Frage von Dominolias, 212

Warum gibt es Pflichtveranstaltungen anSchulen, obwohl Deutschland ein freies Land ist?

Man wird wortwörtlich GEZWUNGEN an verschiedenen Veranstaltungen teilzunehmen, und man muss auch noch meistens Geld bezahlen. Wieso?

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 44

Hallo :)

Da muss man differenzieren ----------> das sind ja keine hobbymäßigen Nonsens-"Scherzveranstaltungen", die die Schule anbietet sondern Veranstaltungen, die eindeutig einen bildungsbezogenen Aspekt haben & somit dem Auftrag der Schule gerecht werden (Projekttage, "erlebnispädagogische" Wandertage/Ausflüge, Vorträge "interessanter" Leute, Workshops, soziale Aktionen, sportliche Aktivitäten usw.)... 

Tanzkurse fallen da normalerweise nicht darunter - mein Wissensstand - aber es kann je nach Schule auch verpflichtend sein, "weil das schon immer so war" & die Lehrerkonferenz es eben beschlossen hat ... das ist ärgerlich, aber machen kann man da auch nix. Außer vllt., wenn's finanziell nicht klappt, einen Zuschuss oder Kostenübernahme zu beantragen ---------> was idR mit Goodwill behandelt wird!

Klassenausflüge/Abschlussfahrten usw. sind übrigens auch keine Pflichtveranstaltung ---------> wer da nicht mit will kann nicht gezwungen werden, aber er muss halt solange eine andere Klasse besuchen. Für Religionsunterricht, aus dem man sich austrägt gilt grob das Gleiche... da muss man dann in Ethik, sofern der Ethikkurs zustandekommt (was er bei mir damals nicht tat, weil es außer mir nur zwei andere Personen waren, die Reli abwählten). 

Ansonsten -------> meckern oder resignieren bringt nix ;) Da sollte man sich ganz einfach fügen & vllt. sich 'ne optimistische Haltung zulegen.. also nicht z.B. dem "blöden Tanzkurs" entgegen meckern, sondern sich auf die Zeit freuen wenn er wieder rum ist ODER aber versuchen dem Kurs schöne Seiten abzugewinnen!

Alles Gute ... und eine schöne Woche :)

Kommentar von Chriyovime ,

Richtig.., fügen oder auch sich verweigern.

Antwort
von Digarl, 101

Das liegt an der Schulpflicht. 

Für sozial schwächere Familien kommt der Staat für solche Kosten auf.

Ich fand es auch doof, doch was will man machen ...

Antwort
von egglo2, 114

Sprichst du von der Schulpflicht? Oder von sonstigen Veranstaltungen an der Schule?

Kommentar von Dominolias ,

Sonstigen Veranstaltungen an der Schule.

Kommentar von egglo2 ,

Ok. Also unser Sohn nimmt auch an Veranstaltungen Teil, die nicht zum Unterricht gehören. Diese sind aber immer freiwillig.

Hast du eventuell ein konkretes Beispiel?

Kommentar von Dominolias ,

Ja, zum Abschluss muss jeder Schüler der 10 Klasse einen Tanzkurs belegen, der 20€ kostet. Ohne die Möglichkeit ja oder nein sagen zu können...

Kommentar von egglo2 ,

OK....das ist seltsam. Kann ja niemand zum Tanzen gezwungen werden. Wäre für mich auch der Horror gewesen ;-)

Antwort
von MaraMiez, 100

Man muss nicht. z.B. Klassenfahrten oder Exkursionen. Mann muss nicht mit fahren und dann muss man auch nicht bezahlen. Man wird zu so etwas nicht gezwungen. (Das gleiche gilt auch für Abschlussbälle und co.)

Aber man muss dann halt in einer anderen Klasse am Unterricht teilnehmen, sofern noch Schulpflicht besteht.


Kommentar von Digarl ,

Klassenfahrten fallen unter Schulpflicht! 

Kommentar von MaraMiez ,

Deswegen sag ich ja, dass man dann, wenn man da nicht mit will oder es sich nicht leisten kann, den Unterricht in einer anderen Klasse mit machen muss. Zur Klassenfahrt kann man jedenfalls keinen Schüler zwingen.

