Frage von sofiankao, 291

Warum geht man davon aus, das Gott ein Mann ist und nicht ein Tier oder eine Frau?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TimeosciIlator, 63

Das passiert doch nicht nur bei Gott ! Bei so gut wie allem ist das so. Viele Berufsbezeichnungen werden einfach gewohnheitsmäßig in der maskulinen Form gesprochen. Aber seit einigen Jahrzehnten wird immerhin kräftig versucht dieses falsche Realitätsbild richtigzustellen. Einer der wenigen Vorteile der Emanzipation. Übrigens steckt fatalerweise selbst im Wort Eman(n)zipation wieder mal der "Herr der Schöpfung" drin. Was für eine Ironie !

Kommentar von Dackodil ,

Mein reden seit einundleipzig/zweiundleibzig.  Mit der Eman(n)zipation  der Frau sind wir schon ganz gut weitergekommen, erheblichen Nachholbedarf gibt es aber bei der Efrauzipation des Manns

Kommentar von TimeosciIlator ,

Dankeschön für das Goldene Sternchen... :)

Antwort
von Andrastor, 112

Weil die ronotheistischen Religionen wie nie zuvor die Überlegenheit des Mannes gegenbüer der Frau zelebrierten und propagierten. In den antiken Kulturen, welche polytheistisch eingestellt waren, war die Frau dem Mann häufig ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen.

Es gab Priesterinnen, weibliche Orakel, Frauenorden, welche z.B. weiblichen Gottheiten dienten und ihren männlichen Kollegen in keinster Weise unterlegen gewesen wären.

Erst das Abschaffen aller Götter mit der Erfindung eines einzigen, allmächtigen Gottes, eröffnete auch in religiöser Hinsicht die Überlegenheit des Mannes zu sichern. In allen monotheistischen Religionen wird die Frau als untergeordnet angesehen.

Um dies zu sichern, wird Gott als Mann dargestellt und es wird von "dem Herrn" oder "Gott Vater" gesprochen.

Lustiger Weise gibt es einige Tierarten, die überhaupt nicht auf männliche Artgenossen angewiesen sind, aber keine Tierart, die auf Weibchen verzichten könnten.

Antwort
von Dackodil, 47

In patriarchalen Gesellschaften ist Gott natürlich männlich, in matriarchalen wird eine Urmutter angebetet und in polytheistischen Religionen haben viele Götter Tiergestalt. Z.B. bei den alten Ägyptern Horus als Falke, Bastet, die Katzengöttin, Anubis, der Schakal, sogar das Krokodil hatte göttlichen Status.

Kommentar von Dackodil ,

Übrigens, als die erste Astronautin von ihrem Flug zurückkam, wurde sie von Reportern bestürmt, ob sie da oben Gott gesehen habe. Ihre Antwort war:  sie ist schwarz.

Antwort
von aicas771, 86

Wer sagt denn, dass Gott ein Mann ist?

Das ist zwar eine gängige Vorstellung, sie ist aber durch nichts belegt.

Eine andere gängige Vorstellung ist, dass Gott ein etwas trotteliger alter Mann mit Rauschebart sei, den man recht einfach beschummeln kann.

In der Bibel steht nicht, dass Gott ein Geschlecht hat (also männlich oder weiblich ist). Außerdem ist Gott in der Bibel alles andere als trottelig und alt - und beschummeln lässt er sich schon gar nicht.

Antwort
von voayager, 14

Als die monotheistischen Religionen geschaffen wurden, herrschte in deren Gebieten das uneingeschränkte Patriarchat. Dieses projizierte man auch in den imaginierten Himmel hinein. In polytheistischen Religionen, die noch matrilineare Strukturen hatten oder kannten/berücksichtigten,  gab es auch Göttinnen.

Antwort
von Semno, 55

Gott wird auch als Vater in der Bibel bezeichnet. "Er" ist aber geschlechtslos, dennoch kann er erschaffen und sogar erzeugen.

Falls das eine Frage ist die auf die Emanzipation der Frau abzielt, dann kann ich folgendes dazu sagen: Mann und Frau wurden gleichberechtigt erschaffen. Die Frau später als der Mann. Dennoch wurde die Frau nicht als unterstellt dargestellt, sondern als eine Vervollständigung des Mannes, was schließlich 50% einer Familie ausmacht und nicht 49%.

