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Warum gibt es Leerverkäufe?

gefragt von HerlewitzHerlewitz am 08.08.2009 um 11:16 Uhr

Warum gibt es eigentlich die Möglichkeit ein Wertpapier Leer zu verkaufen. Warum kann jemand etwas verkaufen, wenn er es gar nicht besitzt? Warum lässt der Staat so etwas überhaupt zu?

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Recht x 35.221 Aktien x 957 Börse x 939 Leerverkauf x 5

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anonym
beantwortet von Default am 8. August 2009 19:55
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Hilfreichste Antwort

>Warum gibt es eigentlich die Möglichkeit ein Wertpapier Leer zu verkaufen. Warum kann jemand etwas verkaufen, wenn er es gar nicht besitzt? Warum lässt der Staat so etwas überhaupt zu?<

Leerverkäufe sorgen für mehr Liqidität und auch tendenziell für weniger Volatilität.

.

>*Wie steht die Wissenschaft zu Leerverkäufen generell?

Die Literatur zu Leerverkäufen und ihrer Wirkung ist reichhaltig, aber auch widersprüchlich.

Die Forscher gingen der Frage nach, ob Short Seller den Aktienkurs stark nach unten treiben, dabei von Inside-Informationen profitieren oder sich besonders auf schwache Unternehmen fokussierten.

Auf all diese Fragen fallen die Antworten unterschiedlich aus.

Ein Fazit lässt sich aber ziehen:* Die Wissenschaft verurteilt Leerverkäufe nicht, sondern schreibt ihnen eine wichtige Rolle auf dem Kapitalmarkt zu.

*Jonathan Karpoff und Xiaoxia Lou, Forscher an der University of Washington und der University of Delaware, untersuchten in einer im September veröffentlichten Studie, ob Short Seller in der Lage sind, Bilanzmanipulationen beziehungsweise Bilanzungereimtheiten aufzuspüren.

Die beiden Forscher kamen zu einem positiven Ergebnis: "Wir fanden heraus, dass Short Seller sehr wohl solche Bilanzrevisionen antizipierten.

In den jeweiligen Aktien bildete sich in den 19 Monaten vor der Nachricht über eine Korrektur bereits ein großes Short-Volumen", heißt es in der Analyse.

.

Selbst "ungedeckte Leerverkäufe" finden ihre Absolution.

Thomas Boulton und Marcus Braga-Alves, Forscher an der University of Miami und der Marquette University, zeichneten in ihrer im März veröffentlichen Studie ein positives Bild von ungedeckten Leerverkäufen und beschrieben die Akteure als Investoren, die gegen den Trend schwommen.

"Wir finden keinen Hinweis, dass diese Leerverkäufer über Insider-Informationen verfügen.

Stattdessen investieren sie gegen den Trend, und zwar häufig dann, wenn zuvor eine Aktie einen außergewöhnlichen Kurssprung erzielt hatte."*

http://nachrichten.finanztreff.de/news_news,awert,ticker,bwert,,id,29297009,sekt...<

Kommentar von dfreak am 9. August 2009 07:42

DH


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anonym
beantwortet von Homwer am 8. August 2009 11:19
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hehe, eine gute frage. Generell kannst du nach deutschem Recht alles verkaufen. Egal ob du es besitzt oder nicht. Leerverkäufe sind also rechtlich ohne Probleme möglich. Aber dürfen an der Börse nicht von allen gemacht werden. Hintergrund ist, dass jemand 100 Aktien zum angegebenen Kurs leer verkauft. Bedeutet der käufer hat ein anrecht auf diese Aktien zum vereinbaartem Kurs. Wenn der Kurs steigt hat der verkäufer verlust gemacht. Wenn sie allerdings fallen macht der verkaufer gewinn. Er kauft sie günstiger ein, als für was er sie verkauft hat. Reell werden limits vereinbaart und nur die differenz wird bezahlt. Die wirkliche aktie wird also garnicht gehandelt


