Frage von theplayer101010, 226

Warum gibt es Rassisten und was haltet ihr davon?

Wieso gibt es so viele Rassisten in Deutschland? Es ist doch offensichtlich das wir eine Rasse sind und keiner anders ist und es deswegen keinen Grund gibt um Rassistisch zu sein. Ist es Dummheit? Wieso haben wir z.B die Pegida. Die Pegida ist gegen Islamisierung. Aber es ist doch im Islam nicht erlaubt den Menschen zu schaden. Es sind nur Idioten die denken man muss für die Religion Menschen töten und das ist wieder ein Fall von Religionsfeindlichkeit. Wieso heißen wir die Flüchtlinge einfach nicht Willkommen. Wenn man Deutschland mit Luftangriffen zerstören würde, würden wir ja auch fliehen, aber Rassisten, AfD, NPD, Pegida usw. sind ja gegen Ausländer. Wieso denken die Menschen einfach nicht darüber nach und begreifen nicht das wir eine Rasse sind. Es ist doch toll das andere Menschen ihr Kulturen mitbringen. Wir müssen ja nicht geschlossen sein. Früher waren Schwarze Sklaven, obwohl die genau so gleich waren wie die Weißen. Wieso unternehmen die Politiker nichts gegen Rassisten? In Deutschland haben wir ja Meinungsfreiheit, aber ich denke eine Meinung muss auch begründet sein. In der Schule sagen die Lehrer auch eine Meinung muss gut begründet sein. Und wenn man begründen will das wir alle eine Rasse sind und es keinen Grund gibt andere Menschen wegen anderer Religion, Hautfarbe oder Landes zu hassen. Einige versuchen ja zu zeigen das der Islam böse ist, aber warum sagt man nicht die Gründe das der Islam auch gut ist? Wieso gibt es Rassisten?

Antwort
von TUrabbIT, 22

Zunächst ein Hinweis, leider wird in den Medien gern wild mit Begriffen um sich geworfen und diese werden dann in der Folge häufig durcheinander gebracht.

Rechte Politik ist von der Ausrichtung eine konservative, nationale Politik. Die CDU und CSU sind mitte/rechte Parteien. Hier geht es viel um die Stärkung der Wirtschaft, der Reicheren und des eigenen Landes(Nation) aber auch um Erhalt der Traditionen und Werte (Konservation).

In den stärker rechten Bereichen wo rechtspopulistische Parteien wie die AfD und Gruppen wie PEGIDA einzuordnen sind, geht es stärker in das Nationale sodas sich hier nicht mehr nur auf eine Stärkung des Nationalen sondern auch auf die Ausgrenzung des nicht Nationalen fixiert wird, das führt zu Ablehnung von Fremden, Ausländerfeindlichkeit und Forderungen nach mehr Abschottung.

In den extrem rechten Bereichen werden gehen die konservativen und die nationalen Werte ins extreme und wenden sich stark gegen Widersprüchliches. Also starke Ausländerfeindlichkeit bis hin zu Rassismus*, ablehnung der neueren Werte und Traditionen und Wunsch und Streben zur Wiederbelebung vergangener (vermeintlich) besserer Zeiten wie z.B. Kaiserreich oder Nationalsozialismus. Hier finden sich die NPD, Neonazis und z.T. Reichsbürger u.ä. wieder.

*Rassismus ist nicht gleich Ausländerfeindlichkeit, geht aber häufig Hand in Hand. Rassismus geht von einem Kampf der Rassen aus, dabei werden Rassen verschiedene, vermeintlich typische Eigenschaften zugeordnet und diese in einer Art Rangfolge bewertet. Dabei können Abstammung von keltischen oder germanischen Völkern als Kriterium gelten, daher kann es gut sein und ist häufig so, das hier Länderübergreifend gewertet wird z.B. eine Verbindung der Germanischen und Nordischen Völker, so das Schweden, Norweger, Deutsche etc. zusammen gelten.
Dadurch unterscheidet es sich von reiner Ausländerfeindlichkeit die auf die Nation abziehlt statt auf die Rasse.

Damit zu deinen Fragen,

Generelle Aussagen über den Islam sind meist falsch. Sowohl im positiven wie im negativen. Wer kann denn berechtigt sagen, das er DIE Richtige Interpretation der Islamischen Schriften hat und die anderen die Falsche?
Im Islam ist offenbar, wie in jeder Ideologie, beides vorhanden, der Gewaltsame Kampf gegen Andersgläubige und für ein muslimisches Reich wie der friedliche Islam der den Menschen Freiheit lässt und Gewalt ablehnt, sowie einige Abstufungen dazwischen.

