Warum gibt es Erinnerungskulturen?

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5 Antworten

Sich an die Geschichte zu erinnern, und zwar an die gesamte, nicht nur an Teile von ihr, hat nicht nur den Grund, sie zu verstehen.

Nur wer weiß, woher er kommt, kann seinen Weg in die Zukunft bewusst gestalten und dabei versuchen, keine Fehler zu wiederholen.

Wer sich nicht an die Geschichte erinnert, tritt auf der Stelle und geht vielleicht sogar rückwärts.

Ein anderes Beispiel als die NS-Zeit:
Würden sich die Menschen der heutigen Gesellschaft mehr daran erinnern, unter welchen Opfern das allgemeine, freie, gleiche und geheime Wahlrecht im 19. Jahrhundert erkämpft wurde, hätten sie wahrscheinlich mehr Achtung vor diesem Recht und würden es nicht so abschätzig oder gleichgültig beurteilen.
Es ist nämlich kein Naturgesetz, und das macht die Betrachtung der Geschichte sehr deutlich.

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Erinnerungskultur, die

Ein kultureller Teil, welcher der nachwachsenden Generation seine Wurzeln vermittelt, die Fehler und Erfolge der vorhergehenden Generationen vermittelt, ihre Erkenntnisse und so auf ein gutes, selbstbestimmtes Leben vorbereitet. 

Beispiel Pymäen: 

Die Alten sitzen mit den Jungen in einem Kreis. Die Alten wechseln sich im Sprechgesang darin ab, von den Erkenntnissen der Vorfahren zu berichten in Bezug auf Jagd, zu beachtende Grenzen, verwandtschaftlichen Verhältnissen, Herkunft kultureller Regeln. Sie berichten ehrlich, welche Folgen die Nichtbeachtung ihrer Erkenntnisse nach sich zieht. Und sorgen auf diese Weise dafür, dass ihre Fehler nicht wiederholt werden müssen. 

Beispiel D im Umgang mit sogenannter NS-Zeit: 

Ausblendung der Tatsache, dass zunächst die Kommunisten und Sinti und Roma aus der Gesellschaft entfernt wurden, dann die Sozialisten, dann, und erst dann gemeinsam mit den Juden, die Sozialdemokraten, anschließend die Demokraten, ab Kampf gegen die Sozialdemokraten auch Alleinstehende, individuell leben Wollende. 

Ausblendung der Tatsache, dass diese Verbrechen nur möglich waren dank einer korrupten Ärzteschaft und Justiz. Zwei Fachbereiche, die sich bis heute weigern, ihre diese Zeit betreffende Geschichte vollständig aufzuarbeiten. Mit der ständig wiederholten Begründung,, würden sie komplett aufarbeiten, würden noch lebende und von ihnen hoch geschätzte Dozenten in ihrem Ansehen beschädigt. 

Ein Denkmal aufstellen ist keine Erinnerungskultur. Genau so wenig, wie einen Erinnerungstag einzuführen und ihn dann zu einem Konsumtag zu erheben. 

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Sie sollte daran erinnern, dass so etwas sich nicht wiederholen sollte.

Was haben die Menschen daraus gelernt? Nichts!

Seit dem 2.Weltkrieg wird nach wie vor gefoltert, vergewaltigt und Menschen werden in Kriegen grausam umgebracht.

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Sie soll eigentlich dafür sorgen, dass es die AFD nicht geben sollte, bzw. Menschen die auf einfache Propaganda reinfallen und einer dummen Kultur folgen. 

Soll Mahnen, also man soll aus den Fehlern der Vergangenheit lernen 

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Die Erinnerung an geschichtliche Fehler (nicht nur NS-Zeit) hilft, diese nicht zu wiederholen.

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