Frage von Tuck882, 210

Warum glauben Menschen, dass Jesus der Sohn Gottes ist?

Ich bin z. B. Buddhist und das kann man jetzt sicher auch irgendwie kritisieren, aber ich versteh nicht, warum Menschen glauben, irgendein Mensch war jetzt der Sohn Gottes oder überhaupt irgendwie an einen abrahamitischen Gott. Im Buddhismus geht es halt eher um ein System oder halt um eine Lehre und Buddha war einfach ein Mensch, der das gelehrt hat und halt die Erleuchtung erlangte. Im Endeffekt kann jeder Mensch die Erleuchtung erlangen und es gab auch schon vor Buddha andere Buddhas. Also das Jesus ein Prophet war und eine Lehre verkündete, kann ich noch viel eher verstehen, aber warum sollte gerade Jesus der Sohn Gottes gewesen sein. Ist das glaub würdig? Ich hoffe die Frage wird nicht gelöscht, weil mich das echt interessiert.

Antwort
von ancanei, 69

Nunja, Jesus nannte sich selbst 'Sohn des Lebendigen Gottes' und Menschensohn - aber er nannte ja auch die anderen Menschen Kinder Gottes. Demzufolge wäre er der Bruder der Menschen und darinnen seh ich nun wirklich kein Problem.

Aaaber ich glaube, du meinst sicher, dass Jesus in der Lehre des Christentums (seltsamerweise nicht in seiner Lehre, er hats ja nie so gesagt) göttlichen Status innehat - aber das haben so um die 300 Bischöfe unter der Leitung von Konstantin im Konzil von Nicäa (325 n.Chr.) so entschieden - wie auch andere Selthaftigkeiten des 'christlichen' Regelwerks.

Ist schon komisch, wie fest die Christen an den Lehren der Schriftgelehrten festhalten, obwohl sie doch eigentlich wissen könnten, dass Jesus (nach dem sie sich ja benennen) selbst ziemliche Schwierigkeiten mit ihnen hatte. Seine Lehre find ich echt klasse, aber das Regelwerk des Christentums ist nicht wirklich mein Ding. Mag paradox klingen, aber so ist es nunmal.

Kommentar von ancanei ,

Ich vergaß... - Jesus sagte ja auch: "Wenn sie euch sagen, das Königreich ist im Himmel, werden euch die Vögel vorangehen. Und wenn sie euch sagen, das Königreich ist im Wasser, werden euch die Fische vorangehen. Aber das Königreich ist in euch und um euch herum...." usw. (ungefährer Wortlaut, ich habs aus dem Gedächtnis geschrieben).
Von daher ist seine Aussage über die Kinder Gottes für mich ohne weiteres nachvollziehbar. Jesus Lehre ist übrigens garnicht so weit vom Buddhismus weg. Zumindest dann, wenn man sie mal aus dem ganzen anderen Kram in der Bibel herausnimmt und für sich betrachtet. 

Was lehrte er denn? Dass man nicht urteilen soll, dass man Schöpfer und Schöpfung lieben soll - mit allem, was einen ausmacht, dass man seinen Nächsten lieben soll wie sich selbst - und dass man bei sich selbst anfangen soll (völlig logisch, denn wenn man es hinkriegt, sich selbst zu lieben und dann den Nächsten so liebt wie sich selbst, ist das ja echt in Ordnung so). Ach ja - und dass wir einander so lieben sollen wie er uns geliebt hat.

Also ich find das alles echt gut - man muss es nur machen. Es nur zu predigen und andere zu lehren, was man selbst nicht vorlebt, reicht einfach nicht. Und es entspricht auch nicht dem, was er lehrte.

Kommentar von Tuck882 ,

Im Buddhismus gibt es keinen Schöpfer, das ist schon mal ein gewaltiger Unterschied, denke ich. Und so geht es dahin ...

Kommentar von ancanei ,

Jesus sprach ja auch vom Königreich. DER Gott wurde erst durch die Übersetzung ins Griechische erschaffen. Durch die Verwendung des Begriffs Kyrios, was der Herr heißt :)

Kommentar von ancanei ,

Ich sage übrigens nicht, dass beide Lehren gleich sind, aber sie sind sich nicht unähnlich. Jesus sagte auch "Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet" - eine Aussage von einigen, die m Grunde bedeuten, dass jeder die Rechnung kriegt für das, was er gelebt hat. Das ist dem Karma recht ähnlich.

