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Das Ballett spielt auf einem russischen Landgut im Jahr 1820 und 10 Jahre später in St. Petersburg.

Erster Akt

Erste Szene: Im Garten der Madame Larina

Die verwitwete Madame Larina hat zwei Töchter, die in ihrem Wesen völlig unterschiedlich sind: Da ist die ernste und verträumte Tatjana und die fröhliche,  temperamentvolle Olga. Während Tatjana noch ungebunden ist, erwartet Olga wieder einmal den Besuch ihres Verlobten, des schwärmerischen Dichters Lenski. Dieser kommt heute nicht allein, sondern hat seinen neuen Freund Eugen Onegin (sprich onjegin, Betonung auf den e) im Schlepptau. Er gefällt Tatjana so gut, dass sie sich augenblicklich in ihn verliebt. Onegin hingegen erwidert ihre Gefühle nicht. Im Gegenteil: Er lässt die ganze Gesellschaft seinen Hochmut spüren. Als die Besucher von den beiden Schwestern und deren Freundinnen aufgefordert werden, mit ihnen zu tanzen, erfüllt nur Lenski diesen Wunsch. Onegin wendet sich gelangweilt von den Tanzenden ab.

Zweite Szene: Tatjanas Schlafzimmer

Tatjanas Gedanken kommen von Onegin nicht los. Obwohl sie ihn nur kurz gesehen und nur wenige Worte mit ihm gewechselt hat, schreibt sie ihm einen Liebesbrief. Als sie in den Spiegel schaut, erblickt sie Onegin. In einer Traumszene erscheint ihr der Angebetete und erwidert ihre Gefühle. Dabei gibt er sich viel sympathischer als an dem Tag, an dem sie ihn kennenlernte.

Zweiter Akt

Erste Szene: Im Hause Madame Larinas

Madame Larina richtet zu Ehren ihrer Tochter Tatjana ein prunkvolles Geburtstagsest aus. Unter den zahlreichen Gästen sind auch Lenski, Onegin und der einflussreiche Fürst Gremin. Begierig wartet Tatjana auf die Gelegenheit, mit Onegin ein vertrautes Gespräch führen zu können. Als sie den Zeitpunkt für gekommen hält, fragt sie ihn, ob er ihren Brief erhalten habe. Onegins Antwort aber versetzt ihr einen Schock: Er nimmt den Brief aus der Tasche und zerreißt ihn. Doch damit nicht genug: Er wendet sich von ihr ab und flirtet vor aller Augen ganz intensiv mit Olga. Dab wird deren Verlobter Lenski so zornig, dass er seinen Freund zum Duell fordert.

Zweite Szene: Ein verlassener Park

Die beiden Schwestern geben sich alle Mühe, Lenski davon abzuhalten, sich mit Onegin zu duellieren. Auch Onegin zeigt sich bereit, sich mit dem Dichter zu versöhnen und sich zu entschuldigen. Lenski aber bleibt hart; er will auf das Duell nicht verzichten. Im folgenden Zweikampf siegt Onegin; Lenski stirbt durch Onegins Schuss.

Dritter Akt

Erste Szene: Ballsaal

Seit dem Duell sind zehn Jahre vergangen. Tatjana ist längst mit dem Fürsten Gremin verheiratet, der vom Alter her ihr Vater sein könnte. Zu dem Ball, den der Fürst heute gibt, ist auch Onegin geladen. Auf seinen vielen Reisen hat er stets das Glück gesucht, es aber nie gefunden. Als er Tatjana sieht, wird ihm bewusst, dass es ein großer Fehler war, damals ihre Liebe zu verschmähen. Seine Hoffnung, Tatjanas Gefühle für ihn könnten wieder aufleben, ist zum Scheitern verurteilt. Diesmal ist sie es, die sich von ihm abwendet.

Zweite Szene: Tatjanas Boudoir

Tatjana hat von Onegin einen Brief erhalten, in dem er für heute seinen Besuch ankündigt. Sie möchte ihn allerdings gar nicht sehen. Um wenigstens nicht mit dem ungebetenen Gast allein sein zu müssen, bittet sie ihren Gatten, heute zu Hause zu bleiben. Der sorglose Fürst Gremin jedoch schlägt die Bitte seiner Frau aus und geht.

Onegin kommt und überschüttet Tatjana mit Liebeserklärungen. Die Arme wird von ihren Gefühlen hin- und hergerissen. Einerseits zieht es sie zu ihm hin, aber andererseits sagt ihr der Verstand, dass Onegin eigentlich ihrer nicht wert ist. Diese Erkenntnis gewinnt schließlich die Oberhand. Nun dreht sie den Spieß um und zerreißt demonstrativ Onegins Brief vor seinen Augen. Bestürzt eilt Onegin davon, verzweifelt bleibt Tatjana zurück.

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