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warum geliert mein birnengelee nicht? keine ahnung, was da schief gegangen ist.

gefragt von gartenfeegartenfee am 10.10.2009 um 21:47 Uhr

ich erzähle mal, was ich gemacht habe: habe die birnen geschält (nicht alle, viele weiche auch mit schale gelassen, sonst schneidet man ja das beste der frucht weg), entkernt, noch etliche äpfel dazu getan (wegen des pektins), lange gekocht, bis birnen + äpfel weich gekocht waren. noch paar zutaten ran gemacht, zitrone z.b. und zimt und kräuter für süßkram.

habe dann obwohl ich es eigentlich nicht vorhatte (weil es mir zu süß ist) schließlich doch gelierzucker reingemacht, 2:1, vorschriftsmäßig aufgekocht, 4 minuten sprudelnd kochen lassen, gelierprobe gemacht - nichts, dünnflüssig. noch mal kurz weiter sprudeln lassen, gelierprobe gemacht - nichts, weiter dünnflüssig.

pektin hatte ich nicht zu kaufen bekommen. darum habe ich gelatine für den notfall mkitgenommen. die habe ich schließlich nach vorschrift aufquellen lassen und sie untergerührt. und? nichts, weiter ziemlich dünnflüssig.

habe dann schließlich doch in heiß gespülte gläser abgefüllt, und auf den kopf gestellt.

muß dazu sagen, daß ich hier im garten mit einer zweierplatte elektro (weiß gar nicht so recht, wie die dinger nun heißen) koche. es ist nicht immer einfach, die richtige hitze zu regulieren, braucht übung.

kann mir jemand der versierten hausfrauen und -männer vielleicht sagen, was da schief gegangen ist? ich habe beim besten willen keine ahnung, warum der birnengelee nicht richtig geliert ist.

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Ulieule
beantwortet von Ulieule am 10. Oktober 2009 21:50
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Es kann durch zuviel Fruchtsäure passieren, dass der Gelee nicht richtig fest wird.Würde noch Gellerzucker hinzu fügen. Achja, hast Du die Früchte auch mind. 3 Stunden mit dem Zucker durchziehen lassen, bevor Du alles gekocht hast?

Kommentar von samirax5 am 10. Oktober 2009 21:51

Das obst muss doch nur ziehen um zu entsaften, das war ja nicht nötig * grübel *

Kommentar von Simple_avatar4smallUlieule am 10. Oktober 2009 21:53

Ich lasse alles immer mind.3 Stunden ziehen, am besten übernacht.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 10. Oktober 2009 21:56

das obst mit dem zucker 3 stunden mindestens ziehen lassen? das habe ich ja noch nie gehört. wozu denn das?

im übrigen habe ich vergessen zu schreiben, daß ich natürlich vor dem aufkochen die birnen noch durch ein sieb gerührt habe, sonst wären ja die reste schalen noch mit drin etc.

Kommentar von Simple_avatar4smallUlieule am 10. Oktober 2009 21:57

Steht auf der Packung von Köln-Gelierzucker drauf.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 10. Oktober 2009 22:09

aha. das war mir wirklich völlig neu. muß ich mal nachscauen. habe ich jedenfalls bisher noch nicht gehört, daß das obst mit dem gelierzucker 3 stunden ziehen soll.

Kommentar von Simple_avatar4smallUlieule am 10. Oktober 2009 22:13

Ich koche schon seit Jahren ein, nicht nur Gelee.:))

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 10. Oktober 2009 22:19

schön für dich. ich aber auch. darum wundere ich mich über die 3 stunden ziehen lassen.

Kommentar von Simple_avatar4smallUlieule am 10. Oktober 2009 22:20

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.


Marmeladenhexe
beantwortet von Marmeladenhexe am 21. Oktober 2009 21:26
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Hallo gartenfee,

du hast nicht geschrieben, wieviel Flüssigkeit du für den "Geleeversuch" verwendet hast, deshalb hier ein erneuter "Schuss ins Blaue".

Ab etwa 3 Liter geliert Obstsaft auch mit einem hohen Pektingehalt nicht mehr; zumindest nicht ohne Hilfsmittel wie bei industriell hergestellten Gelees / Konfitüren. Solltest du also eine (viel) größere Menge auf einmal versucht haben einzukochen, dann könnte dies ein Grund für dein Scheitern sein.

Viele Grüße

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 21. Oktober 2009 21:34

vielen dank, marmeladenhexe. deinem nick entnehme ich, daß du "vom fach" bist.

darum ganz besonderen dank an diese info. davon habe ich noch nie gehört. ich habe nachdem zerkochen der birnen plus einige äpfel (ohne gehäuse), jeweils etwa ein liter plus ein bißchen aufgesetzt zum gelee machen. 3 liter waren das auf keinen fall.

aber es ist gut, so was zu wissen, für die zukunft.

höchstwahrscheinlich hat es ja, u.a. daran gelegen, daß ich die äpfel nicht komplett mit gehäuse mit gekocht habe. denn ich hatte nicht gewußt, daß das pektin dort "sitzt". das mache ich beim nächsten mal dann auf jeden fall anders.

dir einen schönen abend noch!


sikas
beantwortet von sikas am 10. Oktober 2009 23:34
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Ich vermute das da nur Säure gefehlt hat davon zu wenig und der Gelierzucker kann nicht reagieren.

