Frage von Pimkieyo, 45

Warum gehen Kinder, denen täglich vorgelesen werden lieber in die Schule als solche, denen nicht oft vorgelesen wird?

Hey, ich mache zur Zeit eine Ausbildung zur Erzieherin. Im Kindergarten haben sich die Kinder vor Schuleintritt sehr auf die Schule gefreut. Es kamen Sprüche wie "ich möchte lesen und rechnen lernen" "ich habe in der Schule Sport" und viele weitere.

Ich bin gerade auf einen Link gestoßen, indem die Stiftung Lesen eine Studie gemacht haben. Darin steht "Belesene Kinder gehen demnach auch lieber in die Schule..."

Warum ist das eigentlich so?

Ich denke, weil sie in der Schule Lesen lernen, viele Kompetenzen beim Lesen erwerben als Kinder, die nicht oft vorgelesen bekommen. Belesene Kinder haben Spaß am Lesen, am Lernen, am Fantasieren.

Oder?

Antwort
von StiftungLesen, Business, 7

Kindern, denen vorgelesen wurde, fällt das Lesen leichter und es macht ihnen mehr Spaß. Sie finden sich deshalb auch in anderen Fächern als Deutsch gut zurecht, können beispielsweise Textaufgaben in Mathematik besser verstehen.

Zudem sind sie durch gute Sprachfähigkeiten, einen großen Wortschatz und einen weiten inhaltlichen Horizont gut in der Lage sich auszudrücken. Kurzum: Sie kommen mit den schulischen Anforderungen besser zurecht, weil Lesen, Verstehen usw. technisch geringere Hürden darstellen.

Damit wächst die Freude am Entdecken, Dazulernen, Ausprobieren!

Antwort
von Nadelwald75, 35

Hallo Pimkieyo, in der Studie steht mit Sicherheit auch eine Begründung für diese Aussage

Ich kann mir vorstellen, dass ein solches Kind aus seiner Erfahrung einfach mit Buch, Buchstabe, Lesen etwas Angenehmes verbindet.

Kommentar von Pimkieyo ,

Nein, leider stand dort keine Begründung drin. 

Deshalb habe ich euch hier gefragt..

Antwort
von Tragosso, 40

Kann ich nicht bestätigen. Ich konnte schon bevor ich in die Schule ging ein wenig lesen und schreiben, weil meine Mutter sich in der Hinsicht viel mit mir beschäftigt hat. Hat mir auch jeden Tag vorgelesen. Und mir versucht die Schule schmackhaft zu machen, aber ich wollte trotzdem weder zur Schule noch gerne in den Kindergarten. Und das obwohl ich lesen und schreiben als etwas positives empfand und gerne gemacht habe.

Bei mir lag es aber eher an der Angst vor fremden Kindern und Erwachsenen.

Kommentar von Tragosso ,

Ich habe also all das lieber zu Hause gemacht. Fantasiert, gemalt, Geschichten geschrieben etc.

Antwort
von Plovv, 45

Ich finde das trifft nicht bei allen Kindern zu. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das vorlesen nix damit zu tun hat ob das Kind gern zur Schule geht oder nicht. In den meisten Fällen sind das unfähige Lehrer die den Kindern die Lust an der Schule nehmen. Außerdem wenn ein Kind fantasievoll ist kommen die Lehrer gleich mit ADHS/ADS oder Lernschwäche.

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