Warum genau gibt es zwischen den westlichen Staaten und dem demokratischen Taiwan keine diplomatischen Beziehungen?

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3 Antworten

Hei, mrradiohead1000, deine Vermutung ist richtig. Als die USA vor einigen Jahrzehnten (Datum habe ich nicht mehr im Kopf) diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China aufnahmen, mussten sie ihren Schützling opfern - sogar die Uno-Mitglied ging Taiwan deswegen verloren (oder irre ich mich?). Grüße!

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"Demokratisches Taiwan"? 

Taiwan, das ein Bestandteil der Volksrepublik ist und noch nie einen völkerrechtlichen Status als vollwertigen Staat hatte, kann als Provinz oder meinetwegen autonomes Sondergebiet keine "diplomatischen" Beziehungen aufnehmen - siehe dazu die "Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen" von 1961.

Im Gewirr aller anderen Beziehungen, also wirtschaftlich, kulturell, militärisch, finanztechnisch usw., sind die diplomatischen Beziehungen auch die mit dem geringsten momentanen Nutzwert. Sie haben meist v. a. moralische Bedeutung, spielen bei der Nutzung internationaler Organisationen eine gewisse Rolle und die Angehörigen der diplomatischen Vertretungen genießen speziellen Schutz.

Den Westen schert der staats- und völkerrechtliche Status von Taiwan  einen Teufel, wenn es um Geld, Kapital, Kulturaustausch u. ä. geht.

Auch seitens der Volksrepublik gibt es meist nur propagandistisches Gewitter, wenn sich der Westen und die USA mal ein wenig mit Taiwan zu nahe kommen. Denn die Volksrepublik zieht ebenfalls inzwischen großen Nutzen aus ihren Beziehungen mit Taiwan, die längst über die Phase von Verwandtenbesuchen hinausgehen.

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Taiwan ist Teil Chinas und daher können keine diplomatischen Beziehungen mit dieser abtrünnigen Provinz aufgenommen werden.

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