Bei Flüchtlingen haben wir mehrere Probleme.

Zum einen sehen wir gerade eine typische Reaktion auf eine große Koalition der Mitte, nämlich eine Stärkung der Randgruppen, Links wie Rechts. Dazu kommt eine sehr verbreitete Angst vor Terror und gewalttägigen Islam aufgrund der Meldungen über den IS und Anschlägen in vielen Ländern.

Darauf traf die umstrittene Entscheidung massiv Flüchtlinge die in Europa in großen Gruppen kamen nach Deutschland zu holen, hier folgte ein großes Hin und Her in der (europäischen/nationalen) Politik, aber auch Unmut und Chaos in den Kommunen die mit der Situation überfordert sind.
Diese Wirrungen sorgten für Verunsicherung in der Bevölkerung.

Daraus und aus einer stark einseitigen Berichterstattung seitens der Medien resultierte eine Spaltung in der Gesellschaft in pro und contra Flüchtlinge bzw. Einwanderung, und Überhitzung der Diskussionen die zu einem unmittelbaren erstarken rechter aber auch etwas linker Parteien führte.

Da rechte Parteien als konservativ und national gelten werden diese gewählt um eine Gegenströmung zur starken Einwanderung und den damit verbundenen Unsicherheiten, und eine Wiederherstellung der vorigen Ordnung zu erzwingen. Doch sind längst nicht alle Wähler oder Mitglieder rechter Parteien auch Rassisten.

Wohingegen linke Parteien für mehr Freiheit für alle und soziales Engagement stehen, und sich gerade in dem Chaos um die Flüchltingskrise stark auf die schnelle und unkomplizierte Hilfe für die Geflüchteten konzentriert haben. Ebenso wenig wie Rassisten bei rechten Parteien, sind hier Wähler oder Mitglieder linker Parteien Kommunisten,Sozialisten oder Anarchisten.

Dazu kommen andere Probleme wie Sozialneid, der u.a. durch der Frust vieler Sozialhilfe Empfänger bedingt wurde; und berechtigte wie unberechtigte Ängste vor Kriminalität durch die Zuwanderer und Rückschritte im Frauenbild u.ä.

So um die Ausschweifung zu beenden:
Es gibt Rassisten und Rechte. Es gibt berechtigten Zorn, Ängst und Sorgen wie unberechtigten Hass.
Es gibt Rassisten weil Menschen ständig auf der Suche sind nach einem Sinn in ihrer Existenz und einer Einordnung ihrerselbst gegenüber anderen. Dies wird in vielen verschiedenen Ideologien aufgegriffen und befriedigt, dabei ist Rassismus bzw. Rassenlehre eine davon, die sich vorallem auch durch ein einfaches Selbstbild und Feindbild auszeichnet.

Warum tun die Politiker nichts dagegen?
Sie tun viel dagegen, aber es ist nicht so einfach. Es wird vorallem in Bildung und Information sowie dem Kontakt zwischen Deutschen und Ausländischen Einwohnern investiert, dazu auch Aussteigerprogramme für Mitglieder Rechter Gruppen uvm.

Meinungsfreiheit. Das beinhaltet (leider) auch die Möglichkeit keine oder ziemliche simple Meinungen zu haben und das ist auch gut so, denn sonst wäre es keine Freiheit.

Ich halte nichts von Rassismus aber auch nichts von solchen Begriffsvermischungen wie ich sie am Anfang erläutert habe.

Antwort
von GanMar, 99

Rassisten gibt es überall. Das ist nun mal leider so.

und begreifen nicht das wir eine Rasse sind

Das liegt daran, daß die Rassisten unter dem Begriff "Rasse" etwas anderes verstehen als Du.

Nenne einen Rassisten mal "xenophobe Person", dann kann der Begriff "Rasse" wegfallen und Du hast jemanden, der eine Abneigung oder gar Angst allem "Fremden" gegenüber hat. Zumeist wird eine andersartige Kultur als fremdartig empfunden - und eine andersartige Kultur beinhaltet oft ein anderes Wertesystem und ein anderes Sozialverhalten. Was fremd ist, das ängstigt uns. Ein Relikt aus der Steinzeit, sag ich jetzt mal. Was der Neandertaler nicht kennt, das ißt er nicht. Könnte ja giftig sein. Und ein unbekanntes Tier streichelt er nicht. Es könnte ja beißen. Es ist also ein instinktives Verhalten, welches in vielen Fällen das Überleben sichert. Auch heute noch. Du packst ja auch nicht alles an, was irgendwie "komisch" aussieht.

