Frage von merderzo, 269

Warum gibt es im Osten mehr Kindergartenplätze?

Hallo,

mein Nachbar versucht momentan einen Kindergartenplatz für seinen Sohn zu ergattern und hat in einem netten Gespräch mit mir erwähnt, dass es in den östlichen Bundesländer viel mehr Kindergärten gibt als in den westlichen Bundesländer (wir wohnen nämlich im Westen Deutschlands).

Da er das nur so schnell nebenbei erwähnt hat wollte ich auch nicht nachfragen warum das eigentlich so ist. Aber nun interessiert es mich doch ganz brennend :)

Alssooooo vielleicht kann ja jemand von euch mir die Frage beantworten warum es in den östlichen Bundesländer von Deutschland mehr Kindergärten gibt als im Westen?

lg

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo merderzo,

Schau mal bitte hier:
Schule Medizin

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Sagittarius1989, 44

Als ostdeutscher Bezieher sage ich mal

Frauen in der DDR sollten genauso berufstätig sein wie Männer. Damit sollte nicht nur ihre Gleichberechtigung betont werden - es war wirtschaftlich wichtig, dass die Frauen arbeiteten, sowohl für die Staatswirtschaft als auch für die der Familie. Wurde ein Kind geboren, wurde es demzufolge in eine staatliche Betreuung gegeben. Auf diese Weise konnte die SED außerdem frühzeitig Einfluss auf die Erziehung der jüngsten Bürger nehmen.

Deshalb wurden die Einrichtungen für die Kinderbetreuung früh und umfassend ausgebaut. 1989 betrug die Versorgung von Krippenkindern im Durchschnitt 80 Prozent, in den Großstädten lag sie bei fast 100 Prozent. Kindergartenplätze waren für 94 Prozent und Hortplätze für 82 Prozent der Kinder vorhanden. Davon konnte man in der Bundesrepublik nur träumen: Hier gab es gerade mal für 2 Prozent der Kinder einen Krippenplatz, für 78 Prozent einen Kindergartenplatz und für 4 Prozent der Schulkinder eine Hortplatz.

Die Betreuung wurde vom Staat finanziert (in der Bundesrepublik mussten die Eltern den Platz bezahlen). Die Eltern hatten nur für die Verpflegung zu zahlen. Ein Mittagessen für ein Krippenkind kostete z. B. 1,40 Mark, das für ein Kindergartenkind 35 Pfennig.

Mit 17-25 Jahren hatten die meisten Frauen in der DDR 1-2 kinder,Wohnungen wurden vom Staat gestellt,zur Hochzeit hat man ein Kedit bekommen von ca 4000-8000 DDR Mark womit man die Wohnung gestalten konnte,das Geld musste zurückgezahlt werden aber pro Kind wurden dir % erlassen die du nicht zurückzahlen musstest.

N0 die Antwort ist auch richtig.

Wenn ich mir hier einige Antworten ansehe, finde ich mich wieder mal bestätigt darin, was gezielte Desinformation in den Köpfen unserer Landsleute aus dem Westen bewirkt hat.

Die KInderkrippen und Kitas gab es in der DDR nicht deshalb, um die Kinder frühzeitig mit sozialistischen Ideen zu indoktrinieren, sondern in allererster Linie dafür, um den seit 1945 gleichbrechtigten Frauen und Müttern ungestörte Berufstätigkeit zu ermöglichen und ihre Kinder bestmöglichst versorgt und erzogen zu wissen. 
Das war Bestandteil des sozialistischen Systems in der DDR und Grund für die flächendeckende Errichtung von Kitas und Krippen.
Um diesen Grund zu entkräften und zu diskreditieren, bietet es sich natürlich an, die durch den Staat DDR gewollte frühzeitige Indoktrination ins Feld zu führen.
Das ist falsch und lächerlich zugleich und in Anbetracht der diesbezüglichen Zustände im Westen unseres Landes immer eine abschätzige Bemerkung wert, besonders von denen, die die DDR nicht kennen und um die Wendezeit entweder noch Kinder waren oder noch nicht geboren.:)

