Frage von valvetvipe 01.02.2008

Warum gibt es eine anonyme Beerdigung?

  • Antwort von HerrLich 01.02.2008
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Das geschieht auf Wunsch des Verstorbenen. Es gibt keinen Grabstein, daher ja auch anonyme Beerdigung. Jeder Friedhof hat ein oder mehrere große Felder, dort wird der anonym zu Bestattende verbracht.

  • Antwort von andreas48 01.02.2008
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    bei einer anonymen Beerdigung gibt es keine Grabsteine, sondern lediglich sogenannte Beisetzungwiesen, wo die Urnen völlig anonym beigesetzt werden--das macht man in der regel auf Wunsch des Verstorbenen

  • Antwort von Bruno 01.02.2008
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die Asche meiner Eltern wurde auf deren Wunsch in ein Gemeinschaftsgrab, in Luzern, geschuettet. Das ist eine Marmor Saeule, hohl, mit Deckel, an einem sehr schoenen Gedenkplatz im Friedhof stehend, etwas erhoeht, wunderbarer Blick auf einen nahen See (da fischte mein Vater immer) mit Platz fuer die Asche von etwa 30 Tausend Menschen. Der Priester oder ein Verwandter schuettet die Asche aus der Urne in das Grab. Bei Wind fliegt auch etwas Asche umher, welche meines Vaters in Richtung See. Ein schoener Augenblick, trotz Trauer.

  • Antwort von minister 01.02.2008
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Anonyme Bestattungen sind durchaus nicht unproblematisch: auf allen größeren städtischen Friedhöfen ist morgens eine der ersten Tätigkeiten der Mitarbeiter, zum anonymen Gräberfeld zu fahren und all die Blumen, Kränze, Kerzen, Brief und Teddybären zu entfernen, die die trauernden Verwandten am vergangenen Tag an der Stelle, die sich gemerkt haben, niedergelegt haben.

    Manch einer mag das anonyme Grab ausgewählt haben, um seinen Nachkommen die Arbeit zu ersparen; in Wirklichkeit haben sie ihren Verwandten das Trauern sehr schwer gemacht, denn die meisten Trauernden benötigen für ihre Trauer einen konkreten Platz. Trauer ist Arbeit und leider häufig eine Sache, an der die Hinterbliebenen scheitern.

    Meine Empfehlung für Menschen, die Bedenken bezüglich der Grabpflege haben, ist das Rasengrab. Hier sind in einer großen Rasenfläche die Verstorbenen konventionell beerdigt und jedes Grab wird durch einen im Rasen eingelassenen Grabstein gekennzeichnet. Die Grabpflege besteht hier nur aus dem Rasenmähen, das von den Friedhofsangestellten übernommen wird.

  • Antwort von Lealeolo 01.02.2008
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Mein Vater ist anonym beerdigt worden. Auf seinen eigenen Wunsch. Er wollte, dass niemand Arbeit mit der Grabpflege hat und meinte auch, dass man keinen eigenen Ort zum Trauern bräuchte - da man ja im Herzen der jeweiligen Personen wäre. Die Realität sieht jetzt leider so aus, dass seine Verwandten - insbes. sein Bruder - traurig ist, dass er zum Einen nicht bei der Beerdigung dabei sein konnte... (mein Vater wollte nur meine Mutter und uns Töchter) und dass es zum anderen keinen Ort gibt, zu dem er gehen kann und der einen Bezug zu ihm hat, wie es ein Grab hätte. Ich selbst würde mir im nachhinein auch einen Ort wünschen, an den man gehen kann, der eben nicht so anonym ist, wie es ein Feld mit Blumen ohne Namensangabe ist. Sicher nicht rational - aber so fühlt es sich an.

  • Antwort von kaischrodt 01.02.2008
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die Bestattungspreise von Städten und Kommunen spielen häufig eine Rolle, aber diese Bestattungsform kann auch dem Bedürfnis entsprechen, den Tod möglichst aus dem Leben zu verdrängen.

    Echt makaber: Es ist günstiger...

  • Antwort von edgarine 01.02.2008
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ja, das gibt es auf Wunsch des Verstorbenen. Da kommt auch kein Name auf den Grabstein. Ich kenne das von einem Waldfriedhof, da ist nur eine kleine Platte an dem Baum mit einer Nr. (des Verstorbenen), so, dass Angehörige noch nach Jahren den Baum finden können. LG

  • Antwort von Andylu 01.02.2008
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wenn z.B. keine nahen Verwandten in der nähe des Bestattungsortes wohnen oder um ihren Angehörigen die Grabpflege zu ersparen, entscheiden sich manche Leute für die anonyme Bestattung ! Einen Grabstein oder eine Gedenktafel gibt es da natürlich nicht !

  • Antwort von icedive9o 22.01.2011

    Eine anonyme Bestattung erfolgt unter anderem auch, wenn es keine Angehörigen mehr gibt, oder diese nicht ausfindig gemacht werden können. In dem Fall, übernimmt das Ordnungsamt die Beerdigung und trägt somit auch die Kosten.

  • Antwort von user1318 15.01.2009

    wir sagen dazu "blümchenwiese", meine mama wollte das so, um den angehörigen die last des jahrzehntelangen pflegens des grabes zu ersparen. ich will das auch so

  • Antwort von amigo1712 01.02.2008

    Anonym beerdigt wird man nicht nur auf Wunsch des Verstorbenen,sondern auch wenn ein Mensch verstirbt der keine Angehörigen mehr hat die die Kosten tragen würden. Dann springt die Komune ein und macht natürlich die kostengünstigste Bestattung die es gibt! Dann ist es auch so das die Friedhofsordnung nicht gilt und das Grab früher umgegraben werden kann. So werden neue Liegeplätze frei und es kann mehr Geld verdient werden.

Du kennst die Antwort? Frage beantworten
Bitte noch eine Antwort ... Frage erneut stellen
Diese Frage und Antworten teilen:

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community –

anonym und kostenlos!