Frage von Pimkieyo, 82

Warum gibt es im Osten mehr Übergriffe auf Flüchtlinge als im Westen?

Hey, in den Medien hört man ja ständig, dass vielerlei Übergriffe auf Flüchtlinge, Flüchtlingsunterkünften in Sachsen passieren.

Warum gibt es im Westen eigentlich nicht so viele Übergriffe?

Wegen dem Sitz der Pegida in ich meine Dresden?!, wegen der DDR? warum eigentlich?!

Antwort
von TeeTier, 44

Das Verhältnis der Übergriffe auf Flüchtlinge hat sich gerade in den letzten paar Wochen zwischen Ost und West teilweise massiv umgedreht.

Bis Vorgestern gab es in Deutschland weit über 700 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte. Im Jahre 2011 waren es noch 18. Wenn das so weiter geht, haben wir bis Ende des Jahres eine Verfünfzigfachung solcher Anschläge. Binnen 5 Jahren. Schon krass. (Vor einem Monat bin ich "nur" von einer Verdreißigfachung ausgegangen ... dass die Zahlen so schnell explodieren, hätte selbst ich nicht gedacht.)

Die Top-4-Bundesländer mit den meisten Angriffen ...

West: In NRW gab es 155 und in Niedersachsen 68 Anschläge. Insgesamt also 223 Anschläge.

Ost: In Sachsen 66, und in 40 mal in Sachsenanhalt. Insgesamt also 106 Anschläge.

Wobei es sich hierbei ausdrücklich um Angriffe auf Unterkünfte handelt! Nicht zu verwechseln mit den Versammlungen, Demos und tatsächlichen Körperverletzungen, die im Osten eindeutig häufiger vorkommen.

Fazit: Im Westen gibt es mehr als doppelt so viele Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, als im Osten. Die Angriffe auf Personen (um die es dir ja in deiner Frage ging) sind hingegen im Osten häufiger.

Interessant, oder? :)

Wenn du dir dazu Statistiken, Infografiken und Nachrichtenbeiträge raus suchst, achte unbedingt mal auf das Datum der Publikation! Das meiste, was man dazu im Internet findet, ist (noch) veraltet, und es wird wohl noch ein paar Wochen oder Monate dauern, bis aktualisierte Zahlen nachrutschen.

Auf jeden Fall hat sich die Lage im Westen - zumindest im Bezug auf Anschläge gegen Einrichtungen - binnen kürzester Zeit so dermaßen zugespitzt, dass der Osten bei weitem überholt wurde.

Schon gruselig. ><

PS: Hier gibt es einen relativ aktuellen Bericht zu dem Thema ...

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2610640/Biedermaenner-als-Brandstif...

Die genannten Zahlen werden in den ersten paar Sekunden des Videos genannt.

Kommentar von Apfelkind1986 ,

Ja, Statistik ist immer was feines:

Einwohnerzahl NRW:   17.638.098

Einwohner Sachsen:      4.055.000

In NRW leben also mehr als 4x so viele Menschen wie in Sachsen, bei gleichem Anteil an rechtsextremen Straftaten im Verhältnis zur Einwohnerzahl müssten in NRW also mindestens 424 Anschläge verübt werden.

Wo ist Rechtsextremismus also stärker verbreitet?

Kommentar von TeeTier ,

... müssten in NRW also mindestens 424 Anschläge verübt werden.

Na, also wenn das so weiter geht ... :)

Kommentar von Pimkieyo ,

aber warum sind Brandanschläge in Westen häufiger als im Osten? Und im Osten mehr Körperverletzungen.. 

Kommentar von TeeTier ,

Das ist eigentlich der Punkt, auf den ich hinaus wollte. Wie gesagt, interessant, oder? Eine Antwort auf deine Frage kenne ich aber ebenfalls nicht.

Schönen Abend noch! :)

Antwort
von Bambi201264, 82

Sächsischer Urinstinkt! Die meisten DDR-Grenzsoldaten waren Sachsen.

Die wollen einfach unsere Grenze schützen, also was von dahinter kommt, soll auch wieder dahinter zurück.

Kommentar von echteAliona ,

Na klar xD Das wirds sein

Antwort
von allesprobiert, 64

Weil sie die ganze Mingration nicht kennen. Haben 40 Jahre fast unter sich gelebt.Hier und da ein paar Ausländer (meist aus soz. Ländern). 40 Jahre Vormundschaft durch die ehemalige UDSSR. Seit 25 Jahren endlich "frei". Sie sind mit der Einwanderungsflut schlichtweg überfordert. Vor allem die ältere Generation - die zündet keine Heime an, aber sie wehrt sich vehement dagegen - aus Angst wieder alles zu "verlieren". Was natürlich Unsinn ist. 

Hier in den alten Bundesländern guckst du bei jedem zweiten oder dritten in ein fremdaussehendes Gesicht - daran bist du gewöhnt. Im Osten gibt/gab es das so nicht. Da tut einfach Aufklärung not - Anzünden von Unterkünften geht gar nicht.

Ist aber in den ganzen Ostblockländern so.Guck mal nach Ungarn/Tschechien oder Polen. Die wollen erst gar keinen reinlassen und unter sich bleiben.

Kommentar von Apfelkind1986 ,

Die EU Subventionen nehmen sie natürlich weiterhin gerne an.

Nur Rechte und keine Pflichten...

Antwort
von Apfelkind1986, 43

Im Osten gibt es zum einen mehr Verlierer des Arbeitsmarktes. Die sind also schonmal grundsätzlich unzufrieden mit sich und der Welt.

Darüber hinaus leben im osten viel weniger Ausländer (und auch Moslems). Und Ausländerfeindlichkeit ist immer dort am größten, wo es die wenigsten Ausländer gibt und man daher wunderbar seine Vorurteile pflegen kann. PEGIDA faselt von so vielen Moslems, dabei leben dort gerade mal 0,2%.

Da kommt dann sowas bei raus:

Kommentar von DonkeyDerby ,

Schöner Clip! Allerdings möchte ich doch darauf hinweisen, dass auch - zumindest hier in Brandenburg - es doch nur relativ wenige und schlichtgestrickte Typen sind, die ausländerfeindlich denken und/oder agieren. Aber die reißen natürlich die Gusche immer so weit auf, dass es für Außenstehende aussieht, als bildeten sie die Mehrheit.

Kommentar von Apfelkind1986 ,

Dass auch in Ostdeutschland nur eine Minderheit rechtsextrem ist, steht außer Frage.

Doch Rechtsextremismus ist im Osten stärker verbreitet bzw. fällt dort auf fruchtbareren Boden.

Antwort
von DonkeyDerby, 73

In den ehemaligen DDR-Ländern verstehen sich viele als Verlierer der Wende. Und wer unter mangelndem Selbstbewusstsein leidet, der ist anfälliger für die Einflüsterungen derer, die Neid und Hass schüren wollen, um selbst an die Macht zu kommen.

Außerdem leben in den östlichen Bundesländern mit Ausnahme von Berlin weniger Ausländer. Und was Menschen nicht kennen, davor fürchten sie sich eher.


Antwort
von TornadoBob, 19

weil wir wissen was gut für Deutschland ist >:=I

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