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Warum glauben Rennradfahrer, sich nicht an die Verkehrsregeln halten zu müssen?

gefragt von ministerminister am 17.08.2007 um 11:30 Uhr

Sehr oft fallen mir in den letzten Sommern sportliche Rennradfahrer auf, die stark befahrene Bundesstraßen benutzen und dabei auf mancherlei Art und Weise unsere Verkehrsregeln übertreten. Sie fahren nebeneinander, haben weder Licht noch Reflektoren, benutzen nie den vorhandenen Radweg. Ich habe noch nie eine Polizeikontrolle bei Fahrradfahrern erlebt. Warum?


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thebrain
beantwortet von thebrain am 17. August 2007 11:34
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ja das frag ich mich auch. find ich am besten diese "mein rennrad is zu schade für den fahrradweg" typen.

Kommentar von C44e62b40c01c004f0b5e471450598fesmallkiramarie am 17. August 2007 12:25

Stimmt genau

Kommentar von wiele am 17. August 2007 12:36

Und was antwortest Du Dir?

Kommentar von 7ee69ce6c4bf6d2090b5a7eacb9dfb43smallthebrain am 17. August 2007 13:13

ich antworte mich "rauf auf den fahrradweg sonst helf ich nach" ;-)

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 18. August 2007 16:56

Besser erst fragen, ob der jeweilige Rennradfahrer 'ne Radrennfahrerlizenz hat. Dann darf er nämlich die Straße benutzen.


UlfDunkel
beantwortet von UlfDunkel am 17. August 2007 12:26
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Rennräder müssen, damit man mit ihnen im regulären Straßenverkehr fahren darf, m.W. auf jeden Fall eine Lichtanlage haben.

Was das Nebeneinanderfahren angeht: Das ist in der STVO klar geregelt (§ 2):

(4) Radfahrer müssen einzeln hintereinander fahren; nebeneinander dürfen sie nur fahren, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird. Sie müssen Radwege benutzen, wenn die jeweilige Fahrtrichtung mit Zeichen 237, 240 oder 241 gekennzeichnet ist. Andere rechte Radwege dürfen sie benutzen. Sie dürfen ferner rechte Seitenstreifen benutzen, wenn keine Radwege vorhanden sind und Fußgänger nicht behindert werden. Das gilt auch für Mofas, die durch Treten fortbewegt werden.


Ich weiß von Bekannten, dass sie mit ihren dünnen Rädern auch nur sehr ungern auf den oftmals miserablen Radweg-Oberflächen fahren, weil sie damit ihrer Wirbelsäule und den superschmalen Reifen schaden. Aber offiziell müssen sie es nun mal dort, wo Radwege sind.

Ich meine mich aber zu erinnern, dass der ADFC mal darauf hingewiesen hat, dass Radfahrer nicht jede miserable Radwegbeschaffenheit akzeptieren müssen und dann entsprechend auf der Autofahrbahn fahren dürfen.


Im übrigen finde ich die Frage genauso pauschalierend wie die Behauptung, dass alle Autofahrer sich nicht an die Verkehrsregeln halten und dass alle Frauen nicht Autofahren könnten. Es gibt auch bei Rennradfahrern und Radrennfahrern "sonne und solche".

Kommentar von 304c9c2bc0e059c4ee7068a62717e3d4smallUlfDunkel am 18. August 2007 16:55

Nachtrag: Radrennfahrer mit einer gültigen Radrennfahrerlizenz sind davon befreit, bei Trainingsfahrten den Radweg zu benutzen.


gri1su
beantwortet von gri1su am 17. August 2007 11:38
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Dann solltest Du mal hier zu uns kommen. hier ist die Polizei sehr aktiv und macht Kontrollen ohne Ende. Ich habe sogar den eindruck, daß hier im Moment der Schwerpunkt dieser Kontrollen mehr bei den Radfahrern als bei den Autofahrern liegt.

Rennradfahrer haben keine Sonderstellung im Strassenverkehr, sie haben sich genau so an die Verkehrsregeln und Vorschriften zu halten, wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch.

