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Warum gibt es eine anonyme Beerdigung?

gefragt von valvetvipevalvetvipe am 01.02.2008 um 19:55 Uhr

Habe die Frage von Stina gelesen, und zum ersten mal gehört dass es eine anonyme Beerdigung gibt. Macht man sowas auf Wunsch der/des Verstorbenen? Und steht dann der Name auf dem Grabstein?


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HerrLich
beantwortet von HerrLich am 1. Februar 2008 19:57
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Das geschieht auf Wunsch des Verstorbenen. Es gibt keinen Grabstein, daher ja auch anonyme Beerdigung. Jeder Friedhof hat ein oder mehrere große Felder, dort wird der anonym zu Bestattende verbracht.

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 1. Februar 2008 20:00

genau so ist es

Kommentar von 8deeb99ed530a1c926d61c1379bde74fsmallHerold am 1. Februar 2008 20:15

Und was kostet so etwas - oder jegliche Extras?

Kommentar von 344c7f33ec5d90c2b730c1352202a760smallschurke am 1. Februar 2008 20:18

Das ist unterschiedlich, da jede Gemeinde andere Friedhofsgebühren erhebt.


andreas48
beantwortet von andreas48 am 1. Februar 2008 19:59
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bei einer anonymen Beerdigung gibt es keine Grabsteine, sondern lediglich sogenannte Beisetzungwiesen, wo die Urnen völlig anonym beigesetzt werden--das macht man in der regel auf Wunsch des Verstorbenen

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 1. Februar 2008 20:00

richtig


anonym
beantwortet von edgarine am 1. Februar 2008 20:01
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Ja, das gibt es auf Wunsch des Verstorbenen. Da kommt auch kein Name auf den Grabstein. Ich kenne das von einem Waldfriedhof, da ist nur eine kleine Platte an dem Baum mit einer Nr. (des Verstorbenen), so, dass Angehörige noch nach Jahren den Baum finden können. LG


kaischrodt
beantwortet von kaischrodt am 1. Februar 2008 20:06
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Die Bestattungspreise von Städten und Kommunen spielen häufig eine Rolle, aber diese Bestattungsform kann auch dem Bedürfnis entsprechen, den Tod möglichst aus dem Leben zu verdrängen.

Echt makaber: Es ist günstiger...

Kommentar von Simple_avatar10smallvalvetvipe am 1. Februar 2008 20:09

das ist traurig, es hat mich sehr nachdenklich gemacht dass es eine anonyme Bestattung gibt.


anonym
beantwortet von Bruno am 1. Februar 2008 20:07
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Die Asche meiner Eltern wurde auf deren Wunsch in ein Gemeinschaftsgrab, in Luzern, geschuettet. Das ist eine Marmor Saeule, hohl, mit Deckel, an einem sehr schoenen Gedenkplatz im Friedhof stehend, etwas erhoeht, wunderbarer Blick auf einen nahen See (da fischte mein Vater immer) mit Platz fuer die Asche von etwa 30 Tausend Menschen. Der Priester oder ein Verwandter schuettet die Asche aus der Urne in das Grab. Bei Wind fliegt auch etwas Asche umher, welche meines Vaters in Richtung See. Ein schoener Augenblick, trotz Trauer.


Lealeolo
beantwortet von Lealeolo am 1. Februar 2008 20:17
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Mein Vater ist anonym beerdigt worden. Auf seinen eigenen Wunsch. Er wollte, dass niemand Arbeit mit der Grabpflege hat und meinte auch, dass man keinen eigenen Ort zum Trauern bräuchte - da man ja im Herzen der jeweiligen Personen wäre. Die Realität sieht jetzt leider so aus, dass seine Verwandten - insbes. sein Bruder - traurig ist, dass er zum Einen nicht bei der Beerdigung dabei sein konnte... (mein Vater wollte nur meine Mutter und uns Töchter) und dass es zum anderen keinen Ort gibt, zu dem er gehen kann und der einen Bezug zu ihm hat, wie es ein Grab hätte. Ich selbst würde mir im nachhinein auch einen Ort wünschen, an den man gehen kann, der eben nicht so anonym ist, wie es ein Feld mit Blumen ohne Namensangabe ist. Sicher nicht rational - aber so fühlt es sich an.


