Frage von viktoria25601, 380

Warum gibt es keine High-Schools in Deutschland?

Jeder Schüler kann bestätigen, dass Schule langweilig ist und nur aus Unterricht besteht... Ganz anders ist es in den USA, wo man nachmittags nach der Schule Sportaktivitäten wie, (Tennis, Basketball oder Cheerleading) machen kann...

Warum gibt's das nicht bei uns.. und warum investieren die Politiker in nicht in sowas?

Jetzt bin ich sowieso schon fast aus der Schule raus, und geh bald an die Uni, ~ Trotzdem fänd ich's cool wenn es sowas für die Zukunft mal geben würde?

Was meint ihr?

Antwort
von Akka2323, 82

Highschool ist eine Gesamtschule, danach kommt das College, auch eine Gesamtschule und dann die Universität. D.h., auf der Highschool und dem College, was manche Schüler gar nicht mehr machen, muß es Angebote für Schlaue und weniger Schlaue geben. Die weniger Schlauen gehen in die Spaßfächer oder berufsbezogenen, praktischen Fächer, die Schlauen in Physik oder Mathe, weil sie auf die Universität wollen. Da es nach dem College keine Ausbildung wie bei uns gibt, geht man dann mit dem, was man im College gelernt hat, direkt arbeiten. Die Schulbildung insgesamt ist nicht sehr gut, die Lehrer sind schlecht bezahlt, nur die Elite-Universitäten sind wirklich gut, kosten die Studenten aber unheimlich viel Studiengebühren.

Kommentar von earnest ,

Nein. 

Gleich nach der high school kommt bei entsprechendem Schulerfolg normalerweise College/University (es würde hier zu weit führen, die Unterschiede zu erklären). 

Es gibt aber auch die Möglichkeit, z.B. nach einem schwächeren Abschluß der high school auf ein community college zu gehen und dann von dort den Sprung an die Uni zu machen.

Antwort
von Herb3472, 187

Das Schulsystem in den USA ist nicht gerade für seine Qualität berühmt. Und wenn Du Dich mit einem Ami z.B. über Europa oder Zeitgeschichte unterhältst, dann staunst Du nur mehr, was der alles nicht weiß. Arbeits- und Freizeitgruppen gibt es auch bei uns. Womit jedoch nicht gesagt ist, dass unser Schulsystem nicht verbesserungsfähig wäre. Aber High School nach US-amerikanischem Muster sehe ich da nicht unbedingt als Vorbild.

Expertenantwort
von chog77, Community-Experte für Schule, 122

An meiner Schule nennt sich das AG - und ist auf freiwilliger Basis: unter anderem Handball, Hiphop, Theater, waveboard, Gartenbau, Sanitäts-AG.. älteren Schülern geleitet.

z.T werden diese auch auf freiwilliger Basis von 

Kommentar von user023948 ,

Bei uns sind die AGs alle bescheuert: 3 Chöre (Unterstufe, Mittelstufe und Oberstufe) Dann Fußball, Floorball (so ähnlich wie hockey nur mit Ball) Badminton, Volleyball, Informatik (gibs sowohl als Untericht als auch als AG) Russisch (kommt als Untericht meistens nicht zustande wegen zu wenig Nachfrage, deswegen als AG) Schach, ne Kunst AG für die Unterstufe, Segeln (wir wohnen an der Ostsee) Tanzen, Theater (bis 8. Klasse) ab 9. Klasse gibs das als Wahlfach, ab 11 ist das bei diesem Künstlerischen Profil ein Pflichtfach)

Kommentar von Etter ,

Ist doch ne nette Auswahl. Wenn du was anderes haben willst, gibt es immernoch Vereine.

Kommentar von BellaBoo ,

1. finde ich , das ist eine stattliche Auswahl. Wenn das alles doof ist...dann liegt das vielleicht an dir. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau

2. Eigeninitiative...gründe eine eigene AG, werde selbst aktiv, dann brauchst du dich auch nicht beschweren.

Antwort
von johnston, 204

Deutschland steckt sehr viele Gelder in Universitäten, sodass diese für uns so wie die Schule kostenlos ist zum großen Teil. 

In Amerika ist die High School zwar ganz nett, dafür muss man aber an deren Universitäten bis zu 35000 USD zahlen pro Jahr.