Kommentar von 25546fe55464aef59d6f46b52f22bcbdsmallOphelia am 17. August 2007 11:43

kann ich bestätigen, bei uns in der lokalen Presse war vorgestern noch ein Artikel zu lesen, daß die hiesige Polizei im Moment verstärkt Radler kontrolliert, schwerpunktmäßig verkehrsregelkonformes Verhalten und Verkehrssicherheit des Drahtesels.

Kommentar von C44e62b40c01c004f0b5e471450598fesmallkiramarie am 17. August 2007 12:28

Wird auch langsam Zeit, dass Radler mal mehr kontrolliert werden. Mit Licht in der Dunkelheit zu fahren, kennen doch die meisten nicht. Und von Einbahnstrassen haben viele auch noch nichts gehört, oder das man die richtige Seite des Radweges nutzt, wenn Radwege in beiden Richtungen vorhanden sind.


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 17. August 2007 11:33
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Kommentar von Simple_avatar5smallVollstrecker am 17. August 2007 11:38

Das ist ja ne ganz andere Frage! Hier geht es um Rennradfahrer.

Kommentar von 1e984dbe12c8a779526c498701b8bc73smallKnowledge am 17. August 2007 11:40

Deshalb verwies ich auf die "Antworten" dort; die beziehen sich auch auf die Fahrer mit Rennrädern.

Kommentar von A1163d6a199b1aa6fa35bff0fdfd62f8smallReussi am 17. August 2007 12:05

kein guter link


neurodoc
beantwortet von neurodoc am 17. August 2007 11:42
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Der Sommer ist bald vorbei, bald hast Du das Problem nicht mehr!


Kommentar von Ac63296472f4860ea376ea4a52dddbfcsmallsatrup am 17. August 2007 11:47

Das ist ja keine Antwort auf die Frage!

Kommentar von 091c3a8979eeff2ed5b6f04e3ccc4e26smallHeeeschen am 17. August 2007 11:52

!


frechesfruechtlein
beantwortet von frechesfruechtlein am 17. August 2007 11:47
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Ich denke, dass richtige Rennradfahrer zum Straßenrennsport gehören und sie deshalb ja schlecht auf den normalen Radwegen trainieren können. Auch ist mir selber schon positiv aufgefallen, dass gute Rennradfahrer in der Gruppe durchaus auch wegen den Autos plötzlich eine Linie bildeten, damit die Autos besser überholen konnten und sich durchaus auch an die StVO halten. Es gibt aber leider auch andere Beispiele.

Kommentar von A1163d6a199b1aa6fa35bff0fdfd62f8smallReussi am 17. August 2007 12:07

Tuen sie trotzdem nicht wenn sie einen vorhandenen Fahradweg nicht nutzen!


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 17. August 2007 12:27
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Für Rennräder gelten teilweise Ausnahmen, die im Gesetz ausdrücklich erwähnt sind:

  • Rennräder mit einem Gewicht unter 11 kg brauchen keine Beleuchtung betriebsbereit montiert zu haben.

  • Solche Räder (und nur diese!) dürfen auch batteriebetriebene Beleuchtungen benutzen, brauchen also keinen Dynamo zu haben.

  • Gruppen von Radfahrern (geschlossene Verbände) dürfen eine doppelte Linie bilden, also jeweils zu zweit nebeneinander fahren.

Kommentar von 7ee69ce6c4bf6d2090b5a7eacb9dfb43smallthebrain am 17. August 2007 13:15

demosthenes als ich vor zwei jahren mein rad gekauft hab (mountainbike) hat mir der verkäufer damals schon gesagt dass die batteriebeleuchtungsregel kurz vorm kippen is. war sogar schon datum gesetzt. glaube das dürfen jetzt alle haben. warum denn auch nicht. hat doch keine nachteile. starkes, gleichbleibendes licht.

und räder unter 11 kg brauche keine beleuchtung? leuchten die wohl im dunkeln. solche gesetze verstehe ich nicht, wie z.b. auch, dass man neuerdings beim führerschein keinen erste hilfe kurs mehr braucht. also manchmal kann man sich nur wundern.

