Warum gibt es eine Rosa-Luxemburg-Stiftung?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Ich hoffe, du hast mittlerweile Deine Fakten über den Aufstand klar - Hegemon hat Dir da ja genug Tipps gegeben.

Aber das ist eh nur ein Nebenschauplatz, denn Du hast ja nach Luxemburgs Leistungen gefragt. Tja - auch da ist der Hinweis auf Wikipedia durchaus sinnvoll.

Ganz kurz: Sie war bis 1914 die thereotische messerscharfe Wortführerin des linken Flügels der Sozialdemokraten, dann Autorin des Spartakus-Programms und Mitbegründerin der KPD. Ihre Broschüre über "Sozialreform oder Revolution?" ist Pflichtlektüre für jeden links denkenden Menschen und ihre Imperialismustheorie ist Fortführung der marxschen Theorie aller Ehren Wert. Darüberhinaus ist ihr konsequentes Eintreten für das globale Klassenbewusstsein oder ihre ebenso klare Haltung gegenüber nationalistisch/patriotischen Irrwegen der Arbeiterbewegtung ebenso intelligent wie couragiert und - wenn man fortschritlich denken will - absolut alternativlos. :-) 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von themagicmedic
29.11.2015, 23:10

Wundervoll das sich so viele Rote hier beteiligen aber die Fakten sind eindeutig.Da kann auch so viel laber rabern wie man will.Ich würde dir jetzt noch was schreiben was mehr Gewicht hat aber ich habe keine Lust mehr.Lies einfach meine Kommentare auf Hegemon und den anderen.Es lebe derAnarchismus  .

0

Es ist schon putzig, daß selbst heute noch die Lügen der Luxemburg-Mörder weiter verbreitet werden. Warum liest Du Dir nicht selber den Wiki-Artikel über den Januaraufstand (nicht Spartakusaufstand) durch? Vielleicht fallen Dir ja dann die Widersprüche zu Deinen Behauptungen auf.

Auch zur heutigen Rezeption über Luxemburg kannst Du Dich selbt belesen. Einfach mal ihren Wiki-Artikel aufrufen. Ist gar nicht schwer.

Nebenbei - warum gibt es eigentlich eine Friedrich-Ebert-Stiftung? Der Mann hat durch seinen infamen Pakt mit den schießwütigen Militärs den Bürgerkrieg überhaupt erst ausgelöst und Tausende seiner eigenen Parteibasis unter Ausserkraftsetzung jeglichen Rechts - selbst des Standrechts - niederschiessen lassen. Das ist wohl ein Verdienst?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von themagicmedic
29.11.2015, 21:32

Lügen ... .Inwiefern ? Nenne mir bitte die von dir genannten Lügen.Außerdem ist mir der Spartakusaufstand bekannt.Was denkst du denn wollten den Luxenburg und Liebknecht mit dem Aufstand bezwecken ? Denkst du etwa im Ernst das Deutschland,wenn der Aufstand Erfolg gehabt hätte , noch eine "Demokratie " geblieben  .Um dir diese Frage zu beantworten können wir ja unser Augenmerk auf Russland wie es zu diesem Zeitpunkt war richten . 

0

So fucking what? Wie viele Revolutionen kamen ohne Waffengewalt aus? Die bürgerliche Demokratie fußt selber auf den (gewaltsamen!) Revolutionen in England und Frankreich. Und du weißt hoffentlich auch, dass die Novemberrevolution sich ebenfalls nur mit den Freikorps zu verteidigen wusste. Oder was hältst du denn davon, dass der Spartakusaufstand auf Befehl der ach so demokratischen SPD niedergeschossen wurde und man Luxemburg und Liebknecht ermordete? Wenn du nicht gerade meinst, dass man unter allen Umständen und in jedem erdenklichen Fall auf Gewalt verzichten sollte, was selbst dogmatischste Pazifisten nicht ohne Weiteres unterschreiben würden, dann kannst du auch nicht bewaffnete Aufstände per se verurteilen.

