Frage von PapaNoah92, 132

Warum gibt es Nationen?

Wir haben uns im Geschichtsunterricht mit der Frage zur Entstehung von Nationen beschäftigt. Eine Argumentation meines Lehrers war eben die, dass die politisch Rechte von einer Verschiedenheit der Menschen ausgeht und deswegen sich unter anderem Nationen gebildet haben. 
Politisch Links ist laut Wikipedia:

"Unter der politischen Linken werden (...). Die mitunter weit voneinander entfernten Strömungen der politischen Linken eint dabei, dass sie von der Gleichheit der Menschen ausgehen."Deswegen frage ich mich, ob es nach politischer Linker Ansicht überhaupt Nationen, Pässe, Passkontrollen gibt?

Antwort
von Ruenbezahl, 48

Es ist umstritten, ob es Nationen überhaupt gibt. Das hängt vor allem von der Definition des Begriffes Nation ab. Was es tatsächlich gibt und auch braucht sind Staaten als Verwaltungseinheiten, die im Sinne ihrer Bewohner für Sicherheit (Polizei), Gerechtigkeit (Justiz), Bildung (Schulen), Infrastrukturen usw. sorgen. Wenn ein Staatsgebiet sich mit einem Sprachgebiet deckt (der Idealfall aller Nationalisten, den es aber nirgendwo auf der Welt gibt), dann ist das natürlich praktisch. Es ist aber keineswegs notwendig, wie das Beispiel Schweiz zeigt. Dort spricht man vier Sprachen, aber alle fühlen sich als Schweizer und sind froh, wenn man sie in Ruhe ihre Angelegenheiten selber regeln lässt. Andere Staaten bedrängen oder verfolgen gar ihre Minderheiten, weil sie nicht in das Fantasiebild der "Nation" passen. Da die Staaten unterschiedliche Rechtsordnungen haben, die von ihren Bewohnern demokratisch mitbestimmt werden sollten, braucht es natürlich auch Verwaltungsgrenzen zu Staaten mit anderen Rechtsordnungen.

Kommentar von PapaNoah92 ,

Danke! Das hat mir sehr viel mehr geholfen, als die Kommentare weiter unten, in denen man mich lieber als Demagogen beschimpft, bevor man einfach diese Frage sachlich beantwortet. 

Antwort
von Kanatar, 67

Die Grünen und Linken und auch SPD, CDU und CSU sind sich darin einig, dass es keine unterschiedlichwertigen Menschen gibt.

Das ist ein großer Unterschied!

Nationen entstanden aus dem Zusammenschluss von Menschen zu Gruppen, zu Stämmen, zu Königreichen usw.

Ihr Sinn ist hauptsächlich der Schutz der Grundrechte seiner Bürger. Zumindest in Demokratien.

Solange man keine anarchistische Position vertritt, was weder Linke noch Grüne tun, akzeptiert man mindestens die Sinnhaftigkeit einer Nation als Verwaltungsordnung.

Kommentar von PapaNoah92 ,

Von -wertig war auch nie die Rede. Aber nach der Gleichheitsideologie dürfte es dann doch keine Passkontrollen, Pässe und Grenzen geben?

Kommentar von atzef ,

Nach welcher "Gleicheitsideologie"? Warum dürfte es danach keine Passkontrollen, Pässe und Grenzen geben?

Nehmen wir mal die DDR, von wegen "Linkspartei"...:-) Hatte die etwa keine Grenzen...? :-)

Kommentar von gerolsteiner06 ,

Du tust es schon wieder:

Die "Gleichheitsideologie" hast Du eben gerade erst erfunden. ...und schon gleich wieder eine Folgerung aus etwas abgeleitet, das es gar nicht gibt.

Und trotzdem willst Du nicht verstehen, warum ich Dich einen Demagogen nenne ? Siehst Du, das ist dann schon wieder ein Indiz für meine andere zentrale Einschätzung zu Deiner Person, die Dir nicht gefällt.

Kommentar von PapaNoah92 ,

Vielleicht hilft es ja, bevor du mich nochmals beschimpfst, die Einschätzung anderer Leute über diese Frage zu hören. 

Kommentar von gerolsteiner06 ,

Nein, das hilft nicht.

Es ist doch egal wieviele Leute Deine Einschätzung teilen, wenn Du auf demagogische Weise falsch Behauptungen aufstellst und dann daraus Ableitungen machst und diese dann den Zuhörern/Lesern verkaufen willst.

