Warum gibt es bei der Replikation beim Folgestrang ein Okazaki - fragment und wie entsteht es?

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2 Antworten

Es gibt nicht nur ein Okazaki-Fragment sondern viele. Das liegt daran, dass die Replikation nur in eine Richtung ablaufen kann (3' nach 5').

Wenn man den geöffneten DNA-Strang nun vereinfacht als Gabel betrachtet, so kann am Leitstrang der Primer am 3'-Ende ansetzen und die DNA-Polymerase kann immer der Öffnung hinterher (nach links im BIld) den neuen Strang synthetisieren.

Bei dem Folgestrang ist das 3'-Ende aber an der Gabelung und die Polymerase muss, von der Öffnung weg (nach rechts im Bild), den neuen Strang synthetiesieren. Daher muss immer wenn die Öffnung weiter "gewandert" ist ein neuer Primer ansetzen, von dem aus dann die Polymerase ansetzen kann, jedes dieser einzelnen Stücke nennt man dann Okazaki-Fragment.

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Es liegt daran, dass die Stränge antiparallel sind. Die Replikation läuft zwar gleichzeitig, sprich simultan ab, aber nicht auf gleiche Art und Weise. Die DNA-Polymerase kann nur an das 3'-Ende eines DNA-Stranges Nucleotide anknüpfen. Daher wird nur einer der Einzelstränge kontinuierlich abgelesen, die Leitstrang-Matritze.

Die Folgestrang-Matritze wird dagegen stückweise gegenläufig abgelesen. Die dort gebildetn DNA-Stücke werden nach ihren Entdeckern Tsuneko und Reiji Okazaki Okazaki-Fragmente genannt.

Man stellt sich heute vor, dass die Folgestrang-Matritze eine Schleife bildet, sodass die Matritzen von Leit- und Fogestrang im Enzymkomplex gleich ausgerichtet sind.

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