Ich als gelernter DDR-Bürger habe Kinderkrippe und Kita erlebt und erinnere mich gern daran. 
Es wurde weder gezüchtigt noch missbraucht!!  und auch keine kommunistischen Ideen in die Köpfe der Kinder gepflanzt, sondern dafür gesorgt, dass nicht nur Essen und Trinken genügend und in guter Qualität vorhanden waren, sondern eine kindgemäße Vorschulerziehung durch geschulte Fachkräfte (drei Jahre Fachschule) gewährleistet war.
Kosten: Krippe: 32,-DM monatlich einschließlich Pflege, ärztlicher Versorgung und Beschäftigung.

Kita: 12,- DM monatlich, dasgleiche, nur Frühstück wurde von zuhause mitgebracht.

Es wurden auch keine Kampflieder gesungen, sondern alle die Kinderlieder, die unsere Eltern auch schon gesungen haben. Wir waren niemals uns selbst überlassen, sondern durch Märchen vorlesen, Singen, Basteln, Malen, Spielen etc.  immer beschäftigt. 

Wenn es in drei Jahren Krippe und Kita ein Lied über die Volksarmee gegeben hat, was jetzt sicher von einigen hier kommen würde, dann war das, gemessen an anderen Freizeitbeschäftigungen, die absolute Ausnahme und darf als Indoktrination bezeichnet werden.:)

Wenn wir nach den Kindergartenjahren in die Schule kamen, war das Gemeinschaftsgefühl schon sehr ausgeprägt und in dieser Hinsicht völlig problemlos. 
Außerdem waren bestimmte Voraussetzungen für eine ausgewogene Grundbildung bereits gegeben, so dass es kaum größere Schwierigkeiten im Lernprozess gab.

Dass es jetzt noch so viel mehr von diesen Einrichtungen im Osten als im Westen gibt, liegt somit auf der Hand. Aber auch dieser Vorteil ist im Verschwinden, denn langsam aber sicher passt sich der Osten an die Freiheit, u.a. arbeitslos sein zu dürfen, an.

alles andere sorry aber Höre da mal Lieber auf die ostdeutschen die die DDR mit machten oder sich auskennen und auch in die kitas waren und nicht die Westdeutschen die vieles nur von Hören und sagen kennen:)

Kommentar von N0Nentity ,

@Sagittarius1989,

den ersten Teil deines Beitrag kann ich nur unterstreichen.
Den zweiten Teil habe ich als meinen Beitrag wiedererkannt. Damke!:)

Kommentar von Sagittarius1989 ,

darum steht ja auch

N0 die Antwort ist auch richtig.Zitat
:)

Kommentar von N0Nentity ,

Dann musst du es auch als Zitat kennzeichnen, so z.B.:

N0 die Antwort ist auch richtig.

Kommentar von Huflattich ,

Es wurden auch keine Kampflieder gesungen, sondern alle die Kinderlieder, die unsere Eltern auch schon gesungen haben. Wir waren niemals uns selbst überlassen, sondern durch Märchen vorlesen, Singen, Basteln, Malen, Spielen etc.  immer beschäftigt. 

Es braucht keine "Kampflieder" um sozialistisches Gedankengut zu lehren und zu lernen  Das geht viel subtiler - quasi ohne das jemand was merkt .. Einfaches Beispiel das Bilderbuch über den schönen bunten Fisch der seine Schuppen verteilen musste.....(mir fällt gerade der Titel nicht ein - Regenbogenfisch?).


Kommentar von EinGast99 ,

Der Regenbogenfisch ist aber kein DDR-Buch!

Kommentar von N0Nentity ,

@Huflattich,

was sollen denn deine Hinweise auf subtile Indoktrination?:) Sozialistisches Gedankengut wurde ganz öffentlich verbreitet,  ohne etwas zu verheimlichen, und alle haben es gemerkt.:)

Oder hast du gedacht, dass die DDR kapitalistisches Gedankengut verbreitet hat oder ganz und gar dazu verpflichtet war?:)

Du begreifst wahrscheinlich nicht, dass unterschiedliche Systeme auch unterschiedliche gesellschaftliche Werte lehren. Das hat die DDR getan genau so wie der Westen.

