Frage von Loeffelqualle, 86

Warum gibt es heutzutage so viel mehr Menschen mit psychischen Störungen/Depressionen?

Das soll jetzt niemanden angreifen, um Himmels willen, nein! Aber es verwundert mich o.O Depressionen tauchen sehr sehr häufig auf. Aber warum? Eigentlich ist das Leben doch ein bissl besser geworden, als vor ein paar Jahren. Ich war auch mal depressiv und wollte mir das Leben nehmen und ich weiß bis heute, nicht warum. Das ist doch dämlich (also ich) ich gehöre zu den Menschen die wirklich ein tolles Leben haben, und trotzdem. Das verwirrt und verwundert mich. Warum ist das so? siehe Frage in der überschrift

Antwort
von Rockige, 47

Das Leben ist nicht "besser", es ist anders. Aber Alltagsprobleme etc gab und gibt es weiterhin. Klar, manches ist durch die medizinischen und technischen Errungenschaften leichter geworden. Dennoch finde ich es nicht leichter als "früher".

Warum haben es heute so viele Menschen? Rein subjektive Wahrnehmung. Denn heutzutage spricht man problemlos darüber, früher wars eher verpönt bzw. die Allgemeinheit sagte dann "Pff, mach halt so gut wie du kannst und reiß dich zusammen".

Zusätzlich wirkt es so als wäre es häufiger vertreten. Da die Kommunikation via Internet viel umfassender ist. Jetzt können sich Leute zur selben Zeit von überall auf der Welt über ihre Probleme und Interessen unterhalten. Bevor es Internet gab, war man dahingehend regional recht begrenzt.

Antwort
von Fragesteller153, 15

Meine Theorie ist etwas anders als die anderen Meinungen hier, aber diese Beobachtungen habe ich wirklich bei einigen Bekannten gemacht. 

Der technische Fortschritt macht unser Leben viel erfacher. Wir müssen nicht kochen, nicht waschen, kaum putzen, sind überwiegwn mit dem Auto unterwegs usw. und haben kaum körperliche Belastungen und Probleme und wenn es mal darum geht einbischen mehr Stress zu überwinden, verfallen wir in Depressionen, weil wir einfach nicht auf Belastungen vorbereitet sind. Wir beschäftigen uns dann viel zu viel mit Kleinigkeiten und kriegen sofort burnout wenn wir mal ein paar Stunden mehr arbeiten müssen. Ich halte ws für eine westliche Krankheit, weil wenn man sich Asien, Afrika oder Südamerika anschaut, wo Menschen teilweise 12 Stunden am Tag 7 mal die Woche arbeiten und noch glücklich sind, dann weiß man, dass mit uns, denen es eigentlich viel besser geht, etwas nicht stimmt. 

Und auch die Tatsache, dass bei uns das Zwischenmenschliche kaum vorhanden ist. Viele sind Singles oder Einsam, haben keine richtigen Freunde und können keinem ihre Probleme anvertrauen, weil sich eigentlich keiner für keinen interessiert. Wir können nicht den Nachbarn um Hilfe fragen, wenn uns was fehlt. 

Die meisten depressiven Menschen, die ich kenne, sind entweder einsam oder Leute, die auf Teilzeit gearbeitet haben und dann, als im Altag mehr Einsatz gefordert wurde, nicht damit klargekommen sind. 

Ich hoffe, es klingt nicht zu böse, ich möchte niemand angreifen. Wir können nichts dafür. Aber das ist meiner Meinung nach der Grund. Uns geht es zu gut, dass wir mit Überforderungen nicht umgehen können.

Antwort
von Rocker73, 41

Der Unterschied liegt daran, dass man relativ spät erkannt hat das Depressionen eine ernst zunehmende Krankheit sind. Es wurden nicht mehr, man hat die Krankheit einfach erkannt!

Früher, vor ca. 70 Jahren dachte man: "Ach, der ist nur traurig. Soll er mal rausgehen oder sich Witze erzählen lassen!" Viele Leute haben nicht erkannt das das eine Krankheit ist!

LG

Kommentar von Miramar1234 ,

Das ist ein großer Teil der Wahrheit.Dazu kommt das längere Lebensalter was mit Demenz oftmals einhergeht,beruflicher Druck und tatsächlich auch das immer unbeständiger werdende Wetter,im Winter fehlt ein heller,klarer Januar.Es gibt noch Vermutungen darüber das feste Bindungen Depressionen mildern oder verhindern,auch religiöse Menschen sollen kaum von Depressionen heimgesucht werden,was ich weder bestätigen noch dementieren kann.

