Warum genau ist Leasing bilanzneutral?

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3 Antworten

Was bitte schön ist bilanzneutral? Ein traditioneller Begriff ist unwahrscheinlich, dann hätte ich den schon mal hören sollen.

Es soll sich hierbei um etwas ähnliches wie erfolgsneutral handeln, steht zu vermuten.

Auch bei erfolgsneutralen Einnahmen oder Ausgaben geht es um die direkte Wirkung einer Buchung. Eine Leasingsonderzahlung wäre bei einem bilanzierendem Unternehmen zeitlich anteilig als Betriebsausgabe abzugsfähig. Es wäre also im ersten Schritt eine Aktive RechnungsAbgrenzung zu buchen. Damit stimmt die Aussage von der "Bilanzneutralität" nicht mehr.

Unverständlich ist auch bei Deinem Begriff, dass auch eine Erfolgsbuchung eine Bestandsbuchung benötigt. Mir fällt kein Gegenbeispiel ein oder ich sehe gerade den Wald vor lauter Bäumen nicht. Leasing-Aufwand an Bank verändert natürlich die Bilanz. Direkt ändert sich der Bankbestand. Er sinkt oder die Verbindlichkeit wächst.

Selbst wenn am Monatsanfang alle Aufwendungen so weit erlaubt gegen Verbindlichkeiten vorgetragen werden haben wir einen Zugang zum Fremdkapital.

Sie stimmt auch deshalb nicht, wenn ein Leasing-Gegenstand ganz speziell für ein Unternehmen gefertigt werden muss, dieser Gegenstand hinterher nirgends außer im Betrieb Verwendung findet, dann ist hier eine genauere Prüfung über das wirtschaftliche Eigentum durchzuführen. Damit beantwortet sich dann auch die Frage, wo das Wirtschaftsgut aktiviert werden muss. Beim Leasing-Geber oder beim Leasing-Nehmer.

Bei einem normal üblichen Leasing ist es einfacher. Da werden die Leasingraten in den Aufwand gebucht. Damit wirken die Leasingraten eben selber nicht auf die Bilanz. Erst mit Abschluss des Leasingkontos kommen wir diesem einen Schritt näher. Denn mit dem Abschluss kommt der Betrag auf das GuV-Konto und erst dann wirkt es sich indirekt auf das Eigenkapital aus. Weil eben das Eigenkapital erst über die Gewinn- und Verlustrechnung geändert wird. Trotzdem hat sich die Gegenbuchung zum Leasing bereits ausgewirkt. Auch hier wieder in Form der Belastung, also Vermögen ist kleiner.

Mit Ende dieser Ausführungen haben ich noch einmal die Suchmaschine meines Vertrauens  - nicht g..gle - nach dem Wort befragt. Die Suchergebnisse sind alles andere als hochwertig. Der Begriff ist in sich schon kaum möglich in einer logischen Beziehung zu halten.

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Du hast schon recht, dass am ende des Geschäftsjahres der Aufwand indirekt das Eigenkapital beeinflusst. Allerdings ist der Anschaffungsvorgang an sich bilanzneutral. Das geleaste Auto erscheint nicht in der Bilanz und es muss kein Kapital dafür zur Verfügung gestellt werden. Der EInfluss auf das EK ist bei Kauf und Leasing im grossen und ganzen gleich, da beim Leasing die Leasingraten und beim Kauf die AfA auf die GuV wirken.

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Ich denke damit ist gemeint, dass du als Leasingnehmer kein Vermögen aktivierst. Wenn du also z.B. Autos least, tauchen diese nicht in deiner Bilanz auf, sondern nur in der Bilanz des Leasinggebers. Bei dir taucht nur der Aufwand in der GuV auf.

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