Wobei ich die Lehre von Jesus vorziehe, ich habs weder mit Gut-Böse- noch mit Positiv-Negariv-Urteilen. Es ist meiner Ansicht nach nur eine andere Tapete für die gleiche Wand :)

Antwort
von pinkyitalycsb, 26

Weil er sich selbst als Gottes Sohn zu erkennen gab!

"Da sprachen sie alle: Bist du also der Sohn Gottes? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt es, denn ich bin es!" (Lukas 22,70)

"Da kamen die in dem Schiff waren, warfen sich anbetend vor ihm nieder und sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!" (Matthäus 14,33)

"Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!" (Matthäus 16,16)

Antwort
von gottesanbeterin, 20

"...aber ich versteh nicht, warum Menschen glauben, irgendein Mensch war
jetzt der Sohn Gottes oder überhaupt irgendwie an einen abrahamitischen
Gott"

Es ist ja gar nicht nötig. dass du das verstehst; ich versteh´auch nicht alles.

Kommentar von Tuck882 ,

Verstehst du das auch nicht, oder was? Na ja, manche Sachen kann man vielleicht wirklich nur sehr schwer verstehen. ;)

Antwort
von JTKirk2000, 24

Im Buddhismus geht es auch um Wiedergeburt und schließlich das Nirwana und beides kann ebenfalls nicht so nachgewiesen werden. Die Darstellungen in Bezug auf ein Leben nach dem Tod mögen sich zwischen Buddhismus und abrahamitischen Religionen unterscheiden, aber alles was damit verbunden ist und über das Irdische hinaus geht, kann gleichermaßen nicht wissenschaftlich ergründet werden, weil ganz einfach die Beweismöglichkeiten fehlen. Wenn Du also fragst, ob der Glaube an Jesus oder den Gott Abrahams glaubwürdig ist, kann ich mit gleichem Recht fragen, ob die Vorstellung des Lebens nach dem Tod im Buddhismus glaubwürdig ist, denn ich habe durchaus meine persönlichen Gründe auf Basis von persönlichen Erlebnissen, weshalb ich an beispielsweise einen liebenden himmlischen Vater und Jesus als seinen Sohn glaube, so wie Du vielleicht für Deinen Glauben persönliche Gründe hast..

Kommentar von Tuck882 ,

Ich hab gar kein Problem, dass man an einen Schöpfer glaubt im Sinne einer ersten Ursache, dass find ich überhaupt nicht seltsam.

Ich find es auch okay, wenn man glaubt Jesus hat halt seine Lehren über diesen Schöpfer verkündet.

Übrigens zu glauben, dass das ein liebevoller Vater war, bei dem ganzen Leid das es gibt. Diese Welt ist ja schon auf einem Fressen und gefressen werden aufgebaut. Das ist wirklich nicht liebevoll.

Antwort
von comhb3mpqy, 24

Ich glaube an Gott. Hier ist etwas, was mich vom Christentum überzeugt:

Es gibt Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine
wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann
ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte
wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet nach
"Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch"
suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein
Leben nach dem Tod zu glauben.

Antwort
von Wellmom, 37

Die Frage beantworten kann ich so auch nicht, aber ich schließe mich dieser Frage gern an. Ich frage mich nämlich auch, wie es wohl kommen konnte, dass so viele Menschen daran glauben, dass EIN Mensch das Kind Gottes sein kann, aber alle anderen NICHT.
Ich mag eher glauben, dass Jesus etwas begriffen hat, das andere nicht begriffen haben, und es auf seine Weise vermittelt hat - aber wie das eebn so ist, der eine Empfänger einer Botschaft versteht es auf die eine Art, ein anderer versteht es anders, mancher versteht es komplett falsch, und aus so einem Durcheinander entsteht Jahrhunderte später eine Bibel, aus der auch wieder jeder sein eigenes Ding rausliest.

Ich persönlich glaube, dass genau DAS der Plan war. Jedenfalls, wenn es diesen Bibel-Gott gibt.
Jeder soll sein eigenes Ding rauslesen und sich drauf verlassen, dass Gott hilft, das auch so zu leben.

Ich bin da nicht so ganz sicher, aber ich VERMUTE, dass das dann auch für Buddhisten passt.

Kommentar von danhof ,

Jesus Mutter ist Maria.