Kommentar von PapaNoah92 ,

Dein großes Problem ist, dass du nicht sachlich argumentieren kannst! 

Falsche Behauptungen, minder intelligent, Demagoge usw. 
Alles deine Meinung und die akzeptiere ich, aber bist du einfach nicht in der Lage diese Frage sachlich zu beantworten und mir deine Ansicht in normaler Form näher zu bringen?!

Mir nervt diese Haltung von Menschen, die sich ständig über die Frage aufregen, aber nicht normal sagen können warum. 

Ich habe dich kein einziges mal beleidigt und das werde ich auch nicht, also was sollen diese Anfeindungen hier im Netz?

Kommentar von atzef ,

Na ja, du verwendest affektbesetzte Begriffe. :-) "Gleichheitsideologie" ist kein sachlicher Terminus, sondern tatsächlich ein rechter Kampfbegriff, der linke Positionen zum Thema vorab pauschalierend abwertet.

Und zwar so, wie du dann in deiner Frage diese Gleichheitsthese präsentiert hast. Und das ist eben schon eine völlig unsachliche Verballhornung tatsächlicher grüner oder linker Positionen.

Kommentar von PapaNoah92 ,

Dass das ein rechter Begriff ist wusste ich nicht und ich möchte damit auch keinen verletzen. Eine Ideologie ist ja nicht unbedingt was schlechtes. Deswegen hab ich das so geschrieben. ;-)

Aber als dummer, rechter Demagoge abgestempelt zu werden trägt sicher nicht zur Versachlichung der Diskussion bei !
So etwas regt mich wirklich auf. 
Wenn ich hier jemanden wirklich persönlich beleidigt hätte, wäre das vielleicht sogar eine angemessene Reaktion drauf, aber hier so eine aggressive Grundstimmung rein zu bringen führt doch zu nichts !

Kommentar von Kanatar ,

Doch. Denn die demokratischen Parteien teilen den Konsens, dass jeder Mensch gleich viel wert ist.

Das nennen Rechte "Gleichheitsideologie".

Ihr Problem basiert darauf, dass sie sich nicht mehr besser fühlen können. Plötzlich sind Weiße nicht mehr besser als Schwarze, nichtjüdische Deutsche sind nicht mehr besser als jüdische Deutsche und Männer sind auch nicht mehr besser als Frauen. Wenn man nur auf sein Weißermannsein stolz sein kann, ruiniert das einem natürlich ziemlich den Tag. Auf einmal wird man mit der Minderwertigkeit des eigenen Seins im Gesamtkontext konfrontiert.

Kommentar von PapaNoah92 ,

Ok, das war nicht bedacht formuliert. Bei nochmaligen durchlesen fällt das schon auf. ;-)

Ich habe schon mitbekommen, dass solche Themen sehr heikel sind und man sehr aufpassen muss, was man eben so schreibt. 
Da werde ich in Zukunft mehr darauf achten. 
Trotzdem finden sich hier Kommentatoren die andere beleidigen um was auszulösen? Sich besser zu fühlen, jemanden wütend machen, dadurch Diskussionen beenden oder was bringt das hier mit solchen Beschimpfungen um sich zu werfen?

Kommentar von Kanatar ,

Es freut mich, dass du das so siehst. Besonders politische "Schlagwörter" sind immer mit Vorsicht zu nutzen. Sie haben nämlich fast immer einen älteren Kontext. Das kann schnell zu missverständnissen führen, wenn ein Diskutant die historische Bedeutung in den Mittelpunkt rückt, während der zweite Diskutant diese vielleicht nichteinmal kennt und es bloß in einem modernen Kontext nutzt.
Das Wort "Lügenpresse" hat beispielsweise eine längere Geschichte und wurde von den Nazis zwar nicht erfunden aber vor und während des dritten Reiches sehr gerne genutzt, um Medien zu diffarmieren.

Beschimpfungen haben verschiedene Auslöser. Es gibt Menschen, die aggressiv reagieren, weil sie sich persönlich angegriffen fühlen. Andere sind frustriert, weil Teilnehmer von Diskussionen sie seit Monaten absichtlich falsch verstehen.

Der berechnendere Teil versucht vielleicht Fragen mit unliebsamen politischen Tendenzen mit negativen Erfahrungen beim Fragenden zu konnotieren, um diese in Zukunft zu unterbinden.