Also was ist dir lieber? Spaß in der "High School" oder ein finanzielles Sorgenfreies akademisches Leben?

Antwort
von 7vitamine, 139

Ich kann dir gerne einen Link geben von Dokus wo Kinder in anderen Ländern zu arbeiten gezwungen werden ohne je eine Schule besuchen zu können.. also so gesehen sei dankbar dass du überhaupt zur Schule gehen kannst.

Antwort
von Etter, 175

Es gibt AGs und es gibt Vereine.

Inwiefern unterscheidet sich das am Ende von dem, was du aus Highschools erwähnst?

Antwort
von Tyeodor, 151

Also ich weiß jetzt nciht, auf was für eine Schule du gehst, aber jede Schule hat sowas. Nicht in dem Umfang wie die Schulen in Amerika, aber trotzdem existiert das in Deutschland.

Antwort
von BellaBoo, 149

äh also mein Sohn hat nachmittags an der Schule noch Schlagzeugunterricht, Sanitäts-AG, Bogenschiessen und Physik-AG. Wenn er wollte könnte er auch reiten lernen, den Chor besuchen, in verschiedenen Sportteams mitmachen, Bienen züchten, und noch einiges anderes.

Und das ist keine Privatschule, sondern eine normale staatliche Gesamtschule.

Kommentar von BellaBoo ,

was kann man bitte an der Antwort negativ bewerten ?

Ich habe nur die Situation an der GS meines Sohnes geschildert, was soll daran falsch sein ?

Wenn dann bitte begründen...

Kommentar von Etter ,

Du solltest doch eig. das Prozedre kennen:

Jmd. passt die Antwort nicht, ist aber zu feige für eine Diskussion. Also wird stumm der Pfeil nach unten gegeben.

Gab schon so häufig Diskussionen dazu im Forum...

Kommentar von BellaBoo ,

jup es nervt mich nur...ich kanns ja bei Meinungsäußerungen verstehen, aber nicht bei sowas.

Kommentar von 7vitamine ,

Die sollten diese Pfeile eh abschaffen, das bringt nur unnötig Ärger. Aber das verstehen die nicht.. der, der diese Idee hatte, ist wohl eine High-School besucht..

Kommentar von 7vitamine ,

Ps. Pfeil nach unten kam nicht von mir

Kommentar von macqueline ,

War der Pfeil-nach unten wirklich frei gewählt? Bei meinen Wurstfingern bin ich schon öfter auf dem falschen Pfeil gelandet.  Leider habe ich keine Korrekturmöglichkeit gefunden!

Kommentar von thomsue ,

Pfeil nach unten - glaubst du, dass hier JEDER versteht, was er schreibt und drückt? 😱

Kommentar von BellaBoo ,

kriegt euch mal wieder ein...ich wollte doch nur wissen, warum man das bitte so sieht...daraus müsst ihr jetzt keine ellenlange Diskussion machen.

Kommentar von earnest ,

Aber du gestattest doch ...?

Kommentar von Laraxcheer ,

Ups ich hab zum Beispiel einen Daumen nach unten gegeben, war aber leider nur ein Versehen :B Bin neu auf Gutefrage :)

Antwort
von Nerdyjunkie, 199

1. High School ist hier genauso wie die gymnasiale Oberstufe. 

2. Es gibt AGs.

3. Schulen gehen größtenteils schon bis 17 Uhr. Noch länger und die Schüler laufen aufgrund von wenig Freizeit amok. Man braucht ja auch noch zeit zum lernen und für die Hausaufgaben. Außerdem kann man ja noch zu Vereinen. Da verdient man sogar im Zweifelsfall was. 

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Wenn man noch Zeit zum "Lernen" braucht, was hat man dann den ganzen Tag in der Schule gemacht? Ach ja, da wurde man erzogen und hat mehr oder weniger artig gehorcht.

Kommentar von earnest ,

Ach, schon wieder schlagen deine Vor-Urteile durch. 

Du musst in deiner Schulzeit offenbar Schreckliches erlebt haben. Das klingt geradezu nach Trauma ...

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Wieso denn mein Vorurteile? Erstens habe ich es selbst so erlebt und zweitens bestätigen viele der hier gestellten Fragen, dass es nach wie vor so ist.

