicht? Das magst DU so sehen, Garfield. 

Du solltest dich aber vor Pauschalurteilen hüten. Der Neandertaler, der es donnern hörte und blitzen sah, rief vermutlich aus Angst den Donnergott an.

Kommentar von piobar ,

Postskriptum: In sehr vielen Diskussionen kann ruhig die Tatsache weggelassen werden, dass der Mensch ebenfalls ein Tier ist. Diese Tatsache bringt die Diskussion nicht weiter und wird auch nicht als solches Verstanden. Der Mensch fühlt sich nicht wie ein Tier und stellt sich immer übergeordnet dar - diese ist unter dem Umstand auch keine falsche Ansichtsweise sondern eine komprimierte...

Kommentar von Garfield0001 ,

ich Hüte mich vor pauschalurteilen. was ich von einigen Atheisten hier nicht behaupten kann :-) und ich glaube nicht dass der Mensch "übergeordnet" ist. aber ich glaube auch nicht dass er ein Tier ist. eine Pflanze ist auch nicht dem Tier übergeordnet und trotzdem ist sie "Pflanze" und nicht "Tier".

Antwort
von rawierawie, 10

Wenn ich mir so deine Frage durchlese, schaudert es mich... da kommt dann doch durch, dass du dich ziemlich einsam fühlst und alles, was du nicht verstehst, auf dass von dir verstandene reduzierst und in dieser Reduktion lebst du... das ist echt eine kleine Welt und in dieser versteht dich niemand, weil du auf alle losgehst, die eine andere Meinung haben als du... du stellst keine unangehneme Fragen...NEIN...du bist in einem unangenehmen Käfig gefangen! Du könntest dich freier fühlen, wenn du toleranter würdest. Willst du das oder möchtest du in deinem Schmerz gefangen bleiben?

Mit deiner Frage hast du viel über dich verraten...mehr als du dir vorstellen kannst!

Antwort
von earnest, 96

Ich bin kein religiöser Mensch, aber der Gedanke, dass man einen Gott, eine Göttin oder Götter nur dann verehren kann, wenn man dafür was in Mark und Pfennig (oder Euro und Cent) zurückbekommt, dieser Gedanke ist doch ziemlich kleinkrämerisch. 

Es ist der calvinistische Gedanke des "Ich gebe, damit du gibst." Er reduziert die Gottheit auf den Status eines Geschäftsmannes oder einer Geschäftsfrau - und die Religion auf einen "Deal". Und das kann es ja wohl nicht sein ...

Um dir die Absurdität einer solchen Denke vielleicht näherzubrigen: Ist eine Liebesbeziehung auch nur ein "Deal"? Liebt mensch nur, DAMIT er geliebt wird? Wäre das nicht traurig?

Gruß, earnest

Kommentar von earnest ,

-upps: näherzubringen

Kommentar von Zicke52 ,

@earnest: Ich bin in Liebesdingen bestimmt keine Kleinkrämerseele, und die Liebe (oder Freundschaft, oder Achtung) die ich einem Menschen entgegenbringe, hat nichts damit zu tun, ob ich "zurückgeliebt" werde. Sondern ausschließlich mit dem Menschen selbst. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sich Menschen, die sich geliebt haben, im Falle einer Trennung durch den Dreck ziehen können. Sie haben also jahrelang mit einem Monster zusammengelebt, das rein gar keine gute Eigenschaft hat? Und es nicht mal gemerkt? Wenn mich jemand nicht (mehr) liebt, verliert er keine seiner Eigenschaften, die ich an ihm schätze.