Jesus Vater ist der Heilige Geist.

Deshalb ist Jesus GANZ Mensche und GANZ Gott. Er sitzt zur Rechten Gottes.

Als "Gottes Kinder" bezeichnet man gemeinhin Menschen, die sich zum Christlichen Glauben und zu Jesus Christus bekannt haben. Sie werden auch als "wiedergeboren" bezeichnet.

Aber lieben tut Gott JEDEN Menschen.

Antwort
von Illuminaticus, 9

Die meisten Menschen glauben das einfach, weil es ihnen von klein auf eingetrichtert wurde, sie konnten sich dem ueberhaupt nicht entziehen und jetzt ist es ein Glaubensmuster nach dem sie leben oder auch nicht.

Man koennte eigentlich sagen, dass wir alle Soehne Gottes sind, ausnahmslos, bloss die, die erleuchtet wurden, erkannten es und sind dann durch hier unten auf der Erde.

Sie haben erkannt das sie kein Mensch sind und Gott nicht dort draussen lebt und sich Notizen macht.

Sie haben die Trennung und den Schmerz darueber erkannt und erkennen sich nun in der Schoepfung oder dem Leben, was immer in ihren Focus tritt.

Im Grund ist jeder ein Buddha oder Jesus, sie haben es nur vergessen!

Antwort
von Nayes2020, 40

Glaubwürdig... also wer christ ist geht eben auch diesem glauben ein.

Ich könnte auch deinen glauben in frage stellen. so wie jeden glauben. impliziert eben das wort.

Um deine frage konkret zu beantworten. wenn du die Geschichte um jesu kennst weißt du das er einen langen weg hatte bis die Menschen auch geglaubt haben er sei der Prophet und Sohn Gottes.

Dies geschah durch vollbrachte wunder die kein mensch tun konnte.

Bis zum Schluss wo er nach 3 Tagen wieder auferstanden ist. wenn man an die Auferstehung und damit das elementare in der religion glaubt, so muss man auch glauben das er kein mensch sein konnte und eben der sohn gottes.

Wobei sohn gottes nehme ich nicht wörtlich. so wie wir alle gottes kinder sind.

Antwort
von joergbauer, 20

Gott wurde Mensch um sterben zu können - zur Vergebung deiner und meiner Sünden! Der allmächtige Gott kann nicht sterben, aber sein Sohn Jesus Christus konnte es. In Offenbarung 1, 17-18 lesen wir einen weiteren Beweis der Menschwerdung des ewigen Gottes: ''Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle'' .

Es kann nur einen Ersten und Letzten geben - Gott! Und es war gleichzeitig auch nur einer tot und ist wieder lebendig geworden - Jesus! Im Johannesevangelium können wir überall dieses ''Ich bin'' nachlesen: Ich bin das Brot des Lebens! Ich bin das Licht der Welt! Ich bin die Tür! Ich bin der gute Hirte! Ich bin die Auferstehung und das Leben! Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben!

Im Alten Testament stellte sich Gott dem Mose als der "ICH BIN" vor! Wenn wir den Sohn ehren, ehren wir den Vater und umgekehrt. In IHM ist unser Heil und unser ewiger Segen - Jesus Christus ist Gott! In Johannes 1,1 steht: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort". Und in Vers 14 steht: "Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit".

http://daily-message.de/archiv/archiv3821.php

Antwort
von PeterKremsner, 46

So wie du von den Lehren Buddhas überzeugt bist so sind es die Christen von ihrer Religion.

Genau so kann dich jetzt ein Christ fragen, in wie fern Buddha glaubwürdig sein soll mit seiner gefundenen Erleuchtung wenn er denn nicht zu Gott gefunden hat.

Eine Sache von Glaubwürdigkeit gibt es in einer Religion nicht im Endeffekt geht es um den Glauben und dieser ist für jeden der ihn praktiziert glaubwürdig, denn wieso sollte man etwas vertreten was nicht glaubwürdig ist ;)

Kommentar von Tuck882 ,

Aber der Buddha hat ja keine Wunder vollbracht, er hat einfach nur gelehrt, wie man durch Meditation die Erleuchtung erlangt und gewisse moralische Vorschläge gemacht.

Aber das Jesus der vor 2000 Jahren gelebt hat, der Sohn Gottes war und Wunder gewirkt hat, klingt für mich einfach nicht glaubwürdig.