Abgesehen davon ist die Erziehung doch der verfassungsmäßige Auftrag der Schule. Das ist anmaßend oder, um es mit Deinen Worten zu sagen, das ist schrecklich. Ja, insofern habe ich Schreckliches erlebt.

Aber das haben wir doch alles schon durch, lieber earnest.

Kommentar von BellaBoo ,

Erziehen in dem Sinn ist Aufgabe der Eltern. Die Vermittlung von Wissen ist der Auftrag der Schule.

Das mittlerweile immer mehr Eltern den Erziehungsauftrag auf die Schule abwälzen...ist eines der Probleme unserer Gesellschaft. Erziehung in dem Alter setzt VIEL zu spät an.

Und Referate, Hausaufgaben, Üben für Klausuren und Tests...findet erst nachmittags statt und nicht während der Schulzeit...dazu brauchen Schüler Zeit. Oder hattest du deine Hausaufgeban schon in der Schule erledigt ?

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Erziehen in dem Sinn ist Aufgabe der Eltern. Die Vermittlung von Wissen ist der Auftrag der Schule.

Das ist Aberglaube! Beide Aufgaben, sind völlig überflüssig. Wenn Eltern mit ihren Kindern in einer Beziehung leben, können sie sich die Erziehung sparen. Und wenn man in der Schule endlich begreifen würde, dass Lernen immer vom Lernenden ausgeht und nicht vom (Be)Lehrenden, könnten Lehrer endlich damit aufhören, Wissen vermitteln zu wollen; noch dazu bei den absurden Bedingungen, die sie in den Schulen vorfinden.

Das mittlerweile immer mehr Eltern den Erziehungsauftrag auf die Schule abwälzen...ist eines der Probleme unserer Gesellschaft.

Auch hier lohnt sich ein genauerer Blick: Hast Du Dich mal gefragt, wie viel Zeit die Eltern heutzutage mit ihren Kindern verbringen? Und ist Dir schon mal aufgefallen, dass es vonseiten des Staates ein Interesse gibt, die Kinder immer früher aus den Familien herauszuholen?

Hausaufgaben und das Üben für Klausuren, Klassenarbeiten und Tests dienen nur dazu, den Schülern noch mehr freie Zeit zu rauben. Als ob auch nur eines der aufgezählten Dinge irgendeinen positiven Effekt auf das Lernergebnis hätte. Unter Umstände haben diese Dinge einen Einfluss auf die aberwitzigen Zensuren. Aber auch die dienen ja einzig und allein den Lehrern als Versuch, ihre berufliche Existensberechtigung zu rechtfertigen. Oder war Dein Wissen, nachdem die Klausur geschrieben und bewertet war schon jemals ein anderes als davor?? Niemals war es das!

Kommentar von BellaBoo ,

Oh nein...so einer.

Kinder brauchen Erziehung, müssen Grenzen gesetzt bekommen.

Wenn man sich aussuchen kann, was man lernen will, werden wir vollkommen verdummen...meinst du mein Sohn macht freiwillig Deutsch ? Du erinnerst mich an seine Grundschullehrerin...Rechtschreibung brauche ich ihnen nicht beibringen, sie sollen erst die Angst vorm Schreiben verlieren und ihre Kreativität entdecken, bla blub.

Die Bedingungen in der Schule meines Sohnes sind hervorragend, engagierte, soziale Lehrer, Hilfsangebote, etc.

Das Leben ist nun mal kein Ponyhof.

Der Staat hat kein Interesse meine Kinder früher aus der Familie zu holen, was ist das denn für ein Unsinn.

Hausaufgaben und Üben für Test festigt das erworbene Wissen und ich sehe das als etwas vollkommen normales an. Tut mir leid. Ich war auf einem Gymnasium, habe ein Einser-Abi damals gemacht und daher auch keine Probleme mit Zensuren...und nein, ich war kein Streber oder Lehrerliebling, ganz im Gegenteil. Ich war eine Punkerin mit Irokesenschnitt und aktives Mitglied der Schülervertretung, des Kreisschülerrats und der Landesschülervertretung...und das zu einer Zeit in der Schüler und Studentenproteste gerade wieder sehr häufig waren...

Aber natürlich sollte man den Kindern nur das Köpfchen Streicheln, sie werden schon lernen, wenn sie wollen. Wie kann man als Erwachsener Mensch an so einen Unsinn glauben ?