Du könntest auch mit Agar Agar nachbessern.

LG Sikas


anonym
beantwortet von Burg15 am 10. Oktober 2009 22:01
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die Birnen und Apfel nur mit ganz wenig Wasser weich kochen, dann pürieren,durch Sieb abseihen und nur den Saft mit Gelierzucker zum Kochen bringen und mindestens 10 min köcheln lassen. die Verbindung Gelierzucker und Gelantine hebt sich gegeneinander auf. viel Glück!

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 10. Oktober 2009 22:14

danke für die nochmalige beschreibung, wie man gelee macht oder wie du es machst. habe ich selbst oben auch schon geschrieben, daß ich es so gemacht habe. weiß nicht, warum du das noch mal wiederholen mußtest.

aber der tipp, daß sich gelierzucker und gelatine gegenseitig aufheben - das könnte die lösung sein. danke!


anonym
beantwortet von silverfusion am 10. Oktober 2009 22:01
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Hi gartenfee,

au Backe! Alles raus aus den Gläsern in einen Topf rein. Pektin funkioniert nur ab einem gewissen Säregrad! Ulieule hat schon davon berichtet! Ich würde jetzt alles raus aus den Gläsern und mit unkonvetioneller Kartoffelstärke bereichern! Die schmeckt man nicht und gibt sehr guten Halt! Gruß, silver fusion

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 10. Oktober 2009 22:16

danke für deine antwort. aber raus aus den gläsern nehme ich die jetzt erst mal nicht mehr, weil ich nämlich morgen weg fahre, samt gläser. das schaffe ich nicht. kartoffelstärke habe ich hier im garten auch nicht.

aber vielleicht kann ich das ja bei nächster gelegenheit noch mal nachholen (?) und sie so lange erst mal stehen lassen. dann würde ich noch mal alles rausnehmen und mit kartoffelstärke noch mal aufkochen. vielleicht ist es ja dann streichfest wie gelee sein sollte.

Kommentar von silverfusion am 10. Oktober 2009 22:42

Hallo gartenfee, ich bin mir sicher, dass Deine Konfitüre auch trotzdem sehr gut ankommen wird! Diese wird allen schmecken! Kommt ja auch immer auf die Unterlage (Brot/Brötchen) an! Ich wünsche euch einene schönen Urlaub mit sinnlichen und schmackhaften Frühstücken! Egal ob's Aufstrich mal "dünner" sein sollte :) bis bald :-) silverfusion


anonym
beantwortet von kiepkuul am 10. Oktober 2009 21:58
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Pektin ist speziell im Kerngehäuse!!! Alles zusammenkochen, entsaften, etw. Gelierzucker + Rotwein dazu und dann so fertig machen, wie Sie beschrieben haben! Super Gelee! Grüße kiep kuul

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 10. Oktober 2009 22:05

danke für die beschreibung ihres rezeptes.

aber ich vermisse noch eine antwort auf meine frage. es ist ja eben NICHT geliert, trotz ziemlich vorschriftsmäßigen vorgehens. das war die frage, was könnte schief gegangen sein.

tipp mit dem kerngehäuse war übrigens sehr gut. das hatte ich rausgeschnitten.

da ich keinen alkohol mag, würde ich im übrigen keinen rotwein ans birnengelee machen.

Kommentar von kiepkuul am 10. Oktober 2009 22:51

Des isch es ja, Sie haben evtl. zuviel reingeschmissen, verstehn Sie? Da hebt dann das Eine das Andere auf- sozusagen. Bin allerdings keine Lebensmittelchemikerin... Im Übrigen gibt der Rotwein einen schönen Rotton + Geschmack und der Alkohol verfliegt beim Kochvorgang sowieso vollkommen! Grüße nochmals von kiepkuul


naddelinsky
beantwortet von naddelinsky am 10. Oktober 2009 21:51
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hallo, ich selbst hab mich an solche sachen noch nicht rangetraut. mein vater hat aber oft mus und gelee gemacht. er hat bei pflaumen zb. immer so lange kochen lassen, bis die hälfte des saftes verdampft war und dann erst gelantine rangetan. hoffe, ich konnte dir wenigstens ein bisschen helfen. lg.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 10. Oktober 2009 22:11

hmm, mit pflaumen ist das glaube ich auch richtig, weil man das so andickt. aber bei birnen weiß ich nicht, ob das auch ein gutes verfahren ist.

aber danke für deine erfahrungen, bzw. die deines vaters. (glückwunsch zu einem marmeladekochenden vater!)