minister
beantwortet von minister am 1. Februar 2008 20:19
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Anonyme Bestattungen sind durchaus nicht unproblematisch: auf allen größeren städtischen Friedhöfen ist morgens eine der ersten Tätigkeiten der Mitarbeiter, zum anonymen Gräberfeld zu fahren und all die Blumen, Kränze, Kerzen, Brief und Teddybären zu entfernen, die die trauernden Verwandten am vergangenen Tag an der Stelle, die sich gemerkt haben, niedergelegt haben.

Manch einer mag das anonyme Grab ausgewählt haben, um seinen Nachkommen die Arbeit zu ersparen; in Wirklichkeit haben sie ihren Verwandten das Trauern sehr schwer gemacht, denn die meisten Trauernden benötigen für ihre Trauer einen konkreten Platz. Trauer ist Arbeit und leider häufig eine Sache, an der die Hinterbliebenen scheitern.

Meine Empfehlung für Menschen, die Bedenken bezüglich der Grabpflege haben, ist das Rasengrab. Hier sind in einer großen Rasenfläche die Verstorbenen konventionell beerdigt und jedes Grab wird durch einen im Rasen eingelassenen Grabstein gekennzeichnet. Die Grabpflege besteht hier nur aus dem Rasenmähen, das von den Friedhofsangestellten übernommen wird.

Kommentar von E8bab78a44d3122e37c5c0f484027790smallich2110 am 23. Juni 2008 08:38

Friedhöfe machen Geld mit Gräbern und das nur, weil es in Deutschland eine "Bestattungspflicht" gibt. Diese kann man umgehen und die Asche nach Hause bekommen: Kosten 150 €. Bei einem anonymen Grab oder Rasengrab inkl. der Beisetzungskosten oft ein vielfaches! Hier mehr zu diesem Thema: www.weg4u.de


Andylu
beantwortet von Andylu am 1. Februar 2008 20:22
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Wenn z.B. keine nahen Verwandten in der nähe des Bestattungsortes wohnen oder um ihren Angehörigen die Grabpflege zu ersparen, entscheiden sich manche Leute für die anonyme Bestattung ! Einen Grabstein oder eine Gedenktafel gibt es da natürlich nicht !


anonym
beantwortet von amigo1712 am 1. Februar 2008 20:16
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Anonym beerdigt wird man nicht nur auf Wunsch des Verstorbenen,sondern auch wenn ein Mensch verstirbt der keine Angehörigen mehr hat die die Kosten tragen würden. Dann springt die Komune ein und macht natürlich die kostengünstigste Bestattung die es gibt! Dann ist es auch so das die Friedhofsordnung nicht gilt und das Grab früher umgegraben werden kann. So werden neue Liegeplätze frei und es kann mehr Geld verdient werden.

Kommentar von 344c7f33ec5d90c2b730c1352202a760smallschurke am 1. Februar 2008 20:22

Das stimmt nun gar nicht.

Sozialbestattungen bekommen alles "notwendige", selbst einen Redner und eine Trauerfeier. Nur einen Stein bezahlt die Sozialgemeinschaft nicht, können aber die Angehörigen auf Wunsch einbringen. Die Friedhofsordnung gilt für alle Menschen gleich. Jedenfalls in den Gemeinden, mit denen ich zu diesem Thema bis jetzt zu tun hatte.

Kommentar von amigo1712 am 1. Februar 2008 20:36

Naja ,ich denke das ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich! Ich habe es persönlich bereits feststellen müssen.


anonym
beantwortet von swchen am 15. Januar 2009 11:33
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wir sagen dazu "blümchenwiese", meine mama wollte das so, um den angehörigen die last des jahrzehntelangen pflegens des grabes zu ersparen. ich will das auch so


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