Nun können wir spekulieren: Warum legt ein Mensch im Umgang mit einem ihm unbekannten Menschen seine instinktiven Handlungsweisen nicht ab? Warum versucht er keine Verständigung, damit das Fremde zu etwas Bekanntem wird? Vielleicht liegt es an der mangelnden geistigen Kapazität und der Unmöglichkeit, noch etwas zu lernen? Immerhin waren sechs bis sieben Jahre Grundschule schon zuviel und DSDS, Big Brother und das Dschungelcamp haben die restlichen Hirnreserven dann vollkommen aufgezehrt?

Kommentar von theplayer101010 ,

Tolle Antwort!

Kommentar von 1988Ritter ,

Dir ist schon bewusst das Du mit Deiner Antwort eigenen Rassismus offenbarst.

Jeder Mensch hat nach unserer Gesellschaftsordnung und unseren Gesetzen ein Anrecht darauf, sich sein eigenes Umfeld zu gestalten. 

Menschen die lieber in ihrem gewohnten Umfeld verbleiben wollen, und nicht wünschen, dass man ihnen andere Menschen aus anderen Umfeldern, Gemeinschaften, Kulturen oder ethnischen Gruppen beigesellt, sind nicht automatisch Menschen mit mangelhafter Bildung und Fernseher geschädigt.

Das stellt eine pauschale Verunglimpfung dar, und ist für sich ein Rassismus.

Wir leben zudem in einer Demokratie,und da ist es rechtlich nicht haltbar, dass mir ein Staatsorgan oder gar ein Politiker meinen Umgang verordnet.

Folglich muss jeder Bürger des Landes, sowie jeder Politiker und der Staat selbst eine individuelle und persönliche ablehnende Meinung eines Bürgers akzeptieren. So ist unser Rechtssystem !!!

Bürger, die etwas nicht wollen als Xenophob, Hater, Ausländerfeind, Nazi, Rechtsradikaler oder gar Dumm zu titulieren, beweist eher ein mangelhaftes Demokratieverständnis.

Zudem glaube ich, dass man mit einer derartigen Vorgehensweise die Gesellschaft spaltet, und Unerfreulichkeiten regelrecht provoziert. Gegenseitiges Verständnis, sowie die Suche nach Lösungen wären weitaus sinnvoller. 

Ich persönlich bin erschrocken über bestehende Organisationen wie die Reichsbürger, die zudem Zulauf erhalten. Solche Organisationen wären nach meiner Ansicht überhaupt nicht entstanden, wenn der Staat hier mit dem Bürger zusammen arbeiten würde, und nicht wie jetzt, den Bürger einfach bestimmt.

Antwort
von ArbeitsFreude, 23

Meine Erklärung, lieber theplayer:

ES GIBT RASSISTEN, weil es die BLÖDHEIT GIBT!

nimm MICH als Beispiel: Ich bin RASSist!

Ich bin gegen die Rasse der Blöden!

zu denen zähle ich Dich, wenn ich einen derartig geballten Schwachsinn wie Deine Frage lese! (...die ja gar keine Frage ist!)

Für mich gehörst du zur Rasse der Blöden!
Ich lehne alle Blöden ab - ohne Rechtfertigung, Grund oder Sinn!

Woher will ich wissen, dass Du blöd bist? Bloß weil Du hier gerade einmal eine vollkommen idiotische Frage formuliert hast, die gar keine Frage ist!

Du könntest trotzdem ein intelligenter Mensch sein!

Dich zu verurteilen ist sogar gegen meine Religion (ich bin Buddhist)!

Es ist nicht gut, richtig oder schön, aber so ist es nunmal: Der MENSCH als solcher ist einfach so!

Ist das nicht blöd:)?

Antwort
von Meeew, 56

Kann man nicht wirklich erklären.

