Frage von maxlo12345, 65

Warum gehört hier ein n?

EIne kurze Frage, warum gehört bei gemeinnützige ein n hin und bei Projekte jedoch kein n. Und warum braucht man bei Umweltprojekte und Schülerbaute auch ein n

"Noch dazu werden die gemeinnützigen Projekte(n), wie zum Beispiel Umweltprojekten und Schulbauten, von Helfstjöd und dem Schüler stark gelobt."

Ich bedanke mich schon im Voraus.

Lg

Expertenantwort
von adabei, Community-Experte für Grammatik, Schule, deutsch, 37

der rote Apfel > die roten Äpfel

die große Tasche > die großen Taschen

das kleine Kind > die kleinen Kinder

Wie du siehst, bekommt das Adjektiv im Plural immer ein "n".

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das Projekt > die Projekte

der Bau > die Bauten

Das sind die Pluralformen dieser Substantive. Die Formen der Substantive im Plural sind im Nominativ und im Akkusativ gleich.

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Also lautet der Satz richtig:

Noch dazu werden die gemeinnützigen Projekte, wie zum Beispiel Umweltprojekte und Schulbauten, von Helfstjöd und dem Schüler stark gelobt."

Kommentar von maxlo12345 ,

Danke !

Kommentar von Oubyi ,

DH!
Zusätzliche Erklärung zu
"Umweltprojekte und Schülerbauten"
Das "n" bei Bauten ist die Nominativ Plural Form von Bau.
(Ein Bau, zwei Bauten)

Kommentar von adabei ,

Hatte ich bereits geschrieben oder?
Im Satz wurden die beiden Pluralformen im Akkusativ verwendet. Diesen sind allerdings mit den Nominativformen im Plural identisch.

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Hallo adabei,

Die eigentliche Frage bezieht sich doch auf die Ungleichbehandlung von gemeinnützig und Umweltprojekt. Sie bekommen unterschiedliche Endungen; ob nun im Plural oder nicht.

Außerdem gibt es eine Ungleichbehandlung der Substantive Umweltprojekte(n) und Schulbauten. Das erste wird im Plural mal mit einem n am Schluss geschrieben und mal nicht. Das zweite Wort erfährt diesen Unterschied nicht; es hat immer ein en am Ende, wenn es in der Mehrzahl steht.

Wie erklärt man das? Ich glaube, die Frage nach dem Warum kann man nicht erklären, sondern nur DAS es wegen der vier Fälle so ist.

Jedenfalls bin ich froh, Muttersprachler zu sein und es instinktiv richtig schreibe. Verstanden habe ich das nämlich nie, was Äonen von Lehrern dbzgl. an Erklärungen abgegeben haben. Ich bin auf Deine gespannt. ;-)

Kommentar von adabei ,

Deutschlehrerin bin ich auch keine, sodass meine Erklärung auch eher intuitiv und vergleichend ist. Wie du bin ich auch froh, dass ich Deutsch als Fremdsprache weder lernen noch unterrichten muss. (Habe im letzten Herbst mal einen Kurs für Asylbewerber gegeben. Da bin ich auch des Öfteren an meine Grenzen gestoßen. Regeln versuche ich dann zu finden, indem ich alle Varianten durchgehe.)

Dass man Adjektive und Substantive verschieden behandeln muss, habe ich bei meiner Erklärung bereits versucht darzustellen.
Dass Adjektive im Plural in jedem Genus und in jedem Kasus ein "-n"  anhängen, muss man einfach als Regel akzeptieren.

Ich sehe die roten Äpfel, die großen Taschen, die kleinen Kinder, die gemeinnützigen Bauten, .... 

_________________________

Substantive verhalten sich anders. Unregelmäßige Pluralformen lernt jemand, der Deutsch als Fremdsprache lernt, bereits mit dem Wort.
Er weiß also, dass es "das Projekt > die Projekte" aber der "Bau > die Bauten" heißt - sofern er das Wort gelernt hat.
Die Pluralformen der Substantive und der zugehörigen Artikel sind im Nominativ und im Akkusativ bei jedem Genus gleich.

Damit erklärt sich doch die Ungleichbehandlung der Endungen bei den Substantiven und bei den Adjektiven. (Ich dachte eigentlich das wäre aus den Beispielen in meiner Antwort schon zu erschließen gewesen.)

Kommentar von Kuhlmann26 ,

Also für mich ist das ein einziges grammatikalischen Durcheinander. Um als Fremdsprachler zu erkennen, wann es Projekte und wann Projekten heißt, bedarf es schon der besonderen Gabe oder dem besonderen Interesse für die Sprache. Ich muss ja wissen, um welchen Kasus es sich handelt, um entscheiden zu können, ob ich ein n an das Wort anpappe oder nicht.

Ich erinnere mich mit Grausen an die Erklärungsversuche, wie man die 4 Fälle erkennt und will davon nicht auch noch anfangen.

Mark Twain hatte schon Recht mit seinem Artikel "Über die Schrecken der deutschen Sprache".

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/google-doodle-zum-geburtstag-mark-twain-u...

Kommentar von adabei ,

Das hat schon alles seine Ordnung, aber als Muttersprachler muss man das gottseidank nicht entwirren. Man sollte die richtige Form im Gefühl haben.
Da es in diesem Beispielsatz nur um den Akkusativ ging und der sich vom Nominativ im Plural bei keinem Geschlecht unterscheidet, wollte ich das Ganze lieber nicht verkomplizieren.

Ich geben den Projekten keine Chance. / Hier hätten wir den Dativ. (Wem oder was gebe ich keine Chance?)


Antwort
von AgentZero38, 27

In diesem Satz steht Umweltprojekte ohne 'n' am Ende.

Antwort
von pythonpups, 38

"Noch dazu werden die gemeinnützigen Projekte, wie zum Beispiel Umweltprojekte und Schulbauten, von Helfstjöd und dem Schüler stark gelobt."

So ist es richtig.

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