Warum gibt es ein besonderes Jugendschutzgesetz, das auch auf jugendliche Straftäter anwendbar ist?

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7 Antworten

Ich verstehe deine Frage nicht. Jugendschutz gilt für jeden Jugendlichen. Grund ist, daß man in dem Alter noch Schutzbedürftiger ist. Das hat mit der körperlichen und geistigen Entwicklung zu tun. Im übrigen emfpinden die meisten Jugendlichen die Jugendschutzgesetze ja eher als nachteilig. Wenn die für straffällige Jugendliche nicht mehr gelten würden, würden die dann doch erst recht straffällig werden, damit sie so gewisse barrieren aushelben können. Deiner Logik nach dürfte ein 14jähriger, der einmal etwas geklaut hat, ab sofort auch in alle Filme ab 18 rein, da man die Jugendschutzgesetze da nicht mehr anwenden darf. Das ist doch unsinnig.

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"Man ist doch für sein Handeln selbst Schuld/zuständig?" - Ja, das setzt aber eine gewisse Mündigkeit voraus. Ein Baby, das irgendwo in der Öffentlichkeit kackt, kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden - ein Erwachsener, der das tut, hingegen schon. Der kann nämlich die Folgen seines Handelns abschätzen - das Baby kann das nicht. Genau darum gibt es Altersgrenzen, ab denen ein Mensch eingeschränkt oder eben voll strafmündig ist. Über diese Altersgrenzen kann man diskutieren, aber darüber, dass man als Kind eben noch nicht komplett eigenverantwortlich handeln kann, wohl eher nicht.

Abgesehen davon hat das Jugendschutzgesetz mit jugendlichen Straftätern eher wenig zu tun.

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Die mangelnde Lebenserfahrung soll im Strafmaß berücksichtigt werden.

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Ich glaube, Du wirfst da etwas durcheinander.

Zum einen gibt es das Jugendschutzgesetz. Das regelt z. B., ab welchem Alter Jugendlich rauchen, Alkohol kaufen / trinken, Gaststätten besuchen dürfen u. ä.

Zum anderen gibt es das Jugendstrafrecht: Dadurch wird geregelt, dass Jugendliche bei Straftaten u. U. anders behandelt werden als Erwachsene.

Das Jugendstrafrecht geht davon aus, dass Jugendliche oft noch nicht die "geistige und sittliche Reife" besitzen, die Konsequenzen ihrer Handlungen tatsächlich korrekt zu beurteilen, und man sie daher nicht so hart bestrafen sollte wie einen Erwachsenen, der das beurteilen kann.

Daher gibt es auch keine genau festgeschriebene Alters-Grenze zwischen Jugend- und Erwachsenen-Strafrecht, die Gerichte haben einen Ermessensspielraum: Wenn ein junger Straftäter offenkundig die nötige Reife besitzt, so kann er nach Erwachsenem-Recht abgeurteilt werden, wenn er sich aber als eher "kindlich" zeigt, nach Jugendrecht.

s. https://de.wikipedia.org/wiki/Jugendstrafrecht_(Deutschland)

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Also ich verstehe deine Frage nicht ganz. Vermutlich meinst du, warum Jugendliche und Heranwachsende milder bestraft werden als Erwachsene, bspw nach dem StGB?

Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich, das ist richtig. Und Jugendliche handeln auch schuldhaft, weil auch sie schuldfähig sind.

Nun ist es so, dass man als 16-jähriger jugendtypische Verhalten hat, wie zB, dass man sich in der Gruppe behaupten will, Abenteuerlust bekommt, sich den "Kick" holen will, etwas Verbotenes tun will und und und, weil man gerade dabei ist, langsam aber sicher Erwachsen zu werden und die Welt kennenzulernen.

Menschen sind aber in dem Alter nicht so reif wie ein 25jähriger, sie beurteilen anders, respektieren anders, schätzen die Gefahren oder die Folgen falsch oder milde ein.

Daher sagt der Gesetzgeber, ich schütze die Kinder und Jugendlichen, teilweise auch Heranwachsen 18-20 Jahre alt, weil sie noch unreif sind.

Ich hoffe, ich habe deine Frage verstanden :D

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Hintergrund ist, dass Jugendliche noch nicht fähig sind, das Unrecht als solches zu erkennen. Daher setzt man eher auf erzieherische Maßnahmen statt auf harte Strafen. 

Leseempfehlung: https://de.wikipedia.org/wiki/Jugendstrafrecht

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Es gibt schon einen Unterschied zwischen Jugendschutzgesetz (JuSchG) und Jugendgerichtsgesetz (JGG). Ersteres schützt den Jugendlichen, zweiteres stellt den Jugendlichen auf eine schutzwürdige Stufe, aus den Gründen, dass diese Altersgruppe nicht dieselbe Einsicht hat, wie ein Erwachsener. (Geminderte Einsicht des Unrechts der Tat)

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