Frage von MatGaruru, 77

Warum gibt es in letzter Zeit soviele Kriegsspiele?

Ich habe das gefühl dass die Spieleentwicklung in letzter Zeit verstärkt auf Kriegsspiele setzen. Die Werbungen dazu sind alle sehr episch gestaltet und auch die grafiken sind bombastisch. Es geht nur um eroberungen, Abschießen, töten, Krieg, Schlachten...das komplette Repertoire .

Wollen die uns unterschwellig auf einen Krieg vorbereiten? Ich meine durch das verstärkte ausüben von solchen Spielen, geht doch die Schwelle allmählich herunter selbst in einem Krieg mitzuwirken, teilweise bekommen menschen geradezu lust dazu.

Gerade in unserer Gesellschaft klagen doch die meisten menschen darüber dass viele keine Hemmschwelle mehr haben zu morden oder gewalttätig zu sein und immer wieder gibt man den medien zwar die schuld...doch paar wochen später haut man uns nochmal son "geiles" Kriegsspiel auf den Tisch und macht epische Werbung dazu , also sehr sehr verdächtig das ganze.

Meine Frage ist übrigens nur für menschen gedacht die in der Lage sind kritisch zu denken, nicht für diejenigen die immer alles kaufen und haben müssen was man ihnen in den Medien "befiehlt" .

Ich bin dem gegenüber sehr skeptisch.

Antwort
von Unnutzer, 15

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Action-Shootern wie Call of Duty oder Battlefield und Militärsimulationen wie Arma 3. Letztere sind eher unpopulär, eben weil die meisten Spieler nicht spielen, weil sie aggressiv veranlagt sind (wir Gamer hocken eh nur vor dem PC, da schaden wir niemandem...) sondern um entweder angestaute Aggressionen abzubauen (allerdings scheinen die meisten sich auch nicht dafür zu interessieren, was sie genau tun; Hauptsache, es gibt Action) oder weil Freunde das gleiche spielen, gewissermaßen Gruppenzwang.

Und sonst gilt: Angebot und Nachfrage.

Ich selbst spiele nur Militärsimulatoren (Arma 3, wie oben erwähnt), allerdings hauptsächlich, weil mich Kriegsführung im allgemeinen interessiert. Und genau da haben viele ein Vorurteil: Wer sich mit Drogen beschäftigt, sei ein Junkie. Wer sich mit dem Nationalsozialismus oder Israel auseinandersetzt, sei ein Nazi.

Oder auch: Wer sich für Krieg interessiert, sei ein Bellizist (Wikipedia...). Und nein, das bin ich nicht.

Und trotzdem: Wo ist das Problem bei diesen Spielen? Im Grunde wird durch die ganze Debatte nur konservatives Angstdenken von irgendwelchen paranoiden Helikoptereltern, die leider mittlerweile recht häufig sind, geschürt.

Kommentar von MatGaruru ,

Ja klar ist das auch ok wenn man solche spiele spielt, XD Ich habe nichts dagegen, aber irgendwie merkwürdig, dass immer viel werbung für solche spiele gemacht wird und wir zufälligerweise in einer "Vorkriegszeit" leben ( Viele experten sehen das so, also das dies hier eine Vorkriegszeit ist)

Kommentar von Unnutzer ,

Ganz ehrlich, wenn wirklich Krieg ausbrechen sollte, ist die Todeschance relativ gering. Selbst im syrischen Bürgerkrieg, dem blutigsten Krieg des Jahrzehnts, sind bisher "nur" rund 2% der dortigen Einwohner (sowohl Zivilisten als auch Kombattanten) innerhalb von 5 Jahren getötet wurden.

Ich persönlich sehe dementsprechend einem Krieg nicht mit Sorge gegenüber und sehe uns auch in einer "Vorkriegsphase". Die Zeit danach wäre auch eine gute Chance für einen gesellschaftlichen Neuanfang und der Umsetzung gewisser Utopien...

Aber nochmal zur eigentlichen Frage, Actionspiele (also nicht nur Shooter) sind allgemein ziemlich "trendy", einerseits wegen übertriebenem Marketing, andererseits aber auch wegen dem bei vielen Menschen vorhandenen Bedürfnis nach einem gefahrlosem Adrenalinschub.