Übrigens : ich arbeite mit auffällig geworden Jugendlichen...und auch wenn einige eine gute BEziehung zu ihren Eltern haben (mehr als man erwartet) so ist die Erziehung oft total auf der Strecke geblieben...keine Grenzsetzung !

Schick deine Kinder an die Waldorfschule...dann lernen sie was sie wollen und können nachher ihren Namen tanzen...aber versagen in der Realität. Viel Spaß !

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Oh nein...so einer.

Na da erübrigte sich eigentlich jede weitere Auseinandersetzung. Ich empfehle Dir, Deine Schublade mit den Vorurteilen zuzumachen. Schlag noch einen Nagel ein, damit sie nicht versehentlich wieder aufgeht.

Das Leben ist nun mal kein Ponyhof.

Ich fand den Satz schon dämlich, als ich ihn das erste Mal gehört hatte. Auch nach dem hundertsten Hören, hat er an Substanz nichts dazu gewonnen.

Kommentar von BellaBoo ,

ICH habe Vorurteile ? Alles klar. Schließ von dir nicht auf andere.

Du bist voller Vorurteile gegenüber Lehrern, Schulen, etc.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Wenn man sich aussuchen kann, was man lernen will, werden wir vollkommen verdummen...meinst du mein Sohn macht freiwillig Deutsch ?

Du bist vermutlich in Deinem ganzen Leben noch keinem Menschen begegnet, der lernen konnte, was er wollte und Dein Sohn hatte vermutlich noch nie Gelegenheit selbst zu bestimmen, ob er "Deutsch machen" möchte (was immer Du darunter verstehst). Und so läufst Du mit Deinem Vorurteil rum, dass man dumm bleibt, wenn man lernt, was man will und das Dein Sohn kein Deutsch machen würde. Vermutlich glaubst Du auch, Du hättest Deinem Sohn die Muttersprache - ich nehme an, er spricht deutsch - beigebracht. Und das dazu ein ganzer Wald von Grenzen nötig war, versteht sich von selbst

Lernen muss natürlich anstrengen sein, sonst ist es in Deinen Augen kein Lernen. Wie anders ist sonst Dein Satz mit dem Leben und dem Ponyhof zu verstehen und Deine Aussage, dass Dir die Wohlfühlgesellschaft auf die Nerven geht?

Ich weiß nicht, was das anders sind als Vorurteile.

Kommentar von earnest ,

Jo, Kuhlmann. ALLES in der Schule dient dazu, den Schülern die freie Zeit zu rauben.

Und NICHTS in der Schule dient dazu, sinnvolles Wissen zu vermitteln. 

Und ALLE Lehrer sind Sozialschmarotzer. 

(Vorsicht: Dies Antwort könnte Spuren von Ironie enthalten.)

Kommentar von earnest ,

... und gerade WEIL wir es schon mal durch hatten, lieber Matti, finde ich es nicht gut, dass du hier wieder einmal so tust, als seien deine offenbar traumatischen Erlebnisse repräsentativ für den deutschen Schulalltag. 

Ich zum Beispiel habe all das völlig anders erlebt ...

Ganz besonders das "artige Gehorchen".

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Ich zum Beispiel habe all das völlig anders erlebt ...
Ganz besonders das "artige Gehorchen".

Ich habe ja garnicht behauptet, dass die Schule von allen gleich erlebt wird. Außerdem schrieb ich: "... mehr oder weniger artig gehorcht." Ich bin froh um jeden, der nicht gehorcht und nicht tut, was ihm vorgegeben wird.

Ich habe hier noch nie einem Lehrer böse Absichten unterstellt und (auch wenn es ironisch von Dir gemeint war) ein Sozialschmarotzer zu sein, auch nicht.

Nicht "ALLES" dient dem Lehrer dazu, dem Schüler die freie Zeit zu rauben, sondern nur das, was ich aufgezählt habe. Das der Lehrer dies nicht vorsätzlich tut, versteht sich von selbst.