Weißt du, was ein Ossi einem Wessi voraus hat? Dass er hautnah beide Systeme erleben und vergleichen durfte.
Die Erkenntnis aus diesem Vergleich geht euch ab!!!
Dabei rede ich nicht von Bananen und Reisefreiheit!!!

Kommentar von N0Nentity ,

@Huflattich,

kleiner Nachtrag für dich:
Der "Regenbogenfisch" von Marcus Pfister ist 1996 in der Schweiz erschienen und kein DDR-Kinderbuch.

Ich empfehle dir und deinen Kindern, wenn du welche hast, Kinderbücher aus der DDR, damit du dich von der subtilen Indoktrination überzeugen kannst.

Antwort
von putzfee1, 86

Die sind in erster Linie noch ein "Überbleibsel" aus DDR-Zeiten. Da war es üblich, dass die Kinder mit etwa einem Jahr in die Kinderkrippe kamen und die Mütter wieder arbeiten gingen. In der Krippe und im Kindergarten konnte der Staat dann auch sofort damit anfangen, die Kinder mit der sozialistischen  Denkweise vertraut zu machen, die längst nicht in allen Haushalten gelebt wurde.

Dass hier im Westen die Kinder schon so jung in die Krippe gegeben werden und Kindergartenplätze "angeblich" garantiert sind, ist erst seit relativ wenigen Jahren so und deshalb hinken die westlichen Bundesländer noch arg hinterher, was die Versorgung mit KiGa-Plätzen angeht.

Antwort
von Volkerfant, 75

Also, in der früheren DDR haben die Eltern ihre Kinder praktisch nicht selbst erzogen. Sie haben sie gleich nach der Geburt in eine Kindereinrichtung gegeben, wo sie den ganzen Tag verbracht haben.

Das war dort allgemein so üblich, damit die Mutter wieder arbeiten gehen konnte. Die Kinder kamen dann über Nacht nach Hause und wurden in der Früh wieder weggebracht.

Nur ganz wenige haben das nicht wollen, sind dann aber vom damaligen Staat benachteiligt worden.

Nun ist es eben immer noch Sitte und Gebrauch, die Kinder so früh wie möglich abzugeben.

Antwort
von LotteMotte50, 14

als die Grenze noch stand da war es doch so das die Männer im Westen arbeiten waren und somit die Familie versorgt war,

im Osten also in der DDR hat jedes Kind einen Kindergartenplatz bekommen weil die Frauen nach der Geburt des ersten Kindes ganz schnell wieder arbeiten ging und nach dem zweiten war es etwas länger da war es ein Jahr bevor die Muttis wieder arbeiten gingen,

diese KITAs gibt es ja immer noch zwar nicht mehr ganz so viele wie zu DDR Zeiten weil gleich nach der Wiedervereinigung hatten die Frauen Angst um ihren Arbeitsplatz und bekamen keine Kinder, aber es sind Plätze da und somit haben die Muttis eher eine Chance einen Platz zu bekommen

Antwort
von Virginia47, 66

Weil es im Osten schon immer mehr Kitas gab - noch aus DDR-Zeiten. 

Es wurden zwar einige geschlossen - aus Kostengründen. Aber dennoch stehen noch genügend zur Verfügung. 

Es war zu DDR-Zeiten üblich, die Kinder frühzeitig in die Einrichtung zu bringen, frau musste ja arbeiten. Während im Westen eher das alte Rollen-Klischee vertreten wurde, dass der Mann arbeitet und die Familie versorgt, während die Frau sich um Heim, Kinder und Herd kümmert. Deshalb wurden nicht so viele Kitas benötigt. Das ist erst in den letzten Jahren akut geworden. Und so schnell kann man den Mangel nicht aufheben. 

Kommentar von scharrvogel ,

doch das kann man und die situation war schon vor zwanzig jahren akut. darum bastelt man ehr eine herdprämie statt mehr kitas. wenn man es wollte, könnte man den westen schon längst an den osten angenähert haben. will man aber nicht.