Antwort
von Flimmervielfalt, 17

Was mich vor allem wundert, ist dass Egoshooter so ein beliebtes Genre sind. Ich spiele seit fast 3 Jahrzehnten videospiele und habe noch nie einen Shooter durchgehschafft. Diese Skills fehlen mir vollkommen und ich bin auch nicht motiviert, sie mir anzueignen. Und wie hier jemand schon sagte. ..wir haben eine große und auch kreative Bandbreite an spielen. Es wird, und da stimme ich dir zu vor allem für Echtzeitstrategie und shooter mit kriegerischen Aspekten geworben.

Antwort
von MarcelBerling, 18

Dir Anforderungen der "Gamer" steigen natürlich immer weiter an, wer will schon ein langweiliges Spiel spielen? Mit so genannten "Shootern" werden den Spielern alle Sinne und Fähigkeiten abverlangt. Und das bringt Nervenkitzel. Und Nervenkitzel bringt einen Nah an die Realität. Und je näher an der spannenden Realität, desto besser.

Antwort
von EvilMastermind, 41

Weil es sich verkauft. Vor allem der breiten Masse wird das gefallen, verkauft sich sicher auch gut an Jugendliche. 

Kommentar von MatGaruru ,

ok..gibt es von niemanden auch paar gedanken über meine Gedanken???

Kommentar von EvilMastermind ,

Ich denke du liegst damit falsch. Niemand bereitet hier auf nen Krieg vor, die Spielepublisher wollen vor allem Geld verdienen ^^

Antwort
von Narave, 38

skeptisch, aber anscheinend tunnelblick, sry :D der eindruck mag für dich entstehen weil von guten aufbau / strategiespielen, atmosphärischen rollenspielen, indie-games, tüftelspielen, simulatoren etc. FAST GAR NIE was in der werbung kommt. shooter sind davon NUR EINE sparte unter vielen. ich liebe besonders alte perlen wie "shadow of the colossus" oder die "gothic"-reihe.

Kommentar von MatGaruru ,

ja kann sein...ich find das irgendwie komisch, da die Kriegsspiele früher einfach von der realität zu unterscheiden sind. Heutzutage zwar auch, aber wie soll ich dir sagen, es fühlt sich an als würde es auf wahre begebenheit basieren

Kommentar von Narave ,

es sieht teilweise auf den ersten blick täuschend echt aus, da hast du recht. allerdings fehlt nach wie vor allen spielen, auch cod oder farcry mit genialer grafik und sämtlichen effekten immer noch etwas an der optik, das es jeden nach wie vor als game erkennen lassen wird. die realtität ist doch nicht ganz so einfach zu kopieren ;)

Antwort
von ME1802, 37

Die Spiele werden eher weniger wenn man das mal mit der Zeit von 2003-2008 ca. Vergleicht. Das einzige was anders ist, ist halt die verbesserte Grafik aber die Spiele entwickeln sich eben auch mit, du regst dich ja auch nicht über die ganzen Fußball spiele auf, und sagst die Entwickler wollen uns den Fußball aufzwingen.

Kommentar von MatGaruru ,

Fußball ist ja net so schlimm wie Krieg , ne

Kommentar von ME1802 ,

Hat auch niemand behauptet, aber es ist das gleiche wie deine Aussage.

Kommentar von MatGaruru ,

nein, ich find dein Beispiel kannse nicht mit meiner aussage vergleichen.

Antwort
von FooBar1, 16

Nö das war schon immer so. Grafiken waren natürlich der Zeit angepasst.

Antwort
von TheJerror, 10

Die Firmen wollen Geld und deswegen entwickeln sie das was der Kunde will und ich hoffe das viele Leute wissen das der echte Krieg ganz anders als in spielen ist.

Antwort
von Nemesis900, 22

Dem kann ich eigentlich weniger zustimmen. Gefühlt gibt es mittlerweile viel weniger direkte solcher "Kriegsspiele" als früher. Bei den aktuellen großen Erscheinungen würden mir direkt nur 2 Spielereihen einfallen auf die das zutrifft (die es auch früher gab). Aber dafür einen ganzen Haufen die es mittlerweile nicht mehr gibt.

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