Aber wie anders ist es denn zu erklären, dass es Schulen gibt, von den Freilernern will ich gar nicht reden, wo ohne diesen ganzen Plumperquatsch (Unterricht, Benotung, Hausaufgaben, Test Leistungskontrollen u. ä.) viel schneller gelernt wird? Warum ist es so schwer zu erkennen, dass das in Klammernstehende nichts anderes als Erziehung ist? Das hat doch nichts mit Wissensvermittlung zu tun!

Sorry, ich gehe jetzt erst einmal an die frische Luft. Heute gibt es Sonne satt.

Kommentar von earnest ,

Ja, frische Luft tut den Gehirnwindungen gut. Sie kann manchmal sogar helfen, einbetonierte Vorurteile wegzupusten. Kommt auf die Größe der Brocken an.

Aber dein Teil-Zurückrudern lässt ja noch ein Fünkchen Hoffnung glühen.

Kommentar von BellaBoo ,

Aber wie anders ist es denn zu erklären, dass es Schulen gibt, von den Freilernern will ich gar nicht reden, wo ohne diesen ganzen
Plumperquatsch (Unterricht, Benotung, Hausaufgaben, Test
Leistungskontrollen u. ä.) viel schneller gelernt wird?

Dafür will ich erst Beweise. Ich kenne genug, die auf einer solchen Schule waren, wir haben davon 2 (1 Grundschule und eine ab Klasse 5) bei uns in der Stadt. In der Nachbarstadt ist eine Waldorfschule. Im letzten Jahrgang haben 2 ihr Abitur gepackt...sie schaffen ja nicht mal die Realschulreife...von wegen besser und schneller lernen. Im Schnitt sind sie 2-3 Jahre hinter den anderen Schülern her, kommen an den Unis nicht klar, weil auf einmal Leistung gefordert wird, kriegen auch eine Ausbildung nur schwer geregelt.

Und im Leben kann man nun mal nicht nur machen, was einem Spass macht. Wenn man auch nur einigermassen Erfolg haben will, dann muss man Leistung erbringen, muss sich auch mal durch Sachen durchkämpfen, die einem nicht liegen. Das stärkt auch den Charakter. Man begreift, das man durch harte Arbeit Ziele erreichen kann.

Mir geht diese ganze Wohlfühlgesellschaft mittlerweile wirklich auf den Nerv.

Alle regen sich drüber auf, wie viele Jugendlichen sich heute benehmen, das sie machen, was sie wollen, keinerlei Respekt mehr vor anderen Menschen haben und im Endeffekt kleine Egozentriker sind...das liegt ALLES an mangelhafter Erziehung und fehlender Grenzsetzung. Damit die arme kleine Psyche nicht leidet, darf man ihnen nichts verbieten. Wenn der dreijährige seine Schwester haut, seine Spielsachen kaputt macht und total am Rad dreht, dann wird das als freie Entfaltung seiner Persönlichkeit angesehen...und nicht das man sich einen kleinen Terroristen heranzieht.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Dafür will ich erst Beweise. Ich kenne genug, die auf einer solchen
Schule waren, wir haben davon 2 (1 Grundschule und eine ab Klasse 5) bei uns in der Stadt. In der Nachbarstadt ist eine Waldorfschule. Im letzten Jahrgang haben 2 ihr Abitur gepackt...sie schaffen ja nicht mal die Realschulreife.

Allein die Vorstellung, man habe nur dann gelernt, wenn man einen Schulabschluss hat, macht Dein eingeschränktes Vorstellung gegenüber dem Thema "Lernen" deutlich. Wer kein Abitur hat, dem fehlt es an Intelligenz. Vielleicht kannst Du mal Deine Denken in Abschlüssen beiseite lassen. Es gab eine lange Zeit, da lag die Zahl der Abiturienten im niedrigen einstelligen Prozentbereich und niemand kam auf die Idee, dem Rest der Bevölkerung mangelnde Intelligenz vorzuwerfen.

Nehmen wir für einen Moment an, der Schulabschluss sei tatsächlich der Maßstab, um erfolgreich durchs Leben zu gehen. Das bedeutet aber noch lange nicht, sich 12 Jahre lang in Klassenräumen einsperren und herumkommandieren lassen zu müssen.

In Österreich, wo es keinen Schulzwang gibt, werden die zuhause lernenden Kinder einmal im Jahr einer schulischen Externistenprüfung unterzogen, in denen geprüft wird, ob sie einen vergleichbaren Entwicklungsstand haben wie beschulte Kinder. Wenn der nach Auffassung der Prüfer ungenügend ist, müssen die Kinder in die Schule.

Da freies Lernen in Deutschland verboten ist, gibt es nicht so viele "Beweise", die man für die Unterstützung meiner Behauptung vorlegen kann. Hier zwei Beispiele: Der Erste hat 3 Schulabschlüsse, jedoch die Schule bereits während der zweiten Klasse verlassen.

www.youtube.com/watch?v=jR1475IYwXc

Der Zweite hatte Eltern die Reisefotografen sind und im Wohnmobil, samt Kindern, durch die Welt reisen. Er ging seit Jahren nicht mehr in die Schule. Er ist zur Prüfung nach Baden Würthemberg gegangen, wo die Schulfremdenprüfungen für das Abitur noch man umfangreicher sind als in anderen Bundesländern.

https://www.youtube.com/watch?v=prvz912vhr4

Kommentar von BellaBoo ,

Du kennst mich überhaupt, was fällt dir eigentlich ein, mir eingeschränktes Denken vorzuwerfen.

Nein, für mich ist nicht das Abitur gleichbedeutend mit Intelligenz. Mein Bruder hat einen Hauptschulabschluss, meine Schwester Realschule...ich bin die einzige, die ihr Abi gemacht hat. Und ich sehe meine Geschwister sicher nicht als dümmer an als mich selbst. Ich kenne genug die dümmer sind als mein Bruder, aber Abi haben. Das ich das in irgendeiner Weise behaupte, das bildest du dir ein.

Test sind für mich ein adäquates Mittel, gelerntes einzuschätzen und in dieser Welt ist ein gewisser Standard einfach erforderlich...und damit auch das Ablegen von Prüfungen. Ein zukünftiger Chef muss schließlich eine Auswahl treffen können...daher werden auch in Österreich die Schüler einmal im Jahr getestet, die Hausunterricht haben. Würde man diese Test an den "freien Schulen" und den Waldorfschulen in D auch machen müssten einige die Schule Richtung Regelschule verlassen.

Du legst 2 (!!!!) Beispiele vor...ich habe dir einen ganzen Jahrgang genannt, der die Vorgaben nicht erfüllt, und das nur an den 2 Schulen. Und bei Nummer 2...es gibt extra Fernunterricht für deutsche Schüler im Ausland, daran können auch Schüler in D teilnehmen, wenn sie krank sind oder aus irgendwelchen Gründen am normalen Schulbesuch nicht teilnehmen können...auch dieses Lernen ist standardisiert... der einzige Unterschied ist, das man nicht zur Schule geht (und damit auch keine Sozialkontakte zu Gleichaltrigen hat, was der Psychischen Entwicklung oft auch nicht zuträglich ist)

Und es gibt genug Eltern, die das freie Lernen, ach so gerne hätten, aber selbst die Anforderungen nicht erfüllen, das sie den Kindern das überhaupt beibringen können. Wie soll jemand Latein unterrichten, wenn er es selbst nie hatte ? Muss das Kind sich dann dem Können der Eltern anpassen ? Desweiteren sollte man da auch das negative sehen...wieviele religiös fundamentalistisch geprägte Eltern würden ihre Kinder dann zu Hause lassen, weil der Unterricht ihrer beschränkten Weltsicht nicht entspricht ?

Ich sage nicht, das man unser Schulsystem nicht verbessern kann, aber deine Vorstellungen sind einfach realitätsfremd.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Du kennst mich überhaupt, was fällt dir eigentlich ein, mir eingeschränktes Denken vorzuwerfen

Das eingeschränkte Denken entnehme ich Deinen Äußerungen in den Kommentaren. Zitat:

Ich kenne genug, die auf einer solchen Schule waren, wir haben davon 2 (1 Grundschule und eine ab Klasse 5) bei uns in der Stadt. In der Nachbarstadt ist eine Waldorfschule. Im letzten Jahrgang haben 2 ihr Abitur gepackt...sie schaffen ja nicht mal die Realschulreife...von wegen besser und schneller lernen. Im Schnitt sind sie 2-3 Jahre hinter den anderen Schülern her, kommen an den Unis nicht klar, weil auf einmal Leistung gefordert wird ...

Du legst ausschließlich schulische Maßstäbe an, ob das Lernen erfolgreich war. Du machst einen Unterschied zwischen Deinen Geschwistern, die Du kennst und jenen, die auf eine Weise gelernt haben, die Du ablehnst (Waldorfschule). Das die Waldorfschüler nicht die Erwartungen erfüllen, die Du von ihnen verlangst, liegt an Deinen Erwartungen und nicht an den Schülern. Warum sollen sie das Abitur oder den Realschulabschluss machen?

Schulabschlüsse sind für ein erfolgreiches Leben überflüssig. Da kommt es noch immer auf Fähigkeiten an und nicht auf Noten. Das wir in Deutschland ein System haben, was den Menschen verbietet, bestimmte Berufe zu erlernen, nur weil sie die Erwartungen einer Lehrplanwirtschaft nicht erfüllen, ist absurd. Aber diese lebt ja davon, dass sie Menschen in über- und unterdurchschnittlich einteilen kann und damit in gut und schlecht.

Ich habe den Namen der Dachorganisation (da gibt es ja mehrere) der Ärzteschaft vergessen, die folgende Forderung erhoben hat: Man solle doch endlich diejenigen Medizin studieren lassen, die Ärzte werden wollen und nicht diejenigen, die ein Einser Abitur haben. Hinter dieser Forderung steckt eine Menge Weisheit.

Auch die Deutsche Bahn musste leidlich erfahren, dass die Abschlüsse der Schulausgebildeten nicht mehr ihren Ansprüchen genügen. Sie hat die einzig richtige Konsequenz daraus gezogen. Nämlich die Abschlüsse für bedeutungslos zu erklären. Heute kann sich jeder, unabhängig davon welchen Schulabschluss und welche Noten er hat, bei der Bahn bewerben. Es ist schwerlich vorstellbar, dass die jungen Leute heute dümmer sind als noch vor 20 oder 50 Jahren, wo man mit Abschlüssen die Schule verließ, die den Vorstellungen der Bahnvorstände entsprachen.

Ob Du meine Formulierung bzgl. des eingeschränkten Denkens als Vorwurf auffasst, entscheidest Du ganz alleine. ICH habe lediglich eine Feststellung getroffen, die sich auch in Deinem letzten Kommentar an mehreren Stellen widerspiegelt. Ich glaube, es lohnt sich nicht, auf die alle einzugehen.

Antwort
von earnest, 58

Das finde ich angesichts des Niveaus der Feld-Wald-und-Wiesen-U.S. highschools nur gut.

Also: Bitte nicht!

(Ich spreche aus eigener Erfahrung.) 

Gruß, earnest

Antwort
von Evileul, 81

Die schüler in den USA machen das nicht aus spaß ,sondern um in die Uni ihrer wahl aufgenommen zu werden. Hab letztens ne Doku gesehen. Ohne 2-3 außerschulische Aktivitäten nimmt dich keine Uni, teilweise nichtmal mit nem einser durchschnitt , wenn man nicht gerade von ner guten Privatschule kommt. Was die eltern ihren Kindern teilweise zumuten is echt nicht mehr schön.



Kommentar von viktoria25601 ,

Du redest hier von scholarships, die komplett kostenfrei sind.

Auch mit einem nur mittelmäßigen High School diploma kannst du dich an einem public college bewerben. Kostet halt nur einiges.

Kommentar von earnest ,

Die Frage ist nur, was man denn von einem Hinterwäldler-Community-College (oder so) hat ...

Antwort
von BrutalNormal, 59

Es gibt ein Vereinswesen in Deutschland, damit wäre genug gesagt!

Antwort
von thomsue, 40

1) alle Schüler - falsches Pauschalurteil
2) heißt bei uns nur anders
3) Ergänzungsbereich war schon mal besser, unser Schulsystem baut wie alles ab

Antwort
von user023948, 49

Das ist voll blöd! Auch diese colleges wo man direkt auf dem Campus wohnt sind cool!
Und was haben wir? Überteuerte studentenwohnungen! Naja bei uns werden jetzt immerhin Studentenwohnheime gebaut... zwar eigentlich für die, die von außerhalb kommen, aber ich will da trotzdem dann (irgendwann) mal in son Ding einziehen... besser als in einer einzimmerwohnung Selbstgespräche zu führen... oder mit seinen Stofftieren zu reden... ich finds auch doof, dass bei uns die Läden nicht 24Stunden auf haben und auch sonntags! Wenn man später arbeitet hat man nur den Samstag und den sonntag oder nur den sonntag frei und am behämmerten Sonntag kann man nix machen weil alles zu hat😠

Kommentar von earnest ,

Was sind überteuerte Studentenwohnungen hier gegen astronomische Studienkosten in den USA?