Trotzdem: Wenn mir jemand in einer Notsituation jede Hilfe verweigert, obwohl er dazu in der Lage wäre, wenn er mich immer demütigen würde ("ohne mich wärst du nichts"), mich immer an mein "unverdientes Glück" erinnern würde, von ihm geliebt zu werden ("ich liebe dich, obwohl du es nicht verdienst, also bist du mir zu Dank verpflichtet"), mich ab und zu grün und blau schlagen würde ("ich darf das, schließlich sorge ich für deinen Lebensunterhalt") - dann könnte ich ihn nicht lieben. Nicht, weil.er mich nicht liebt, sondern weil er ein Ekel ist, dem ich weder Liebe, noch Freundschaft, noch Achtung entgegenbringen kann. Aufgrund seines Wesens.

Nun such mal die Parallelen zwischen meinem "Ekel" und einem x-beliebigen Gott.

Kommentar von earnest ,

Du hast da möglicherweise etwas gründlich missverstanden, Zicke.

Ich habe mich lediglich zu EINEM Aspekt einer möglichen (oder imaginierten) Beziehung zu Gott, einer Göttin oder einem Gott geäußert: dem quasi kommerziellen Aspekt. Welcher mir nicht gefiel.

ALLES andere habe ich außen vor gelassen. Ich habe mich mit keinem Wort zu den Charaktereigenschaften dieser Götter oder dieses Gottes geäußert, und ich habe kein Wort zu einem möglichen "Beziehungsknatsch" geschrieben. 

Wie der Engländer so schön sagt: "I think you're barking up the wrong tree" - Du bellst am falschen Baum. 

Freundliche Grüße!

earnest

Kommentar von Zicke52 ,

Earnest, aber deine Antwort bezog sich doch auf die Frage des FS, deshalb nahm ich an, auch auf dessen Définition der Beziehung Gläubiger/Gott. Und die reduzierte sich nicht auf einen kommerziellen Aspekt. Er sagte nicht, dass Gott nicht alles auf Heller und Pfennig zurückbezahlt, sondern dass er ueberhaupt NIE etwas zurückgibt, dass er den Gläubigen bitten und betteln lässt und ihm nie antwortet, sondern mit seinen Selbstgesprächen allein lässt. Und ihm nie konkret hilft.

Und das meinte ich mit meinem Vergleich mit der Beziehung zu dem "Ekel": wenn nie etwas zurückkommt, ist es verständlich, dass man sich abwendet. Auch wenn man keine Krämerseele hat. Und meine Vergleiche mit den Demütigungen beziehen sich auf die Art, wie Religionen unsere Beziehung zu Gott beschreiben: er liebt uns, obwohl wir nichts wert (Sünder) sind. Was für ein unverdientes Glück, für das wir gar nicht dankbar genug sein können!

Aber ich fühle mich nicht geliebt, wenn mir jemand sagt, wie froh ich sein müsse, dass er mich trotz meiner Minderwertigkeit liebt.

Das alles würde eine Abwendung von Gott rechtfertigen, ohne das hier ein kommerzieller Aspekt eine Rolle spielte.

Kommentar von earnest ,

Mir ging es in erster Linie um diesen Satz des Fragestellers: "Warum glaubt ihr an Gott, wenn ihr nie etwas von ihm bekommt?" In ihm zeigt sich für mich diese "kleinkrämerische Ader".

Der Fragesteller kann und will zudem offensichtlich nicht verstehen, dass es Gläubige gibt, die zumindest glauben, etwas von Gott zurückzubekommen.

Dass man das aus anderer Perspektive - beispielsweise der von dir gewählten - völlig anders sehen kann: völlig klar. Dass man andere Schwerpunkte setzen kann: auch völlig klar. Aber das war nicht mein Thema.

Ich hoffe, damit die unterschiedlichen Herangehensweisen etwas deutlicher gemacht zu haben.

Kommentar von Zicke52 ,

@earnest: Dann haben wir wohl den Ausdruck "wenn ihr nie etwas bekommt" unterschiedlich verstanden.

Ich hatte ihn nicht als einen Aspekt einer Beziehung verstanden, sondern als die Unmöglichkeit einer Beziehung. Ein Reden mit einer Mauer aus Gleichgültikeit. Und mit einer Mauer kann man keine Beziehung haben.