Antwort
von atzef, 44

Hä?

Wie kommst du auf solch einen Unfug? Wo hast du jemals gelesen, dass es keinen Unterschied zwischen Menschen geben soll? Es gibt männliche und weibliche, große und kleine, dicke und dünne, hell- und dunkelhäutige, blonde und brünette, etc.pp.

Wo hätten das Gründe, Linke oder Sozialdemokraten jemals bestritten?

Gemeinsam mit Liberalen und demokratischen Parteichristen gehen die allerdings von der naturrechtlich begründeten formalen Rechtsgleichheit aller Menschen aus, wobei Angehörigen einer Nation natürlich ein paar mehr Rechte zugebilligt werden als Ausländern.

Kommentar von PapaNoah92 ,

Vielleicht habe ich das falsch Formuliert. Sry
Sollte überhaupt nicht wertend gemeint sein. 
Wir haben uns nur gegen Ende des Schuljahres mit der Entstehung von Nationen im Geschichtsunterricht befasst. Da war eben auch eine der Argumentationen warum es Nationen gibt, dass rechsgerichtete Strömungen von der Ungleichheit der Menschen ausgehen. Das habe ich mir nochmal auf wikipedia angeschaut (also was links und rechts politisch eigentlich heißt) und deswegen so gefragt. 

Kommentar von atzef ,

Nein, es geht nicht abstrakt um Ungleichheit,sondern präziser um Ungleichwertigkeit. Menschliche Ungleichheiten sind eine Tatsache, die niemand ernsthaft bestreiten wird.

Aber es geht um die formalrechtliche Gleichheit aller Menschen im Sinne einer rechtlichen Gleichwertigkeit!

Die gab es in der feudalen Ständegesellschaft nicht. Da waren Leibeigene schlicht durch Geburt in einen Stand Adeligen gegenüber subordiniert - und umgekehrt.

Erst die Französische Revolution bricht grundsätzlich mit diesem Prinzip - nur nicht allumfassend. So bleiben Frauen von der in der "Erklärug der Menschen- und Bürgerrechte" festgeschriebenen Rechten komplett kraft Geschlechts ausgeschlossen. Es dauerte bis nach dem 1. Weltkrieg, ehe Frauen weitgehend das Wahlrecht zugebilligt wurde (Schweiz 1971), etc.pp.

Kommentar von PapaNoah92 ,

Ja, das ist mir jetzt klargeworden. Die vorherige Formulierung kann man durchaus falsch verstehen. 
Also würde die politisch Rechte zb. eine Ständegesellschaft bevorzugen und die politisch Linke eine Demokratie? 
Kann man das so sagen?

Antwort
von Dahika, 32

Hallo? Ein bißchen nachdenken, reicht. Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Menschen. Einer ist blond, der andere braunhaarig, der eine hat Sommersprossen, der andere nicht, einer ist groß, der nächste ist klein, einer ist weiß , der andere schwarz, einer hat Kulleraugen, der andere Mandelaugen, der eine mag Wiener Schnitzel, der andere ist Veganer. etc, es gibt Babys, Erwachsene, Teenies, alte Menschen, es gibt Männer und Frauen und Kinder, es gibt Hundeliebhaber und Katzenliebhaber, reiche Menschen und arme, Steuerzahler und Steuerhinterzieher etc...erc...erc..........

Ich kenne keinen Menschen, der einem anderen Menschen gleicht. Und das behauptet auch niemand, der seine Sinne beisammen hat.

Aber, was Linke und Grüne, und CDUler etc... meinen, ist dass alle Menschen die gleichen Rechte haben sollen.

Und das einzusehen scheint dir schwer zu fallen. Was Ihr Rechten wollt, ist, dass Einige gleicher sein sollen als andere. Aber warum soll ein blonder Mann mehr Rechte haben als eine schwarze Frau? Oder ein Steuerberater mehr als ein Postbote.  Erklär mir das mal?

Bin ich froh, eine Grüne zu sein. So kann ich mir morgens noch in den Spiegel gucken.


