Weil Religösität im Menschen tief verwurzelt ist und sein Wesen ausmacht. der Mensch ist unverbesserlich religiös. Wenn Jemand nicht Gott verehrt, dann hat er Götzen, für die er lebt, die ihn aber versklaven.

Religionen sind mit dem bewussten und über sich selbst und seine Umwelt nachdenkenden Verstand des Menschen entstanden. Hinter vielen Naturphänomenen wie Blitz und Donner haben die ersten Menschen einen allmächtigen Verursacher gesehen. So hat sich der Glaube an Götter gebildet, denn nach dem dem menschlichen Verstand innewohnenden Kausalitätsprinzip konnten so Dinge, die damals noch unerklärlich schienen, erklärt werden. Eben mit einem Gott.

Weil sich der Mensch nach seinem Ursprung sehnt, so wie es das Wasser immer wieder zum Meer zieht und das Feuer sich immer himmelwärts in Richtung Sonne.

Der Begriff Religion bedeutet ja sinngemäß "Rückverbindung". Und danach sehnt sich bewusst oder unbewusst jeder. Das Problem ist ja nur die institutionelle Religion...: Macht, Geld, Besserwisserei, Kontrolle....

Warum gibt es Durst? Weil wir Wasser brauchen. Durst ohne Wasser wäre sinnlos.
Angel84 am 3. Juni 2009 22:28 Der Spruch ist gar nicht so übel, Dad... Der Unterschied ist nur, dass du dich an einem Bach festgebissen hast und ich am Ursprung allen Wassers interessiert bin...:-)))
daddysdearest am 4. Juni 2009 10:36 Ich sitze direkt an der Quelle.

Sie wurden einst ins Leben gerufen, um aus dem Glauben der Menschen Profit und Macht zu schlagen. Warum gibt es sie noch immer? Nun, in erster Linie aus Tradition und zweitens, weil die meisten Menschen nach wie vor naiv genug sind, sich von ihnen ausnehmen zu lassen.
daddysdearest am 3. Juni 2009 14:48 Es geht doch nichts über ein gepflegtes Vorurteil.
Die Ursache des Erfolgs von Religionen kann durch verschiedene Ansätze erklärt werden:
1) Die "Fähigkeit" zu glauben bot vor nicht allzulanger Zeit (im evolutionstechnischen Maßstab) einen Überlebensvorteil für Kinder. Kinder, die einfach glaubten, dass das Baden in einem bestimmten Fluss gefährlich ist, haben länger überlebt, als die, die Bekanntschaft mit den Krokodilen machten. Die Nebenwirkung dieser Fähigkeit nennt sich Religion.
2)Missverständnis von Ursache-Wirkungs-Ketten führt in jungen Jahren zu Aussagen wie "Die Bäume wackeln, damit es Wind gibt." Auch im höheren Alter führt dieser Effekt zu Vermutungen wie "Die Banane passt sehr gut in meine Hand. Und sie schmeckt lecker. Es währe doch ein unglaublicher Zufall, wenn sie nicht für mich kreiert wäre." Erkenntnisse auf dem Gebieten der Evolution und der Wirkung von positiven und negativen Rückkopplungen in Ökosystemen bieten allerdings Erklärungen, die den Menschen noch vor 150 Jahren verschlossen geblieben sind.
3) Selbst vor 150 Jahren gab es Atheisten, die mehr vermuteten als wussten, dass es andere Erklärungen geben muss, als einen Gott (oder mehrere Götter), dessen Existenz nicht bewiesen werden kann. Diese wurden allerdings von der Macht der Religionsführer und -Anhänger im allgemeinen unterdrückt.
(Mehr dazu finden Sie in "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins.)

Weil viele mit der Realität nicht klarkommen und Trost in Märchen suchen.
Das ist defintiv besser als Alkohol...(obwohl man wegen Alkohol noch nie zum Völkermord aufgerufen hat...)
Kashimara am 2. Juni 2009 23:48 Märchen? Hm, bist Du da wirklich so sicher?
Wandpilzchen am 2. Juni 2009 23:50 Es gibt nicht nur eine Religion. Es gibt eine ganze Bücherrei voller Geschichten, die "wahr" sein sollen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich alle irren (da sie alle wegen des gleichen Grundbedürfnisses entstanden sind: Trost durch Geschichten über Dinge, die sie nicht verstehen), ist größer als die, dass alle wahr sind.
Naddl2010 am 3. Juni 2009 00:14 Danke das finde ich auch
Weil die Menschen den lebendigen Gott, wie er sich den Menschen (später in Jesus Christus) offenbart hat, nicht haben wollten
und nun auf andere Weise versuchen, das Loch oder die Leere in ihrem Inneren [die Sehnsucht nach dem wirklichen Leben] zu füllen.
Alles was mit Gott zu tun hat, ist in der Religion zu finden. Es gibt Leute, die lehnen das grundweg ab, während sich andere mit ihrer Religion wohlfühlen.

Damit die Priester ein finanzielles Auskommen haben.
Weil der mensch irgendetwas braucht oder zumindest gebraucht hat, mit dem er Phänomene, die er nicht verstehen kann oder konnte, erklären kann.