Ich denke mir da nur 1 Mensch allein ist vielleicht ganz schlau, viele Menschen sind aber dumm zusammen.
Es gibt immer Mitläufer die anderen nachplappern, dazu muss man nicht mal in die Politik sehen sondern schlicht mal in die Schule. Selbst Grundschüler zeigen diese Strukturen wenn es um Mobbing geht, aber auch wenn  deren Lehrer etwas erzählt. Sie hinterfragen  nicht und plappern einfach nach.
(Der Grund dafür ist zwar das sie noch nicht gelernt haben zu hinterfragen,
Jedoch ist es eigentlich weiterhin dasselbe wenn eine Person theoretisch schlau genug ist das gelernt zu haben)

In JEDEN Land gibt es diese Idioten, irgendwo hab ich sogar gelesen das es in Amerika mehr Neonazis gibt als bei uns.  

Antwort
von SibTiger, 63

Wenn man eine Religion, wie den Islam ablehnt hat das zunächst einmal gar nichts mit Rassismus zu tun.

Man lehnt ja nicht zwangsläufig die muslimischen Menschen ab, sondern die Dogmen ihrer Religion.

Da sollte man also schon genauer hinsehen, was nun eigentlich als "böse" bezeichnet wird.

Wenn ich sage, das ich den fundamentalistischen Islam nicht mag, hat das bei mir gar nichts mit irgendwelchen Terroristen oder Flüchtlingen zu tun, sondern damit, das ich den Koran und seine Aussagen und Forderungen ablehne und damit, dass ich das islamische Gottesbild Allah so wie er sich in seinem zweifelhaften Buch offenbart,besonders grausam finde. 

Es gibt auch islamische Richtungen, etwa die Alewiten, die ich ohne weiteres akzeptieren kann.

Kommentar von matmatmat ,

Ja, man muß da aber mit der Religionskritik sehr vorsichtig sein, da trifft man schnell Leute die mit Rassistischen Ideen daher kommen und von denen muß man sich erfolgreich abgrenzen...

Kommentar von SibTiger ,

Richtig, man kann aber eben auch als links-orientierter Mensch, der Rassismus mehr als ablehnt, und der der letzte wäre Menschen, denen es schlecht geht nicht aufzunehmen, die Religion, die viele der Leute mitbringen nicht akzeptieren.

Kommentar von marylinjackson ,

Die IS-Anhänger sind gläubige Rassisten, die Andersgläubige und Ungläubige töten, wenn sie nicht zum Islam konvertieren, nur, weil sie sie als minderwertig betrachten. Günstigstenfalls erlauben sie den Kuffar, dass sie eine Kopfsteuer zahlen.

Das ist religiöser Rassismus.

Antwort
von matmatmat, 56

Ich fürchte mit dumm hat es wenig zu tun, es gibt einige wenige sehr intelligente Rassisten...

Im allgemeinen kommt da zusammen:

- Angst vor was unbekanntem / neuem / fremden. Einfach nur weil es fremd ist.

- Der irrglaube, das was man selbst ist, wäre das beste was man sein kann.

- Die suche nach einem Sündenbock für alle eigenen Probleme, die man sonst selbst in den Griff bekommen müßte

Die meisten Politiker unternehmen doch was. Ich kenne sogar einige die sich solchen Rassistenaufmärschen in den Weg setzen. Man sollte denen aber keine zu große Bühne bieten. Je mehr die in den Medien Werbung machen können desto mehr Leute fallen auf den Unsinn vielleicht rein.

P.S.: Es gibt keine Menschenrassen, auch bei nur einer einzigen wäre der Begriff wissenschaftlich nicht korrekt.

Antwort
von SelinaPlath, 56

Der Mensch hat Angst vor "Unbekannten". Die Menschen, die etwas gegen andere Nationalitäten usw. haben, haben sich meistens noch nie mit diesen Menschen beschäftigt.

Sehr oft haben sie selbst keine schlechten Erfahrungen gemacht, sondern werden von Gerüchten und Medien beeinflusst. Erziehung hat auch viel damit zu tun.

Es ist echt schade, dass wir im 21. Jahrhundert immer noch so viele Vorurteile haben.

Ich für mich bin sehr froh, dass meine Schwägerin aus Kenia (Afrika) kommt. Ich hab bisher viel von ihrer Kultur kennen lernen dürfen! Wirklich sehr interessant!

Letzendlich sind wir alle Menschen und keiner ist mehr Wert als der andere!

Antwort
von Maarduck, 20

In der Natur verteidigt jedes Individuum einer jeden Art SEIN Revier. Nur der Mensch ist antirassistisch. 

