Frage von Rika1998, 24

Warum gibt es so wenig Funde vom Spinosaurus?

Es wurde ein teilskelett von reichenbach gefunden, aber selbst das war extrem unvollständig, Normalerweise hätte man die anderen Teile verstreut finden müssen, aber ohne Erfolg :( in letzter Zeit wurde wieder etwas gefunden aber immer nur so wenig, ich finde das ziemlich merkwürdig, weiß jemand warum es so ist?

Antwort
von MarkusPK, 13

Dass nur unvollständige Skelette von Dinosauriern gefunden werden ist eher die Regel als die Ausnahme. Oft findet man nur einzelne Knochen, manchmal nur einen einzigen Zahn oder einen Splitter, der sich erst bei näherer Untersuchung als ein Dinosaurierknochen entpuppt. Die Wahrscheinlichkeit, mit welcher ein Dinosaurier als Fossil bis in die heutige Zeit überdauert, hängt von einer Vielzahl von Faktoreb ab.

Der wichtigste Faktor ist natürlich die Zeitspanne und der Lebensraum, in der er lebte. Da die Erde ständig in Bewegung ist, werden durch natürliche Umstände (Erosion) in der heutigen Zeit Gesteinsschichten freigelegt, die sich in ganz bestimmten Zeiten in der Erdgeschichte gebildet haben. Andere Gesteine aus älteren Zeiten können daruntet liegen, die aus jüngeren Zeiten aber bereits abgetragen und für immer verloren sein. Spinosaurus lebte im Cenomanium Nordafrikas, also in einem Zeitfenster, das heute nur sehr knapp in bestimmten Gegenden Nordafrikas erreicht wird. 

Ein weiterer Faktor ist natürlich auch die Häufigkeit ses entsprechenden Tieres, als es noch auf der Erde lebte. Pflanzenfresser sind generell viel häufiger als Fleischfresser. Da Spinosaurus auch ein sehr großer Fleischfresser war, dürfte er in seinem Lebensraum eher eine Seltenheit dargestellt haben.

Die Lebesweise des Tieres kann auch eine Rolle gespielt haben: ein Rudel- oder Herdentier bleibt öfter erhalten als ein Einzelgänger. Dies hat zum einen den Grund, dass Herden einen gewissen Schutz bieten, aber auch, dass vei plötzlichen Unglücken immer viel mehr Tiere auf einmal sterben und dadurch erhalten bleiben können. Spinosaurus könnte ein Einzelgänger gewesen sein.

Der letzte und trotzdem einer der wesentlichsten Faktoren für die Fossilisation ist der direkte Lebensraum, in welchem das Tier zu Hause war. Nach dem Tod muss ein Körper schnell mit Sedimenten bedeckt werden, um überhaupt eine Chance zu haben, als Fossil erhalten zu bleiben. In trockenen Gegenden geht das sehr gut, Sand und Erde können den Körper dann schnell bedecken, bevor er von Aasfressern entdeckt und gefressen wird. Auch in Flussdeltas und in Küstennähe ist die Chance relativ hoch, dass ein dort gestorbenes Tier rasch von Schlamm und Schlick begraben und konserviert wird. Spinosaurus hielt sich bei der Nahrungssuche zwar oft in Gewässernähe auf, ist dort aber vielleicht nach seinem Tod oft von Aasfressern wie Krokodilen gefressen worden. 

Aus all diesen Gründen sind Spinosaurus-Fossilien recht selten. Andere große Carnivoren wie Tyrannosaurus sind viel häufiger überliefert, weil ihre Fossilisationschancen eben sehr viel besser aufgestellt haben. Das bedeutes nicht unbedingt, dass diese Tiere zu ihrer jeweiligen Zeit häufiger waren, wir können heute eben nur weniger Überreste von ihnen finden.

Kommentar von ItzMe1008 ,

o.O Mal wieder was dazugelernt!

Antwort
von ItzMe1008, 22

Dinoskelette sind ja von...sagen wir mal "Schichten" bedeckt. Es ist klar, dass diese unvollständig sein können. Auch ist das ja schon gut 65 Millionen Jahre her... wer weiß, ob die Einzelteilchen nicht vielleicht sogar teils zerstört wurden. :)

(Bin aber kein krasser Profi in dem Thema)

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