Erst nach der Ursünde wurde die Rolle der Frau geändert. Was aber nicht bedeutet das dies ewig so bleiben wird, denn in der Neuen Welt (nach dem Ende dieses Systems) werden Mann und Frau wieder die Vollkommenheit erreichen und somit auch die Dinge richtig gestellt.

Antwort
von Hamburger02, 33

Weil es so eindeutig in der Bibel, besonders im Alten Testament steht. Da gibt es gar keinen Zweifel daran, dass Gott ein Mann ist. 

Die wichtigsten Stellen:

Gott besuchte als Mann Abraham in dessen Zelt, um mit ihm zusammen Kalbsbraten und Kuchen zu essen.

Anfangs hatte Gott sogar eine weibliche Gefährtin, die Aschera, die erst ab dem 6. Jhdt. v.Chr. von fundamentalen Juden wieder abgeschafft wurde.

Kommentar von Dackodil ,

Was für ein Gott, wenn er sich gefallen lassen muß, daß Menschen seine Gefährtin "abschaffen". Den kann man doch nicht ernst nehmen, also als Gott meine ich.

Antwort
von tinimini, 18

Weil Lutter falsch übersetzt hat.

Gott ist geschlechtslos. Ich werde sein ,wer ich sein werde, müsste es in der Bibel heißen, Denn es steht dort 

 Ich werde sein ,der ich sein werde,

Antwort
von NorthernLights1, 79

Es ist eben in vielen Köpfen eine Reihenfolge drin:

Erst Gott, dann Mann, dann Frau, dann Tier, dann Pflanze usw

Antwort
von Fantho, 54

Warum geht man davon aus, dass Gott überhaupt ein organisches Wesen sein muss?

Die Vorstellung von Gott als Mann rührt aus der patriarchalischen Geschichte. In den Völkern, welche matriarchalisch geprägt war und ist, war und ist deren oberste Gottheit ein feminines Wesen...

Es ist also ein kulturelles Phänomen...

Gruß Fantho

Kommentar von Hamburger02 ,

Genau, das ist auch meine Meinung. Götter sind kulturelle Phänomene, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben.

Antwort
von grtgrt, 15

Dass Gott ein Mann, eine Frau, oder gar ein Tier sei, glauben schon sehr lange nur noch Menschen mit einem ganz besonders naiven Gottesbild.

http://greiterweb.de/zfo/Gott-und-Gottesvorstellungen.htm

Antwort
von Smashmelow, 30

Weil damals die Mäanner über allem standen. Egal ob Frau, Kind, tier oder Insekt, der Mann war immer die Hauptrolle. Das fürt aber auch nur dazu das das Wort "Gott" masculin ist. Wer behauptet den das der Gott ein Mann ist? Klar Maria war die Mutter von Jesus, welcher der Sohn Gottes war, allerdings war es eine "unbefleckte Befruchtung" das bedeutet das auch in diesem Fall Gott kein Mann zu sein braucht.
(Meine Theorie)
MfG :)

Antwort
von morris7777, 90

Wenn aber Gott licht ist ?

Kommentar von cubekid ,

Das ist unmöglich! Wenn Gott Licht ist es das nicht Gott sondern nur Licht. Licht ist eine Energieform also wird in einer Lampe el. Energie in Wärme und Gott umgewandelt. Glaubst du an das? Wenn ja solltest du mal drüber nachdenken ob du nicht doch Atheist bist

Kommentar von Kuhlmann26 ,

also wird in einer Lampe el. Energie in Wärme und Gott umgewandelt.

Das ist aber eine sehr eingeschränkte Sicht in Bezug auf das Licht. Wenn Licht umgewandelte Wärme in einer Lampe ist. Wo kam dann das Licht her, als es noch keine Lampen gab.

Kein Mensch weiß, wer oder was Gott ist. Vielleicht ist alles Gott; das Licht eingeschlossen.

Kommentar von morris7777 ,

Licht = Energie ; Energie = Licht ; Gott = Licht / Energie = Alles :) ... Gott ist keine Frau das ist mal sicher ... 

Antwort
von 666Phoenix, 15

Ein Tier kann er nicht sein, denn (1Mose 1, 26 u. a.) die Tiere sollen vom Menschen beherrscht werden. Gott als Tier vom Menschen beherrscht - no go!