Kommentar von 301667c6beee7317bd37533b2652a3dbsmallnaddelinsky am 10. Oktober 2009 22:17

danke. mitlerweile macht er es wohl nicht mehr. dafür aber hefegebäck ;)

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 10. Oktober 2009 22:21

ist doch auch toll. ich meine, einen vater, der so was (frauenarbeit! für die meisten männer igitt) überhaupt macht wie marmelade, backen etc. einfach nur toll! (oder?)

Kommentar von C9d612b14893ecc83479a99084875cd7smalldgsteyff am 13. Oktober 2009 00:04

Erstens ist das alles keine Frauenarbeit. Zweitens kochen Männer im Durchschnitt besser als Frauen. Drittens bin ich auch schon 19 Jahre lang Vater und koche schon noch länger regelmäßig Marmeladen und sonst auch alles. Was soll also euer Weibergeschwätz?

Kommentar von 301667c6beee7317bd37533b2652a3dbsmallnaddelinsky am 16. Oktober 2009 14:50

euer weibergeschwätz? kann mich nicht daran erinnern, dass ich wörter wie "frauenarbeit" benutzt habe... außerdem ist es für mich selbstverständlich, dass männer die gleichen arbeiten verrichten, wie frauen und umgekehrt. (und trotzdem habe ich keine ahnung, wie man ein loch in die wand bohrt, da ich immernoch keine ahnung habe, welchen dübel ich für welche schraube/haken,... brauch und welchen bohreraufsatz ich benutzen muss) ist ja auch keine schande, wenn man nicht alles weiß und sich an einige sachen nicht herantraut.

ps.: mein mann wird selbstverständlich in der küche eingespannt, auch wenn er nicht viel ahnung vom kochen hat, ist er sehr wohl willig sich kenntnisse anzueignen.


anonym
beantwortet von samirax5 am 10. Oktober 2009 21:50
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Dein Verhältnis von Zucker zu Obst, Gewichtstechnisch hat gestimmt...?

Dann weiss ich auch nicht, woran es liegen kann.. aber mir ist mal ein Limettengelee misslungen, da hab ich auch nie rausgefunden, warum es nicht geliert ist...

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 10. Oktober 2009 21:57

das verhältnis hat halbswegs gestimmt, ja. glaube ich wenigstens. waage habe ich hier nicht.

Kommentar von samirax5 am 10. Oktober 2009 22:13

naja, vielleicht lags daran...

Kommentar von Katzewanda am 12. Oktober 2009 12:10

Ohne Wage ist das schwierig...


anonym
beantwortet von Imera am 19. Oktober 2009 17:00
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evtl fehlt Zucker, Gelierpulver hilft in jedem Fall!


dgsteyff
beantwortet von dgsteyff am 12. Oktober 2009 23:59
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Ja woher sollen wir das wissen, wird wohl an deinen Birnen liegen.

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 13. Oktober 2009 10:53

dann antworte doch nicht, wenn du keinen beitrag dazu hast!


Lupus1960
beantwortet von Lupus1960 am 11. Oktober 2009 23:11
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Ich nehme an @sikas hat Recht, dass zu wenig Säure vorhanden war. Ich nehme keinen Gelierzucker sondern normalen Zucker. Bei Früchten die wenig Pektin und wenig Säure enthalten, mische ich die Früchte der Japanische Zierquitte unter die Früchte. Zierquitten findet man oft auf öffentlichen Flächen, wo sie als Ziergehölz angepflanzt werden. Die gelben runden Früchte, etwa 4 cm Durchmesser, sind reich an Säure und Pektin. Früchte sind sehr hart, roh ungenießbar, aber beim Einkochen sehr gute Helfer.


ewalli
beantwortet von ewalli am 10. Oktober 2009 21:55
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Also, ich schneide das Obst klein, püriere es dann sofort, geb den Gelierzucker dazu und koche es 4 Minuten. Vorkochen braucht man das Obst nicht! Die 4 Minuten reichen vollkommen aus! Aber jeder machts halt anders, gell? Ähm, und Gelatine hab ich da noch nie reingetan, dafür hat man ja den Gelierzucker, da ist die doch schon drinne!

Kommentar von 9656864b2e4b55bbee4de57919bedc50smallgartenfee am 10. Oktober 2009 22:04

liebe ewalli, wenn du dir genau durchgelesen hättest, dann hättst du auch verstenden, warum ich schließlich noch die gelatine reingetan habe - nämlich weil es mit dem gelierzucker nicht geliert ist. kopfschüttel

und wenn du MARMELADE machen willst, dann ist dein verfahren richtig. ich wollte aber GELEE machen. dazu muß man die früchte vorher schon mal kleinkochen, um sie durch ein sieb durchrühren zu können., also entsaften. sonst wirds kein gelee, sondern konfitüre oder marmelade.


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