Vielleicht bilde ich mir das nur ein, aber als echter Currywurst-Junkie fällt mir auf, dass man diese kaum noch irgendwo erstehen kann. Zumindest nicht so richtig deutsch;-)
Dafür tummeln sich an jeder Ecke die Dönerbuden dicht gefolgt von Pizzerien und Asiaten. Selbst die Gyros-Buden scheinen auszusterben. Woran liegt das?

Ja leider ist es so. So eine richtig leckere Currywurst gibt es z.B. in Berlin (wo sie früher an jeder Ecke standen und wir Kinder auch für 10 Pfennig ein Ketchup-Brötchen bekamen) nur noch bei Konopke in der Schönhauser. Ein/zwei Mal im Jahr, wenn wir so richtig Heißhunger haben, fahren wir extra hin, lecker.
Wohne am Niederrhein in einer Kleinstadt.Wenn ich dran denke, wieviel Pommes-Buden in meiner Kindheit u.Jugendzeit noch hier am Ort waren...u.was da heute noch von übrig geblieben ist!! Dafür an fast jeder Ecke z.T. schmuddelige Dönerbuden,Chinasnaks, etc. Eigentlich schade!!
Also das Gefühl habe ich auch!
Sushi u. ähnliches an jeder Ecke - aber eine richtig gute Currywurst muß man suchen.
Wahrscheinlich liegen die Pommesbuden nicht mehr im Trend.
Im Saarland gibt es aber noch sehr viele. Das fällt mir jedesmal auf wenn ich dort bin.
In Saarlouis am großen Markt? Stehen da immer noch die 6 Buden?
Die Curry-Wurst nicht deutsch? Deutscher geht es wohl nicht, erfunden in Berlin am 4. September 1949 von Herta Heuwer, begann sie ihren Siegeszug durch ganz Nachkriegsdeutschland. Besonders im Ruhrgebiet und im Saarland entwickelte sich eine regelrechte Currywurst-Kultur. Man denke dabei an Herbert Grönemeyer und an seine Hymne an diese Delikatesse.
Aber es stimmt, selbst bei meinen Besuchen im Ruhrgebiet finde ich keine dieser Buden aus der Vergangenheit mehr geöffnet. Dafür McDonald & Co., Dönerbuden und andere Fast Food Läden. Der Geschmack des Publikums hat sich geändert und dort wo es noch eine Wurst gibt, wird sie lieblos mit kaltem Ketchup zugedeckt und als Currywurst deklariert. Pfui Deibel!
UlfDunkel am 8. Mai 2007 21:13 Hi Regenmacher.
Ich habe nicht behauptet, die Curry-Wurst sei nicht deutsch. ;-)
Dennoch war es klassisch an der Frage vorbei geantwortet;-)

Hier fällt mir gerade mal ein traditioneller Imbiss ein, wo man noch eine (einigermaßen) anständige Bratwurst oder Currywurst bekommt. Bei ca. 85.000 Einwohnern! Dafür schießen die Dönerbuden und Asia-Snacks wie Pilze aus dem Boden. Ich kann mir vorstellen, dass es auch daran liegt, dass bei Türken und Asiaten immer recht viele Familienmitglieder "mitarbeiten".
Einzel Kämpfer am 9. Mai 2007 10:07 Richtig. Und so wird es auch weiter gehen, bis Du irgendwann mal einen Deutschen in Deutschland suchen musst...
Je nach Wohnort ist das doch heute schon so...
Komm mal an den Niederrhein oder ins Ruhrgebiet. Hier findest du noch ziemlich viele Imbissbuden. Manchmal sind diese auch nur einige Meter voneinander entfernt. Liegt wahrscheinlich an der Gegend, bzw. an den Essgewohnheiten der Bürger. Ich habe das Gefühl, das hier die Imbissbuden einen ziemlich großen Zulauf haben und deshalb so viele existieren können.

Ich halte das für eine rein subjektive Wahrnehmung und kann es aus meiner Erfahrung nicht bestätigen.
"So richtig deutsch" ist Curry ja nun nicht wirklich, oder?
Die Currywurst ist schon deutsch...
WildeFee am 8. Mai 2007 21:28 Ist doch wurscht. Wir wissen ja alle, was gemeint ist, ob deutsch oder nicht.
In meinem kleinen 8000-Seelendorf gibt es noch ein Restaurant, das Currywurst, Bratwurst und Schnitzel verkauft. Aber keine der typischen Buden mehr.
Einzel Kämpfer am 9. Mai 2007 10:04 Doch, jedenfalls kennt/verwendet kein Inder in Indien Curry! (Quelle: Wunderwelt Wissen/TV)

Ich kann mir vorstellen das viele Deutsche einfach keinen "Bock" auf die damit verbundene Arbeit haben.
Unser ehemaliger Nachbar, Albaner, hatte einen Dönerladen. Er war mit der ganzen Familie von morgens bis Nachts immer auf und am arbeiten.