Antwort
von moments12, 28

Ich denke, dass das sehr viele Faktoren hat, 1. weiss man heute viel besser bescheid über solche Krankheiten und kann sie somit auch besser erkennen.

2. könnte es daran liegen, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der es sehr stark um Leistung geht und man diesem ganzen Druck irgendwann nicht mehr standhalten kann.

3. Ich glaube, dass Depressionen heute nicht mehr so stark tabuisiert werden, wie dies vor vielleicht etwa hundert Jahren noch der Fall war und man somit offener damit umgeht und deshalb auch viel öfter von jemandem erfährt, dass er depressiv ist.

Antwort
von Goldsilber22, 26

Das frage ich mich auch... 

Vl weil heute nichts ewig wehrt?  Wie zb ehe, Job etc

Somit angst vor der Zukunft dem ungewissen. 

Früher hast geheiratet Kinder bekommen Haus gebaut. Heute überlegt man 10x ob man mit dieser Person ein Haus bauen soll. Schließlich ist das ein fast lebenslanger Kredit. 

Genauso wie Job. Viele Jobs werden durch die Technik einfach ersetzt. Ich bezweifle dass einer von uns in der Firma seine Pension erleben wird. 

Alles wird teurer. Wie wird man in der Pension leben.? Wird es eine Pension geben?  Habe ich genug gespart?  Fragen über Fragen...die einem bei zuviel nachdenken einfach depressiv machen 

Antwort
von Dhalwim, 29

Naja, eine Depression, war zur Steinzeit eine Überlebenswichtige Reaktion. Wenn die Wetterbedingungen, das Klima, Winter (je nach Lage), dann hat man dies "genützt" um auf bessere Zeiten zu warten (da man nur in der Bude hockt und nix tut).

Zu psychischen Störungen muss Ich sagen, es wurde gesagt, weil damals die körperliche Anstrengung im wesentlichen höher war als die geistige und die geistige sehr viel niederer (dafür gab's damals mehr Analphabeten).

Heutzutage, wird der Geist mehr gefordert. Da kann's mal auch jemanden ÜBERfordern. Oder man hat es früher vielleicht schlechter erkannt und dachte so Sachen wie "der ist vom Dämon bessesen" (Mittelalter - Renaissaince) oder zu zeiten vom 20 Jh. "der spinnt, wird schon nen Grund haben".

Ich weiß unpräzise Erklärungen, aber oho.

LG Dhalwim

Antwort
von user6363, 35

Es gab schon immer solche Menschen, beziehungsweise Menschen, die Aufmerksamkeit brauchen und es von sich selber behaupten (Nicht alle!) und es sich dann wirklich in eine Depression oder psychische Störung entwickelt.

Mit der Globalisierung, und allgemein, dass jeder Zugriff auf das Internet hat und es einfacher den je ist, irgendwas hier rein zu schreiben, kommt es so vor, als ob es viel mehr Menschen mit Depressionen und so weiter gibt, was aber so direkt nicht stimmt. Es gab schon immer viele Menschen mit solchen Problemen, nur jetzt wird es offensichtlicher. Genau wie mit den Nazis und Sachsen. Sachsen ist groß, jedoch sind da ein paar Nazis laut und schon denkt man, dass Sachsen ein Naziland ist, obwohl es noch so viele Leute gibt, die normal und objektiv denken, und das ist mehr als die Mehrheit. Die Nazis sind die Minderheit, nicht die normaldenkenden. 


Antwort
von maikeekiam, 18

Ich denke das @rocker73 recht hat aber ich muss auch sagen dass sich heutzutage viele Jugendliche selber diagnostizieren! 

Ich bin mal auf ein Youtube video gekommen über Social Anxiety, Depressionen & alle Kommentare waren von Jugendlichen die schrieben: Ach mir geht's im moment auch nicht so gut und ich habe sehr viele Selbstzweifel und "Depressionen". " 

Der Unterschied ist aber das diese Gefühle normal in der Pubertät sind. Jeder hat in seinem Leben mal Selbstzweifel und traurige Phasen. 

Gruß, Maikeekiam :)

Antwort
von YoungLOVE56, 10

Das Leben ist heutzutage besser...das ist deine Meinung, der nicht jeder zustimmen wird.

Antwort
von Collie313, 10

Reizüberflutung, Werbungsunwesen, Viele hetzen getrieben durchs Leben, ohne das Glück im Kleinen wahr zu nehmen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community