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Warum gibt es in den meisten Krankenhäuser keine Besuchszeiten mehr?

gefragt von Agnes10Agnes10 am 10.04.2007 um 17:06 Uhr

Bei einem Besuch fiel es mir jetzt auf, wie schlimm es sein kann, wenn quasi fast rund um die Uhr Besuch an den Betten steht. Meiner Freundin ging es gut, aber die Zimmernachbarin hatte eine schwere Krebs-OP hinter sich, hatte wohl arge Schmerzen. Ich weiß von meiner Freundin, daß wirklich von morgens bis abends Leute bei ihr sind. Wie fühlt man sich, wenn man daneben liegt und krank ist, seine Ruhe haben möchte? Wie kann man da eigentlich gesund werden? Für den wirklich kranken Patienten wären doch geregelte Zeiten weitaus nützlicher.


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evistie
beantwortet von evistie am 10. April 2007 17:30
19x
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Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: es ist gräßlich. Es geht ja nicht nur um die Störung an sich, sondern auch um die Wahrung der Intimsphäre, denn es ist unangenehm, wenn man - noch im Engelshemdchen von der OP - mit nacktem Hintern an "Gott und der Welt" vorbeischlurfen muß. Andererseits haben die Außer-der-Zeit-kommenden oft "gute" Gründe: "Ging nicht anders", "kann nur in der Mittagspause", "wollte nur schnell was vorbeibringen" ... usw. Da hilft es nur, als "Leidender" den Besuch um Rücksichtnahme zu bitten (es genügt ja, mit dem, der schon besser drauf ist, auf den Gang oder in den Aufenthaltsraum zu gehen!), ggf. noch einmal allein mit dem Bettnachbarn sprechen, und wenn alles nichts hilft - sich bei der Oberschwester oder dem Stationsarzt zu beschweren. Denn Besuch "rund um die Uhr" wird zwar mehr und mehr toleriert, aber auch (z. B. bei Pflegemaßnahmen, Visite etc.) gnadenlos aus dem Zimmer gescheucht.


marxx
beantwortet von marxx am 10. April 2007 18:30
15x
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Feste Besuchszeiten sind in unserer heutigen Zeit "mega out"

Kommentar von Simple_avatar1smallmarxx am 10. April 2007 18:32

heutige Zeit = Berufswelt (verschiedene Zeiten)


WildeFee
beantwortet von WildeFee am 10. April 2007 17:25
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Hallo Agnes, ich kann Dir nur recht geben und zustimmen, für akut kranke Menschen - aber ich finde: auch für nicht so schwerkranke Menschen ist das eine wirkliche Zumutung, dass es keine klaren abgegrenzten Besuchszeiten mehr gibt - wobei ich nicht denke, dass das überall so ist, und ich kann Dir leider nicht sagen, warum es so geregelt wurde... Denn gesundheitsfördernd kann das meines Erachtens nicht sei - auch wenn es gesundheitsfördernd für den Besuchten sein kann, wenn man liebe, nahestehende Menschen um sich herum hat in der Krankheit. Aber wenn das rund um die Uhr ist, sollte sich dies auf Einzelzimmer beschränken.


Knowledge
beantwortet von Knowledge am 5. Dezember 2007 19:52
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Krankenhäuser sind schließlich Dienstleitungs-Unternehmen und müssen sich nach den Wünschen ihrer Kunden (Patienten und Besucher) richten.


anonym
beantwortet von Xander am 10. April 2007 17:21
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Sehe ich genauso, doch halten sich die Leute leider nicht an die Zeiten. Es kann ihnen ja auch nicht verboten werden! Aber ich fände es in deinem Fall auch besser bei Besuch mal in die Cafeteria zu gehen, oder auf dem Flur herumzustolpern, als eine arme, alte Kranke zu nerven.


Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 10. April 2007 17:40

@Xander:

Was heisst denn , die Leute halten sich nicht an die Zeiten.

Früher gab es klare Zeiten und zum Schluss kam eine energische Oberschwester und schmiss alle wieder raus - da gab es kein Pardon.

Warum sollte das heute nicht auch noch funktionieren?

Kommentar von Simple_avatar5smallMismid am 11. April 2007 00:06

weil es Blödsinn ist, daß man nach 17h nicht mehr zu Besuch kommen soll! Und zum Essen nicht, wenn der Arzt da ist(ist ja klar), die Schwester da ist(auch klar), usw. da bleiben dann noch 1-2 Stunden reell am Tag. Die meisten Patienten freuen sich wenn mal jemand kommt. Auch wenn man schwer krank ist. Wenn man so schwer krank daß man eh nichts mitbekommt, stört es einem auch nicht. Viel schlimmer finde ich wenn die anderen Patienten in der Nacht schnarchen. Dies macht einem viel mehr krank als jeder Besuch am Tag.