Kommentar von PapaNoah92 ,

Ich bin doch gar kein rechter!
Ich bin neu hier und frage, was mich eben so beschäftigt. 
Allerdings wird man hier sehr oft beleidigt, beschimpft oder sonst was. 
Falls ich dich mit dieser Frage beleidigt haben sollte, tut es mir leid. Ich hab eben neulich von meinem Geschichtslehrer dessen Definition von politisch Links und Rechts gehört. 
Wie das alles entstanden ist und warum das überhaupt so heißt. 
Dann habe ich mir nochmals die Wikipedia Definition angesehen 

(https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Rechte_(Politik), 
https://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Linke)

und deswegen so gefragt. War doch überhaupt nicht abwertend gemeint. sry

Antwort
von kgunther, 6

Daß es Völker gibt, ist die Folge der zentral wichtigen Eigenschaft aller Menschen, nämlich ihrer Geistigkeit, ihrer Fähigkeit, Kulturgüter zu schaffen: Gedanken und Gedankengebäude, Wertvorstellungen, Kunstwerke.
Jede Kommunikation, jeder Gedankenaustausch, jede Formulierung eines Gedankens erfolgt in einer Sprache.

Eine Gemeinschaft, die eine Sprache gemeinsam hat, Gedankengebäude, Wertvorstellungen, eine bestimmte Art, Dichtung, Musik, Malerei zu schaffen und zu erleben, das ist ein Volk. Die Völker sind die Träger der Kulturen, die Kultur ist eine "Gemeinschaftsveransatltung". Ohne Volk keine Kultur.

Und da man meist mit dem eine Familie begründet, mit dem man reden kann, mit dem man sich verstehen kann, mit dem ich gemeinsame Werte habe, der mir vertraut, geistig verwandt ist, ist die Kulturgemeinschaft Volk zugleich eine Herkunftsgemeinschaft.

Der Begriff "Nation" wird meist im Sinne von Volk (oder sogar "Staat") verwendet, eigentlich bezeichnet er eine Herkunftsgemeinschaft. Ein Staat kann ein Volk umfassen, oder ein Volk mit zusätzlichen Minoritäten anderer Völker, es kann auch ein Mehrvölkerstaat sein, wie etwa Belgien oder die Schweiz.

Ein Sonderfall bilden die USA. Die Immigranten, die Amerika besiedelten, haben die Einheimischen ausgerottet und bilden nun einen Staat, in dem es kein eigentliches Volk mehr gibt. Allerdings wohnen Chinesen, Japaner, Italiener, Schwarze, Juden in jeweils abgetrennten Vierteln und bewahren ihre Eigenart. Durch diese, im Grunde genommen merkwürdige Lebensform hatten die Amerikaner Nachteile in der Welt. Als sie militärisch-politisch-wirtschaftlich mächtig, supermächtig wurden, gingen sie daran, den anderen Völkern zu befehlen, sie müßten ihre Eigenart als Nation aufgeben.

Als "Kriegsziel Nr.1" der USA im WKII bezeichnete der US-Präsident gegenüber Stalin die "Vernichtung der nationalen Exklusivität des Deutschen Volkes". Diese Bestrebung kristallisiert sich heute im Globalismus, im Bestreben, eine NWO unter US-Dominanz zu begründen, in TTIP und CETA.

Antwort
von Thelostboy342, 63

Ja, nach den Grünen oder Linken.
Die waren schon immer etwas ganz besonderes.

Antwort
von gerd1011, 65

warum gibt es Parteien, da gibt es auch kaum Unterschiede.

Kommentar von PapaNoah92 ,

Naja, ich würde schon behaupten, dass sie zb die Linken und die NPD grundlegend unterscheiden

Kommentar von gerd1011 ,

die Menschen doch aber auch. Ein Europäer ist doch nicht mit einem Asiaten zu vergleichen, allein schon das Aussehen. 

Kommentar von gerolsteiner06 ,

das geht jetzt aber schon in Richtung Rassismus !!

:-((

Kommentar von PapaNoah92 ,

Also rein sachlich gesehen, hat "gerd1011" recht. 
@gerolsteiner06: Bitte Menschen nicht gleich verurteilen und Rassismus wittern, wo keiner ist. 

Sobald eine Wertung (seis positiv oder negativ) über ethnien abgegeben wird, würde ich es Rassismus nennen

Kommentar von gerolsteiner06 ,

Das war Ironie. Es ist ja offensichtlich, daß gerd recht hat.

Ironie verstehst Du also auch nicht ....

Übrigens: Offensichtlich heißt: jeder kann es offen sehen. Er hat ja damit keine Bewertung abgegeben, sondern nur einen optisch erkennbaren  Sachverhalt genannt.

Antwort
von 1900minga, 51

Geschichtlicher Hintergrund.
Und zur Verwaltung

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