Frage von Passi1010, 56

Warum gibt es einen Virus?

Hallo! Warum gibt es eigentlich Viren. Sind die nur da, um Schaden anzurichten oder hat das auch noch nen anderen Hintergrund? LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von AnReRa, 21

'Virus' ist heute als Überbegriff für Schadsoftware zu verstehen.

* Die Schadsoftware könnte Deine Passwörter und Bank- / Kreditkartendaten ausspähen und dann Geld von Deinem Konto an den Initiator versenden.

* Die Schadsoftware könnte - wie oben - Dein Konto zum 'Waschen' von illegalem Geld  verwenden.

* Die Schadsoftware könnte Daten auf Deinem PC verschlüsseln. Für das Entschlüsseln müsstest Du an den Initiator Geld zahlen.

* Die Schadsoftware übernimmt die Kontrolle über Deinen PC und kann Deinen PC grundsätzlich für illegale Zwecke einsetzen.
Auch zum Gelderwerb, indem große Firmen mit Cyberangriffen bedroht werden von dem Dein PC ein Teil sein kann.

* Die Schadsoftware könnte Adressen aus Deinem Mail-Adressbuch verwenden, um andere Rechner zu infizieren (unter Verwendung Deines Names). Außerdem können reale Daten (also Namen mit Adressen) durchaus an Werbrtreibende verkauft werden.

Du siehst, es geht schon lange nicht mehr um den 'Schaden' am einzelnen PC, sondern auch um viel Geld.

Antwort
von wernher88, 16

Der Name bedeutet schon Gift aus dem Lateinischen und es ist tatsächlich immer eine schädigende Sache. So wie Viren den Menschen krank machen, so sollen sie auch Computersysteme zerstören oder infizieren und demolieren.

Es gibt auch Begriffe für solche Schadsoftware, wie Evilware, Malware oder Junkware die durch Trojanische Pferde eingeschleppt werden können.


Antwort
von Monstrus87, 12

Also du meinst sicherlich Computerviren. Also wenn man es jetzt genau nimmt, sollen sie nur Schaden anrichten oder den Benutzer erschrecken. Aber es wäre trefflicher, wenn man von Schadsoftware sprechen würde. Da gibt es nämlich ganz viele unterschiedliche Kathegorien.

 Manche sollen den Benutzer auch nur ausspionieren. Die meiste Schadsoftware dient der Datensammelei. Die will weitestgehend unbemerkt bleiben, sich aber auch parallel schön verbreiten.

Antwort
von precursor, 11

Die Mehrzahl (Plural) von Virus ist Viren und nicht Viruse.

Es gibt sie weil sie erfolgreich sind.

Wären sie nicht erfolgreich dann hätten sie längst aufgehört zu existieren.

Viren sind parasitär und dabei spielt es keine Rolle ob der Wirt stirbt oder nicht.

Ich bezweifle, dass die Natur ein Bewusstsein hat und sich gedacht hat "Heh, jetzt erschaffe ich mal ein Ding, dass das und das kann."

Dementsprechend haben Viren keine Rolle die ihnen irgend jemand diktiert hat und sie haben auch keine Intelligenz, sie verursachen biochemische Prozesse in ihrem Wirt, das ist alles.

Sie beurteilen tun wir, sonst niemand.

Das einzig gute an Viren, das ich mir vorstellen kann, ist, dass sie Populationen reduzieren und daher verursachen, dass (Tier)-Populationen nicht unendlich stark anwachsen, neben Nahrungsmangel und anderem; es gibt auch Viren die Bakterien befallen.

Antwort
von Ifm001, 11

Prinzipiell ist ein Virus aus technischer Sicht immer destruktiv. Es werden Viren aber auch zum Erlernen von Funktionsweisen erstellt (die dann nicht veröffentlicht werden.

Expertenantwort
von agrabin, Community-Experte für Biologie, 10

Warum es Viren gibt, kann nur vermutet werden. Sie sind auf  Zellen von Lebewesen angewiesen, um sich zu vermehren und zählen damit nicht wirklich zu den  Lebewesen. Sie benutzen aber DNA oder RNA, also das gleiche Informationsmaterial wie in der belebten Natur.

Sie richten nicht nur Schaden an, obwohl an der  Aussage "Virus: schlechte Nachrichten verpackt in Proteine" schon etwas dran ist, wenn man bedenkt wie viele Krankheiten durch Viren verursacht werden.

Es kann aber angenommen werden, dass sie einige positive Aspekte für die Evolution haben. Ca. 8% des menschlichen Genoms bestehen schließlich aus Virus-DNA.

Hier ein Beispiel zur Erläuterung:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20392-2016-07-15.html

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