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 17. August 2007 13:46

@thebrain:

  • Lies doch zum Thema Beleuchtung bitte noch mal meinen ersten Hinweis - "betriebsbereit montiert" ist hier der entscheidende Passus.

  • Die Batteriebeleuchtung für alle war im Bundestag tatsächlich schon für den 1.1.2006 beschlossen, wurde dann aber vom Bundesrat gekippt - da hat sich also nichts geändert.


filmfacts
beantwortet von filmfacts am 18. August 2007 08:05
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Hier wird immer von "Radwegen" geredet. Zunächst einmal muß dieser benutzungspflichtig sein, damit eine Radfahrer darauf fahren "muß". Seit 1997 ist diese Benutzungspflicht laut StVo die Ausnahme - leider sind die Kommunen auch 10 Jahre später noch nicht so weit, diese Regelung verinnerlicht zu haben. Tatsache ist, dass sich eines dieser lustigen blauen Schilder am Radweg befinden muß, um ihn benutzen zu müssen. Ansonsten "darf" man als Radfahrer einen solchen "anderen Radweg" benutzen.

Radwege sind oftmals in einem desaströsen Zustand, da die Kommunen lieber Geld ausgeben um den KFZ-Verkehr zu hofieren. Außerdem ist das Risiko auf einem Radweg von einem KFZ umgefahren zu werden deutlich höher, als auf der Fahrbahn. Nicht weil Autos auf Radwegen fahren, sondern weil sie beim Abbiegen einfach nicht daran denken, dass da noch andere Verkehrsteilnehmer sind, außer ihnen. Und schwupps bist Du als Radler unterm Reifen. Bei Lastwagen ist das natürlich nochmal gefährlicher. Dazu kommen noch die ganzen Vollplinsen, die aus ihrer Hofeinfahrt auf die Straße wollen und sich dabei bräsig auf den Radweg stellen.

Hier in der Umgebung gibt es übrigens etliche Bundesstraßen ohne begleitenden Radweg und da kann man hervorragend fahren. Dein subjektiver Eindruck in allen Ehren, leider wissen die Autofahrer so gut wie gar nicht um die Regeln abseits ihrer Blechkarosse Bescheid - und selbst die vorhandenen Kenntnisse sind oft mangelhaft.

Sicher gibt es Rotlich-ignorierende und vorfahrtnehmende Radler. Allerdings tun dies Autofahrer genauso oft, wenn nicht häufiger.

Zur Beleuchtung wurde schon genug gesagt. Am Rennrad muß die nicht montiert sein, die kann auch in der Tasche mitgeführt werden. Und in einer Gruppe darf man nebeneinander fahren. Zwei Rennradler nebeneinander habe ich noch nie gesehen. Im Gegensatz zu den meisten Autofahrern kennen Leute die sich ohne Knautschzone in den Verkehr begeben die Risiken und handeln danach.


Benjy
beantwortet von Benjy am 17. August 2007 11:54
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Manche Radwege sind einfach zu schlecht. Rennräder haben keine Federung und nur dünne Reifen. Da tut jeder Stoß weh. Und der eine oder andere hat vielleicht noch Kinderwünsche...:o)

Kommentar von C44e62b40c01c004f0b5e471450598fesmallkiramarie am 17. August 2007 12:25

Auch wenn ich kein Rennradler bin, tut mir der Hintern auch weh, bei unseren katastrophalen Radwegen, fahr deshalb auch nicht auf der Straße.

Kommentar von 37190fc64b634572c7065a441248e728smallfilmfacts am 18. August 2007 08:09

Selbst Schuld!


charlytake
beantwortet von charlytake am 17. August 2007 11:59
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Ich hab mal einen angehalte, bzw. sie waren zu zweit und habe höflich gefragt warum sie nicht den Radweg benutzen.Ich wurde übel beschimpft u. einer hat mir sogar Prügel angedroht und hatt mich dauernd geschupst.Das ging dann für ihn gewaltsam in die Hose, denn ich bin seit 1966 Kampfsportler. Fazit Sie sind Frech und Borniert.

