Frage von Smiley1245, 111

Warum gibt es in christlichen Ländern so viele Atheisten?

Antwort
von MrHilfestellung, 111

Es gibt nicht in allen christlichen Staaten viele Atheisten, aber in den europäischen christlichen Staaten gab es die Aufklärung und den technologischen Fortschritt, die dafür gesorgt haben, dass Religion vielen Menschen unwichtig ist. 

Dazu kommt auch in vielen ehemals sozialistschen Staaten, dass Religionsausübung verboten oder unterdrückt worden ist, was natürlich in vielen Staaten, Polen ist zum Beispiel eine Ausnahme, dafür gesorgt hat, dass viele Menschen Atheisten sind.

Antwort
von Hamburger02, 77

Das ist ein Zusammenspiel aus Bildung und Religionsfreiheit.

Die Bildung sorgt dafür, dass viele Menschen erkennen, dass die Bibel ein Märchenbuch ist und die daraus abgeleiteten religiösen Dogmen überhaupt nicht mehr in die heutige Zeit passen.

Die Religionsfreiheit sorgt dafür, dass niemand trotz Zweifel in die Religion gepresst werden kann.

Früher gab es auch nur deswegen mehr Christen, weil zum einen die Kirche Zwang ausübte (Inquisition) und weil es einen gesellschaftlichen Druck gab, zumindest so zu tun, als wäre man Christ.

Ohne Gewalt und Zwang hätte es das Christentum nie so weit gebracht sondern wäre eine von vielen Splitterreligionen geblieben, die die Geschichte wieder auslöschte. Und dem Islam wäre es auch nicht anders gegangen, wenn Mohammed ihn nicht mit dem Schwert verbreitet hätte und wenn nicht bis heute die Todesstrafe auf den Abfall vom Islam stünde.

Das sieht man auch daran, dass hieruzulande immer mehr Moslems ihrem strengen Glauben abschwören, weil es eben möglich ist.

Kommentar von Cengo385 ,

Im Grunde korrekt, doch deine Ausdrucksweise ist für manch einen Christen oder Moslem verletzend.

Kommentar von Hamburger02 ,

Inwiefern? Habe nur Fakten wiedergegeben. Allerdings weiß ich auch, dass sich viele Strengläubige schwer damit tun, mit Fakten konfrontiert zu werden, aber das ist deren Problem.

Kommentar von Maxieu ,

Ooch, die Armen.

Aber wie würde man speziell einem überzeugten Moslem die historische Wahrheit sagen, ohne dass er verletzt wäre oder täte und - wenn möglich - sogar zur strafenden Tat schritte?

Und auch die bedauernswerten Christen wehren sich immer noch mit dem Gotteslästerungsparagraphen.

Kommentar von TanjaStauch ,

Im Grunde korrekt (Cengos Kommentar).

Und ja: Die Ausdrucksweise von Hamburger könnte manche Christen oder Moslems oder andere Strenggläubige jeder Sorte verletzen.

Aber vor allem die, die bereit wären, im Namen ihres Glaubens andere Menschen zu unterdrücken.

Und solche Menschen sollten verletzt werden. Zumindest mit Worten. Voraussichtlich noch sehr viel mehr...

Vielleicht kannn das die Menschlichkeit wiederbeleben.

Falls nicht, hoffe ich inständig, dass solche humanitäts-resistenten Menschen auch körperlich soweit verletzt werden, dass sie nicht mehr in der Lage sind, andere Menschen zu steinigen oder auf Scheiterhaufen oder in Gaskammern zu zerren.

Kommentar von Hamburger02 ,

Angeblich sind das Religionen des Friedens und der Liebe.

Das kann ich aber so lange nicht glauben, wie ein Mann, der einen anderen Mann liebt, umgebracht wird aber ein Mann, der einen anderen Mann tötet, ins Paradies kommt.

Kommentar von dataways ,

 

Ohne Gewalt und Zwang hätte es das Christentum nie so weit gebracht sondern wäre eine von vielen Splitterreligionen geblieben,

Das mit der Gewalt und dem Zwang kam erst später, das Christentum hatte sich schon rasant in der Antike verbreitet, weil es neben dem Judentum DIE Modereligion war. Jude durfte kaum einer werden, Christ jeder.

