Frage von 45454kpo, 135

Warum geht niemand zum Psychlogen?

Für mich gehört die mentale Gesundheit ,genauso zur Gesundheit ,wie alles andere körperliche auch,dennoch ist es total unüblich das jemand sagt "ich war beim Psychologen". Das begreife ich einfach nicht. Warum muss man erst Suizidgedanken haben, um behandelt zu werden? Psychologen sind Fachärtze wie alle anderen auch. Jeder der mir von seinen körperlichen Erkrankungen erzählt ( wobei das meistens auch nie was wirklich ernstes ist) sagt ,ich muss mir unbedingt ein Termin beim Artz machen.Dasselbe würde aber niemand im Zusammenhang mit seiner mentalen Gesundheit sagen. Die Psyche ist komplexer als man als Laie vermutet ,gerade deswegen verstehe ich nicht wieso das so tabuisiert wird. Ein schlimmes Ereignis im Leben reicht schon,dass es Fehlentwicklungen gibt oder sich Blockaden bilden und ich bin mir ziemlich sicher das ein Psychologe bei jedem irgendetwas finden würde,was nicht 100 Prozent gesund ist. Aber warum muss das so sein? Warum nehmen wir das hin?

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Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 24

Hallo!

Der primäre Grund dafür ist, dass der Besuch beim Psychologen immer noch gesellschaftlich stigmatisiert ist bzw. man damit oftmals meint, seinem Umfeld eine Art persönliche Bankrotterklärung im Sinne von "ich hab' einen an der Waffel" abzugeben. 

Allerdings sind die normalsten Leute beim Psychologen & das wegen unterschiedlichster ganz menschlicher Ursachen. Ich bin zwar persönlich kein Fan von "Therapien" & erst recht nicht von Psychopharmaka, zu denen ich ganz eigene Ansichten habe (sie machen Leute gefügig & willenlos, damit ihnen der "Therapeut" sein eigenes Gedankengut einpflanzen kann & sie gesellschaftlich "normal" machen kann) ----------> aber auch ich muss sagen, dass ein wirklich GUTER und seriöser Psychologe durchaus eine Hilfe sein kann.

Viele leiden unter Schwellenangst. Was aber auch dadrin liegt, dass in den Medien psychisch Erkrankte durch die Blume als "nicht ganz klar im Kopf", "verrückt" oder "schlechter Mensch" dargestellt werden... es geht eben nicht mit dem Gesellschaftsideal eines strahlenden fröhlichen Allrounders konform. Darin liegt das Hauptübel.

Antwort
von lilamuffin15, 83

Ich bin da der gleichen Meinung wie du dass mentale Gesundheit genauso wichtig ist wie Körperliche. Es ist aber nunmal so dass geistige Probleme etwas sehr sehr persönliches ist, so persönlich dass es einem sogar manchmal vor sich selbst peinlich ist und man sich es selbst nicht eingesteht wenn Probleme vorhanden sind. Man hat auch Angst dass die Mitmenschen drauf schlecht reagieren wenn du zu ihren sagst dass du zum Beispiel Depressionen hast oder so.oft glauben auch manche Leute sie könnten da besser helfen und die ganze Zeit auf einen einreden und vielleicht alles schlimmer machen sowas passiert dir eher nicht wenn du Grippe oder Masern hast. Aber ich denke der Hauptfaktor ist dass es eben was persönlicheres ist.

Antwort
von km11111, 66

Hallo!

Weshalb zum Psychologen? Sehen ich auch keinen Sinn drin.

Psychologen sind weder Fachärzte, noch Experten für Krankheiten, auch nicht für psychische.

Nicht jeder der krank ist (egal ob körperlich oder psychisch), geht zum Arzt. Das ist jedem selbst überlassen. Einen Arztzwang gibt es nur in sehr wenigen Ausnahmesituationen (und das ist auch gut so).