Kommentar von 7ee69ce6c4bf6d2090b5a7eacb9dfb43smallthebrain am 17. August 2007 12:21

ich denke das liegt daran weil sie um den empfindlichen rahmen ihres fahrrads bei diesem fürchtlich ruckeligen pflasterwegen fürchten.

aber die meisten rennräder entsprechen ja nicht mal den sicherheitsstandarts. beleuchtung und reflektoren, fehlanzeige.

Kommentar von wiele am 17. August 2007 12:38

Also, Tiefschläge sind doch wohl verboten. Oder welchen Kampfsport betreibst Du? grins
Gruß wiele

Kommentar von 37190fc64b634572c7065a441248e728smallfilmfacts am 18. August 2007 08:08

Ich habe schon mehrfach Autofahrer gefragt, warum sie gerade auf dem Radweg parken und wurde immer übelst beschimpft und teilweise ebenfalls körerlich angegangen. Auch ist es immer interessant, wenn ich mal einen Autofahrer frage, warum er mir an der Kreuzung gerade die Vorfahrt genommen hat oder warum er mich gerade mit 30 Zentimeter Abstand überholt hat. Immer werde ich beschimpft. Deiner Schlußfolgerung nach sind dann alle Autofahrer frech und borniert.


satrup
beantwortet von satrup am 17. August 2007 11:44
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Das ist mir auch aufgefallen. Z.B. auf der Aartalstr. (B54 - auf der es schon so viele Motorradunfälle gab), obwohl es parallel zu der Straße einen wunderschönen Radweg gibt. Vielleicht stören die Rennfahrer dort die normalen Fahrradfahrer und Füßgänger? D.h. sie können auf der Straße schneller fahren. Aber warum die sich dort so breit machen dürfen, ohne Einhaltung von Verkehrregeln????????

Kommentar von 37190fc64b634572c7065a441248e728smallfilmfacts am 18. August 2007 08:06

Welche Regeln kennst Du denn, die da nicht beachtet werden? Außer die Ordnungswidrigkeit, die dort aus Selbstschutz begangen wird?


anonym
beantwortet von wiele am 17. August 2007 12:35
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Keine Ahnung, was Rennradfahrer glauben. Verstehen kann ich zumindest, dass Fahrradwege oft gemieden werden. Die Radwege sind zum einen oft schlechter als die Straße (Schlaglöcher, Schotter,...) zum anderen liegen dort häufiger Scherben und sonstiger Müll 'rum, der die Reifen in Mitleidenschaft zieht.
Ein weiterer Nachteil vieler Radwege ist deren fürchterlich schlechter Verlauf. In der Stadt geht es oft die Bordsteinkante rauf und runter, man muss oft Hindernisse in Kauf nehmen, die man bei einer Fahrt auf der Straße nicht hat.
Aber zum Glück gibt's immer Autofahrer, die den Radlern freundlich mitteilen wie diese sich richtig zu verhalten haben. Und zum Glück fahren die Autofahrer sehr korrekt, halten sich an Geschwindigkeitsbegrenzungen, an Sicherheitsabstände zu Vorausfahrenden und seitlich zu Radfahrern ect pp.
Gruß wiele


anonym
beantwortet von poetvl am 17. August 2007 21:45
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Bin selber begeisteter Rennradfahrer, und kann prinzipiell viele Meinungen akzeptieren. Fakt ist jedoch vor allem eines. Ohne Beleuchtung kann auch ein Rennradfahrer des Nächtens oder in der Dämmerung nicht fahren, schon gar nicht auf einer stark befahrenen Strasse. Deshalb fahre ich nur bei Tageslicht. Die Radwege sind leider oft in einem erbärmlichem Zustand, oder gar nicht vorhanden. Fakt ist aber auch, das viele Autofahrer gerne das Recht des stärkeren beanspruchen und die Rennradfahrer gerne von der Strasse pusten würden. Deshalb lasst den Rennradfahrern doch im Sommer die Freude ( tun ja immerhin was für die Umwelt und für die Gesundheit ) und lasst diese auf glattem Terrain fahren. Im Winter bis weit ins Frühjahr gehört euch Autofahrern dann die Strasse wieder alleine.Bin überzeugt wenn ein guter Radweg vorhanden ist, werden die Radfahrer diesen auch nutzen.


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