Frage von Katzenpfote73, 22

Warum gibt es rote Pflanzen?

Haben die überhaupt Chlorophyll und wie funktioniert bei denen der Stoffwechsel ? Ist das ein genetischer Defekt bei denen?

Antwort
von PWolff, 10

Ja, es ist ein genetischer Defekt.

Der dunkelrote bis bläuliche Farbstoff dient als UV-Schutz für Knospen und junge Blätter. (Schützt also vor "Sonnenbrand".)

Normalerweise wird dieser Farbstoff abgebaut, wenn das Blatt "reift". Manche Pflanzen haben durch einen Gendefekt die Fähigkeit verloren, diesen Farbstoff abzubauen.

Die Blätter bilden Chlorophyll, ganz wie gesunde Blätter, und auch die Photosynthese funktioniert auf dieselbe Weise. Da der Farbstoff aber einen großen Teil des einfallenden Lichtes schluckt, haben diese Pflanzen gegenüber den grünen Pflanzen einen relativen Lichtmangel.

Durch diese stark verminderte Fitness können sich diese Pflanzen auf Dauer nur dort halten, wo sie anderweitig unterstützt werden, vor allem vom Menschen, der sie als Zierpflanzen hält. (Einschl. Rotkohl, der bis auf diese Abweichung dasselbe ist wie Weißkohl - hier vielleicht "Ziergemüse".)

Kommentar von PWolff ,

Bei manchen Pflanzen bleiben diese Farbstoffe, die Anthocyane, in anderen Pflanzenteilen als den Blattspreiten erhalten, z. B. beim Rhabarber.

Antwort
von GhostBird, 17

Ja haven sie, der Farbstoff wird nur durch den roten Überdeckt. Das ist meist eine Überlebensstrategie. Und eine Mutation.

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