Dass psychisch erkrankten Menschen eine Diskriminierung und teilweise (eher im laändlichen Raum) Stigmatisierung entgegenschlägt ist auch nur teilweise korrekt (hängt mit Bildung zusammen und damit auch mit dem Wohnort, aber das führt hier zu weit, auch, dass ich nicht vollends die Meinung teile, dass dies etwas mit der Nachfrage zu tun hat - dessen ungeachtet, ist es (nämlich) auch eine Fähigkeit, sein psychischen Leiden als solches wahrzunehmen und mitnichten verfügt jeder Mensch darüber, eher im Gegenteil, was auch die Möglichkeiten zur erfolgreichen Behandlung - auch nach fachärztlicher Diagnose - erheblich bei solchen Menschen einschränkt).

VG

Antwort
von Magerboy, 28

Die meisten gehen nicht zum Psychologen, da es ihnen peinlich ist und sie Angst haben nicht ernst genommen zu werden. Natürlich ist das unsinn, da ein psychologe sich mit den Problemen auskennt und das sein Beruf ist anderen zu helfen. Leider ist dieser Gedanke so in den Gehirnen verankert, dass selbst welche die an schweren Depressionen und anderen Erkrankungen leiden, sich nicht überwinden können zum Psychologen zu gehen .

Antwort
von Lea1984, 40

Nun, das liegt zum einen daran, dass man problemlos mit Bekannten und oberflächlichen Freunden, Angehörigen, Kollegen usw. über Bauchweh reden kann, über schlechtes Wetter und über die (dämliche) Casting-Show gestern Abend, aber man mit diesen Leuten kaum seine intimsten Probleme bespricht- oder? Es geht denen nichts an, wenn man Ängste hat, missbraucht wurde oder z.B. eine Bindungsstörung hat. Wenn man über solche Dinge spricht, dann doch eher mit engsten Vertrauten.

Ein weiterer Grund ist, warum man nicht offen darüber redet wie z.B. über das Wetter oder über die letzte Zahnbehandlung ist, dass es ein Tabuthema ist wie z.B. Sexualität. Sex macht auch fast jeder ab einem gewissen Alter und davor spielen sich schon Kleinkinder an den Geschlechtsteilen herum- aber es ist ein Tabuthema.

Vielen fehlt das Wissen, was diese Ärzte behandeln und wie und dass solche Erkrankungen ebenso normal sind wie z.B. eine Magen-Schleimhautentzündung. Sie haben viele Vorurteile und ein oft falsches Bild, was diese Psychologen und Psychiater wirklich tun. Das liegt daran, dass früher (nachdem die Menschheit wenigstens soweit war, es keiner dämonischen Besessenheit mehr zuzuordnen) alles, was nicht der Norm entsprach in Irrenhäuser abgeschoben wurde. 

Viele Menschen, die an sich kein Problem sehen, sich in Behandlung zu begeben, weil sie erkennen, dass etwas nicht stimmt gehen nicht hin, weil eben mittlerweile schon ein Mensch als psychisch krank eingestuft wird, wenn er länger als 14 Tage trauert. Die Angst, in eine Behandlungsspirale zu geraten, ist groß. Zu oft werden Medikamente verabreicht und individuelle Probleme nach "Schema-F" behandelt. Wenn man sich genauer mit seiner vermuteten Diagnose befasst, liest man auch viel von Fehldiagnosen und reinsten Odysseen einzelner Menschen. Mitunter auch von Zwangseinweisungen- aber auch freiwilligen Aufenthalten (nach dem einem eingeredet wurde, man müsse da hin) in Kliniken, Zwangsmedikation usw.- daher sind auch viele vorsichtiger geworden.

Die Wartezeiten sind auch sehr lang und nicht jede Therapie wird von der Kasse bewilligt und nicht jedes verordnete Medikament bezahlt. Spezialisten wie z.B. für die Behandlung spezieller Diagnosen wie Autismus (dieser ist nicht therapierbar, aber einzelne Probleme von Autisten) sind nicht gerade um die Ecke- also lange Wege. 