Antwort
von Hegemon, 61

Was sollen denn bitte "christliche Länder" sein? Bei uns wurde die Staatskirche mit der Weimarer Reichsverfassung abgeschafft. Das war 1919.

Was hier jetzt noch an Christen rumläuft, das ist halt der übriggebliebene Rest.

Antwort
von Gerneso, 95

Jeder darf selbst entscheiden woran er glaubt und woran nicht.

Es gibt hier keinen Druck von aussen was "man" zu glauben hat. Fanatismus jeder Art wird abgelehnt.

Antwort
von daCypher, 86

Wahrscheinlich weil es keine "Atheistischen Staaten" gibt, wo man hingehen könnte.

In den christlichen Staaten gibt es oft auch ein gutes Bildungsangebot, so dass die Legende von einem Gott nicht lange hält und die Zahl der Atheisten halt immer größer wird.

Kommentar von Maxieu ,

"Wahrscheinlich weil es keine "Atheistischen Staaten" gibt, wo man hingehen könnte."

Na, das wird nicht der Grund sein, denn sonst hätte Albanien ab 1976 großen Zulauf erhalten, denn seit diesem Jahr sah die Verfassung dort vor, dass "der Staat an der Entwicklung der atheistischen Propaganda (arbeitet)". Auf religiöse Propaganda stand die Todesstrafe.

Dein zweiter Erklärungsansatz geht wohl eher in die richtige Richtung.

Antwort
von KayneAnunk, 68

Gibt bestimmt genauso viele Atheisten in z.B. muslimischen Ländern.
Nur da trauen sich die meisten nicht zu "outen", da in manchen Ländern keine Religionsfreiheit herrscht und es deswegen gefährlich sein könnte.
Wenn ich (Ex-Muslima) mich schon in DE nicht traue, meinen Eltern zu sagen, dass ich nicht mehr dem Islam angehören will, dann will ich mir gar nicht vorstellen wie es in manchen muslimischen Ländern so ist :D

Antwort
von charismaticus, 78

Naja in den meisten christlichen Ländern herrscht halt Religionsfreiheit. Da wird niemand bestraft, wenn er Atheist ist.

Antwort
von 1988Ritter, 53

Weil das Christentum keine Zwangsveranstaltung ist.

Kommentar von Maxieu ,

Weil das Christentum inzwischen keine Zwangsveranstaltung mehr ist.

Interessant ist ja, wie es dazu kam.

Antwort
von Lavendelelf, 77

Weil in christlichen Ländern Religionsfreiheit besteht.

Antwort
von 666Phoenix, 76

Nenne mir und allen hier bitte ein paar "christliche" Länder (den Vatikan kannst Du gleich weglassen!).

Kommentar von Karl37 ,

In GB ist die Queen Elizabeth auch Oberhaupt der anglikanischen Kirche. Auch in Monaco gibt es eine Staatskirche, ebenso in Dänemark und in Grönland. Für weitere Länder müsste ich erst nachschauen, denn bei Polen bin ich mir nicht ganz sicher. Hier hat aber die kath. Kirche großen Einfluss

Kommentar von 666Phoenix ,

Das wären dann Länder, in denen viele Unterarten des Christentums existieren und vorherrschen. Das sind noch lange keine "christlichen" Länder!! Die Queen in GB hat außer repräsentative Funktionen gar nicht mehr so viel zu sagen. Dito zu den Kirchenfürsten in den anderen genannten Staaten!

Grönland ist Bestandteil Dänemarks, Dänemark selbst ist eine konstitutionelle Monarchie, dito Monaco. In letzterem spielt ein ganz bekannter "Gott" eine nicht immer christliche Rolle: Gott Mammon.

Polen weiß noch gar nicht so richtig, was es für ein Staat sein soll. Bisher zeichnen die sich trotz (oder gerade WEGEN?) ihrer katholischen Hauptreligion mit extremen Rechtsverschiebungen aus! Wo ist da deren Christentum??

