Frage von DBKai, 36

Warum gibt es Konkurrenzkampf?

Man könnte ja auch zusammen arbeiten... Es gibt z. B. unterschiedliche Lebensmittelgeschäfte - aber ich gehe mal zu dem und mal zu dem... wenn eines mehr Fairtrade-Produkte hat oder mit Dingen wirbt, dich ich für das Gemeinwohl gut finde, dann gehe ich öfter in dieses Geschäft... wenn aber beide Geschäfte etwa gleich gut sind und sich nur vom Namen her unterscheiden, dann gehe ich mal da hin und ein anderes mal dort hin... Warum also Konkurrenzkampf? Geht es nicht auch ohne?

Wann und warum entsteht Konkurrenz? Was ist das Gegenteil von Konkurrenz? Muss man mit anderen konkurrieren?

Antwort
von Sachse63, 13

Es geht nur ums Geld, wer am meisten hat und wer am meisten bekommt, wer am größten ist und und und

Es geht im Kapitalismus nicht um gemeinsam fair handeln, es gilt nur das Recht des Stärkeren. Der Kapitalismus ist verdammt dazu ständig wachsen zu müssen und sich fortzuentwickeln sonst geht er ein. Mit ihm bricht in der ganzen Welt das Geld weg und die Systeme zusammen. Deswegen hat das Kapital auch aktiv an der Beseitigung des Sozialismus gearbeitet (gemeint ist nicht die DDR, das war kein Sozialismus sondern Diktatur der SED). Eine reine soziale Solidargemeinschaft ist mit dem Bewusstsein heutiger Menschen kaum denkbar. Jeder will seine eigenen Bedürfnisse erfüllt haben, der Nachbar interessiert mich nicht und viele wollen mehr und mehr und mehr ohne es wirklich zu brauchen. 

Die Solidargemeinschaft im Sozialismus setzt auf Gegenseitigkeit, Verständnis und Toleranz. Heute und hier herrscht Raffgier, Ignoranz und Vorurteil. Die hohen Gewinne sollten alle an den Staat abgeführt werden, damit dieser sich um den Rest der Welt kümmern kann. Aber auch dort herrscht Korruption und oder Verschwendung in großem Stil.

Kurz gesagt: Die Welt ist schlecht und lebt in Konkurrenz. 

Konkurrenz belebt das Geschäft 

und Geschäfte fördern den Kapitalismus.

So einfach isses! Und doch so schwer zu verstehen!

Kommentar von DBKai ,

Schwer zu verstehen, weil es so auf die Dauer für alle Menschen immer weniger und weniger geben wird... dadurch wird zerstört... während - wenn alle zusammen helfen würden, auch alle mehr erhalten könnten... das Vorhandensein von Menschenrechten wäre eine tolle Sache...

Antwort
von Gastnr007, 18

google mal nach freier Wirtschaft und denk an die Geldgier; dann dürfte dir ein Licht aufgehen

Kommentar von DBKai ,

Nicht alle Menschen sind so... es gibt auch Menschen, die mit wenig Geld gut auskommen können.

Kommentar von Gastnr007 ,

ja, aber solange es Geldgier und scheinbar nicht genug für alle gibt, gibt es einen Kampf um das Geld und die Angst unsicher zu sein

Kommentar von DBKai ,

Das ist dann also eher ein Management-Problem.

Kommentar von Gastnr007 ,

Ja und Überzeugungssache; wenn du es schaffst ein perfektes System zu entwickeln, in dem sich jeder dennoch frei fühlt UND es durchsetzen kannst, ist dem fast ein Ende gesetzt; jeder muss sich nur super fühlen

Kommentar von Sachse63 ,

Das wäre eine klasse Idee! Wollen wir nicht an sowas arbeiten, statt hier zu posten?

Kommentar von Gastnr007 ,

das Problem wird die bereits Reichen und Mächtigen davon zu überzeugen, dass sie genauso machtvoll bleiben oder besser noch noch reicher/mächtiger macht...
und ist es auch problematisch ein System zu entwerfen, das gleichzeitig frei sein soll (ein System sind ja Regeln und das widerspricht der Freiheit; wenigstens wird es immer Menschen geben, die gegen die Regeln arbeiten wollen; sodass diese eingeplant sein müssten)

Kommentar von DBKai ,

Die Regeln in einem guten System sollten aber für jeden Menschen verständlich sein... so etwas wie die Menschenrechte will bestimmt jeder für sich geachtet wissen - denn sonst kann man ja gar nichts mehr machen und ist anderen Leuten ausgeliefert.. wie soll da ein schönes und lebenswertes Leben möglich sein/werden...

Gewisse Regeln machen Freiheit erst möglich... die eigene Freiheit endet da, wo die Freiheit des anderen beginnt... wenn man nicht fair arbeitet kommt es ganz natürlich auch zu Konflikten... denn wer will sich das gefallen lassen, dass man selber arbeitet und andere abkassieren? Wenn da jemand gegen die Regeln arbeiten will, soll er das mal gut erklären... denn würden sich andere Menschen ihm gegenüber so verhalten, wäre er bestimmt auch nicht besonders erfreut...

Kommentar von DBKai ,

Auch sich darüber zu unterhalten ist schon Arbeit daran - dadurch ist es im Gespräch und man kann sich mal darüber Gedanken machen... im Alltag kann man daran arbeiten, indem man sich - wenn Zeit ist - darüber unterhält - informiert, aufklärt... und indem man selbst gute Taten erbringt um es voranzutreiben... mit gutem Beispiel vorangeht... außerdem kann man überlegen, was alles verändert werden könnte, damit es global besser laufen kann.

Kommentar von DBKai ,

Der Kommentar oben drüber ist an Sachse63 gerichtet.

Kommentar von DBKai ,

Gemeinwohl-Ökonomie klingt doch gar nicht mal so schlecht... jedenfalls ein wirtschaften, wo man arbeitet (den Zuständigkeitsbereich genau kennt)... und wo Unternehmensgewinne/-Überschüsse für Gemeinwohl-Projekte verwendet werden... damit es global besser werden kann...

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