anonym
beantwortet von Ruedi am 8. August 2009 13:18
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Homwer hat Recht. Daher auch DH für ihn. Nach deutschem Recht sind der Abschluss eines (Kauf-) Vertrages und die Übergabe und Übereignung der Kaufsache jeweils eigene Rechtsgeschäfte. Das heißt: Wenn Du einen Kaufvertrag schließt, verpflichtet sich darin grundsätzlich die eine Partei zur Übergabe und Übereignung des geschuldeten Gegenstandes und die andere Partei zur Bezahlung der vereinbarten Vergütung. Du erhältst als Käufer also das Recht, einen bestimmten Gegenstand herauszufordern (gegen Geldleistung). Ob der Verkäufer Eigentümer dieses Gegenstandes ist, ist für die Frage des Vertragsschlusses also unerheblich. Er ist notfalls dazu verpflichtet, sich selbst das Eigentum über den Gegenstand zu besorgen und es dann Dir zu übertragen.


ohjeohje
beantwortet von ohjeohje am 24. August 2009 17:09
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Es gibt Leerverkäufe, weil Marktteilnehmern die Möglichkeit gegeben werden soll, einen als zu hoch erachteten Preis zu senken, was durch die Ausführung von Leerverkäufen gelingen kann, denn ein erhöhtes Angebot senkt bekanntlich die Preise. Insofern ist das auch nicht negativ zu bewerten, wie einige ahnungslose Politiker meinten tun zu müssen. Der Prozedur liegt also eine volkswirtschaftlich sinnvolle Funktion zugrunde. Nun gibt es einmal die Leerverkäufe im Aktienmarkt (oder auch bei CFDs). Hier werden Aktien quasi geliehen, zu dem vorherrschenden Marktpreis verkauft in der Hoffnung, das dieser sich in Zukunft verringert, dann günstiger zurückgekauft und die Differenz ist der Gewinn des Entleihers. An den Terminbörsen wird nichts geliehen, sondern hier werden Kontrakte, die eine bestimmte Ware in bestimmter Menge (z.B. Gold, 100 Unzen, auch Devisen, etc.) umfassen auf Termin verkauft, daher auch der Name Terminkontrakte (bzw. Neudeutsch: futures). Die Ware braucht der Verläufer nicht zu besitzen, solange der Liefertermin nicht erreicht ist. Er kauft also vor Liefertermin den Kontrakt zurück und hat keine Position mehr im Markt. Hat er richtig spekuliert, also zuerst zu höherem Preis verkauft und kann sich hernach günstiger eindecken, resultiert ein Gewinn für ihn. Auch diesem Verhalten von Spekulanten im Markt liegt ein volkswirtschaftlicher Sinn zugrunde. Diese Prozeduren sind eben nicht nur als Spielwiese für Spekulanten, quasi als Spielkasinoersatz, geschaffen worden. Es gibt also keinen vernünftigen Grund, diese Möglichkeit staatlicherseits nicht zuzulassen. Einige Politiker werden es nie begreifen. Einige andere auch nicht.


anonym
beantwortet von makemoney am 9. August 2009 21:33
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hallo, im Spiel der Kräfte des Marktes sollte keiner behaupten es sei etwas Schlecht. Für wen sollte ein Leerverkauf schlecht sein? Es gibt 2 Tauschparner die ein Gut( z.B Anrecht auf Aktienkauf gegen Geld) tauschen. Es ist kein Zwangstausch wie manches ( z.B. Gesetzgeber )sondern freiwilliger Tausch. Beide Parteien haben einen Genußerwartungsgewinn. Wenn keiner in den Markt eingreifen würde, hätten wir das freie Spiel der Kräfte und reale Preise. Das einzige negative ist ein Freitauschgewinn auf Kredit. Welche Folgen das hat, erleben wir seit 2007 mit dieser Systemkrise. Viele Grüße makemoney


midget3
beantwortet von midget3 am 8. August 2009 11:20
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Derjenige verkauft es nicht wierklich leer, sondern leiht es sich von jmd, der die Aktie hat, gegen eine Gebühr. Es sind also nicht wirklich Leerverkäufe, sondern einfach nur eine Art Kredit.

Und warum der Staat das zulässt? Wieso lässt Gott manches zu?

Kommentar von Homwer am 8. August 2009 11:21

Ist der Staat für dich Got?


anonym
beantwortet von haiko am 8. August 2009 11:19
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weil es immer dumme leute geben wird die so ein wertloses stück klopapier kaufen werden


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