Antwort
von StevenArmstrong, 77

Hallo,

in den östlichen Bundesländern ist die Linkspartei sehr stark und daher werden auch mehr gelder für Kitas, Kindergärten usw. bereitsgestellt, als in den von CDU bzw. CSU oder SPD regierten westlichen Bundesländern.

MfG

Steven Armstrong

Kommentar von merderzo ,

danke

Antwort
von N0Nentity, 69

Wenn ich mir hier einige Antworten ansehe, finde ich mich wieder mal bestätigt darin, was gezielte Desinformation in den Köpfen unserer Landsleute aus dem Westen bewirkt hat.

Die KInderkrippen und Kitas gab es in der DDR nicht deshalb, um die Kinder frühzeitig mit sozialistischen Ideen zu indoktrinieren, sondern in allererster Linie dafür, um den seit 1945 gleichbrechtigten Frauen und Müttern ungestörte Berufstätigkeit zu ermöglichen und ihre Kinder bestmöglichst versorgt und erzogen zu wissen.
Das war Bestandteil des sozialistischen Systems in der DDR und Grund für die flächendeckende Errichtung von Kitas und Krippen.
Um diesen Grund zu entkräften und zu diskreditieren, bietet es sich natürlich an, die durch den Staat DDR gewollte frühzeitige Indoktrination ins Feld zu führen.
Das ist falsch und lächerlich zugleich und in Anbetracht der diesbezüglichen Zustände im Westen unseres Landes immer eine abschätzige Bemerkung wert, besonders von denen, die die DDR nicht kennen und um die Wendezeit entweder noch Kinder waren oder noch nicht geboren.:)

Ich als gelernter DDR-Bürger habe Kinderkrippe und Kita erlebt und erinnere mich gern daran.
Es wurde weder gezüchtigt noch missbraucht!!  und auch keine kommunistischen Ideen in die Köpfe der Kinder gepflanzt, sondern dafür gesorgt, dass nicht nur Essen und Trinken genügend und in guter Qualität vorhanden waren, sondern eine kindgemäße Vorschulerziehung durch geschulte Fachkräfte (drei Jahre Fachschule) gewährleistet war.
Kosten: Krippe: 32,-DM monatlich einschließlich Pflege, ärztlicher Versorgung und Beschäftigung.

Kita: 12,- DM monatlich, dasgleiche, nur Frühstück wurde von zuhause mitgebracht.

Es wurden auch keine Kampflieder gesungen, sondern alle die Kinderlieder, die unsere Eltern auch schon gesungen haben. Wir waren niemals uns selbst überlassen, sondern durch Märchen vorlesen, Singen, Basteln, Malen, Spielen etc.  immer beschäftigt.

Wenn es in drei Jahren Krippe und Kita ein Lied über die Volksarmee gegeben hat, was jetzt sicher von einigen hier kommen würde, dann war das, gemessen an anderen Freizeitbeschäftigungen, die absolute Ausnahme und darf als Indoktrination bezeichnet werden.:)

Wenn wir nach den Kindergartenjahren in die Schule kamen, war das Gemeinschaftsgefühl schon sehr ausgeprägt und in dieser Hinsicht völlig problemlos.
Außerdem waren bestimmte Voraussetzungen für eine ausgewogene Grundbildung bereits gegeben, so dass es kaum größere Schwierigkeiten im Lernprozess gab.

Dass es jetzt noch so viel mehr von diesen Einrichtungen im Osten als im Westen gibt, liegt somit auf der Hand. Aber auch dieser Vorteil ist im Verschwinden, denn langsam aber sicher passt sich der Osten an die Freiheit, u.a. arbeitslos sein zu dürfen, an.

Kommentar von EinGast99 ,

Danke, so sehe ich das auch und das ist hier mal die Einzig ordentliche Begründung.

Kommentar von Lazarius ,

Diese Aussage kann ich ebenfalls so bestätigen.