Wenn man sagt Jesus war ein Mensch der moralische Werte gepredigt hat und von den Römern getötet wurde, kann ich das viel eher glauben.

Kommentar von PeterKremsner ,

Ja wie gesagt es klingt für dich nicht Glaubwürdig weil du kein Christ bist....

Für einen Christen klingen diese Ausführungen sogar sehr glaubwürdig.

Für einen Juden klingen seine Vorstellungen überaus glaubwürdig, so wie für einen Hindu der Hinduissmus das Glaubwürdigste sein wird.

Antwort
von nowka20, 8

die interpretieren bibeltexte eben unrichtig, da sie zu denkbequem sind

Lk 1,31-32
31 Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.

32 Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben,

Antwort
von AaronMose3, 47

Menschen glauben an Jesus als Sohn Gottes, weil er als dieser in der Bibel dementsprechend überliefert wurde.

So wie wir Buddhisten dem Pali Kanon eine gewisse Autorität zusprechen, und glauben das getätigte Aussagen darin wirklich von Buddha stammen, tun das Christen mit der Bibel und Jesus.

Das unterscheidet sich gar nicht so sehr voneinander.

Wir müssen als Buddhisten mindestens genauso viel glauben, wie ein Christ auch. Nur äußert sich dieser Glaube im Buddhismus in einer anderen Art und Weise.

Bedeutet: Während ein Christ an Jesus als Teil des Göttlichen glaubt, setzten wir unser Vertrauen eben darin, dass Buddha uns die Wahrheit erzählt hat.

Man könnte nun natürlich sagen, dass man beim meditieren merkt, wie man der Buddhaschaft näher kommt (so wie du es weiter unten getan hast) das können aber genauso simple Einbildungen sein, wie auch die, die der Christ empfindet, wenn er meinetwegen in der Kirche sitzt und zu Gott betet.

Im Endeffekt kommt es nur darauf an, was man selbst als glaubwürdiger erachtet.

Und auch im Buddhismus gibt es (wie ich immer wieder selbst feststellen muss) sehr viele Sachen, die alles andere als glaubwürdig wirken.

Trotzdem schätze ich Buddhas Lehre, und trotzdem folge ich den Worten auf Jahrtausende altem Papier, obwohl ich mir überhaupt gar nicht sicher sein kann, inwiefern das alles der Wahrheit entspricht.

Wie man sieht, die Parallelen werden immer deutlicher, umso länger man sich damit befasst.


Kommentar von Tuck882 ,

Also das mit der Meditation kann auch wissenschaftlich nachgewiesen werden (Wie sich das Gehirn verändert). Dass man durch Gebete Gott nahe kommt natürlich nicht.

Der Palikanon ist für mich nur ein Wegweiser, da es eben eigentlich nicht die Worte Buddhas sind (auch wenn einige das natürlich anders sehen) sondern, so wie wenn man über ca. 500 Jahre stille Post spielt, die Worte der Mönche.

Aber bei der Meditation merkt man sehr wohl, dass das was Buddha lehrte stimmt. Man braucht ja nur die Metta-Meditation praktizieren und merkt, wie sich das auf den Alltag auswirkt.

Kommentar von AaronMose3 ,

Also das mit der Meditation kann auch wissenschaftlich nachgewiesen werden (Wie sich das Gehirn verändert).

Kann man beim beten auch. Sich mit seinen Problemen und Sorgen Jesus zuzuwenden, hat unglaublich positive Auswirkungen auf den Gläubigen.

Ein großes Problem der Meditationsforschung ist aber, dass Wissenschaftler nicht überprüfen können, was in den Köpfen der Studienteilnehmer tatsächlich vor sich geht. Sie wissen ja nicht, ob die Probanden wirklich meditieren oder ob sie nur tagträumen - oder sogar schlafen.

Noch mehr Schwierigkeiten bringen sogenannte Kontrollgruppen mit sich. Um die Wirksamkeit einer Therapie nachzuweisen, werden die Teilnehmer medizinischer Studien normalerweise immer in zwei Gruppen geteilt. 

Die eine erhält den Wirkstoff, die andere ein Scheinmedikament. Kein Beteiligter weiß, wer in welcher Gruppe ist. 

Beim Meditieren weiß jeder Proband aber, was er tut und was das Ergebnis sein soll. Fühlt er sich nachher entspannter, könnte das alleinig der Kraft der Suggestion geschuldet sein.