Ich habe verstanden, dass du das anders ausgelegt hast. Ich wollte meine Auslegung nur als Erklärung meines obigen Kommentars nachschieben.

Kommentar von earnest ,

Alles klar!

Antwort
von Whitekliffs, 47

Hallo psvitabesitzer

bist du dir da sicher? Wie kannst du das wissen? (bezogen auf den Titel deiner Frage)

Antwort
von Schoggi1, 9

Warum glaubt ihr an Gott, wenn ihr nie von ihm dafür was bekommt? Es gibt nichts was ein Gott zurückgibt, was wirklich nur von einem Gott kommen kann!

Ich bekomme sehr viel von Gott. Ich bekomme Antworten auf meine Fragen, ich bekomme liebe, sicherheit, freude von ihm. Gott hat mich frei gemacht. 

Da frage ich mich allerdings wieso jemand glaubt das müsse von Gott kommen, und nicht einfach aus der Einbildung.

Ich denke man bildet sich eher Dinge ein die man hören will... Aber manchmal sagt Gott einem auch was man nicht hören oder tun will. Er fordert einem manchmal auf Dinge zu tun die man sonst nicht tun würde, die ienem nicht mal in den Sinn kommen würden... Aber dann heisst es einfach zu vertrauen und es entweder zu tun oder eben nicht. Gott sagt in der Bibel ganz klar ''Meine Schafe hören meine Stimme'' und als gläubiger Mensch lernt man das mit der Zeit auf die Stimme Gottes zu hören. Oft ist ''Die Stimme'' ein inneres Gefühl so wie das Gewissen einem sagt was gut und was schlecht ist. 

Schlussendlich ist der glaube an Gott etwas was im herzen stattfindet und ich kann nachvollziehen dass es für Atheisten schwer zu verstehen ist. Wenn ich Gott nie erlebt hätte würde ich vermutlich auch nicht an ihn glauben. Aber ich habe gesucht und ich habe ihn gefunden. Ich habe erkennt dass ich Gott brauche, dass ich vergebung brauche. Gott gibt mir so unendlich viel. 

Ohne Gott macht das Leben doch gar keinen Sinn. Das Leben ist aber sinnvoll weil es danach weitergeht. Gott hat einen Plan für jeden von uns. Und der Plan ist nicht einfach das Leben zu leben wie man will und dann ist schluss... Wieso haben wir denn Gefühle? Wieso haben wir ein Gewissen wieso können wir denken, wieso können wir liebe empfinden? Hass empfinden? Für mich kann das nicht einfach so durch irgendwelche Natureinflüsse entstanden sein. Das kommt von Gott!

LG 

Antwort
von Netie, 48

Gute Nacht.

Gute Nacht.

Antwort
von matzemaen, 69

Hallo,

doch, auch Gläubige stellen alles ab und zu in Frage. Zweifel - der Zwillingsbruder des Glaubens.  

Das Wörtchen "vielleicht" bleibt immer. Beim Gläubigen und beim Ungläubigen. Zumindest wenn die Beschäftigung mit der Thematik da ist.

Christlicher Glaube ist aber auch anfassbar. Und zwar durch die Person Jesus. Sein Leben, seine Aussagen, sein Vorbild - allein das gibt vielen Menschen schon sehr viel. Das könnte man auch Philosophie nennen.

Dann gibt es aber noch die andere Seite von Jesus - er als Gott. Klar, da wirst du sagen " alles Märchen "...  Da wird es auch irrational. Aber nicht alles ist rational. Vieles im menschlichen Leben und auch in der Natur ist irrational und unlogisch. Logisch ist allein der Logos ;-)

Antwort
von TimeosciIlator, 107

Der Glaube an Gott wird immer wieder überinterpretiert. Dabei geht es doch nur darum mit den originären Fragen (Fragen zum Ursprung) umgehen zu können. Fragen wie "Woher kommt alles ?" kann doch so manchen Menschen überfordern.