Das liegt zum einen in der modernen Erziehung (früher wurde sogar zum Rassismus erzogen), zum anderen auch in der Sexualität des Menschen. Jeder Mensche kann (aber nicht muss) jeden Menschen einer jeden Rasse sexuell anziehend finden. Leider wird gerade diese friedensstiftende Eigenart des Menschen von den Religionen oft bekämpft - da sagen die Muslime eine Muslimin darf nur einen Muslim heiraten, die Juden sagen eine Jüdin darf nur einen Juden heiraten u.s.w.

Nur die Naturreligionen, Buddhismus und der Atheismus bilden da löbliche Ausnahmen.

Antwort
von daria78, 48

Rassismus bedeutet, dass du jemanden aufgrund des Melanin-Anteils in seiner Haut mit unterschiedlichen Vorurteilen bombardierst, von denen du nicht bereit bist, abzulassen. Des Weiteren zieht der Rassist eine harte Grenze zwischen Menschen mit unterschiedlichem Melanin-Anteil in der Haut, wie der Sexist zwischen den Geschlechtern und er teilt Menschen liebend gerne in Farben ein, wie ein kleines Kind seine Spielfiguren nach Farben sortiert. Der Rassist gibt jeder Farbe eine andere Wertigkeit und es ist ihm egal, wenn ein Mensch mit dunkler Hautfarbe die deutsche Rechtschreibung besser beherrscht als ein Hellhäutiger - er sieht in dem Weißen trotzdem das bessere Beispiel für unser Land. Aber jetzt eine Frage von mir: Was hat das gerade angeschnittene Thema mit dem Islam oder den Flüchtlingen zu tun? Eine Religion sagt immer etwas über einen Menschen aus, eine Hautfarbe nicht zwingend. Religion gibt dem Menschen eine bestimmte Denkweise, aber was der Melanin-Anteil der Haut jetzt für einen besonderen Charakter erzeugt, wüsste ich nicht.

Antwort
von Rosenblad, 40

Rassismus ist – genährt aus Vorurteilen, Stereotypen und einfachsten Meinungsabläufen - eine einseitige, fehlerhafte und negative Attributionsdisposition die auf kollektive Menschengruppen zielt. Diese Disposition beruhen auf verschiedensten Attributionsfehlern – wie Wahrnehmungs- Kennzeichnungs- und Urteilsverzerrungen, sog. illusorischen Korrelation (die Konstruktion von Korrelationen zwischen Gegbenheiten, Zuständen und Inhalten die es in Wirklichkeit nicht gibt) oder Erwartungen die über sog. selbsterfüllende Prophezeiungen sich erfüllen (siehe dazu : Aronson et al., Sozialpsychologie, S.507).

In dieser Gemengelage werden solche Positionen über nostrozentrische Gruppenzugehörigkeiten, schmalen Interpretationskurven und geschlossenen Zirkelmodellen weiter verstärkt und sanktioniert.

In seinem Herkommen dürfte hier rudimentäre Zugänge lithisch-mentaler Soziomodelle phobischer Wahrnehmung und Deutung aus einem extrem dunklen menschlichen Existenzraum zu beschreiben sein.
Rassismus ist immer eine Überspitzung, die überzogene Selbsterhöhungen und massive Fremddeindividuationen (als herabsetzende und entwertende Fremdbilder – was hin bis zum Rassenwahn als Vernichtungswahn „hinab“führen kann) explizit macht - deren Gründe gesellschaftlich, soziologisch und psychologisch zu evaluieren wären – wie im Falle der „Pegida-„Bewegung“). Rassimsu impliziert immer auch einen Extremismus, der nicht immer eindeutig und sauber bestimmbar ist und sich oft einem genauen Erkenntnisbild als Verständnis entzieht.

Rassismus ist aber v.a. ein historisches Phänomen: „..ein Erbe der geschichtlichen Entwicklung unseres modernen Denkens und damit Teil unserer modernen Rationalität“ (Christian Geulen „Geschichte des Rassismus“, S.8)

Und wie grausam, extrem brutal diese Rationalität in eine Hasspsychose umschlagen kann konnte ich in Ruanda selbst im Blick auf die zerhackten Leichengruben auf erschütternde Weise wahrnehmen.

Antwort
von Nunuhueper, 35

Es gibt neben dem biologischen Rassismus auch sozialen und religiösen Rassismus.