Antwort
von Lazarius, 59

@Volkerfant

Wer über die frühere DDR spricht und den heutigen Bundesbürgern, die sie nie erlebt haben, erzählen will wie das Leben da tag täglich war, sollte auch da aufgewachsen sein und gelebt haben. Nur so ist es möglich real das wiederzugeben, was die Menschen damals erlebten.

Du, lieber Volkerfant, kannst nie da gelebt haben, weil das, was du von dir gibst, mit Abstand, der größte Unsinn über die DDR ist, den ich JEMALS in meinem 60 jährigen Leben gelesen bzw. gehört habe.

Richtig ist, dass es weder Zwang noch Repressalien gab, wenn Eltern ihre Kinder nicht in einen Kindergarten anmeldeten.
Richtig ist aber auch, dass es Wocheneinrichtungen gab, in denen die Kinder montags hingebracht und freitags abgeholt wurden. Das waren aber Ausnahmen und nur für Eltern, die z. B. auswärts arbeiteten.

Und richtig ist auch, dass ich niemals erleben musste, dass Eltern durch einen Mangel an Kindergartenplätzen Nachteile erleiden mussten.

In dieser Beziehung war die ehemalige DDR der heutigen Bundesrepublik viele, viele Jahre voraus.

LG Lazarius

Kommentar von lesterb42 ,

Ich finde es schlimm, wenn ein Staat verherrlicht oder
verharmlost wird, in dem Leute erschossen wurden, wenn sie von einem Stadtteil in den anderen wollten.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Das heißt nicht, dass ich
die Lebensleistung der Bewohner schmählern wollte oder abstreiten  das viele auch in der "DDR" eine glückliche Kindheit oder Jugend hatten.

Kommentar von N0Nentity ,


Ich finde es schlimm, wenn ein Staat verherrlicht oder
verharmlost wird, in dem Leute erschossen wurden, wenn sie von einem Stadtteil in den anderen wollten.

Ja, das war tatsächlich schlimm, hat aber nichts mit der Frage zu tun, sondern ist wohl eher als Relativierungsversuch zu werten.

Weitere Erläuterungen zur "Verherrlichung" bei entsprechender Frage!


Kommentar von lesterb42 ,

NoNentity:

Stimmt. Hat mit der Frage nichts so tun, aber mit dieser Antwort, die doch reichlich wehmütige Ostalgie verströmt. Mein Vater war auch einmal jung und das in einer Zeit, die heute fast nur noch durch die Anne Frank Brille war genommen wird. Es war mir hier doch ein Bedürfnis etwas gerade zu rücken.

Kommentar von N0Nentity ,

@lesterb42,

Du hast nichts gerade gerückt. Im Gegenteil. Du hast einenFakt erwähnt, der nicht systemimmanent, sondern der besonderen Situation der DDR im Kalten Krieg zwischen den Systemen geschuldet war.
Gerade rücken ließe sich die Sache nur bei differenzierter Betrachtung mit Benennung aller Gründe für diese von dir genannten unliebsamen Erscheinungen.
Was du mit "wehmütige Ostalgie" bezeichnest, ist nichts als Ablenkung von der Eigen-Lobhudelei des Westens, der sein systemimmanentes soziales "Unvermögen" mit Tafeln und Suppenküchen kaschiert und fehlende Kitas sowie mangelnde Bildungschancen für "Unterschichtkinder" am liebsten grundsätzlich den ungebildeten "Unterschichteltern" in die Schuhe schiebt, genau so, wie es gewollt ist.

Meine Eltern waren auch einmal jung, (Jahrgang 1939, 1941) haben beide studiert und das nur gekonnt, weil ihre Kinder in Krippe und Kita gut aufgehoben waren.

Vergiss die Ostalgie. Dieser immer wieder bemühte Begriff langweilt mittlerweile und lässt den Schluss zu, das er das letzte aller Argumente ist.

Kommentar von Lazarius ,

Es ist sehr bedauerlich, dass Menschen an der DDR-Grenze erschossen wurden. Ich verurteile das zu tiefst.

Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass jeder wusste, dass geschossen wird und jeder sein Risiko kannte. Viele haben das auf die leichte Schulter genommen und waren der Meinung, dass es nicht so schlimm sein kann. Es war tödlicher Leichtsinn mit überschaubaren Folgen.

Antwort
von EinGast99, 63

siehe die Antwort von N0Nentity

Dazu ist noch zu sagen, dass wir ostdeutschen Frauen es durch diese Erzehung es normal ansehen nach einem Jahr Babypause wieder Vollzeit zu arbeiten. Und dann muss das Kind versorgt sein.

Und nur so am Rande so rosig sieht es in den ostdeutschen Großstädten auch nicht aus. Also ich habe wie eigentlich fast alle bei uns in der Stadt keinen rechtlich zugesichrten Platz zum ersten Geburtstag meines Kindes bekommen.

Kommentar von eostre ,

Nein, auch heute finden es viele ostdeutsche Frauen nicht normal oder richtig, ihr Kind so früh betreuen zu lassen. 

Kommentar von EinGast99 ,

Okay, dann wohne ich anscheinend nicht in Ostdeutschland!

Antwort
von Huflattich, 105

Das liegt am alten System der DDR, da gab es halt schon  immer mehr Kindergartenplätze. 

Genauso wie im Medizinbereich die Polikliniken. 

Alle sehen es merken es doch niemand regt sich auf - das sind die "Errungenschaften des Sozialismus" die uns jetzt auch im Westen "glücklich machen" (sollen)......

Kommentar von merderzo ,

Aber weshalb gab es schon immer mehr Kindergärten im Osten (also früher DDR)?

Kommentar von catweasel66 ,

weil in der ddr der anteil der arbeitenden frauen viel viel höher war wie im westen. die kinder mußten betreut werden,also hat vater staat krippen und kindergartenplätze geschaffen

Kommentar von Huflattich ,

Weil die Frau im Sozialismus gleichgestellt sein sollte. 

Kommentar von N0Nentity ,

Nicht "sollte". Sie war gleichgestellt.

Kommentar von Lazarius ,

... weil es für viele Frauen in der DDR ein Bedürfnis was ganztägig zu arbeiten.

Kommentar von Lazarius ,

In der DDR gab es einen Mangel an Arbeitskräften. Durch ausreichende Kindergarten- und Krippenplätze ermöglichte dies den Frauen, so mit an der Steigerung des Familieneinkommens zu arbeiten. Man konnte sich mehr leisten. Die Frauen mussten nicht unbedingt arbeiten, also von Staat aus. Für die meisten war es ein Bedürfnis.

Antwort
von soissesPDF, 62

So viel mehr sind das nicht.
Im Osten liegt die Quote bei um 49%, im Westen bei um 43%.
Zudem entstehen im Osten nicht gerade wenig private Kitas, einschließlich Chaffeursdienste und Sauna für die lieben Kleinen.

Es mag eine Rolle spielen, welches Bundesland von welcher Partei regiert wird. In den CDU Bundesländern geht es konservativer zu, mithin weniger Investitionen für Kinder.

Zudem hat Ostdeutschland mehr und mehr Zuzug aus Westdeutschland. Es ist daher kluge stadtplanerische Politk, in Insfratukturen, Kita's und Schulen zu investieren.

Sagen wir so, "im Osten geht die Sonne aus, im Westen wird sie untergehen..."
Es lohnt nicht wirklich in Bayern noch 'ne Kita zu bauen. In nur noch 5 Millionen Jahren falten sich die Alpen weiter auf, München wird sich dann dort befinden wo heute Brandenburg ist.


Kommentar von scharrvogel ,

deine zahlen sind aber massiv falsch.

Antwort
von Stachelkaktus, 77

Im Osten war es schon lange üblich, seine Kinder mit wenigen Monaten in staatliche Betreuung zu geben. War vom Staat so gewünscht, um die Kinder gleich im sozialistischen Sinn zu indoktrinieren. Und für die Frauen war's ja auch irgendwie praktisch, bald wieder in den Job zurück zu können.