So etwas sollte man immer bedenken, wenn man von so etwas spricht. Und auch als Buddhist gilt es zu beachten, dass man in erster Linie daran glaubt, das die Lehre Buddhas der Wahrheit entspricht, auch wenn sie sehr rational und logisch wirken mag.

Der Palikanon ist für mich nur ein Wegweiser, da es eben eigentlich nicht die Worte Buddhas sind (auch wenn einige das natürlich anders sehen) sondern, so wie wenn man über ca. 500 Jahre stille Post spielt, die Worte der Mönche.

Ich denke nicht, dass man das mit der Stillen Post vergleichen kann. Die Mönche haben die Lehrrede alle auswendig gelernt - Jahre lang. Ewiges (re-) zitieren und wiederholen war unter strenger Beobachtung eine der grundlegenden Pflichten.

Man geht allgemein sowieso davon aus, dass die Übertragung weitgehend korrekt verlief, auch wenn die Nachweise fehlen, dass letztendlich auch zu belegen.

Bei einer Stillen Post bekommt man einmal etwas gesagt und muss es dann weiter sagen. Das ist kein Vergleich.

Die Mönche haben die betroffenen Lehrreden tausende mal wiederholt, sie haben sie sich regelrecht in den Kopf eingebrannt.

Aber bei der Meditation merkt man sehr wohl, dass das was Buddha lehrte stimmt. 

Das sagt ein Christ, wenn er betet, aber auch.

Hier gibt es keinen Unterschied und das sage ich dir als Buddhist.

Ich weiß, es wirkt vermutlicherweise anders, so ist es aber nicht ^^

 Man braucht ja nur die Metta-Meditation praktizieren und merkt, wie sich das auf den Alltag auswirkt.

Wie schon gesagt: Positive Auswirkungen auf den Alltag erntet man auch, wenn man als Gläubiger zu Gott betet. 

Solche Sätze aus der Bibel, wie z.B

"Wenn Gott mit uns ist, wer kann gegen uns sein" 

sind unglaublich motivierend und können ein Selbstbewusstsein sehr stark fördern und einen Menschen zu einer wirklich felsenfesten Persönlichkeit machen.

Und wenn das mal keine spürbaren Auswirkungen sind ...

Kommentar von Tuck882 ,

Das ist aber etwas anderes weil beim Beten nicht die positiven Auswirkungen auf den Geist angestrebt werden, sondern die Beziehung zu Gott.

Kommentar von AaronMose3 ,
Das ist aber etwas anderes weil beim Beten nicht die positiven Auswirkungen auf den Geist angestrebt werden, sondern die Beziehung zu Gott.

Ja natürlich. Aber das spielt keine Rolle, weil die Auswirkungen auf den Geist mit inbegriffen sind. Man könnte sie als nettes Nebenprodukt bezeichnen, was ein Buddhist bei seiner Praxis übrigens auch tun sollte.

Denn um ruhiger und gelassener zu werden, meditiert ein Buddhist in erster Linie nicht.

Für den Buddhisten geht es darum sich von der Illusion des unvergänglichen Ichs zu lösen und Nirwana zu erlangen - Nicht darum, im Alltag ein gelassener Kerl zu werden. 

Dafür braucht man den Buddhismus nicht.

Kommentar von Tuck882 ,

Und beim Buddhismus kann man die wissenschaftlich nachweisen. Beim Christentum, hat vielleicht das Gebet positive Auswirkungen auf den Geist, aber Jesus hat nicht gesagt, man soll Beten, um den Geist umzuwandeln, sondern um in Kontakt mit Gott zu sein oder mit dem zu reden. Ich rede aber beim Meditieren nicht mit Buddha. Es ist etwas ganz ganz anderes. =)

Edit: Dass das Ich eine Illusion ist, ist aber keine Glaubensfrage, sondern etwas das auch wissenschaftlich völlig klar und logisch ist.

Dass die abrahamitischen Religionen und deren Praxis etwas ganz anderes ist, ist doch wirklich offensichtlich. :) Das fangt schon mit der Vorstellung eines Schöpfergottes an.

Kommentar von AaronMose3 ,
Und beim Buddhismus kann man die wissenschaftlich nachweisen. 

Was ist eigentlich deine Intention ?