Rosa Luxemburg kämpfte gegen Militarismus, Unterdrückung und eine ausbeuterische Gesellschaft. Sie verkörperte das, wonach ein beachtlicher Teil der Bevölkerung in ihrer Zeit strebte: Den ungebändigten Sozialismus. Dass Aufstände niedergeschlagen werden mussten und man Luxemburg und Liebknecht umbrachte, unterstreicht vielmehr die Notwendigkeit der Gewalt, um tiefgreifende politische Änderungen zu realisieren und zu bewahren. Der Unterschied zwischen den Kommunisten und den Demokraten ist, dass Erstere das offen aussprechen und Letztere vor Scham erröten, wenn sie es stillschweigend anerkennen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Hegemon
30.11.2015, 18:15

Die eigentliche Novemberrevolutionen war eine der friedlichsten der Geschichte. Mit dem darauffolgenden Bürgerkrieg haben die Militärs begonnen (Weihnachtskämpfe). Und sie führten ihn gnadenlos - mit allen Mitteln der Feldschlacht. Schwere Minenwerfer, Maschinengewehre, Artillerie, Panzer, selbst Bomben aus Flugzeugen warf man auf Menschennansammlungen ab. Bei der Niederschlagung der Revolution und dem bis 1923 andauernden Bürgerkrieg lagen die Verluste Freikorps zu Aufständischen 13:1. Selbst das Standrecht wurde außer Kraft gesetzt. Gefangene wurden in Massen erschossen. Man brauchte nur schief gucken, um an die Wand gestellt zu werden. Mit dem eigenen Volk ging man schlimmer um als mit dem Feind im Felde.

1
Kommentar von themagicmedic
01.12.2015, 22:10

Rosa Luxenburg war Kommonistin.Außerdem finde ich es nicht verwerflich das die SPD auf die Revolutionäre schießen ließ , denn sie mussten ihre "Demokratie" verteidigen .Was aus Deutschland entstanden wäre ,wenn die Revolution erfolgreich gewesen ,können wir ja am Beispiel Russland unter der Herrschaft der Bolschewiki sehen.

0

Rosa Luxemburg hat gesagt: "Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden". Diese Maxime findet man weder in der Linkspartei/ PDS, noch in der Stiftung, die nun mal ihren Namen trägt, umgesetzt. Eher findet man dort dogmatische Ideologien, die Individualisten nicht zulassen. Daher ist diese Stiftung es nicht wert, den Namen von Rosa Luxemburg zu tragen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von borriquito
30.11.2015, 10:05

Ah, der Mann kennt offensichtlich das Innenleben von Stiftung und Partei und das Programm der Partei - eher NICHT. Wenn Du Dir mal das Programm der Stiftung und die von ihr finanzierten Veranstaltungen ansiehst, wirst Du Dich Dummheit gestraft fühlen, Literaturmensch.

Und: Luxemburg hat natürlich nie dem Indivualismus das Wort geredet, nichtsdestotrotz wusste sie natürlich, dass wahre Individualität im kapitalistischen System nicht zu finden ist. Die ist erst NACH der Aufhebung der Klassengegensätze und der von ihnen ausgeübten gesellschaftlichen Zwänge zu erlangen.

1
Kommentar von themagicmedic
30.11.2015, 12:57

Danke für deine Antwort.

0

Wann war das mit dem bewaffneten Aufstand denn ?? Die Stiftung wurde doch erst 1990 gegründet. Lies erstmal hier:   https://de.wikipedia.org/wiki/Rosa-Luxemburg-Stiftung

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von themagicmedic
29.11.2015, 20:24

Vielleicht liest du erstmal den Eintrag auf Wikipedia über den Spartakusaufstand ... . Oder hat es für dich das Jahr 1919 nicht gegeben 😉.Um sich zu informieren kannst du dir auch die Doku auf YouTube "Der Gewaltfrieden (2/2) Die Legende vom Dolchstoß und der Vertrag von Versailles " ansehen.

0

Was möchtest Du wissen?