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 11. April 2007 21:01

@Mismid:

Bei den Bettnachbarn pausenlos Besuch am Tage und dann noch Schnarchen in der Nacht - da bekommst Du ja überhaupt nie mehr Ruhe!

Oder gehst Du davon aus, dass jemand, der Besuch bekommt, nachts nicht mehr schnarcht?


blumensonnen
beantwortet von blumensonnen am 10. April 2007 17:27
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In den Krankenhäusern wird oft darauf geachtet, gleich schwere Erkrankungen zusammen zu legen, damit nicht ein schwer Kranker von einem nur leicht erkrankten Patienten und dessen Besuch dauernd gestört wird. ---

Ich persönlich bin froh, dass die Besuchszeiten so großzügig ausgelegt sind. Es liegt doch an jedem Besucher selbst, Rücksicht zu nehmen.

Kommentar von 906a0bbe98354ac23e7a8bb90821dd59smallWildeFee am 10. April 2007 17:33

Hmm... das nützt dem Kranken aber wenig, wenn der Besucher eben keine Rücksicht nimmt, ihn aber auch niemand einschränkt. Ausserdem erinnere ich mich an OPs und meinen Zustand danach - da war JEDE Person zusätzlich im Raum zuviel.

Kommentar von A7ee77a58b6a4f516be279d53e83a9aesmallevistie am 10. April 2007 17:36

Daß "gleich schwer Erkrankte" gezielt zueinander gelegt werden, kann ich wirklich nicht bestätigen. Die Belegung ist mehr oder minder willkürlich, wie halt gerade ein Bett frei geworden ist. Im Gegenteil, ich hatte oft den Eindruck, es wird, wenn überhaupt, eher die "gemischte" Belegung favorisiert. Es ist für die Schwestern und Pfleger nämlich sehr hilfreich, wenn "mobile" Patienten den bettlägerigen den einen oder anderen Gang abnehmen oder Hilfestellung geben können!

Kommentar von 5f6812a7b0109fb9a1df11c834332c2csmalldemosthenes am 10. April 2007 17:38

@blumensonnen:

Ich wünsche Dir nicht, einmal in demselben Zimmer wie das Mitglied einer türkischen Grossfamilie zu liegen.

Nichts gegen Türken, aber die tauchen immer gleich mindestens zu zehnt auf, davon die Hälfte kleine Kinder und alles spektakelt ziemlich laut durcheinander.

Kommentar von Simple_avatar6smallAbigail am 10. April 2007 17:46

Kann ich bestätigen - und während des Ramadans werden abends regelrechte Gelage abgehalten.

Kommentar von 6d7dedd6cb0cf31d8895af96b8052ffcsmallkrauthexe am 10. April 2007 17:47

Und dann werden auch Unmengen von Speisen im Zimmer verteilt,dass einem übel wird von den Mengen.Ich habe auch nichts gegen Türken oder andere Nationalitäten,bin selbst mit einem "Ausländer" verheiratet.Aber ich wäre auch für geregelte Besuchszeiten.


anonym
beantwortet von mariahomeyer am 10. April 2007 19:53
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Lag vor kurzem selber im Krakenhaus, mußte wegen einem schweren Fall ein Tag nach der Gallenblasen-OP das Zimmer wechseln. Da ich eine nette Bettnachbarin hatte, hat das nicht weiter gestört und die Dame zu der wir umgesiedelt sind war auch sehr umgänglich. Wenn Besuch kam ist man soweit es möglich war sowieso lieber raus aus dem Zimmer um mal was anderes zu sehen und etwas Bewegung zu haben so weit dies ging. Habe mich an die durchgängigen Besuchszeiten nicht gestört gefühlt, praktisch für mich war das meine Tochter direkt neben dem Krankenhaus zur Schule geht, so konnte sie mir vor der Schule schon die Tageszeitung vorbeibringen. Aber ich kann mir vorstellen wenn man sehr k.o. ist nach einer Schweren OP, das dann viel Besuch nervig ist. Dann sollte man schon verständnis haben und rücksicht nehmen als Besucher. Aber meißt denkt heute jeder nur an sich und seinem eigenen Wohlbefinden, dann kommt lange nichts.


Moonwalker
beantwortet von Moonwalker am 17. April 2007 11:53
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Ich finde durchgehende Besuchszeiten gut allerdings haben wir das immer so gemacht das bei schwer kranken nicht gleich eine ganze Meute zu Besuch kommt, sondern max. 2 ins Zimmer durften denn auch die schwer kranken sowie ihre Bettnachbarn brauchen selbstverständlich ruhe. Aber darauf zu achten und mit den Angehörigen zu reden ist Sache der Ärzte und der Pflegekräfte. Besuche sind wichtig und können die Genesung positiv beeinflussen.


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