Also ich empfehle, etwas korrekter mit den Begriffen umzugehen. Eine Theokratie, wo also die Kirchen im politischen und anderen Bereichen das absolute Sagen haben, wäre der Vatikan und (nicht christlich natürlich) Saudi-Arabien.

Kommentar von TanjaStauch ,

Jo... "christliche Staaten" fallen mir außer dem Vatikan auch keine ein. Und falls doch, würde ich sie eher als abschreckende Beispiele empfinden. Die "christlichsten" US-Staaten zeichnen sich duch die höchsten Hinrichtungsraten aus. Und wundern sich dann, dass die Neigung zu Gewaltverbrechen auch unter der Bevölkerung nicht zurückgeht, sondern kontinuierlich zu nimmt.

"Jüdische Staaten" kenne ich einen. Auch nicht unbedingt ein vorbildliches Land.

"Islamische Staaten" gibt es einige. Aber auch da fällt mir kein Land ein, dass seinen Normal-Bürgern mehr als Unterdrückung bieten kann. Okay: Sie dürfen sich "frei entfalten", sofern diese Entfaltung in keiner Weise von den religiösen und staatlichen Normen abweicht. Im Zirkus nennt man das "Dressur".

Wir hatten so etwas im "christlichen Abendland". Oder im Nationalsozialismus. Oder im Stalinismus.

Antwort
von TanjaStauch, 18

Hm...

Was sind "christliche Länder"?

Und was genau sind "Atheisten"?

Aber wenn ich die Frage mal so verstehe, wie du sie wahrscheinlich meinst...

Wieso gibt es Krieg und Unterdrückung in dieser Welt?

Wieso sterben Nichtraucherinnen an Brustkrebs?

Wieso können einige Menschen den Staat um zig Millionen an Steuern betrügen, während andere nicht wissen, wie sie sich überhaupt etwas zu Essen leisten können?

Die Welt ist extrem ungerecht.

Falls es einen "allmächtigen Gott" gibt, ist dieser Typ für all das verantwortlich. Er / sie / es hätte das zumindest verhindern können. Und angeblich hat er / sie / es das alles ja auch selbst erschaffen.

Wer - mit offenen Augen - genug von dieser Welt gesehen hat, tut sich schwer, an so ein Monster zu glauben.

Ich persönlich glaube an eine Art "Gott". Aber mein "Gott" ist im Gegensatz zum "jüdischen, "christlichen" oder "muslimischen" Gott nicht "allmächtig". Eher jemand, der das alles auch zum Übergeben (an die Zensur angepasste Formulierung) findet. Und mit mir gemeinsam darüber weint.

Mein Gott strahlt nicht besonders. Zumindest im Vergleich zu Tschernobyl.

Er besiegt keine Feinde. Schon weil er niemanden als "Feind" betrachtet.

Er mag es nicht, wenn man "Heiden" oder "Ketzer" in seinem Namen ermordet. Vielleicht weil er seinen Namen selbst nicht kennt. Oder weil er es einfach pervers findet, wenn Menschen ermordet werden. Aber das ist mein ganz persönlicher Gott. Vielleicht ist der so arm, dass er nicht mal einen Himmel besitzt.

Falls du an einen "allmächtigen Gott" glauben willst, ist das okay. Aber falls dieses Teil wirklich "allmächtig" ist, müsste es ein ziemlicher Typ sein.

Falls ich wählen darf, entscheide ich mich in diesem Fall aus tiefster Überzeugung für die Konkurrenz. Die kann nicht wirklich übler und menschenverachtender sein.

Da ich keine Lust habe, auf Befehl zu hassen, zu unterdrücken und vielleicht sogar zu morden, komme ich lieber in die "Hölle". Und denke, dass ich dort mehr anständige Menschen wieder finden kann, als in einem "Himmel", der von einem fiesen Sadisten regiert wird.

Für so einen "typischen" Gott sind die meisten Menschen einfach zu gut, um ernsthaft an ihn glauben zu können.

Und jo: Es gibt auch viele Muslime, die nicht an so ein Teil glauben wollen. Aber in vielen islamischen Staaten bringt es heute noch große Probleme, diese Tatsache offen einzugestehen. Also ist man nach außen oft brav und gläubig.

Liebe Grüße,

Tanja

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten