Frage von LaMimamei, 40

Warum gibt es in Süd- und Mittelamerika wesentlich mehr Indigene als in Nordamerika?

Proportional zur restlichen Bevölkerung scheinen in Süd- und Mittelamerika wesentlich mehr Indigene bis heute überlebt zu haben als in Nordamerika. Woran liegt das?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ansegisel, 24

Interessante Frage!

Ich würde es vor allem darauf zurückführen, dass in Nordamerika (vor allem in den heutigen USA) noch bis ins 19. Jahrhundert das Kernland von den Küsten aus systematisch von Siedlern und mit Unterstützung des amerikansichen Militärs in Besitz genommen wurde. Die so genannte "Frontier" verschob sich so Stück für Stück nach Westen und die in diesen Gebieten siedelnden Urweinwohner wurden im Zuge dieser Entwicklung immer weiter zurückgedrängt.

Eine gewisse Rolle spielt dabei sicher auch die Geographie und die Vegetation. Während in Nordamerika weite, relativ leicht zu erschließende Flachlandzonen vorherrschen, ist Südamerika durch Gebirge und Dschungel deutlich schwerer zugänglich. Das koloniale Siedlungswesen konzentrierte sich dort vor allem auf die Küstenregionen, während die Ureinwohner im deutlich unzugänglicheren Hinterland noch einige Rückzugsorte finden konnten.

Antwort
von Fuchssprung, 14

Das war auch schon vor Columbus so. In Mittel und Südamerika gab es eine große Bevölkerung deren Nahrungsgrundlage die Landwirtschaft war. Mit der Landwirtschaft hat man eine sichere Nahrungsquelle und bekommt sehr viel mehr Nachkommen als in einer nomadisch lebenden Gesellschaft, die sich von der Jagd und vom Sammeln von Wurzeln, Würmern und Insekten ernährt. Blieben in Nordamerika die Büffel in einem Jahr aus, weil sie in anderen Regionen saftigeres Gras fanden, dann blieben nur noch die Wurzeln, Würmer und Insekten. So konnten die Menschen im Norden nicht so zahlreich werden wie im Süden.

Antwort
von Fox1013b, 7

Weil sie in Südamerika nicht von den Briten und anderen Europäern so zurückgedrängt und abgeschlachtet wurden wie in Nordamerika...

Antwort
von archibaldesel, 9

Weil dort auf der einen Seite die indigene Bevölkerungsdichte deutlich höher war, als in den Weiten Nordamerikas und anderseits die europäische Einwanderung geringer war.

Antwort
von voayager, 7

3 Gründe:

  • größere Einwanderung in Nordamerika als in S.
  • größere ursprüngliche Menschenmassen in S.Amerika als in N.
  • weniger Abschlachtungen in S.Amerka als in N.


Antwort
von TednDahai, 24

Weil Nordamerika ein Einwanderungsstaat ist. Dort stammen die meisten von Briten, Spaniern etc. ab...

Antwort
von kubamax, 17

Die Indigenen haben sich in Südamerika wahrscheinlich innerhalb der spanischen/portugisischen Zivilisation weiter vermehrt. In Nordamerika war das wahrscheinlich nicht so. Es starben auch sehr viele dort an eingeschleppten Krankheiten und dann wurden sie in der Pionierzeit verfolgt und getötet.


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