Mit der Vorstellung Gott als Frau habe ich da schon arge Zweifel. Ist doch das Frauenbild in der Bibel und der christlichen Lehre fast durchgehend von Missachtung und Unterwerfung geprägt.

Bspw.:

Der fromme Lot aus Sodom hatte eines Tages Fremde zu Besuch, die spät nachts von randalierenden Männern vor seinem Haus bedroht wurden. Um sie von seinem Besuch fernzuhalten, bot er den Randalieren seine jungfäulichen Töchter zur freien sexuellen Belustigung an (1. Mose 19,8): "Siehe, ich habe zwei Töchter, die wissen noch von keinem Manne; die will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefällt." Die Moral der Bibel also: Um deine Haut zu retten, opfere ruhig deine unschuldige Tochter. Es sind ja nur Frauen.

Oder:

Kirchenvater Johannes Chrysostomos (344-407):

"Die Weiber sind hauptsächlich dazu bestimmt, die Geilheit der Männer
zubefriedigen."

Oder:

Der Heilige Thomas von Aquin (1225-1226):

"Die Frau ist ein misslungener Mann. (...) Der wesentliche Wert der Frau
liegt in der Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen. (...)
Mädchen entstehen durch schadhaften Samen."

Oder:

Martin Luther (1483-1464):

"Ob sie (die Frau) sich aber auch müde und zuletzt zu Tode tragen, dass
schadet nichts, lass sie nur zu Tode tragen, sie sind darum da. (...) Will die
Frau nicht, so komme die Magd."

____________________

Das biblische Frauenbild lässt sich mit einem passenden Bibelvers zusammenfassen (Spr. 11,22): "Ein schönes Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem goldenen Ring durch die Nase."

____________________

Nun aber noch was zum Nachdenken und ggf. Schmunzeln:

Im Garten Eden: Eines Tages sagte Eva zu Gott:

„Gott, ich habe ein Problem!“

„Was ist Dein Problem, Eva?“

„Gott, ich weiß, dass Du mich erschaffen hast, mir diesen wunderschönen Garten und all diese fabelhaften Tiere und diese zum Totlachen komische Schlange zur Seite gestellt hast, aber ich bin einfach nicht glücklich.“

„Warum bist Du nicht glücklich, Eva?“ kam die Antwort von „oben“.

„Gott, ich bin einsam; und ich kann Äpfel nicht mehr sehen!“

„Na gut, Eva, in diesem Fall habe ich eine Lösung für Dein Problem. Ich werde für Dich einen Mann erschaffen und ihn Dir zur Seite stellen.“

„Was ist ein Mann, Gott?“

„Dieser Mann wird eine missratene Kreatur sein, mit vielen Fehlern und schlechten Charakterzügen. Er wird lügen, Dich betrügen und unglaublich eingebildet und eitel sein. Im Großen und Ganzen wird er Dir das
Leben schwer machen. Aber er wird größer, stärker und schneller sein und er wird es lieben zu jagen und zu töten. Er wird dümmlich aussehen, wenn er erregt ist, aber da Du Dich ja beschwert hast, werde ich ihn derart beschaffen, dass er Deine körperlichen Bedürfnisse befriedigen wird.

Er wird witzlos sein und solche kindischen Dinge, wie kämpfen und einem Ball hinterher rennen, über alles lieben. Er wird auch nicht viel Verstand haben, so dass er Deinen Rat brauchen wird, um vernünftig zu denken.“

„Klingt ja umwerfend“, sagte Eva und zog dabei eine Augenbraue ironisch hoch.

„Wo ist der Haken, Gott?“

„Also…Du kannst ihn unter einer Bedingung haben!“

„Welche Bedingung ist das, oh Gott?“

„Wie ich schon sagte, er wird stolz und arrogant sein und sich selbst stets am meisten bewundern…Du wirst ihn deshalb in dem Glauben belassen müssen, dass ich ihn zuerst geschaffen hätte.

Denk dran, das ist unser kleines Geheimnis!

So von Frau zu Frau…!“

Antwort
von bartman76, 105

Weil man "der Herr" synnonym gebraucht.

Antwort
von SwamiShankara, 30

In den Apokryphen hatte Gott auch eine Frau (Göttin). Im alten Testament wird sie nur ein einziges mal erwähnt. Wo weis jetzt leider auch nicht mehr. Findest du sicher im Internet!

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