Warum gibt es keine Weltrevolution?

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11 Antworten

Brot und Spiele. Hat bisher - fast - immer funktioniert. Beantworte dir selbst folgende Frage: Warum sind prozentual mehr Menschen in Fußballstadien als auf Demonstrationen gegen den Raubbau an unseren Wäldern? - Auch  das Verhältnis der Einschaltquoten "hochgeistiger" Fernsehsendungen im Vergleich zu wissenschaftlichen Dokumentationen kann als Antwort dienen.

Wird dem Menschen ein gewisses Versorgungsniveau (Nahrung / Freizeit / Auto) zugebilligt, geht ihm der Rest glatt am ... vorbei. Der Lebensstandard weltweit wird langsam, aber weiterhin steigen, damit aber auch der Trend zur "bequemen Anpassung". Insofern sinkt jedoch auch die Neigung, sich für den Erhalt der Grundlagen engagieren zu müssen.

Begünstigt wird diese Misere durch ein noch immer geringes Bildungslevel in vielen Ländern der Welt. Hier geht es häufig um die nackte Existenz; für globale ökologische Probleme mangelt es daher generell an Verständnis.

Tatsächlich ist die Problematik aber noch weit vielschichtiger, als dass sie hier hinreichend beantwortet werden könnte. Zusätzliche Faktoren, welche globale Problemlösungsstrategien blockieren und verhindern, sind z. B. in politischen und religiösen Motivationen zu suchen. Daneben spielen aber auch andere Gründe, wie Angst, Desinteresse, fehlende Akzeptanz, Neid, Intoleranz, Unterordnung, Obrigkeitshörigkeit etc. eine wichtige Rolle.

Und richtig, die Menschheit müsste sich endlich als Einheit betrachten. Das hat schon wieder religiöse Züge; dies als Möglichkeit in Betracht zu ziehen, würde mich zu einem m. E. völlig unbegründeten Glauben nötigen. Ob wir es können, wenn wir müssen, sei dahingestellt.  LG    

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Die meistens Menschen werden einfach komplett unterdrückt, belogen oder verdummt und sind nicht in der Lage sich zu organisieren. Wenn es zu einer großangelegten Revolutionen kommen würde, dann wäre ich sofort dabei. 

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Was meinst du genau mit Revolution? I.d.R. ist damit ein Gewaltsamer Umsturz der bestehenden politischen Ordnung gemeint. Im Zweifel für den Angeklagten - ich gehe mal davon aus so meinst du das nicht. 

Es gibt doch Anfänge. Nach 45 hat man unter Anderem die Menschenrechtskonvention erlassen, die UN gegründet und eine europäische Gemeinschaft erschaffen, die mittlerweile zu einer Union gewachsen ist. Diesen Entwicklungen muss aber Zeit gegeben werden. Wir sehen ja grade an der EU, was passiert, wenn man diesem Prozess des Zusammenwachsens nicht genug Zeit lässt. 

Innerhalb von 2-3 Generationen haben wir mehr erreicht, als in dieser Hinsicht in der Weltgeschichte jemals erreicht wurde.

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Die Menschen wählen sich doch gerade die Populisten und Autokraten, als Konsequenz der sozialen Ungerechtigkeit. Das ist eine andere Form der Weltrevolution. Und der Klimawandel interessiert die Wenigsten. Betroffen sind ja in erster Linie arme Länder. Oder glaubst du, dass Deutschland signifikant darunter leiden wird?

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Kommentar von rlstevenson
25.11.2016, 11:10

Wer auf den Halligen wohnt, darf schon anfangen, sich Sorgen zu machen...

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Ich werde hier etwas erwähnen, was man eher wenig hört: Überalterung. 

In Ländern wie Schweden oder der Schweiz liegt hierbei ein Problem vor, das nicht nur auf Dinge wie die Sozialsysteme sondern auch hierauf Einfluss hat. Wenn man sich die Demographische Zusammensetzung vor grossen Revolutionen in der Geschichte ansieht bilden Junge Menschen oft die Majorität - das ist vielerorts nicht mehr der Fall.

(ist aber auch nur eine Theorie)

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Warum gibt es keine Weltrevolution?

Erderwärmung...

Vorsicht: In Revolutionszeiten wird es meist noch etwas "heißer".
Die Luft wird nicht nur ein bisschen bleihaltiger wie im Wilden Westen,
sondern sie reichert sich auch mit Pulverdampf und womöglich Giftgasen auf dem neuesten Stand der chemischen Forschung an.

Weltrevolution ('ne Nummer kleiner ging es nicht?) verträgt sich schlecht mit Umweltschutz. 

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Die "Aufständischen" wählen doch gerade die Autokraten, Populisten und Rückschrittlichen. Selbst denken ist halt unbequem, da möchte man gerne wieder einen Führer.


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Ja. Die Menschen werden sich sicherlich zusammenraufen...... wir sind doch viel zu egoistisch um ALLLE Zusammenarbeiten.

Ich glaube selbst wenn wir alle einen Feind gegenüberständen würden wir uns gegenseitig bekämpfen. Sagen wir mal eine KI nennen wir sie Cara hat aus IRGENDEINEM Grund das Bedürfnis alle Menschen zu töten. Klar dann werden einige Menschen zusammenarbeiten aber sie würden sich wohl auch selbst bekriegen.

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Hole doch einer diesen Trotzki aus seinem Grab heraus, der ist doch dann in seinem Element, wenn es denn um die von ihm herbeigesehnte Weltrevolution geht.

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Ein voller Bauch ist träge.

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Kommentar von rlstevenson
24.11.2016, 18:36

Angeblich sind es doch die Abgehängten und Armen, die die Populisten wählen...

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Weil es keine einheitliche Meinung über die richtigen Lösungsansätze gibt.

Für die Analyse der Situation (Bestandsaufnahme) könnte man noch Mehrheiten finden. Aber nicht für die Lösungsansätze.

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