Rassismen sind vielfältiger, als Du denkst.

Antwort
von unpolished, 88

Eine Frage die schon Millionenfach diskutiert wurde, und für die es keine sinnvolle Erklärung gibt. Auch wird sich das NIE ändern! 

By the way gibt es Rassisten in JEDEM Land. Unnötig hier wieder einmal nur Deutschland damit in Verbindung zu bringen! 

Kommentar von theplayer101010 ,

Ich nehme Deutschland nur als Beispiel. Es gibt natürlich überall Rassisten nur das Beispiel mit Deutschland können wir Deutsche besser verstehen.

Kommentar von unpolished ,

Ein Beispiel? Du hättest die Frage auch genauso gut ohne "Beispiel" stellen können und jeder hätte gewusst worauf du hinaus willst. 

Es geht mir so auf den Sack dass nur die Deutschen immer Deutschland mit Rassismus und am besten noch A.H. in Verbindung bringen, wo in der ganzen Welt kein Hahn mehr danach kräht. 

Deutschland hat hat den Rassismus weder erfunden noch gepachtet! 

Kommentar von theplayer101010 ,

Ich weiß, aber ich kann doch nicht einfach dann Situationen aus anderen Ländern sagen die keiner versteht da wir dieser Situation nicht nahe stehen.

Kommentar von unpolished ,

Du musst überhaupt kein Land mit einbeziehen. Was ist so schwer daran eine Frage "neutral" zu stellen? Oder warum hast du nicht z.B. gefragt wieso Polen rechts gewählt hat? 

Kommentar von Parnassus ,

Das sind doch überwiegend 12 Jährige, welche versuchen mit ihrer recht naiven Betrachtungsweise die Welt zu verstehen...so wie jede Generation davor 

Kommentar von unpolished ,

Also ich habe mir mit 12 nicht solch Fragen gestellt, und auch nicht darüber nach gedacht. 

Kommentar von Parnassus ,

Das ist schade für dich , aber Meinetwegen gehe ich bis 16 hoch...

Kommentar von realsausi2 ,

Unnötig hier wieder einmal nur Deutschland damit in Verbindung zu bringen! 

Wer in Deutschlan lebt, tut gut daran, erstmal vor der eigenen Türe zu kehren.

Es ist an uns aufrechten Deutschen, den rassistischen Pöbel in die Schranken zu weisen.

Antwort
von Schnoofy, 40

Es ist doch offensichtlich das wir eine Rasse sind.

Das ist überhaupt nicht offensichtlich und es ist mir ein Rätsel wie Du das begründen willst. Menschenrassen gibt es nämlich nicht:

http://www.mmsseiten.de/wt-005.htm

Kommentar von AnonYmus19941 ,

Ich glaube, dass er eher meint, dass die Menschen allgemein eine Rasse sind.

Antwort
von 1988Ritter, 55

Ich möchte jetzt erstmal zu dem Wort Rassist allgemein etwas schreiben.

Es ist unbestritten, dass wir auf der Welt eine Viezahl von menschlichen Rassen haben. Wenn man es professioneller aussprechen will, dann spricht man auch von ethnischen Gruppen.

Ich behaupte, es ist ganz normal das unterschiedliche ethnische Gruppen zusammenhalten, und andere Gruppen mit Vorbehalt betrachten.

Man kann dies wunderbar auch in diesen "Club-Urlauben" sehen, obwohl alle Urlauber gleichen Urlaub mit gleichem Ziel gebucht haben, finden sich die jeweiligen "Landsleute" erstmal für sich bevor sie sich anderen öffnen.

Die ethnische Unterscheidung ist deshalb nach meiner Meinung etwas natürliches, was auf allen Kontinenten und bei allen Rassen und Nationen vorkommt.

Der Rassismus wird erst dann zu einem Negativmerkmal, wenn man sich generell einer Menschengruppe verschließt. Dabei ist für mich das Hauptmerkmal des Rassismus, das die jeweiligen Personen sich den ausgeschlossenen Personen gegenüber als etwas besseres halten. Dies ist dann für mich auch gleich der reine Rassismus.

Was wir Heute sehr oft erleben, dass Menschen als Rassisten bezeichnet werden, die lediglich Vorbehalte haben. Das ist dann nach meiner Ansicht nicht richtig.