Oder könntest Du eine Antwort auf die Frage, warum Existenz existiert, mal eben aus dem Ärmel schütteln ?! :)

Auch Wissenschaftler sind häufig ebenfalls religiöse Menschen. Religion kann einem helfen nicht allein mit diesen Fragen dazustehen. Eine Gruppe Gleichgesinnter unterstützt dies. Dadurch, dass man diesem "Fach" Gedanken widmet, setzt man sich, zugegeben mit einem Nichtwissen, auseinander. Aber der Sinn der Sache ist, dass man sich überhaupt mit den Fragen des Ursprungs auseinandersetzt. Nicht mehr oder weniger bedeutet es religiös zu sein.

Ich denke, dass so mancher Atheist die gleichen oder zumindest ähnliche Beweggründe verspürt. Wenn nicht, könnte er wenigstens verstehen können, dass jeder anders ist und seine eigene Weltanschauung braucht. Genauso wie im Umkehrschluss, dies auch von gläubigen Menschen gegenüber Atheisten passieren sollte.

RORY GALLAGHER - "I Could've Had Religion"

Antwort
von gromio, 48

Hallo,

vielleicht gelingt es Dir, Dich von Deinem festen Urteil zu dieser Frage zu lösen, also selbstkritisch zu sein.

Die Bibel beantwortet diese Frage sehr einfach in der Apostelgeschichte, Kapitel 14:

16 In den vergangenen Generationen ließ er (GOTT) alle Nationen ihre [eigenen] Wege gehen,+ 17 obwohl er  (GOTT) sich allerdings nicht ohne Zeugnis gelassen hat, indem er Gutes tat,+ da er euch Regen+ vom Himmel und fruchtbare Zeiten gab und euer Herz mit Speise und Fröhlichkeit erfüllte.“+

Gottes "support" für ALLE Menschen ist somit jeden Tag zu beobachten.

Eine weitere, große TAT dieses GOTTES für Menschen ist, das er JESUS Mensch werden und für Menschen sterben lies:

Johannes-Evangelium, Kapitel 3:

16 Denn so sehr hat Gott die Welt* geliebt,+ daß er seinen einziggezeugten Sohn gab,+ damit jeder, der Glauben+ an ihn ausübt, nicht vernichtet+ werde, sondern ewiges Leben habe.+ 17 Denn Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, damit er die Welt richte,+ sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.+

Als Atheist dürfte es Dir schwer fallen, das oben zitierte als Wahrheit anzunehmen.

Aber mal ehrlich: Findest Du es nicht bedenklich, das ATHEISMUS Dich so sehr beeinflußt, dass Du nicht vorurteilsfrei erforschen kannst, ob es einen Gott gibt oder nicht?

cheerio.

Kommentar von earnest ,

Mal wieder der Versuch, "die Bibel mit der Bibel zu beweisen"?

P.S.: Wie stellst du dir die "Erforschung" vor, ob es einen Gott gibt oder nicht?

Antwort
von christ1235, 69

sorry aber mir gibt Gott viel mehr zurück, viel viel mehr als das was mein kleiner Glaube verdient hat. Gott ist real, und keine Einbildung.  ich kann schon beides unterscheiden.

Antwort
von comhb3mpqy, 46

Ich bin Christ, ich glaube an Gott.

Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube
nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die
Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine
wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann
ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte
wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet
nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

In der Bibel stehen erfüllte Prophezeiungen, z. B. zum Gebiet, was
aus unserer Sicht der Nahe Osten ist. Es steht auch in der Bibel, dass
falsche Propheten aufstehen werden. Es gibt aber noch viel mehr erfüllte
Prophezeiungen. Funde zeigen, dass die Bibel gut überliefert wurde.

Antwort
von nobytree2, 93

Liebe fragt nicht nach Gegenleistung.