Besonders im Süden gab es dagegen lange Zeit das Ideal der Mutter, die nur für ihre Kinder da war und als Rabenmutter galt, wenn sie sie vor dem 4. oder 5. Geburtstag in den Kindergarten gab.

Nachdem es inzwischen gesetzliche Ansprüche auf Kiga- und Kitaplätze gibt, muss der Staat nun dort neue einrichten, wo noch zu wenige sind. 

Zum Glück hat man aber heute, egal wo man wohnt, mehr persönliche Entscheidungsfreiheit!

Kommentar von EinGast99 ,

Du kommst nicht aus dem Osten - oder? So viel Mist hab ich als ostdeutsches Kind noch nie gelesen.

Kommentar von Lazarius ,

DH!

Kommentar von Lazarius ,

Zum Glück hat man aber heute, egal wo man wohnt, mehr persönliche Entscheidungsfreiheit!

So, so.
Das musst du jungen Leuten erzählen, die eben keinen Kitaplatz abbekommen haben und jobmäßig total in der Luft hängen.

Kommentar von scharrvogel ,

das sind die armen leute die im westen hocken müssen und sich das ideal der mutter anhören dürfen.

Kommentar von EinGast99 ,

Auch in ostdeutschen Städten wartet man lange auf einen Platz und nicht jeder AG macht es mit die Elternzeit dauernd zu verlängern .... weil die Stadt ihrer Pflicht nicht nachkommt. Ist kein reines Westdeutsches Problem.

Antwort
von scharrvogel, 27

weil die frauen im osten schon immer arbeiten gehen mussten und der staat daher von vornherein die kinderbetreuung flächendeckend so ausgebaut hat, dass jedes kind einen krippen- und kitaplatz hat.

somit ist es völlig normal, das die kids im osten mit 12 monaten oder früher in die kita gehen, weil mutti wieder arbeiten gehen muss.

im westen ist es nicht gewünscht, dass frauen selbständig arbeiten und auf eigenen beinen stehen. darum gibts keine flächendeckenden kitas und wenns sowas ähnliches wie eine kita gibt dann mit lächerlichen zeiten von 8-11 und 14-16 uhr. essen muss zu hause gemacht werden.

Antwort
von catweasel66, 95

das kann bloß pozentual gemeint gewesen sein bei der bevölkerungsverteilung in deutschland..richtig?

Kommentar von merderzo ,

wie meinst du es mit prozentual? Tut mir leid aber ich kenn mich leider überhaupt nicht mit diesem Gebiet aus...

Kommentar von catweasel66 ,

deutschland hat ca. 80 millionen einwohner ,davon sind ca 15,5 im osten zuhause....also sind mit sicherheit mehr plätze im westen anzufinden.bei der verteilung

Kommentar von merderzo ,

ahhh dankee :) also im Grunde wegen  der höheren Bevölkerungsanzahl im Osten richtig?

Kommentar von catweasel66 ,

ne.....im westen leben mehr wenn du mal nachrechnest

insgesammt 80 ,im osten 15,5 ....bleiben für den westen 65,5 übrig

Kommentar von merderzo ,

Aber dann ergibt es doch weniger Sinn dass dann im Osten mehr Kindergärten gibt als im Westen, obwohl es im Westen ja sogar mehr Bevölkerung gibt .

Kommentar von catweasel66 ,

prozentrechnung ist nicht deine stärke  :-)

die aussage ist so gemeint ,daß im westen pro 100 einwohner 1 platz da ist im osten aber pro 100 einwohner 2 oder sogar 3 plätze

diese angaben waren jetzt nur zur erläuterung ,haben keinen fundierten hintergrund !

Kommentar von zetra ,

Diese Rechnung ist schlicht falsch: In der DDR waren 85 % der Frauen berufstaetig. ProFrau wurden auch mehr Kinder geboren,wie im Westen. Diese Zahlen als Grundlage machten die vielen Kindergarten und Krippenplaetze aus.

Nach der Wende fand sofort die Anpassung statt,die Geburtenzahlen gingen in der ehemaligen DDR drastisch zurueck.