Den Buddhismus aufgrund eines möglichen, wissenschaftlichen Nachweises über dem Christentum zu erheben ist irreführend. Sollte das deine Intention sein, dann hast du, wie ich denke, die Lehre Buddhas ein wenig missverstanden.

Beim Christentum, hat vielleicht das Gebet positive Auswirkungen auf den Geist, aber Jesus hat nicht gesagt, man soll Beten, um den Geist umzuwandeln

Buddha hat auch nicht gesagt, du sollst meditieren um gelassener zu werden. Trotzdem betonst du es weiterhin in einer Art und Weise, die es unterstreichen würde.

Ich rede aber beim Meditieren nicht mit Buddha. Es ist etwas ganz ganz anderes. =)

Das tue ich ebenfalls nicht, und trotzdem verstehst du nicht, was ich dir sage.

Wenn du meditierst, dann tust du es nicht, um den Nebenwirkungen wegen, die man wissenschaftlich nachweisen kann.

Ein Buddhist meditiert weil er sich von Illusionen lösen will (die Buddha festelegte) und Nirwana zu erreichen um schlussendlich aus dem Kreislauf der Wiedergeburten zu entkommen.

Das ist alles andere, als wissenschaftlich nachweisbar.

Du begrenzt den Buddhismus in einer säkularen Art und Weise auf das, was sich wissenschaftlich belegen lässt, um ihn anschließend als irgendwie logischer zu legitimieren.

Tut mir leid, aber "buddhistisch" ist dein Verhalten bisher nicht wirklich gewesen.

Dass das ich eine Illusion ist, ist aber keine Glaubensfrage, sondern etwas das auch wissenschaftlich völlig klar und logisch ist.

Die Neurowissenschaften sind erst am Anfang der Erforschung dessen und ja es klingt schlicht logisch und wirkt auch völlig klar. Dennoch, hör doch auf den Buddhismus nur auf solche Punkt zu beschränken.

Mir zeigt dein verhalten, dass du anscheinend noch nicht wirklich viel Erfahrung mit dieser Religion hast, sondern sie nur attraktiv findest, weil sie dir in einer rationalen Art und Weise einen spirituellen Weg bietet, für den du dich nicht rechtfertigen musst, weil er ja "logisch" ist.

Mit der Lehre Buddhas hat das aber wirklich nur wenig am Hut.

Er nimmt das Erfahrene, als das Erfahrene wahr. Nachdem er das Erfahrene als  das Erfahrene wahrgenommen hat, stellt er sich das Erfahrene vor, er macht sich Vorstellungen über das Erfahrene, er macht sich Vorstellungen vom Erfahrenen

ausgehend, er stellt sich vor „das Erfahrene ist mein“, er erfreut sich am Erfahrenen. Warum ist das so? Weil er es nicht vollständig durchschaut hat, sage ich. 
Kommentar von Tuck882 ,

Ich seh das halt einfach anders, Im Buddhismus gibt es keinen Schöpfergott, Meditation  hat einen anderen Sinn als das Gebet (und ich habe nie geschrieben, dass Meditation der Entspannung dient, weil ich das nie geglaubt habe). Ich stell den Buddhismus nicht über das Christentum, Buddhismus ist in puncto Religion ja etwas grenzwertiges, eben ob es eine Religion oder eine philosophische Lehre ist. Ich finde es auch okay, wenn du das Verbindende suchst, aber der Buddhismus ist Ideologisch einfach etwas völlig anderes.

Kommentar von AaronMose3 ,

Im Buddhismus gibt es keinen Schöpfergott

Richtig.


 Meditation  hat einen anderen Sinn als das Gebet 

Richtig, lässt sich aber nicht durch Wissenschaft über das Gebet stellen. Und genau das hast du jedoch versucht.

Ich stell den Buddhismus nicht über das Christentum

vielleicht nicht im allgemeinen ideologischen Sinne, was einzelne Punkt betrifft hast du das aber in den letzten Zeilen einige male getan.

Buddhismus ist in puncto Religion ja etwas grenzwertiges, eben ob es eine Religion oder eine philosophische Lehre ist.

Ebenfalls richtig, man kann aber nicht einfach alle religiösen Dinge streichen und anschließend behaupten, dass der Buddhismus bzw. Meditation ja wissenschaftlich belegbar ist, und ihn das deshalb glaubwürdiger macht. 

Das ist eben nicht der Fall.