Antwort
von Garfield0001, 89

bekomme ich eine Gegenleistung von der Schwerkraft? ich glaube doch auch daran (glaube = wissen ohne beweisen zu können. und ich kann es nicht beweisen).

warum MUSS für alles eine Gegenleistung geben? es geht bei Gott doch um BEZIEHUNG und nicht um Pflichten. und genauso wie der Himmel keine Belohnung ist, ist die Hölle keine Strafe. Das ist einfach so wenn ich zu Haus meinen Kindern sage dass sie erst in die Wohnung dürfen, wenn sie ihre dreckigen Schuhe ausgezogen haben. tun sie es nicht, können sie nicht rein. aber das ist keine Strafe, nur eine Konsequenz.

Kommentar von earnest ,

An die Schwerkraft musst du aber nicht glauben - sie lässt sich beweisen. Gott aber nicht.

Daher hinkt deine Analogie ganz gewaltig, Garfield.

Und Himmel und Hölle existieren - so jedenfalls der bisherige Stand der "Beweislage" - in der Fantasie von Menschen.

Kommentar von Garfield0001 ,

ich habe doch gar nicht geschrieben dass es Himmel und Hölle gibt. oder wo Liest du das in meinem Text? :-) ich habe nur geschrieben dass ... die hölle keine Strafe ist. das ist doch ein Unterschied. oder? natürlich glaube ich dass es Himmel und Hölle gibt. und nur weil man sie nicht wissenschaftlich Beweisen kann, heißt es nicht, dass es nur Fantasie ist. sind ja auch zwei verschiedene Dinge (was ist Wahrheit?). Schwerkraft ... ich kann auch glauben, dass sie NICHT existiert :-) und somit kann ich auch glauben dass sie existiert. glauben heißt ja wissen, ohne es beweisen zu können. und ich kann es nicht beweisen. also glaube ich an die Schwerkraft :-)

Kommentar von earnest ,

Zu deinen ersten Sätzen: Das läuft auf exakt dasselbe hinaus.

Du hast aber offensichtlich meine Argumentation nicht verstanden, daher noch einmal: Es gibt einen Unterschied zwischen der nachweisbaren Schwerkraft und einem nicht nachweisbaren Gott.

Mensch WEISS, dass es die Schwerkraft gibt, mancher Mensch GLAUBT, dass es Gott gibt.

Kommentar von nobytree2 ,

Ist Schwerkraft eine Kraft oder nur das Ergebnis einer Raumverkrümmung (die Erde kreist um die Sonne, weil sie in den Trichter der Sonne geraten ist)? Oder sind das Teilchen (Gravitone wie Photone oder Bosone oder Elektrone)?

Was wissen wir zur Schwerkraft? Natürlich haben wir für die "Schwerkraft" (das Wort ist so falsch!) viele empirisch-induktive "Beweise" im Sinne von Vergangenheitserfahrungen, dass Dinge herunterfallen bzw. später: dass sie von dem massenreicheren Gegenstand angezogen werden.

Aber wissen wir, dass es eine "Schwer"-"Kraft" gibt? Oder ist die Schwerkraft nur eine (vielleicht falsche) Schlussfolgerungen aus Dingen, die wir sehen oder so zu sehen meinen, eine Fehl-Verallgemeinerung + Fehl-Interpretation eines häufig beobachteten Vorgangs?

Mit Schwerkraft hast Du Dir (bzw.Garfield) ja ein Beispiel ausgesucht ...

Kommentar von earnest ,

Da halte ich es doch lieber mit Newton und seinem Apfel, noby.

Bin halt ein schlichtes Gemüt, dem die Antennen für solch Hochgeistiges fehlen ...

;-)

Kommentar von Garfield0001 ,

"dass sie von Massereichen gegenständen angezogen werden". jetzt weiß ich warum dicke Männer die schönsten Frauen haben ^^

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