Somit sind die vielen Plaetze fuer Kinder eben noch mehr oder weniger vorhanden.

Kommentar von merderzo ,

jaah das ist wircklich nicht  meine Stärke haha :) aber jetzt hab ich es verstnaden dankee

Kommentar von zetra ,

Um das Bild abzurunden: Die letzte Meldung brachte das Ergebnis, im letzten Jahr sind 188 Tsd.Buerger mehr gestorben wie neue Kinder geboren wurden. Diese Zahlen dienen ja auch fuer die Verteidigung der Fluechtlingsaufnahme.

Antwort
von flunra39, 20

die Menschen im Osten Deutschland haben noch aus DDR-Zeiten im Kopf, dass für die Kinder immer ein Kita-Platz da war. Der Grund dafür lag a) in der Volkswirtschaft der DDR und b) am anderen Frauenbild (Familie+Beruf = vereinbar machen!) -

IM Westen Deutschlands hat vor allem die (katholische) Familienpolitik für die Frau "den Herd und die Familie" vorgesehen, also auch die Kitaplätze und ihren Ausbau nicht sehr vorangetrieben. Das wird heute erst anders.

Antwort
von oxygenium, 75

der Osten hat schon immer mehr für Kinder getan und darum sollte sich der Westen mal ne große Scheibe abschneiden.

Kommentar von merderzo ,

danke für deine Antwort :) Aber wieso hat der Osten denn mehr für die Kinder getan?

Kommentar von catweasel66 ,

weil hier immer schon ein wenig mehr auf kinder geachtet wurde von seiten des staates aus...zukunftstechnisch gesehen

Kommentar von oxygenium ,

Schon zu Zeiten der DDR gehörte die Kinderbetreuung außerhalb der Familie zum Alltag. "Frauen sollten wie Männer möglichst Vollzeit arbeiten, waren aber trotzdem hauptsächlich für Kinder und den Haushalt verantwortlich", so Woellert. "Um dies zu ermöglichen, hat die damalige SED-Regierung unter anderem frühzeitig in eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung investiert. Im Westen gab es damals kaum Kinderkrippen".

Quelle:http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/datenanalyse-zu-familien-hier-ist-deut...

Kommentar von Huflattich ,

Aufsicht und Aufzucht im Sinne des Sozialismus schon im Kindesalter zu verankern .Die Kernfamilie zerstören das ist mMn Sinn und Zweck dieser Einrichtungen.... 

Kommentar von merderzo ,

ahhh ok :) vielen dank euch allen

Kommentar von catweasel66 ,

das dümmste was ich hier gelesen habe.....

Kommentar von N0Nentity ,

@Huflattich,

Ich habe dich versehentlich bewertet, was ein Fehler war. Deshalb jetzt die Frage: Woher weißt du das alles, und wie alt bist du? In welchen DDR-Kindergarten bist du gegangen?

Kommentar von catweasel66 ,

der ist zuhause von seiner mutter großgezogen worden...der hat nie einen kindergarten besucht,schon gar keinen hier im osten

Kommentar von scharrvogel ,

das erklärt viel. kindergarten hätte sie ja was lernen können.

Kommentar von Huflattich ,

Genau, und das war auch gut so !!!

Antwort
von mychrissie, 17

Weil zu Zeiten der DDR jedes Kind einen Anspruch auf einen Kindergarten hatte. Man wollte, das, denn dann konnte man die Kinder schon frühzeitig aufs sozialistische System drillen. Und diese Ressourcen sind eben heute noch vorhanden.

Antwort
von SocialistRUSSlA, 41

Weil es aus der DDR geblieben ist,  daran hätte sich die brd in vieler Hinsicht mal ein Bsp nehmen können,  am DDR Sozialstaat,  den Wettkampf hatte die brd nämlich verloren 

Kommentar von scharrvogel ,

naja so langsam kommen sie wieder drauf, dass vieles in der ddr garnicht so doof war. sei es die krippe, die kita und vor allem die schulbildung der ddr-schulen war völlig weit voraus dem westlichen niveau.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community