Kommentar von Tuck882 ,

Aber ich finde den ersten Brief an die Korinther das Kapitel 13 großartig. Hab es aber wirklich erst im Zusammenhang damit verstanden, dass das Ego eine Illusion ist. Vorher hab ich nicht verstanden, warum man so handeln sollte.

Metta pur: https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/1kor13.html

Kommentar von AaronMose3 ,

Du solltest lieber mal auf das eingehen, was ich geschrieben habe und mir nicht willkürlich Links unter die Nase setzten.

Außerdem zeugt dein Verhalten sehr deutlich davon, dass du dein Ego anscheinend noch nicht durchschaut hast.

Kommentar von Tuck882 ,

Sorry, der der hier grantig wird, bist du und das ist immer Ausdruck eines brüllenden Egos. ;-)

Kommentar von AaronMose3 ,

Sorry, der der hier grantig wird, bist du und das ist immer Ausdruck eines brüllenden Egos. ;-)

"grantig" interpretierst du in meine Aussage hinein. 

Ich bin völlig ausgeglichen. 

Dein Verhalten zeigt nur sehr deutlich, dass du dich ziemlich verrannt hast. 

Zumindest was die Lehre des Buddha Shakyamuni betrifft.

Aber das ist kein Problem, denn wer nicht lernen will, will es eben nicht. 

Kommentar von Tuck882 ,

Aber das ist kein Problem, denn wer nicht lernen will, will es eben nicht. 

Lol, merkst du gar nicht, dass du grantig wirst? Ich wünsche dir Frieden ... _()_

Kommentar von AaronMose3 ,
Lol, merkst du gar nicht, dass du grantig wirst?

Ich bin nicht grantig. Woher nimmst du dir das Recht, mir ein Gefühl zuzuschreiben, dass ich selber gar nicht empfinde ? 

Merkst du nicht, dass es gar keinen Sinn ergibt, was du gerade von dir gibst ?

Kommentar von Tuck882 ,

Okay ... _()_

Kommentar von AaronMose3 ,

Die deutsche Leitkultur ist eben sehr irreführend wenn es um die Sprache geht. 

Man merkt es hier wunderbar. Ich schreibe zwei Fragen hintereinander, in denen ich danach frage, inwiefern du deine Ansicht legitimierst, und du interpretierst das sofort als Wut, oder Zorn. Dabei ist beides nicht zutreffend.

Dasselbe gilt z.B für Menschen die laut sprechen.

Wenn jemand laut spricht, dann geht man direkt davon aus, dass dieser aufgebracht ist, oder irgendwie wütend.

Dabei hat das eine nicht unbedingt was mit dem anderen zu tun. In Italien schreien die Menschen teilweise regelrecht, sind aber alle vollkommen normal drauf.

Es ist eben entscheidend, wie man bestimmte Konzepte bewertet. In deinem Fall merkt man, dass du noch einiges verstehen musst, wenn wir von Buddhas Lehre reden.

Du bist nämlich, wie dieses Beispiel gerade eben gezeigt hat, noch sehr tief in alltäglichen Konzepten gefangen. Und genau aus diesen will Buddha dich mit seiner Lehre eigentlich befreien.

Kommentar von Tuck882 ,

Ist okay, ich bedanke mich trotzdem für die Diskussion und wünsch dir eine gute Nacht ...

Antwort
von Dovahkiin11, 50

Wenn es nicht glaubwürdig wäre, würden keine Menschen daran glauben. Für viele war und ist es plausibel, und das ist der Grund. Je nachdem, wie man aufwächst und sozialisiert wird, eröffnen sich einem andere Perspektiven und Anschauungen. Aus meiner eigenen Philosophie betrachtet, sehe ich es ebenso als plausibel an, aber das ist schlicht meine eigene Überzeugung.

Antwort
von Sturmwolke, 34

Schau Dir im Bibelant wortenpool.de unter dem Stichwort Jesus mal die Antworten auf folgende Fragen an:


■ Ist Jesus Gott oder Gottes Sohn? Gibt es einen eindeutigen biblischen Beweis dafür?
■ War Jesus Christus auch ein Prophet?
■ Was ist an der Person Jesus so faszinierend?
■ Von welcher Natur ist Jesus? Ist er ein Engel oder ein Mensch?

Antwort
von chrisbyrd, 4

Nach der Bibel ist Jesus Gottes Sohn und damit Gott selbst in seiner Dreieinigkeit (Trinität; Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist).