Kommentar von Digarl ,

Doch das kann man. Wenn man sich die Klassenfahrt nicht leisten kann wird diese übrigens vom Amt übernommen.

Kommentar von Digarl ,

Bei Abschlussbällen etc. hast du natürlich Recht.

Kommentar von MaraMiez ,

Nein, kann man nicht, solang es Ausweichmöglichkeiten in anderen Klassen gibt. Ich bin auch ein paar Jahre zur Schule gegangen und es gab bei uns Leute, die auf die ein oder andere Veranstaltung keinen Bock hatten (auch Klassenfahrten). Die Lehrer hams "zu zwingen" versucht, die Eltern sind damit zum Schulamt, das Kind brauchte nicht mit. Solche Fälle sind auch schon zu hauf bis vors gericht gegangen und da sind sich die Gerichte einig:

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/streitfaelle-an-schulen-klassenfahrt-i...


"Zum Thema Klassenfahrt befanden Richter bislang: Die Teilnahme
ist keine Pflicht. Eltern haben daher auch grundsätzlich das Recht,
ihren Kindern das Mitfahren zu verbieten. Und Schüler können auch von sich aus sagen: "Ohne mich". Extra-Ferien bedeutet das für
Daheimgebliebene aber nicht. Sie müssen in dieser Zeit dann in eine andere Klasse gehen. Und welche das sein wird, legt die Schule fest. "

Und Klassenfahren werden nicht immer vom Amt übernommen, das kommt immer auf den Einzelfall an. Hartz4-Empfänger haben darauf mehr Chancen als z.B. zwei arbeitende Eltern, die deutlich überm Bedarfssatz verdienen und sich das dennoch nicht leisten können weil, weiß der Geier, die Ratenzahlungen fürs Haus sehr hoch sind oder der Familienaurlaub genau das dafür angesparte Geld frisst. Das interessiert das Amt nicht, wenn das Geld wegen irgendwelchem "Privatvergnügen" nicht reicht.

Kommentar von Digarl ,

Ich schrieb auch das sie nur übernommen wird wenn man sich die Fahrt nachweislich nicht leisten kann. Eltern die theoretisch genug hätten, es durch Rauchen aber verschwenden, bekommen es selbstverständlich nicht erstattet. 

Antwort
von user8787, 71

Weil " du musst " auch zum Leben dazu gehört.

" Ich will " ist zwar schöner, aber in einer Gesellschaft nicht uneingeschränkt machbar.

Das lernst so.....hoffe ich. :o) 

Antwort
von natalia33, 84

Tja dass ist die Schulpflicht dazu gehöhren auch sämtliche Veranstaltungen aber das hat nichts damit zu tun das Deutschland ein freies Land ist 

Kommentar von Dominolias ,

Und mann wird gezwungen Geld auszugeben? Für z.B. Tanzkurse?

Kommentar von doowenudel ,

Wtf musst du echt in nen Tanzkurs?! Bei uns wurde das auch angeboten, war aber komplett freiwillig. Also ich finde da kann man einen nicht zu zwingen,geh mal zum Direktor

Kommentar von natalia33 ,

Wenn es eine Pflichtveranstaltung ist ja sonst würde ich mit deinem Lehrer/Lehrerin reden wenn es um das finanzielle geht

Antwort
von nationalskull89, 13

am Schlimmsten sind die "Gegen Nazis"-Auftritte, zu denen Schüler gern gezwungen werden.

Wenn es um Sportveranstaltungen geht usw würd ich mich nicht aufregen.

wenn es in Richtung "politische instrumentalisierung von Kindern" geht, würde ich denen da die Hölle heiß machen.


Kommentar von schleudermaxe ,

... und warum? Denen wird doch das soziale Netz nähergebracht und darin läßt es sich doch, dem Schröder sei gedankt, allerbest leben. Warum denn zuvor über die Hölle wandern? Gehe direkt und nicht über los, oder wie das Zeugs sich nennt.

Kommentar von nationalskull89 ,

soziale Netz (o.O) ?

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