Frage von Nixe125, 31

Warum gibt man bei der Titration Wasser zu der Probelösung und warum hat sie keinen Einfluss auf die Messung?

Antwort
von willi55, 7

Damit man etwas sieht. Der Indikator färbt die Lösung. Bei 10 oder 20 ml ist sehr wenig Volumen im Kolben. Gibt man aber noch ca. 100 ml Wasser hinzu, so kann man gut erkennen, wie die Titration fortschreitet und wann sie beendet werden muss.

Das Wasser verändert NICHT die Stoffmenge der vorliegenden Säure oder Base. Bekannt sind V und unbekannt ist c, bzw. n. Das wird aber bei der Titration gemessen: n(Maßlösung) = n (Testlösung). 

Antwort
von henzy71, 21

Warum gibt man bei der Titration Wasser zu der Probelösung und warum hat sie keinen Einfluss auf die Messung?

Mit dem sie meinst du die zugebene Wassermenge nehme ich an. Du hast nun 10ml oder 25ml der Probelösung pipettiert. Gehen wir mal aus von 10ml. Du fügst kein Wasser zu. Dann enthält 1ml deiner Lösung 10% der vorhandenen Säure (oder Lauge - je nachdem was du pipettiert hast) Wenn du nun unachtsam bist und 1ml verschüttest hast du einen Meßfehler von 10%. Wenn du aber 90ml Wasser zugegeben hast, dann hast du insgesamt 100ml Lösung und 1ml enthält nur 1% der vorhandenen Säure. Wenn du nun unachtsam bist und 1ml verschüttest, machst du einen Meßfehler von 1%.

Ich hoffe, dass an diesem zugegebenermaßen krassem Beispiel klar geworden ist, dass das zugegebene Wasser den eventuellen Fehler minimiert.

Auf die Messung selber hat das Wasser keinen Einfluß, weil du bestimmst die vorhandene Säure- oder Laugenmenge und nicht die Konzentration. Diese errechnest du später aus der vorhandenen Menge geteilt durch das pipettierte Volumen, nicht das Gesamtvolumen.

Gruß

Henzy

Kommentar von Nixe125 ,

Und was ist wenn ich die Stoffmengenkonzentration messe?

Kommentar von henzy71 ,

Die wird bei einer Titration aber nicht gemessen.

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