Titus 2,13: "Indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus."

2. Petrus 1,1: "Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an die, welche den gleichen kostbaren Glauben wie wir empfangen haben an die Gerechtigkeit unseres Gottes und Retters Jesus Christus."

Jesus hat über sich selbst gesagt, dass er und Gott eins sind (Johannes 10,30).

Johannes beschreibt am Beginn seines Evangeliums, dass Jesus sogar der Schöpfer der Welt ist: "Im Anfang war das Wort*, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen" (Johannes 1,1-4).

»Das Wort« (gr. logos) ist ein Name des Herrn Jesus Christus *(vgl. 1Joh 1,1; Offb 19,13).

Der Jünger Thomas bekennt Jesus als “mein Herr und mein Gott” (Johannes 20,28). Jesus korrigiert ihn nicht.

In Hebräer 1,8 sagt der Vater von Jesus: “Aber von dem Sohn heißt es: ‘Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit’ und ‘das Zepter der Gerechtigkeit ist seines Reiches Zepter.’”

In Offenbarung unterweist ein Engel den Apostel Johannes, nur Gott anzubeten (Offenbarung 19,10). Mehrere Stellen der Heiligen Schrift bezeugen, dass Jesus Anbetung empfängt (Matthäus 2,11; 14,33; 28,9.17; Lukas 24,52; Johannes 9,38). Niemals weist er Menschen zurecht, dass sie ihn anbeteten. Wäre Jesus nicht Gott, hätte er ihnen gesagt, ihn nicht anzubeten, so wie es der Engel in der Offenbarung tat. Es gibt viele andere Stellen der Heiligen Schrift, welche die Gottheit Jesu bezeugen.

Der wichtigste Grund für die Gottheit Jesu ist, dass sein Tod nie für die Sünden der ganzen Welt ausreichende Sühnung sein könnte, wenn er nicht Gott wäre. Nur Gott selbst konnte ein solch unendlich großes Strafmaß begleichen. Nur Gott konnte die Sünden der Welt auf sich nehmen, sterben, auferstehen und damit seinen Sieg über Sünde und Tod beweisen.

Nur Gott kann uns unsere Sünden, die wir in Worten, Taten und Gedanken begehen, vergeben: ""Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9). 

Weil Er uns liebt: "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16).

Antwort
von danhof, 14

Christen glauben das, weil es in der Bibel steht.

Wenn man sich mit dem Glauben beschäftigt, braucht man ja auch eine Art Referenz. Woher soll man sonst wissen, wie Gott "tickt".

Die Bibel ist die Grundlage des Christlichen Glaubens.

Antwort
von Kachada, 34

Dieser Glaube hat sich, wie deiner, im Laufe der Zeit bei den Christen nunmal durchgesetzt. Wie glaubwürdig Christentum, Buddhismus ect. ist, das ist eine andere Frage und objektiv gar nicht so leicht zu beantworten. Woher willst du wissen, ob dein Glaube den Tatsachen entspricht? Unter Umständen ist jeglicher Glauben nur Wunschdenken

Kommentar von Tuck882 ,

Weil der Buddhismus ja etwas ist, dass man praktizieren kann. Setz dich hin und meditiere und du wirst merken, wie du der Buddhaschaft näher kommst. Das hat so jetzt gar nichts mit glauben zu tun. Also das kann auch wissenschaftlich nachgewiesen werden, wie es deinen Geist verändert.

Darum ist ja die Frage, ob Buddhismus überhaupt eine Religion ist oder eine Philosophie.

Antwort
von MoBruinne, 4

Christen glauben das - weil es in der Bibel steht. Und die Bibel ist die Basis des christlichen Glaubens.

Ganz einfach also.

Antwort
von stoffband, 2

Weil Gott mit ihm war.....

Antwort
von Imbezilir, 97

Es sind Gleichnisse. Man darf die Bibel nicht mir heutigem Journalismus vergleichen.

Also Sohne Gottes meint lediglich er handelt im Sinne Gottes, also den Guten.

Kommentar von Tuck882 ,

Das sehen Christen sicher anders ...

Kommentar von Imbezilir ,

Einige vielleicht. Ich bin Christ und sehe es so.

Kommentar von musso ,

Das kann man auch so sehen,  dass er (wie alle Gläubigen) das spirituelle Kind Gottes war,  der die Menschen erschaffen hat 

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