Antwort
von Masuya, 32

Zuerst fällt einigen Leuten gar nicht auf, dass die unter einer psychischen Erkrankung leiden.. sowas kommt ja auch erst schleichend.. und so denkt man, dass diese Krankheit natürlich zum Leben passt.. 

Und dann kommt es eben, dass viele Leute eben nicht ganz gebildet sind und dann meinen, jemanden schlecht machen zu müssen, sobald sie erfahren, dass jemand zum Psychologen geht.. denn somit zeigt man Schwäche.. und was machen Rudeltiere, wenn sie von jemanden Schwachpunkte entdecken? 

Aber nicht nur die Meinungen von außen machen Angst, zum Psychologen zu gehen, sondern auch der Gedanke daran, dass man zu schwach für diese Welt ist.. man muss sich selbst eingestehen, dass man zu etwas nicht mehr normal fähig ist.. 

Es ist in unserer Gesellschaft eher angesehen, wegen einer Erkältung Tabletten einzuschmeißen, was eigentlich zeigen würde, dass unser Vertrauen in unser eigenes Immunsystem ziemlich gering ist und unser Immunsystem ebenfalls nicht stark aufgebaut ist - als wenn wir zugeben, dass wir geistige Probleme haben. 

Es kommt ja immer mehr dazu, dass Menschen sich sowas eingestehen und einen Schritt nach vorne machen und zum Psychologen gehen, aber viele schämen sich halt noch davor.. aber ich denke, dass wird in Zukunft um einiges besser werden. 

Antwort
von DasMaik0220, 35

Viele Menschen gehen zum Psychologen, doch die wenigsten reden offen darüber.

Zudem sind psychologenplätze schwer zu bekommen, und sind eigentlich immer mit monatelanger Wartezeit verbunden.

Antwort
von salsero73, 24

Du meinst wahrscheinlich Psychotherapeuten. Die sind für die "alltäglichen " Probleme. Psychologen kommen nur bei richtig schweren Fällen zum Einsatz...

Antwort
von ichtrolle614, 44

wenn du einen schnupfen hast gehst du auch nicht zum artzt

also wenn es einem traurig geht geht man nicht zu Psychologen

bzw. denke ich das es in gewissen fällen einfach keinen sinn macht

Antwort
von MissionTarget, 39

Ich nehme an, dass das daran liegt, dass man meistens als Irrer oder Geisteskranker abgestempelt wird, wenn man sagt, dass man beim Psychologen war. Ist leider so in der Gesellschaft verankert.

Antwort
von Carlystern, 30

Fas ist falsch. Psychologen sind keine Fachärzte. Fachärzte sind nur die, welche Medizin studiert haben. Psychologen haben in den meisten Fällen nur ein Psychologie Studium abgeschlossen. Die Fachärzte nennt man nicht Psychologen, sondern es sind Facharzte für Psychiatrie und Psychotherapie. Dann gibt es auch noch Fachärzte für Neurologie. Psychologen dürfen auch keine Medikamente verordnen, da sie eben keine Ärzte sind.

Antwort
von blustripes, 45

Weil die Wartenzeiten ab 8 Monaten losgehen.

Kommentar von ifkxkgjdufiggig ,

Bisschen übertrieben. hatte schon 3 monate wartezeit nur ;)

Kommentar von blustripes ,

Kommt darauf an wo man lebt. Meine Bekannte durfte 13 Monate warten.

Antwort
von kleinerhelfer97, 20

Psychologen sind keine Fachärzte, sondern haben Psychologie studiert. Sie dürfen auch keine Medikamente verschreiben.
Psychiater sind Fachärzte und haben Medizin studiert. Die dürfen auch Medikamente verschreiben.

Antwort
von Coldbread, 36

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