Kommentar von user023948 ,

Ja, schon! Aber wenigstens muss man sich über sonst nix Gedanken machen! Außerdem gibt es da ja auch Stipendien... bei uns kriegt mega selten einer eins... nur diese hochbegabten von ihren Eltern zu leistung gedrillten Musterschüler, die in ihrem Leben noch nie spaß gehabt haben...

Kommentar von Etter ,

Wird ja immer besser.

Warum sollte auch jmd. ein Stipendium bekommen, der kein Bock auf lernen hat? Der also eig. keine Gegenleistung bringt.

Dann auchnoch die Leute runterzumachen die evtl. sogar SPAß am Studiengang haben ist nurnoch lächerlich.

Immer sinds die anderen, nie man selbst.

Die Streber sind schuld, dass man kein Stipendium bekommt, die Uni dass man vereinsamt.

Kommentar von earnest ,

Das ist so nicht richtig, Harevole.

Ich kenne da einige ... Darunter ist nicht EINER, der auch nur im Entferntesten dem von dir gelieferten Zerrbild entspricht.

Kommentar von Etter ,

Warum machen eig. alle Faktoren von außen für ihre Probleme schuldig?

Du willst Kontakt mit Menschen? Dann knüpf halt welche oder red weiter mit deinen Stofftieren.

Keine Ahnung wie das an anderen Unis/FHs ist, allerdings bietet die FH auf der ich bin viele Möglichkeiten dazu.

"bei uns die Läden nicht 24Stunden auf haben und auch sonntags!"

Sehr schön. Ich nehme an du arbeitest dann 24 Stundenschichten und auch Sonntags?

Kommentar von user023948 ,

Mensch so war das doch gar nicht gemeint! Das mit den stofftieren war Ironie! Warum regt ihr euch so auf? Die haben in Amerika 3 Monate Sommerferien und wir hocken hier mit unseren Popeligen 6 wochen... na gut, die haben dann sonst keine Ferien! aber diese 2 wochen ferien bringen es eh nicht! Eine woche davon lernt man dann doch wieder, weil man sonst alles vergisst!

Kommentar von BellaBoo ,

Ihr habt KEINE Ahnung wie gut es euch in dem Schulsystem hier geht. Ihr jammert auf ganz hohen Niveau.

Ich kann hier echt nur den Kopf schütteln...amerikaner zahlen also keine Mieten ? Amerikanische Studenten müssen nebenbei nicht arbeiten, weil sie Stipendien kriegen...das sind die wenigsten...macht doch mal die Augen auf ! Meine amerikanische Freundin wird die nächsten 10 Jahre noch an ihrem Studium abzahlen. Und das trotz hervorragender Noten und einem Teilstipendium.

Kommentar von earnest ,

Das "ihr" solltest du vielleicht dem Fragesteller zukommen lassen, Bella. 

;-)

Kommentar von BellaBoo ,

Lieber earnest...vielleicht sollte man sich auch nicht immer jeden Schuh anziehen. Mit "ihr" meinte ich den der hier geantwortet hat und den Fragesteller...warum fühlst DU dich denn überhaupt angesprochen ? Ich habe ja auch noch direkt auf einen Kommentar von Harevole geantwortet und nicht auf deinen.

Ich finde dieses Gejammer total daneben. Spätestens wenn man nicht mehr die tollen 3 Monate Sommerferien hat, weil man aus der Schule raus ist, landet man auf dem harten Boden der Tatsachen, das Amis nur 2 Wochen bezahlten Jahresurlaub haben...im ersten Arbeitsjahr meistens gar keinen...im Gegensatz zu unseren 6 Wochen.Eine Freundin von mir lebt in Amerika und will eigentlich ein zweites Kind...das werden sie sich wegen der Krankenversicherung und den späteren Kosten (College, Uni) einfach nicht leisten können.

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