Frage von Incredible234, 153

Warum gibt es eigentlich Bundesländer?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von zehnvorzwei, 84

Hei Incredible234, seit hunderten von Jahren gab´s Deutschland eigentlich nur als Vorstellung, als Gegend in Mitteleuropa, wo man deutsch spricht, aber nie als Land, als Staat, sondern es gab Dutzende von Ländern und Ländchen, die sich als eigene Staaten mit eigenen gekrönten Häuptern verstanden. Die meisten Mini-Länder sind von der Landkarte verschwunden, andere haben sich erhalten, die 1871 den Deutschen Kaiser und damit das Deutsche Reich gründeten. Es waren u.a. die Königsreiche Preußen, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen u.s.w.

Diese sogenannte föderale Struktur Deutschlands hat also Tradition und kommt  auch in dem Namen des Staates zum Ausdruck, Bundesrepublik, ein Bund von heute 16 Ländern - - und jedes dieser Länder legt - im Rahmen des Bundes - großen Wert auf seine Souveränität.

Insgesamt passt dies auch zur "deutschen Seele" - die kleinteilige Landschaft im Herzen Europas und die vielen unterschiedlichen deutschen Völkerschaften, ob Rheinländer, Westfalen, Sachsen, Bayern, Hessen und dergl. mit unterschiedlichen Dialekten, Sprachen, Traditionen und Kulturen.

Oder so. Grüße!

Kommentar von zehnvorzwei ,

Sternchens Dank!

Antwort
von Arkesilaos, 46

Die föderale Verfassung war eine Vorgabe der Aliierten und ging aus den Zonen hervor. Man wollte ein starkes, einheitliches Deutschland verhindern, da es schon zweimal mit Kriegen belastet war. Wenn man das Ergebnis sieht, dass jedes Bundesland beim andern eine ständige Vertretung hat (Kosten!) und dass es 16 verschieden Bau-Schul-und andere Gesetze gibt, dann begreift man erst einmal, wie umständlich das ist. Vor allem will sich jeder Landesfürst präsentieren, positionieren und darstellen. Da fällt mir ein Horst ein, der das macht. Aber der übergreifende Zwang der Reealität wird das einmal überholen.


Antwort
von lupoklick, 39

Es hat etwas mit Bürgerbeteiligung zu tun. Über den Bau einer Kita oder Zuschüsse für lokale Veranstaltungen soll nicht ein FREMDER in Brüssel entscheiden, so wenig, wie ein Dorf Verteidigungspolitik machen kann..... etc.

Wir haben in den verschiedenen Regionen Gemeinden, Landkreise, Städte, Bundesländer, die zum Teil seit tausend Jahren bestehen und ihr Brauchtum pflegen...

und die Bundesrepublik, die wiederum mit EU und NATO und  etlichen weltweiten Organisationen zusammenarbeitet.

Um unsere Vielfalt, um die Schönheit der verschiedensten Dörfer wird Deutschland beneidet...

Antwort
von Schneekorn93, 66

Frühr waren das Kurfürstentümer. Im deutschen Kaiserreich wuchsen sie alle zusammen, zu einem förderalen Staat weil niemand seine Macht einbüßen wollte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde diese Verwaltungssystem weitergeführt.

Antwort
von Geraldianer, 75

Beim Grundgesetz wollte man die Fehler von Weimar vermeiden. Vor dem Krieg hatten die Länder keinerlei Einfluss. Mit den Länderparlamenten und dem Bundesrat wollte man ein Gegengewicht zum Zentralstaat schaffen.

https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%B6deralismus_in_Deutschland

Antwort
von Wolli1960, 32

GG, Artikel 20, Absatz 1: Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

Eine Änderung dieses Artikels ist übrigens nicht zulässig (GG, Artikel 79, Absatz 3).

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