Vorbehalte setzen sich in der Regel aus Befürchtungen zusammen. Nehmen wir den hypothetischen Fall, und bezichtigen wir alle Schwarzafrikaner als Rauschgiftdealer. Dann habe ich dieser ethnischen Gruppe gegenüber den Vorbehalt, dass ich befürchte, es handelt sich alles nur um kriminelle Personen die unlauter unterwegs sind. Sehe ich aber dann, dass Schwarzafrikaner genauso fleissig und ehrlich arbeiten wie jeder andere auch, dann bauen sich diese Vorbehalte mit der Zeit ab. Es handelt sich also nicht um einen reinen Rassismus, sondern um eine Ansicht die sich auch eines besseren belehren lässt.

Kommen wir nun zum Islam.

Der Islam macht seit langer Zeit mit einer Anhäufung von Unerfreulichkeiten auf sich aufmerksam. Welche Ursache und welche Natur Grund der Unerfreulichkeiten sind, brauchen wir jetzt hier nicht zu debattieren, da dies auch zu weit führen würde. Wenn jetzt Menschen einfach nur sagen, ich will mit sowas weder zu tun haben, noch belangt werden, dann stellt dies kein Rassismus dar. Wir leben in einer freien Demokratie, und da muss sich niemand etwas vorschreiben oder gar aufdrängen lassen. Wenn die Leute das nicht wollen, dann ist das eben so.

Zudem darf ich zum Islam gleichsam meine Meinung schreiben, wer unterteilt guter Moslem Paradies, Andersgläubige = Ungläubige = Höllenbewohner, und dann auch unter Umständen in seinen Handlungsweisen gegenüber Andersgläubigen entsprechendes Auftreten hat, der sollte mal über den Spruch nachdenken:

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen.

Kommentar von realsausi2 ,

Es ist unbestritten, dass wir auf der Welt eine Viezahl von menschlichen Rassen haben.

Das ist sehr wohl bestritten. Tatsächlich gibt es keine unterschiedlichen menschlichen Rassen.

Kommentar von 1988Ritter ,

Das ist eine These die schon biologisch widerlegt ist. Menschen des afrikanischen Kontinents, pauschal als Schwarzafrikaner bezeichnet, haben einen Muskel mehr, weshalb diese bei Laufwettbewerben auch so erfolgreich sind.

Kommentar von realsausi2 ,

Selbst wenn das so wäre, wäre es kein geeignetes Merkmal für eine Rassendefinition.

Kommentar von 1988Ritter ,

Eine Rassendefinition ist grundlegend Unfug. Man darf aber nicht verleugnen, dass jeder Mensch das Recht hat, sich z.B. einer Gruppierung zugehörig zu fühlen. Genauso darf man dem Menschen nicht absprechen, dass er ein Recht darauf hat, etwas nicht zu wollen. Würde man dies durchführen, dann hätten wir keine freien Menschen, sondern nur noch fremdbestimmte Menschen, man könnte auch sagen Sklaven.

Kommentar von GanMar ,

Genauso darf man dem Menschen nicht absprechen, dass er ein Recht darauf hat, etwas nicht zu wollen.

Soweit so gut. Allerdings haben dann alle Menschen auch das Recht, etwas zu wollen. Und nun haben wir das Problem, daß nicht alle diese Wünsche so erfüllt werden können, ohne auch nur irgend eine Person in irgend einer Art zu benachteiligen. Also muß zwangsläufig ein Weg gefunden werden, soviel Freiheit wie möglich bei gleichzeitig so wenig Einschränkung wie nötig zu gewähren. Wobei sich nun die Frage stellt, in welchem Maße ein individueller Anspruch gegenüber einem kollektiven Anspruch berücksichtigt werden sollte. Und wie setzt sich überhaupt das anspruchsberechtigte Kollektiv zusammen? Hat überhaupt jemand das moralische Recht, einem Anderen die Zugehörigkeit zu diesem Kollektiv zu verwehren?

Kommentar von 1988Ritter ,

....und da findet sich dann das Instrument der Demokratie. Über Wahlen von politischen Vertretern besteht die Möglichkeit unterschiedliche Ansichten über den eigenen Willen im Kollektiv zu lösen.

Antwort
von Tennispl898, 83

So vieles von dem was du schreibst ist falsch bzw. basiert auf Halbwissen/Hörensagen, dass es sinnvoller wäre, wenn du deinen Text in mehrere Fragen aufteilen würdest. Dann könnte man dir vielleicht ein wenig Klarheit verschaffen.

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